Mandelöl und Naturkosmetik {zarte Pflege für Babyhaut}

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Seit über acht Jahren bin ich nun Mama. Viele meiner Ansichten, Einstellungen, Erwartungen und Vorstellungen haben sich verändert.
Während der ersten Schwangerschaft lebt man ja in so einer Babyblase, in der man sich vorstellt wie alles wird, wie man Kinder erzieht, was man alles niemals machen wird und was dafür auf alle Fälle. Diese Blase zerplatzt dann ziemlich schnell und schwups befindet man sich im chaotischen Familienalltag in dem nicht wirklich alles so läuft, wie man es gern hätte.

Mit den Jahren bin ich erfahrener geworden, weiß was Babys gut tut, lernte sie zu lesen (oder bilde mir ein ich könnte das) und wurde eigentlich in Allem lockerer. Vor allem habe ich gelernt auf meinen Bauch zu hören. Der liegt immer richtig.

So hat sich auch meine Einstellung zur Kosmetik für Babys und Kinder grundlegend geändert. Vor der Geburt meines ersten Sohnes habe ich wie selbstverständlich Baby Waschgel, Lotion, Creme, Babyöl und Wundschutzcreme gekauft.
Da mein Sohn sehr empfindliche Haut hat, mussten wir sehr aufpassen welche Kosmetik wir verwenden. Am Besten funktioniert hat die Sensitive Serie von Penaten. Davon hatten wir auch die Feuchttücher, bevor wir angefangen haben diese durch Waschlappen und selbstgemachte Feuchttücher zu ersetzen.
Auch SebaMed Baby&Kind vertrugen die Jungs sehr gut und kam oft zum Einsatz.

Mit dem neuen Baby, welches nächste Woche bereits ein Jahr alt wird (wie schnell die Zeit mit vier kleinen Kindern verfliegt brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen), kamen auch Umstellungen ins Haus.
Durch meine Bemühungen Müll zu vermeiden und so natürlich wie möglich zu leben kam meine gesammte Babyroutine ins Schleudern.
Ich habe angefangen mit Stoffwindeln zu wickeln und jegliche Kosmetik fürs Baby auf ein Minimum zu reduziert.
In den ersten Monaten kam nur Wasser und ein wenig Bio-Mandelöl an Babys Haut. Das reicht für so kleine Wesen allemal aus.

Seit Anfang letzten Jahres stelle ich nach und nach all unsere Kosmetikprodukte auf Naturkosmetik um. Das tut unserer Haut, unserem Körper und der Umwelt gut.
Beim Wickeln verwende ich neben Wasser und Mandelöl noch Mandelöl noch diese Babycreme von Weleda wenn Babys Po wund ist. Sie ist zwar etwas teurer, dafür sehr ergiebig (es ist immer noch die halbe Tube voll) und pflegt und schützt einfach wunderbar.

Mit dem Start des Baby-led Weanings (also das Selberessen des Babys, wem der Begriff nichts sagt…mein Mann weiß wahrscheinlich auch nicht, was das überhaupt ist) mit so sieben Monaten haben wir angefangen nach und nach weitere Produkte von Weleda Calendula zu verwenden.
Denn die Essensreste (Tomatensauce, Spinat und Reis verteilt sich so wunderbar am ganzen Körper und den Haaren – ihr wisst was ich meine) bekommt man nicht mehr so einfach abgewaschen.
Außerdem benötigt Babys Haut, besonders im nahendem Herbst und Winter, langsam zusätzliche Pflege.

Da ich unsere Medikamente sowieso online bei Shop Apotheke bestelle und die Weleda Produkte dort wesentlich günstiger sind, kaufe ich unsere benötigte Kosmetika dabei gleich mit.
Die Bestellung verläuft immer wunderbar und alles ist zügig zu Hause. Zudem sind die Preise immer unschlagbar günstig und bei einer großen Familie geht so einiges an Nasentropfen, Wundcreme und Pflaster drauf.
Das Calendula Cremebad und die Gesichtscreme sind einfach wunderbar und für die empfindliche Haut des ältesten Sohnes sind die weiße Malve Produkte (ebenfalls von Weleda) sehr zu empfehlen.

Ich selbst verwende immer diese Seife zum Waschen und Duschen um möglichst wenig Müll zu produzieren. Auch die älteren Kinder nehmen gerne Seife, aber für die Kleinen benutze ich lieber eine Waschlotion.
Zum Eincremen nach dem Baden bin ich immer noch überzeugt von reinem Mandelöl von Miaono in der Glasflasche. Das ist am natürlichsten und der Plastikkonsum wurde dabei auch auf ledglich den Deckel reduziert.

Neben Weleda verwenden wir noch gerne die Produkte von Burt’s Bees, das Boep und Lavera Baby & Kinder.
Diese vertragen alle Kinder gut und ich wechsel mich beim Kauf immer ab, je nachdem was gerade im Angebot ist.
Dieses Zahngel von Lavera habe ich gerade erst gekauft und wir wollen testen, ob das eine Alternative zur unserer sonst verwendeten Elmex ist.

Derzeit bin ich mit der Pfelge der Kinder und unseren verwendeten Produkten sehr zufrieden.
Meine für mich verwendeten Produkte versuche ich noch zu optimieren was die Naturkosmetik und die Reduzierung des Plastiks betrifft, aber ich bin auf dem Weg.
Sobald meine Vorräte aufgebraucht sind, werde ich wahrscheinlich einfach einige Produkte der Kinder mitverwenden. Denn auch meine Haut freut sich über möglichst wenig Gedöns.

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Sommer, Sonne, Sonnenschutz {UV Schutzkleidung und Sonnencreme für Babys und Kleinkinder}

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Wir befinden uns bereits in der zweiten Schulwoche nach den Sommerferien und so ganz langsam stellt sich der Alltag wieder ein. Mit nun zwei Schulkindern und einem Kindergartenkind es ist nicht minder stressig alle vier Kinder morgens aus dem Haus zu bekommen. Im Herbst wird das alles noch mal schwerer, wenn es morgens beim Aufstehen noch dunkel ist. Im Moment bin ich noch die einzige, die im Dunklen aufsteht und ich merke schon, dass es eine ganze Ecke mühseliger ist aus dem Bett zu steigen. Dafür fällt es dann abends leichter in die Federn zu fallen. Einen Tod muss man halt sterben…

Die Sommerferien haben wir dieses Jahr zu Hause verbracht. Bis auf ein paar Ausflüge und einen Kurztrip haben wir den Garten in ein Wasserparadies verwandelt und die meiste Zeit draußen verbracht.
Da dieses Jahr die Temperaturen wieder ins Unendliche gestiegen sind, waren wir in der Mittagszeit immer im Haus und sind erst nachmittags wieder gut geschützt raus gegangen.
Sonnenschutz ist im Frühjahr und Sommer das A und O. Ohne geht es nicht nach draußen.
Wir haben unzählige Sonnencremes getestet.
Anfangs kaufte ich eine Creme in der Apotheke. Nur das Beste fürs Kind…naja, das Beste ist halt nicht immer das Beste. Die Creme kann ja wirklich gut sein, aber meine Kinder haben davon Ausschlag bekommen und so probierten wir uns durch das Drogerie Sortiment.
Am Ende sind wir bei der Meeressonnencreme von Paediprotect und dem Sonnenspray von Jean&Len gelandet. Beide 50+ und für uns die besten Sonnencremes.

