Holy Moly! Das ist wirklich der weltbeste Dinkel-Pizzateig {mit Feigen, Chorizo und Kasar der Himmel auf Erden – oder vegetarisch mit Butternut und Birne}

Irgendwann ist er da. Der Tag an dem man den allerbesten Brownie backt, den weltbesten Käsekuchen aus dem Ofen holt, in die allerbeste Pizza beißt.
Ich bin ständig am Testen, Optimieren und Verbessern unserer liebsten Gerichte. Irgendwie geht es ja immer noch besser.
Aber manchmal ist man angekommen.
Angekommen beim besten Rezept an dem es nichts, aber auch gar nichts zu verbessern gibt. Das perfekt ist, genau so wie es ist.

Für meine Kinder und mich ist dieser Moment bei Waffeln, Vanille Muffins und Lasagne schon lange erreicht und wir sind einfach nur glücklich für uns die allerleckersten gefunden zu haben.
Bei Pizza waren wir auch schon lange zufrieden mit unserem Teig und Belag.
Die Jungs mögen sowieso nur klassisch Tomatensauce und Mozzarella. Mein Mann und ich probieren immer neue Kombinationen aus.
Dank unserem Pizzastein werden sie auch herrlich knusprig und hauchdünn.

Pizza könnten meine Jungs jede Woche essen. Auch wenn sie sonst keine guten Esser sind, bei Pizza verschlingen sie solche Mengen, dass ihnen das bis zur nächsten Pizzaschlacht wohl reicht an Nahrungsmitteln.
Als ich letztens die Jungs mittags mit ihrer Leibspeise überrascht habe, war ich selbst überrascht.
Denn ja, da war er also da. Der Moment als wir in den perfekten Pizzateig bissen.
Der Wahnsinn. So aromatisch, knusprig und trotzdem locker.

Zugegeben, er braucht etwas Zeit. Über Nacht muss der Vorteig in den Kühlschrank um am nächsten Tag weiter verarbeitet zu werden.
Aber das war es auch schon an Zeit. Wenn man am Abend vorher dran denkt den Teig anzusetzen, ist er nämlich viel schneller zubereitet als herkömmlicher Pizzateig.
Falls wir mal ganz spontan Pizza essen möchten (was so gut wie nie vorkommt, da wir immer einen Speiseplan für die ganze Woche haben), haben wir auch noch unser Standard Rezept, welches nach 1 Stunde gehen auch leckersten Pizzateig liefert.

Durch das lange gehen wird der Teig sagenumwoben aromatisch. Es lohnt sich, einen Platz dafür im Kühlschrank freizuräumen.
Meine drei Jungs mögen natürlich auch hier am liebsten Tomatensauce und Käse. Anstatt Mozzarella verwende ich aber Kasar. Den bekommt ihr im Supermarkt oder in türkischen Läden.
Im Herbst ist mein allerliebster Belag Chorizo und Feige und Kasar Käse.
Diese Kombination ist so unglaublich lecker! Wer keine Feigen bekommt, nimmt feste Birne. Das schmeckt auch wahnsinnig lecker.
Wenn wir die Pizza vegetarisch genießen möchten, tauschen wir die Chorizo gegen, im Ofen gerösteten, Butternutkürbis aus. Schmeckt sensationell!

Aber egal was oben drauf kommt, der Teig ist Spitzenklasse.
Hier kommt nun das Rezept und dazu noch unsere zwei liebsten Beläge für den Herbst: Chorizo, Feige und Kasar und vegetarisch mit Butternut, Birne und Haselnüssen.
Guten Appetit!

weltbester Dinkel-Pizzateig
für 4 große Pizzen

400g Dinkelmehl 630
400 g lauwarmes Wasser
21 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe

Die Hefe in das Mehl reiben bis nur noch kleine Krümelchen da sind.
Trockenhefe einfach mit dem Mehl mischen.
Wasser zu geben und zu einem glatten Hefeteig verrühren.
Abgedeckt für mindestens 16 Stunden in den Kühlschrank stellen.

21 g frische Hefe oder 7 g Trockenhefe
160 g Dinkelmehl 1050
1 EL Kokosblütenzucker
1 EL Meersalz

Den Vorteig aus dem Kühlschrank holen und mit der Hefe, dem Mehl, Kokosblütenzucker und Salz in eine große Schüssel füllen.
Mit der Küchenmaschine oder per Hand für 8-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten.
Teig zu einem Ball formen und wieder in die Schüssel legen.
Abgedeckt für 20 bis 30 Minuten gehen lassen.

In vier Portionen teilen und runde Pizzen ausrollen.
Oder Teig halbieren und zwei Backbleche damit auslegen.
Teig für weitere 10 min ruhen lassen.
Nochmal drüberrollen (alles schön dünn ausrollen) und nach Wunsch belegen.
Bei 230°C für etwa 7 min knusprig backen.

Chorizo, Feigen und Kasar Pizza

Tomatensauce
für 4 Pizzen

2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
400 g passierte Tomaten
Hand voll frischer Basilikum
Salz
schwarzer Pfeffer
Prise Kokosblütenzucker

Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden.
1 EL Olivenöl in einem Topf erhitzen und Knoblauch mit einer Prise Salz sanft darin anbraten.
Tomaten zugießen und aufkochen lassen.
Bei geringer Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Basilikum hacken und mit dem restlichen Olivenöl in die Sauce rühren.
Mit Salz, Pfeffer und einer Prise Kokosblütenzucker abschmecken und leicht oder ganz abkühlen lassen.

je Pizza

1/4 weltbester Dinkel-Pizzateig
2 frische Feigen
1 Chorizo (nicht die Salami, sondern die Wurst)
1 Hand voll frisch geriebener Kasar Käse
1/4 Portion Tomatensauce
nach Wunsch Pfeffer und geröstete Pinienkerne

Feigen achteln.
Chorizo in dünne Scheiben schneiden.
Pizza dünn ausrollen und mit Tomatensauce bestreichen.
Feigen, Chorizo und Kasar auf der Pizza verteilen und bei 230°C für etwa 7 Minuten backen.
Pizza aus dem Ofen holen und nach Wunsch mit frisch gemahlenen Pfeffer würzen und mit Pinienkernen bestreuen.