Unser Baby versuche ich allerdings nach Möglichkeit so wenig wie es geht einzucremen. So zarte Babyhaut hat es am liebsten pur ohne jegliche Kosmetikprodukte.
Lediglich Mandelöl und ein milder Badezusatz kommen an seine Haut.
So bleiben wir zwei immer im Schatten, was aber natürlich keinen 100% Schutz darstellt und man trotzdem noch schützen muss, und ich ziehe ihm wenn er im Tuch getragen wird lange, dünne Hosen an. Wenn es um die 40°C hat, bleibt er aber im Body und wird dann doch eingecremt. Ist ja eh schon heiß genug im Tuch, da laufen bei uns sowieso die Schweißflüsse und so kann zu mindestens er so wenig wie möglich anhaben.

Normale Kleidung hält aber die Sonne auch nicht komplett von Schädigung fern. Daher gibt es spezielle Sonnenschutzkleidung mit LSF 50+. Wenn man die trägt, hat sie den gleichen Effekt wie Sonnenmilch. Die UV Strahlen bekommen Hausverbot: „Ihr kommt hier nicht rein!“.

Für die zwei großen Jungs haben wir Sonnenschutz Shirts, die wir immer beim Baden anziehen. Besonders im Wasser ist es wichtig die Haut gut zu schützen.
Für die zwei kleinen sind Anzüge mit LSF sehr gut geeignet.
Bei einem meiner liebsten Stoffwindelshops Stoffywelt* gibt es Sonnenschutz Shirt und Anzüge* der Marke Pop-In für Kinder bis 4 Jahren.
Die Marke kennen wir von den Lätzchen* vom Babybruder und sind schon Fans von den schönen Mustern und der Qualität.
Daher war ich direkt Feuer und Flamme, als Stoffywelt mich fragte, ob ich die Sonneschutzanzüge testen mag.
Die Sonnenschutzanzüge* für Babys und kleinere Kinder gibt es mit angenähtem Sonnenhut und ohne. Mein kleinster ist ein bekennender Hutabzieher und daher ist so ein angenähter Hut echt praktisch. Auch wenn er ziemlich gemotzt hat als er den Hut einfach nicht vom Kopf bekommen hat.


Der große Bruder wollte den neuen Anzug erst nicht anziehen (er hat immer ein wenig Probleme neue Kleidung zu akzeptieren), aber als der kleine Bruder den gleichen Anzug anhatte, wollte er auch unbedingt. Mama muss halt öfter mal in die Trickkiste greifen.
Die Anzüge haben zwar lange Ärmel um wirklich gut gegen die Sonne zu schützen, sind aber schön dünn und die Jungs fanden es sehr angenehm zu tragen. Natürlich sind sie auch zum Schwimmen und im Sand spielen geeignet.
Unser Baby trägt drunter noch eine waschbare Schwimmwindel oder eine Stoffwindel wenn er mit dem Anzug nicht ins Wasser geht.

Einmal nass, trocknet der Stoff sehr schnell.
Die Motive gefallen den Jungs sehr gut und die Größen sind sehr variabel. Ich denke, dass der Anzug vom Baby noch nächsten Sommer passt. Der Große wird dieses Jahr noch 5 und der Anzug ist schon knapp. Aber man kann ihn mit Sicherheit von 3 bis fast 5 tragen. Ich mag so Kleidung, die man lange verwenden kann.
Der Reißverschluss dürfte bei dem großen Anzug allerdings auch gerne vorne sein. Dann könnte der große Bruder ihn auch allein auf- und zumachen um auf Toilette zu gehen. Aber groß stören tut es wiederum auch nicht. Kurz Reißverschluss aufschieben und den Rest kann er dann allein.
Bei der Babygröße gibt es im Schritt auch praktische Knöpfe um schnell wickeln zu können.
Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit unserer neuen Sonnenschutzkleidung.
Das Gesicht muss ich natürlich weiterhin eincremen, aber um den Oberkörper und Schenkel muss ich mir dann nicht mehr zu viel Gedanken machen und besonders für das Baby, das mittlerweile so mobil ist den ganzen Garten zu erkunden (und somit den schönen schattenspendenden Apfelbaum hinter sich zu lassen), ist es eine wunderbare Lösung um das schöne Sommerwetter draußen zu genießen.

Ich bin guter Dinge, dass der Sommer noch mal Fahrt aufnimmt und habe das Planschbecken noch nicht weggeräumt.
Leider sind jetzt keine Ferien mehr und wir haben nur noch an wenigen Nachmittagen und am Wochenende Zeit um die Wasserpistolen raus zu holen und eine Wasserschlacht zu veranstalten. Aber die Prognosen sehen gut aus und so stehen die Chancen, dass ich auf die tägliche Frage der Jungs, ob wir endlich wieder den Rasensprenger anmachen können um durchzuhuschen, mit JA beantworten kann, nicht schlecht.

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Danke an Stoffwelt für die Zurverfügungstellung der Sonnenschutzanzüge!

Immer auf der Hut {Sicherheit im Krabbelalter}

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Mein jüngster Sohn wird nächste Woche bereits 10 Monate.
Lang vorbei sind die Zeiten, wo ich ihn auf seine Krabbeldecke legen konnte, er zufrieden mit seiner Rassel spielte und ich mir keine Gedanken machen musste wenn ich mal kurz auf die Toillette verschwunden bin.

Nun krabbelt der kleine Schlawiner in einem Affenzahn durchs Wohnzimmer, dass man gar nicht so schnell gucken kann, bis er wieder irgendwas angestellt hat.
So hat er letztens sogar meine Teetasse vom Sofatisch gefegt. Was weiß ich wie er da rangekommen ist, denn hochziehen kann er sich eigentlich noch nicht.
Zum Glück war der Tee kalt und das Maleur schnell weggewischt.

Nachdem der kleinste Bruder vor ein paar Monaten anfing zu Robben und die Welt jenseits der Krabbeldecke zu erkunden, musste das Haus wieder Babysicher gemacht werden.
Der kleinste große Bruder ist bereits 4 Jahre alt und somit nicht mehr auf alzu viel Sicherheit bedacht.
Wie schon bei den drei großen haben wir nur alles wirklich nötige gesichert und decken den Rest mit Aufpassen, Aufklären und Ermahnen ab. Das hat immer sehr gut funktioniert.

Obwohl wir in einem Haus mit Obergeschoss und Keller wohnen, hatten wir nie ein Treppengitter. Zum einen finden wir das extrem unpraktisch und zum anderen konnten so unsere 3 älteren Kinder bereits Treppe laufen (also eher Treppe krabbeln) bevor sie frei laufen konnten. Noch nie ist einer die Treppe runtergefallen und sie waren früh wirklich sehr geübt in Treppensteigen.
Es kommt natürlich auf die jeweilige Wohnsituation an. Bei uns geht die Treppe von der Diele aus hoch und runter. Das Wohnzimmer und sonstige Zimmer können mit Türen geschlossen werden. Somit besteht keine große Gefahr, dass das Krabbelbaby alleine in den Gefahrenbereich kommt.
Die großen Brüder haben gelernt, die Türen immer zu zumachen wenn sie rein oder raus gehen und ich passe ja sowieso auf. Wenn wir uns alle für die Schule und Kindergarten fertig machen und ein großes Gewusel in der Diele herrscht, muss man natürlich aufpassen wie ein Luchs oder einer der Jungs bekommt Treppenwache und passt auf den kleinen Bruder auf.
Für uns funktioniert das sehr gut und ich sehe es als großen Vorteil, dass die Jungs früh an Treppen gewöhnt waren.
Hat man die Treppe im Wohnzimmer, muss man natürlich für Sicherheit durch ein Treppengitter sorgen, sonst macht man nichts anderes mehr, als das Baby vom Runterfallen zu bewahren. Bei baby-walz gibt es eine breite Auswahl an Modellen und Designs. Es gibt soviel mehr abseits der klassischen Gitter. Natürlich muss man dann den großen Geschwistern auch beibringen, das Gitter immer zu schließen, ist ja quasi das gleiche wie bei uns die Türen. Der Satz „Tür zu!“ fällt hier bestimmt 20 mal am Tag.

Neben der Treppe ist wohl die Steckdose das gefährlichste im Haus. Bei uns muss man sich darum zum Glück keine Gedanken machen, da wir bereits beim Bau des Hauses kindersichere Steckdosen installiert haben. Wer dies nicht hat, sollte jede Steckdose in Babyhöhe mit einem Schutz absichern. Wir müssen uns da nur um die Mehrfachsteckleisten kümmern, die vergisst man nämlich ganz gerne, dabei müssen sie auch alle eine Sicherheitsvorkehrung haben.
Wer jetzt noch alle Putz- und Waschmittel sowie Medikamente außer Reichweite der Kleinen (das gilt übrigens auch im Kleinkindalter und nicht nur für Krabbelbabys) aufbewahrt, hat schon so gut wie alles geleistet um den kleinen ein sicheres Zuhause zu bieten.

Wären da nicht die großen Brüder… Die stellen derzeit die größte Gefahr da. Sie lieben ihren Bruder zwar sehr und passen auch immer gut auf ihn auf, aber Lego und anderes kleines Spielzeug lieben sie auch.
Es kam durchaus schon vor, dass Lego von ihrem Lego-Tisch im Wohnzimmer runterfiel und der kleine es sich schnappte. Zum Glück bin ich da immer sehr wachsam und normalerweise heben die Jungs es auch immer sofort wieder auf. Eine Lösung wäre natürlich das ganze Lego in das Zimmer der Jungs zu verfrachten. Passt für uns aber nicht so gut, weil sie einfach gerne bei mir sind und ich sie ja auch nicht ausquartieren möchte.
Noch zieht der Kleine sich noch nicht hoch und so klappt es ganz gut, dass alles Lego auf dem Tisch bleibt und er nicht drankommt. Wie das dann aussieht, wenn er groß genug zum Stehen ist und so auch an alle Sachen auf dem Tisch kommt, werden wir dann sehen. Dann müssen wir eine andere Lösung finden.
Beim jetzt 4 Jährigen ging das irgendwie ganz gut im Babyalter. Er hat sich die kleinen Sachen einfach nicht in den Mund gesteckt und daher hatten wir dann keine Probleme damit.

Das letzte was wir erst kürzlich abgesichert haben ist unser Bett. In den ersten Babymonaten hat der Kleine die ganze Nacht bei uns im Bett geschlafen. Da er sich noch nicht drehen konnte, reichte da das Absichern mit dem Stillkissen. Das habe ich nun schon seit dem ersten Kind und es gibt es doch tatsächlich immer noch bei baby-walz zu kaufen.
Jetzt schläft er die erste Nachthälfte in seinem Zimmer und kommt dann irgendwann nachts zu uns ins Bett und kuschelt dort bis zum aufstehen mit mir. Solange wir im Bett liegen und er in der Mitte kann auch nichts passieren. Aber wenn ich aufstehe und ihn noch ein wenig weiter schlummern lassen möchte, wird es gefährlich. Vor dem Bett liegt daher schon immer eine dicke Matratze, falls er doch mal rausfällt. Nun habe ich aber ein Bettgitter bei baby-walz bestellt, aufgebaut und unter die Matratze geklemmt. Das ging super fix und ich schlafe nun viel beruhigter und kann ihn morgens auch noch ein wenig schlafen lassen, während ich mich fertig mache. Auch mein Stillkissen muss ich jetzt nicht mehr ständig vom Schlafzimmer ins Kinderzimmer schleppen, sondern kann endlich auf meinem Stillsessel bleiben.
Beim Kauf des Bettgitters muss man aber drarauf achten, dass es auch für das Familienbett geeignet ist.
Da die anderen Kinder zu der Zeit schon komplett durchgeschlafen oder die ganze Nacht im eigenen Bett verbracht haben, hatten wir das bisher nie gebraucht. Das Nesthäkchen aber hat es am liebsten kuschelig im Familienbett und ich genieße die Exklusivzeit mit ihm sehr.

Zu Letzt sei gesagt, dass die bester Sicherheit das Aufpassen ist. Ich nehme meinen kleinsten eigentlich überall mit hin. Da er immer in unmittelbarer Nähe zu mir ist kann ich ihn vor den meisten Unfällen bewahren, sehe wenn eine Gefahr lauert oder er sich irgendwas schnappt und in den Mund stecken will. Da man aber nicht immer die Augen aufs Kind gerichtet haben kann (besonders wenn noch andere Kinder im Haus rumspringen), informiert man sich am Besten frühzeitig, wie man seine Wohnsituation ans Kind anpassen kann um möglichst wenige Unfälle zu erleben.
Viele Infos und die dazugehörigen Produkte rund um die Sicherheit im Haus und Wohnung findet ihr bei baby-walz.
Ganz vermeiden kann man Unfälle allerdings nicht.
Eine Schramme hier und da, blaue Flecken und auch mal ein aufgeschlagenes Knie gehören zur Kindheit dazu.
Aber Schlimmers lässt sich meist mit kleinem Aufwand verhindern.

Wie ich meine Liebe zu Stoffwindeln entdeckte {Nachhaltiger Leben}

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Als ich vor ein paar Jahren anfing mich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen, war es noch nicht so präsent, wie es heute ist.
Meine Gemüsebeutel* musste ich lange suchen und im Spermarkt und beim Bäcker galt ich ein wenig als kuriose Öko-Mama, die ich eigentlich gar nicht bin.
Zum Glück hat sich das alles geändert und heute ist es normal mit seinen Säckchen einkaufen zu gehen, überall wo es geht auf Plastik und unnötige Verpackung zu verzichten und es gibt nun immer mehr Produkte unverpackt zu kaufen.
Nicht zuletzt entstehen immer mehr Unverpackt-Läden, was mir den Alltag sehr erleichtert und das stundenlange Suchen nach Alternativen erspart.

In den Jahren habe ich bei uns zu Hause viel geändert.
Wir haben viele Produkte durch nachhaltige Varianten ersetzt und viele Sachen kaufe ich gar nicht mehr.
Aber meine nun vier Kinder wickelte ich weiterhin mit Wegwerfwindeln. Bei Stoffwindeln hatte ich immer das Bild von meiner Freundin im Kopf, die vor langer Zeit ihren Sohn anfangs mit Stoff gewickelt hat. Ich fand das enorm umständlich und seltsam.
Irgendwie bin ich vor ein paar Monaten doch wieder auf das Thema aufmerksam geworden. Immerhin habe ich schon lange Feuchttücher durch weiche Baumwollwaschlappen* ausgetauscht und Wattepads und Slipeinlagen* durch Waschbare aus Bambus.
Die zwei großen Müllsäcke mit Windeln jede Woche waren mir schon lange ein Dorn im Auge. Wenn man ein Baby hat und noch zwei der großen Brüder nachts Hochziehwindeln brauchen kommt halt so einiges zusammen.

Wie ich so bin, informierte ich mich erstmal gründlich über das System mit Stoff zu wickeln. Nachdem ich mir ein paar Videos zu dem Thema angeschaut hatte, stellte ich fest, dass sich das Wickeln mit Stoff gar nicht so sehr unterscheidet von dem mit Wegwerfwindeln.
Ich war ein wenig baff, wie einfach das zu sein schien und war endlich entschlossen dem ganze eine Chance zu geben. Was hatte ich zu verlieren? Notfalls würde ich die Windeln wieder verkaufen und wäre um eine Erfahrung reicher.
Also investierte ich ein bisschen Zeit und sammelte alles Wissenswerte über Marken, Windelsysteme und wie man die Windeln am besten wäscht.

Als System wollte ich All-In-Ones* (AIO) testen. Das sind, wie der Name schon sagt, alles in einem Windeln. Im Prinzip genau gleich wie Wegwerfwindeln, halt nur zum Waschen.
Bei Stoffywelt* und Fratzhosen* bestellte ich meine ersten Stoffys und ein wenig Zubehör. Zusätzlich stöberte ich im Netz nach gebrauchten Windeln, denn das ist nun mal das Nachhaltigste und zudem auch Kostengünstig, denn so eine Stoffwindel kostet erstmal einen Batzen Geld (ich Fuchs rechne mir dabei aber aus wieviel Euros und Euros ich schon für Wegwerfwindeln ausgegeben habe – oder besser doch nicht, sonst fall ich vom Stuhl).
Neue Windeln müssen zudem 3 bis 5 mal eingewaschen werden bis sie einsatzbreit, sprich saugstark genug, sind. Gebrauchte sind natürlich schon eingewaschen und können direkt genutzt werden.
Schon beim Aussuchen der Windeln war ich ganz verzaubert. Es gibt wahnsinnig schöne Muster und man muss aufpassen, dass man nicht in eine regelrechte Sucht fällt (stellt sich hier die Frage, ob ich nicht bereits verfallen bin…aber das ist ein anderes Thema).
Ich konnte mich dann doch für drei Windeln entscheiden, die sollten zum ersten Testen reichen.
Spätestens als die erste Windel an dem Babypopo war, war ich gänzlich überzeugt. Liebe auf den ersten Blick!
Das Wickeln ist so einfach und sie halten erstaunlich dicht (ahtte da irgendwie so meine Bedenken).
Hatte ich mit meinen bisherigen Windeln oft das Problem, dass sie ausgelaufen sind, so ist mir das bisher mit den Stoffys nur einmal passiert und das auch nur, weil noch etwas von der Einlage rausgeschaut hat.
Auch Babys Popo freut sich über den weichen Stoff an der Haut und ist seitdem viel wenig wund.

So schaffte ich mir nach der ersten Testphase genug Windeln an um keine Wegwerfwindeln mehr nutzen zu müssen und bin seit dem ersten Tragen ein riesen Fan.
Mein Mann erklärte mich für ein wenig verrückt noch beim 4. Kind auf Stoff umzusteigen.
Aber es lohnt sich einfach immer. Egal zu welcher Zeit. Natürlich muss man erstmal etwas Geld investieren, aber das hat man zum einen schnell wieder raus und zum anderen, werde ich die Windeln, wenn ich sie irgendwann nicht mehr brauche, weiter verkaufen. Die Umwelt freut sich sowieso über jede gesparte Wegwerfwindel.
Das ist für mich auch der wichtigste Faktor. Ob Soffwindeln nun günstiger oder gleich teuer sind wie Wegwerfwindeln ist dabei erstmal zweitrangig.
Ich habe schon vor Jahren Statistiken gelesen, ob Stoff oder Werwerfwindeln besser für die Umwelt sind. Schließlich muss man auch viel Wasser zum Waschen der Windeln verwenden.
Dort hieß es immer, dass beide gleichauf liegen. Beschäftigt man sich aber ein bisschen mehr mit dem Thema, findet man heraus, dass es sich aber in Bezug auf Stoff sehr besser verhält, wenn man ein paar Sachen beachtet.
Zum einen, die Waschmaschine immer voll zu machen, nicht nur die Windeln alleine wäscht (wir waschen sie zusammen mit den Waschlappen und Handtüchern) und keinen Trockner verwendet.
Zum andern, die Windeln gebraucht kauft und wieder verkauft, wenn man sie nicht mehr benötigt.

Wie ihr seht, bin ich ganz begeistert von dem System und das Wickeln macht dank der schönen Muster auch sehr viel Spaß. Selbst das zwei Mal die Woche Waschend er Windeln macht mir wirklich Freude (dass ich das mal übers WASCHEN sagen darf). Die großen Brüder finden die Windeln vom kleinen Bruder auch toll  (besonders die mit dem Donut drauf). Sie sind einfach so viel netter anzusehen und anzufassen als Wegwerfwindeln.
Apropos Brüder. Für die Großen habe ich Trainers* angeschafft. Das sind Windeln in Unterhosenform, ähnlich der Hochziehwindeln. Allerdings muss ich warnen, dass diese nur geeignet sind, wenn nur ein paar Tropfen nachts in der Windeln landen. Denn soviel wie eine herrkömmliche Windel können sie nicht aufnehmen und wir hatten schon mehrere nasse Laken in der Frühe. Aber das Ziel ist ja auf lange Sicht, dass nachts ganz auf Windeln verzichtet werden kann. Bis dahin läuft die Waschmaschien halt ein wenig öfter…

Nachdem wir nun eine gute Routine mit den Stoffwindeln gefunden haben, gesehen haben, was für uns passt und was nicht, erzähl ich euch nächste Woche gerne wie wir das alles handhaben und wie es für uns einfach das perfekte Wickelsystem geworden ist.

 

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Coole Stoffwindeln für jeden kleinen Popo

 

Soul Food {Sticky Salmon mit Kokosreis und Brokkoli}

Es gibt sie immer wieder, diese Tage, an denen man mit dem falschen Fuß aufsteht, an denen einfach alles schief läuft, an denen man sich am liebsten den ganzen Tag im Bett verkriechen möchte.
Was an diesen Tagen hilft ist die Sicherheit, dass morgen alles besser wird und sich selbst etwas Gutes zu tun. Ich koche mir dann immer ein Wohlfühlessen, nur für mich. Soulfood.
Das tut so gut und danach sieht die Welt gar nicht mehr so grau aus.

Mein liebstes Soulfood derzeit ist Sticky Salmon. Cremiger Lachs in einer süß-salzigen, klebrigen Sauce mit knackigen Brokkoli und Kokosreis. Das ist so wahnsinnig lecker. Im Prinzip könnte ich das jeden Tag essen. Zudem ist es auch noch gesund. Omega-3 Fette aus dem Lachs, Vitamine aus Brokkoli und Vollkornreis.
Meine Jungs freuen sich an diesen Tagen über Maultaschen oder Schupfnudeln mit Brokkoli und ein paar Lachsstückchen. So bekommen alle ihr Lieblingsessen und wenn es für die Jungs dann noch Eis zum Nachtisch gibt, sind alle glücklich und zufrieden.

Sticky Salmon mit Kokosreis und Brokkoli
für 2 Personen

Sticky Salmon

400 g Bio Lachsfilet
1/2 EL Kokosöl oder Rapsöl
1 große oder 2 kleine rote Zwiebel
4 Knoblauchzehen
25 g Kokosblütenzucker (Ersatz: brauner Zucker)
25 g Birkenzucker (oder mehr Kokosblütenzucker)
4 EL dunkle Sojasauce
4 EL Fischsauce
1 Limette

Am besten erst den Reis zubereiten und dann mit dem Lachs anfangen.

Die Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Ringe schneiden.
Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden
Das Kokosöl in einem kleinen Topf oder tiefen Pfanne erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch weich dünsten.
Sojasauce, Fischsauce und die beiden Zucker einrühren und aufkochen lassen.
Bei schwacher Hitze dicklich einkochen.
Lachs häuten, in große Würfel schneiden und in die Sauce rühren.
Für etwa 5 Minuten ziehen lassen.
Limette auspressen und zum Lachs geben.
Weitere 2-5 Minuten sanft köcheln bis der Lachs gerade so durch ist.

Reis auf Schalen verteilen, einige Brokkoliröschen draufgeben und alles mit dem leckeren Lachs samt Sauce bedecken.
Dann eintauchen und genießen.


Kokosreis und Brokkoli

150 g Jasminvollkornreis
220 mL Wasser
2 EL Kokosmilch (am besten vom festen Cremanteil)

1/2 Brokkoli
Gemüsebrühe

Wasser und Kokosmilch zum Kochen bringen und Reis einrühren.
Sofort auf kleinste Hitze stellen und für 25 bis 30 Minuten garen.

Brokkoli in Röschen teilen, waschen und abtropfen lassen.
Etwa 1,5 Liter Gemüsebrühe aufkochen und Brokkoliröschen für etwa 5-7 Minuten bissfest dünsten.

Unser neues Lieblingsbrot {knuspriges Bierbrot}

Für mich gibt es nichts schöneres als ein frische Brot im Ofen zu haben und im ganze Haus duftet es wie in einer Bäckerei.
Brotbacken ist so etwas Gemütliches, Schönes, Erfüllendes.
Aus simplen Zutaten wie Mehl, Wasser, Salz und Hefe entsteht etwas so wahnsinnig Schmackhaftes.
Meine Kinder sind ganz wild auf meine Brote und fragen regelmäßig danach. Wo sie sonst keine guten Esser sind, wird hier zugeschlagen als ob es keinen Morgen gibt.

Als ich im Dezember ein Bierbrot probiert habe, hätten die drei am liebsten den ganzen Leib gegessen. Ich halbiere das Brot immer und friere eine Hälfte ein, damit es frisch bleibt.
Für meine Jungs ist es kein Problem die eine Hälfte innerhalb von 2 Tagen allein aufzufuttern.
Besonders mein ältester Sohn konnte sich schier nicht halten vor Begeisterung. Das sei das leckerste Brot der Welt. Da schmilzt mein Mama- und Bäckerinherz.
Und recht hat er – es schmeckt vorzüglich. Am liebsten ganz simpel mit Tomaten- und Gurkenscheiben belegt.
Was am selben Tag nicht gegessen wird, lässt sich am nächsten Tag in den Toaster stecken und macht so das allerbeste Toastbrot. Oder es wird neugeboren zu Croque Monsieur. Ein Gedicht!
Hm, wenn nicht schon alles weg wäre…jetzt bekomme ich tatsächlich großen Appetit auf ein heißes Croque Monsieur. Beim nächsten Backen muss ich mir zwei Scheiben beiseite legen.

Ich backe das Bierbrot immer mit alkoholfreiem Bier. Ihr könnt natürlich auch normales Bier nehmen, was ihr halt da habt. Da wir so gut wie keinen Alkohol trinken, kaufe ich immer ein Sixpack extra für dieses Brot. Durch das Roggenmehl, den Ahornsirup und dem Bier ist das Brot schön kräftig im Geschmack. Wir lieben das sowohl zu herzhaften Aufstrichen als auch zu süß wie mit unserer Chia-Marmelade.

Bierbrot
ein großer, runde Leib

500 g Dinkelmehl Typ 1150 oder 630
250 g Roggenvollkornmehl
21 g frische Hefe
3 EL Ahornsirup
1 Flasche (333 mL) alkoholfreies Bier
1. 5 EL Meersalz

Hefe in eine Schüssel bröckeln und mit Ahornsirup glatt rühren.
Bier sowie 170 mL heißes Wasser dazugeben.
Alles gut vermischen und kurz stehen lassen.
Die Mehlsorten mit Salz mischen. Nun die Hefemischung mit einem Schwung zum Mehl geben.
Alles zu einem glatten Teig verkneten und zugedeckt für eine Stunde gehen lassen.

Eine Arbeitsfläche bemehlen und Teig darauf nochmals durchkneten.
Zu einem runden Leib formen, auf ein Backblech (ausgelegt mit Backpapier) legen und abgedeckt weiter 30 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 200°C vorheizen, eine Schüssel mit Wasser unten in den Ofen stellen und das Brot etwa 30 Minuten backen.
Schmeckt lauwarm am allerbesten!

Lieblingsbrot {Pain Paillasse}

Meine liebste Mahlzeit am Tag ist das Frühstück. Besonders am Wochenende freue ich mich bereits abends auf den nächsten Morgen.
Gemütlich zusammen sitzen, frisch gebrühten Kaffee trinken und noch warmes Gebäck aus dem Ofen genießen.
Zugegeben, gemütlich wird es erst wenn die Kinder fertig sind und spielen gehen. Vorher herrscht ein ziemliches Tohuwabohu am Tisch – aber das ist mit mehreren Kindern im Haus ja normal.

Der eine kippt seine Milch um, der zweite möchte sein Brötchen aufgeschnitten haben, der dritte hat schlecht geschlafen und sitzt weinend auf dem Boden.
Während des Frühstücks stehe ich gefühlt 1000 mal auf, laufe in die Küche, hole dies und das, wische diverse Getränke auf, mache neuen Milchschaum, laufe dem, mit Marmelade verschmierten, Kind hinterher.
Wenn dann aber alle kleinen Menschen fertig sind, kommt der gemütliche Teil. Ich mache mir noch einen Kaffee oder Tee und sitze mit meinem Mann noch eine Weile am Tisch und wir genießen noch ein Brötchen und Obstschnitze.

Das beste am Frühstück sind meine frisch gebackenen Backwaren.
Freitags dürfen die Jungs sich aussuchen, was es am nächsten Morgen geben soll. Mehr als zwei verschiedene Brötchen backe ich allerdings nicht, da müssen sie sich schon einigen. Mein mittlerer Sohn ist ganz verliebt in unser neues Lieblingsbrot „Pain Paillasse“. Von dem Tag, an dem ich es das erste Mal gebacken habe, wünscht er sich nur noch dieses Brot. Und er hat ja recht. Es schmeckt so lecker. Knusprig außen, weich innen und so herrlich lecker.
Dazu ist es am Abend zuvor schnell angesetzt und am Morgen auch schnell im Ofen. Perfekt für das Frühstück, auch wenn man mal länger geschlafen hat (länger heißt bei mir übrigens 7 Uhr … hätte ich vor den Kindern auch nie als solches bezeichnet).

Ich habe förmlich den Duft in der Nase, der durch das ganze Haus strömt, wenn die Brote im Ofen sind. Heute ist Bergfest und das Wochenende ist nahe.
Am liebsten essen wir das Brot übrigens mit frischer Kürbisbutter und Gurkenscheiben, salted Karamell-Dattel-Aufstrich oder zuckerfreier Schokoladencreme.
Da fällt mir ein, dass die Schokoladencreme mal wieder leer ist und ich meinem Sohn hoch und heilig versprochen habe, neue zu machen.
Und Kürbisbutter ist auch alle. Freitag ist also genug auf der Liste – nur falls mir langweilig wird.

Pain Paillasse
für 2 Brote

500 g Dinkelmehl
(ich verwende gerne 250 g Typ 1050 und 250 g Typ 630)
2 TL Salz
10 g frische Hefe
300 ml kaltes Wasser

Das Mehl mit dem Salz in einer großen Schüssel mischen.
Die Hefe klein bröseln und in das Mehl einkneten bis kleine Streuselchen entstehen.
Das Wasser dazugeben und zu einem glatten Hefeteig kneten.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel geben und abdecken.
Nun über Nacht im Kühlschrank oder kaltem Keller gehen lassen (wenn es Nachts so um die 4-8°C hat, stelle ich die Schüssel immer auf die Terrasse).
Am nächsten Tag den Teig mit einer Teigkarte vorsichtig aus der Schüssel auf eine bemehlten Arbeitsfläche heben.
Behutsam mit dem Teig umgehen, die Luft soll schön im Teig bleiben.
Teig in der Mitte teilen und die beiden Hälften zu länglichen Broten formen.
Die Brot 2 bis 3 mal zwirbeln und auf ein Backblech legen.
Zugedeckt nochmal 15 Minuten gehen lassen.
Ofen in dieser Zeit auf 220°C vorheizen und eine Schüssel mit Wasser reinstellen.
Brote nach Bedarf noch 1 oder 2 mal zwirbeln und in den heißen Ofen schieben.
Für 15 Minuten backen, dann Temperatur auf 200°C reduzieren und weitere 15 Minuten fertig backen.
Am besten ganz frisch essen.

Holy Moly! Das ist wirklich der weltbeste Dinkel-Pizzateig {mit Feigen, Chorizo und Kasar der Himmel auf Erden – oder vegetarisch mit Butternut und Birne}

Irgendwann ist er da. Der Tag an dem man den allerbesten Brownie backt, den weltbesten Käsekuchen aus dem Ofen holt, in die allerbeste Pizza beißt.
Ich bin ständig am Testen, Optimieren und Verbessern unserer liebsten Gerichte. Irgendwie geht es ja immer noch besser.
Aber manchmal ist man angekommen.
Angekommen beim besten Rezept an dem es nichts, aber auch gar nichts zu verbessern gibt. Das perfekt ist, genau so wie es ist.

Für meine Kinder und mich ist dieser Moment bei Waffeln, Vanille Muffins und Lasagne schon lange erreicht und wir sind einfach nur glücklich für uns die allerleckersten gefunden zu haben.
Bei Pizza waren wir auch schon lange zufrieden mit unserem Teig und Belag.
Die Jungs mögen sowieso nur klassisch Tomatensauce und Mozzarella. Mein Mann und ich probieren immer neue Kombinationen aus.
Dank unserem Pizzastein werden sie auch herrlich knusprig und hauchdünn.

Pizza könnten meine Jungs jede Woche essen. Auch wenn sie sonst keine guten Esser sind, bei Pizza verschlingen sie solche Mengen, dass ihnen das bis zur nächsten Pizzaschlacht wohl reicht an Nahrungsmitteln.
Als ich letztens die Jungs mittags mit ihrer Leibspeise überrascht habe, war ich selbst überrascht.
Denn ja, da war er also da. Der Moment als wir in den perfekten Pizzateig bissen.
Der Wahnsinn. So aromatisch, knusprig und trotzdem locker.

Zugegeben, er braucht etwas Zeit. Über Nacht muss der Vorteig in den Kühlschrank um am nächsten Tag weiter verarbeitet zu werden.
Aber das war es auch schon an Zeit. Wenn man am Abend vorher dran denkt den Teig anzusetzen, ist er nämlich viel schneller zubereitet als herkömmlicher Pizzateig.
Falls wir mal ganz spontan Pizza essen möchten (was so gut wie nie vorkommt, da wir immer einen Speiseplan für die ganze Woche haben), haben wir auch noch unser Standard Rezept, welches nach 1 Stunde gehen auch leckersten Pizzateig liefert.

Durch das lange gehen wird der Teig sagenumwoben aromatisch. Es lohnt sich, einen Platz dafür im Kühlschrank freizuräumen.
Meine drei Jungs mögen natürlich auch hier am liebsten Tomatensauce und Käse. Anstatt Mozzarella verwende ich aber Kasar. Den bekommt ihr im Supermarkt oder in türkischen Läden.
Im Herbst ist mein allerliebster Belag Chorizo und Feige und Kasar Käse.
Diese Kombination ist so unglaublich lecker! Wer keine Feigen bekommt, nimmt feste Birne. Das schmeckt auch wahnsinnig lecker.
Wenn wir die Pizza vegetarisch genießen möchten, tauschen wir die Chorizo gegen, im Ofen gerösteten, Butternutkürbis aus. Schmeckt sensationell!

Aber egal was oben drauf kommt, der Teig ist Spitzenklasse.
Hier kommt nun das Rezept und dazu noch unsere zwei liebsten Beläge für den Herbst: Chorizo, Feige und Kasar und vegetarisch mit Butternut, Birne und Haselnüssen.
Guten Appetit!

weltbester Dinkel-Pizzateig
für 4 große Pizzen

400g Dinkelmehl 630
400 g lauwarmes Wasser
21 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe

Die Hefe in das Mehl reiben bis nur noch kleine Krümelchen da sind.
Trockenhefe einfach mit dem Mehl mischen.
Wasser zu geben und zu einem glatten Hefeteig verrühren.
Abgedeckt für mindestens 16 Stunden in den Kühlschrank stellen.

21 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe
160 g Dinkelmehl 1050
1 EL Kokosblütenzucker
1 EL Meersalz

Den Vorteig aus dem Kühlschrank holen und mit der Hefe, dem Mehl, Kokosblütenzucker und Salz in eine große Schüssel füllen.
Mit der Küchenmaschine oder per Hand für 8-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
Teig zu einem Ball formen und wieder in die Schüssel legen.
Abgedeckt für 20 bis 30 Minuten gehen lassen.

In vier Portionen teilen und runde Pizzen ausrollen.
Oder Teig halbieren und zwei Backbleche damit auslegen.
Teig für weitere 10 min ruhen lassen.
Nochmal drüberrollen (alles schön dünn ausrollen) und nach Wunsch belegen.
Bei 230°C für etwa 7 min knusprig backen.

Chorizo, Feigen und Kasar Pizza

Tomatensauce
für 4 Pizzen

2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
400 g passierte Tomaten
Hand voll frischer Basilikum
Salz
schwarzer Pfeffer
Prise Kokosblütenzucker

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Knoblauch mit einer Prise Salz sanft darin anbraten.
Tomaten zugießen und aufkochen lassen.
Bei geringer Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Basilikum hacken und mit dem restlichen Olivenöl in die Sauce rühren.
Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Kokosblütenzucker abschmecken und leicht oder ganz abkühlen lassen.

je Pizza

1/4 weltbester Dinkel-Pizzateig
2 frische Feigen
1 Chorizo (nicht die Salami, sondern die Wurst)
1 Hand voll frisch geriebener Kasar Käse
1/4 Portion Tomatensauce
nach Wunsch Pfeffer und geröstete Pinienkerne

Feigen achteln.
Chorizo in dünne Scheiben schneiden.
Pizza dünn ausrollen und mit Tomatensauce bestreichen.
Feigen, Chorizo und Kasar auf der Pizza verteilen und bei 230°C für etwa 7 Minuten backen.
Pizza aus dem Ofen holen und nach Wunsch mit frisch gemahlenen Pfeffer würzen und mit Pinienkernen bestreuen.

Butternut, Birne und Kasar Pizza

je Pizza

1/4 weltbester Dinkel-Pizzateig
1/2 große feste Birne
1/4 Butternutkürbis
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer
nach Wunsch gemahlene Chili
1 Hand voll frisch geriebener Kasar Käse
1/4 Portion Tomatensauce
geröstete Haselnüsse

Butternutkürbis waschen und entkernen.
Kürbis quer halbieren und in dünne Scheiben schneiden (ich lasse die Schale dran).
Ofen auf 230°C vorheizen.
Kürbis auf ein Backblech verteilen, mit Olivenöl besprenkeln und mit Salz, Pfeffer und ggf Chili würzen.
Im heißen Ofen für etwa 15-20 Minuten rösten. Leicht abkühlen lassen.
Pizza dünn ausrollen und mit Tomatensauce bestreichen.
Birne in dünne Spaöten schneiden und mit ein paar Scheiben Butternut und Kasar auf der Pizza verteilen.
Bei 230°C für etwa 7 Minuten backen.
Pizza aus dem Ofen holen und nach Wunsch mit frisch gemahlenen Pfeffer würzen und mit grob gehackten Haselnüssen bestreuen.

 

101 Tage bis Weihnachten {Karten und Verpackung für das Fest der Liebe}

Wie könnte es anders sein?
Auch 2017 ist an mir vorbei gerast. EInfach so. Hallo und Tschüss.
Die Wochen ziehen ins Land und eh man sich versieht sind es nur noch 101 Tage bis Weihnachten.

Als gut organisierte Mama habe ich – wie kann es anders sein – schon ein paar Geschenke im Keller (ganz oben auf dem höchsten Regal) und den Rest startklar auf meiner Geschenkeliste. Da warte ich nur noch auf gute Angebote.
Da in 10 Wochen bereits der nächste Geburtstag – und 2 Wochen später der nächste – ansteht, habe ich eigentlich immer alle Ideen und meist auch schon ein paar Geschenke im September zusammen.
Wobei das von Jahr zu Jahr schwieriger wird. Was dem kleinen Bruder schenken, der dank zwei größeren Brüdern schon alles hat?
So gibt es, wie auch letztes Jahr, lieber ein großes und noch 1 bis 2 kleine Geschenke. Gerade an Weihnachten reicht das vollkommen aus.
Was aber niemals nie fehlen darf ist ein Kuchen, ein geschmücktes Haus und die Geburtstagskrone.

Da man bekanntlich nie früh genug anfangen kann, sich um kleine Aufmerksamkeiten, Karten und Verpackungen für die schönste Zeit des Jahres (für mich jedenfalls) zu kümmern, habe ich am Wochenende bastelfreudige Mädels zu einem gemütlichen Bastelnachmittag mit Kaffee und Kuchen (und sehr leckerer Feigen Chorizo Dinkelpizza) eingeladen, um 4 Karten und eine Verpackung mit den neusten Produkten von Stampin‘ Up zu gestalten.

Beim Vorbereiten kam bei mir richtige Weihnachtsstimmung auf. Ich freue mich tatsächlich jetzt schon auf diese magische Zeit.

Als Christ steht bei uns natürlich der wahre Sinn von Weihnachten an erster Stelle. Daher mag ich immer gerne Stempelsets, die das Thema aufgreifen.
Das Set „Heilige Nacht“ ist wunderschön schlicht und edel.

Mal ganz andere Farben, zarte Pflaume und Safrangelb, kommen bei dieser Karte richtig schön zur Geltung.
Das schöne Set „Weihnachten daheim“ mit den kleinen Häusern mag ich sehr. Ich finde es strahlt so eine wundervolle Gemütlichkeit aus.

Eine herbstliche Geburtstagskarte durfte nicht fehlen. Im Herbst stehen nämlich einige Festtage an.
Auch wenn ich es anfangs nicht gedacht hätte, aber das Set „Herbstanfang“ mit dem two-step Sonnenblumen Stempeln ist eins meiner liebsten Sets aus dem Herbst- / Winterkatalog von Stampin‘ Up!

Bei meinen Workshops gibt es auch immer eine Verpackung. Ich mag solche, die schnell gehen, denn gerade an Weihnachten hat man oft nicht die Zeit für etwas Aufwändiges. Die kleinen Pizzaschachteln sind schnell hübsch verziert und machen viel her.

Aber meine allerliebste Karte mit meinem allerliebsten Stempelset kommt zum Schluss.
Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch und das Rentier von „Nature Sings“ (Jahreskatalog) und dazu die dicke Kordel, Äste aus dem Garten und den Prägefolder „Holzdielen“ sind so wunderbar schön zusammen!

Als Gastgeschenke gab es kleine Gläser mit Trinkschokolade und Marshmallows…die ersten kalten Herbsttage kommen schneller als man denkt.

Und für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt.

Alles aus meinen Rezepten, mit Dinkelmehl, ohne Weißzucker und nur natürlich gesüßt.
Die kleinen Pizzen aus Dinkelmehl mit Feigen und Chorizo kamen am besten an.
Mir haben die Pflaumentartes mit Zimt am besten geschmeckt. So schön herbstlich und einfach köstlich.

schneller als der Gang zum Bäcker {Keller Rosinenbaguette mit Honig}

Nachdem hier seit Monaten meine zwei Baguette Varianten der absolute Renner sind, musste mal wieder ein bisschen Abwechslung in den Brotkorb.
Für das Mittagessen und Abends oder an den Tagen, wo ich schon Stunden vor den anderen wach bin, backe ich am liebsten die lockeren 2h-Baguettes mit Roggen und Vollkornmehl.
Wenn es am Morgen schnell gehen muss, lieben die Jungs unser Kühlschrank Baguette sehr. Es ist ein wenig fester und nicht ganz so locker und eher so eine Mischung aus Brötchen und Baguette.

Seitdem die Schule bei meinem ältesten Sohn begonnen hat, sind wir alle fünf dauermüde. So schaffe ich es seither nicht, am Wochenende vor 6.30 Uhr aufzustehen, meist wird es fast sieben.
Somit bleibt keine Zeit mehr um unser lockeres 2h Baguette zu genießen.
Aber die Nächte werden kühler und unser Keller auch. Der perfekte Ort also, um eine Kreuzung unserer zwei Baguettes auszuprobieren.
Am Abend ist der Teig schnell angesetzt und geht über Nacht im Keller. Dort ist es nicht ganz so kühl wie im Kühlschrank, aber auch nicht so warm wie in der Küche.
Die perfekte Temperatur, damit der Teig wunderbar locker und saftig wird.

Am nächsten Morgen werden flink die Baguettes geformt und nach kurzer Ruhezeit (geht aber auch ohne) geht es in den heißen Ofen. 20 Minuten später duftet das Haus nach frischem Brot und spätestens dann wachen auch die anderen Familienmitglieder auf.
Für unsere Jungs habe ich noch Rosinen und Honig mit in den Teig gegeben. Das schmeckt wunderbar lecker. Beides kann aber auch weggelassen oder durch Nüsse oder Saaten ersetzt werden.

Das perfekte Frühstücksrezept wie wir finden und es ist schneller fertig, als wenn man zum Bäcker läuft. Einfach zu Hause einkuscheln, Kaffee kochen und den Tag ganz gemütlich in Schlabberhose verbringen.

Keller Rosinenbaguette mit Honig
für 3 Baguette (von ca. 35 cm Länge)

wenn das Baguette ohne Rosinen gebacken wird, den Honig auf 1 TL reduzieren und Rosinen weglassen

300 g Dinkelmehl 1050 (+ extra zum Bestäuben)
170 g Emmervollkornmehl (oder Dinkelvollkornmehl)
2 TL Salz
15 g frische Hefe
40 g flüssiger Honig (Alternativ: Ahornsirup)
80 g Rosinen

Rosinen mit Wasser bedecken und für etwa 10 Minuten einweichen.
Dinkelmehl, Vollkornmehl und Salz in einer großen Schüssel mischen.
Hefe ganz klein krümeln und in das Mehl reiben.
450 mL Wasser, Honig und abgetropfte Rosinen dazugeben und mit einer Teigkarte mischen.
Den Teig wirklich nur grob mischen, es darf noch Mehl zu sehen sein. Er ist recht weich und klebrig.
Schüssel abdecken und über Nacht in den Keller stellen.
Alternativ für 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
Nach der Ruhezeit eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und den Teig vorsichtig aus der Schüssel gleiten lassen.
Teig gut mit Mehl bedecken und mit der Teigkarte in drei Teile schneiden.
Den recht weichen Teig vorsichtig zu länglichen Baguettes formen. Dabei immer drauf achten, dass nicht zuviel Luft aus dem Teig entweicht.
Die Baguettes entweder in ein Baguetteblech legen oder auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Blech verteilen.
Mit einem Küchenhandtuch abdecken und für 30 Minuten ruhen lassen.
Wer es eilig hat, kann auch gleich Backen.
In der Zwischenzeit eine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen und auf 240°C vorheizen.
Baguettes für 18 bis 20 Minuten backen.
Kurz abkühlen lassen und mit einer großen Tasse Café au lait genießen!