Butternut, Birne und Kasar Pizza

je Pizza

1/4 weltbester Dinkel-Pizzateig
1/2 große feste Birne
1/4 Butternutkürbis
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer
nach Wunsch gemahlene Chili
1 Hand voll frisch geriebener Kasar Käse
1/4 Portion Tomatensauce
geröstete Haselnüsse

Butternutkürbis waschen und entkernen.
Kürbis quer halbieren und in dünne Scheiben schneiden (ich lasse die Schale dran).
Ofen auf 230°C vorheizen.
Kürbis auf ein Backblech verteilen, mit Olivenöl besprenkeln und mit Salz, Pfeffer und ggf Chili würzen.
Im heißen Ofen für etwa 15-20 Minuten rösten. Leicht abkühlen lassen.
Pizza dünn ausrollen und mit Tomatensauce bestreichen.
Birne in dünne Spaöten schneiden und mit ein paar Scheiben Butternut und Kasar auf der Pizza verteilen.
Bei 230°C für etwa 7 Minuten backen.
Pizza aus dem Ofen holen und nach Wunsch mit frisch gemahlenen Pfeffer würzen und mit grob gehackten Haselnüssen bestreuen.

 

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schneller als der Gang zum Bäcker {Keller Rosinenbaguette mit Honig}

Nachdem hier seit Monaten meine zwei Baguette Varianten der absolute Renner sind, musste mal wieder ein bisschen Abwechslung in den Brotkorb.
Für das Mittagessen und Abends oder an den Tagen, wo ich schon Stunden vor den anderen wach bin, backe ich am liebsten die lockeren 2h-Baguettes mit Roggen und Vollkornmehl.
Wenn es am Morgen schnell gehen muss, lieben die Jungs unser Kühlschrank Baguette sehr. Es ist ein wenig fester und nicht ganz so locker und eher so eine Mischung aus Brötchen und Baguette.

Seitdem die Schule bei meinem ältesten Sohn begonnen hat, sind wir alle fünf dauermüde. So schaffe ich es seither nicht, am Wochenende vor 6.30 Uhr aufzustehen, meist wird es fast sieben.
Somit bleibt keine Zeit mehr um unser lockeres 2h Baguette zu genießen.
Aber die Nächte werden kühler und unser Keller auch. Der perfekte Ort also, um eine Kreuzung unserer zwei Baguettes auszuprobieren.
Am Abend ist der Teig schnell angesetzt und geht über Nacht im Keller. Dort ist es nicht ganz so kühl wie im Kühlschrank, aber auch nicht so warm wie in der Küche.
Die perfekte Temperatur, damit der Teig wunderbar locker und saftig wird.

Am nächsten Morgen werden flink die Baguettes geformt und nach kurzer Ruhezeit (geht aber auch ohne) geht es in den heißen Ofen. 20 Minuten später duftet das Haus nach frischem Brot und spätestens dann wachen auch die anderen Familienmitglieder auf.
Für unsere Jungs habe ich noch Rosinen und Honig mit in den Teig gegeben. Das schmeckt wunderbar lecker. Beides kann aber auch weggelassen oder durch Nüsse oder Saaten ersetzt werden.

Das perfekte Frühstücksrezept wie wir finden und es ist schneller fertig, als wenn man zum Bäcker läuft. Einfach zu Hause einkuscheln, Kaffee kochen und den Tag ganz gemütlich in Schlabberhose verbringen.

Keller Rosinenbaguette mit Honig
für 3 Baguette (von ca. 35 cm Länge)

wenn das Baguette ohne Rosinen gebacken wird, den Honig auf 1 TL reduzieren und Rosinen weglassen

300 g Dinkelmehl 1050 (+ extra zum Bestäuben)
170 g Emmervollkornmehl (oder Dinkelvollkornmehl)
2 TL Salz
15 g frische Hefe
40 g flüssiger Honig (Alternativ: Ahornsirup)
80 g Rosinen

Rosinen mit Wasser bedecken und für etwa 10 Minuten einweichen.
Dinkelmehl, Vollkornmehl und Salz in einer großen Schüssel mischen.
Hefe ganz klein krümeln und in das Mehl reiben.
450 mL Wasser, Honig und abgetropfte Rosinen dazugeben und mit einer Teigkarte mischen.
Den Teig wirklich nur grob mischen, es darf noch Mehl zu sehen sein. Er ist recht weich und klebrig.
Schüssel abdecken und über Nacht in den Keller stellen.
Alternativ für 2 Stunden bei Raumtemperatur gehen lassen.
Nach der Ruhezeit eine Arbeitsfläche gut mit Mehl bestäuben und den Teig vorsichtig aus der Schüssel gleiten lassen.
Teig gut mit Mehl bedecken und mit der Teigkarte in drei Teile schneiden.
Den recht weichen Teig vorsichtig zu länglichen Baguettes formen. Dabei immer drauf achten, dass nicht zuviel Luft aus dem Teig entweicht.
Die Baguettes entweder in ein Baguetteblech legen oder auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Blech verteilen.
Mit einem Küchenhandtuch abdecken und für 30 Minuten ruhen lassen.
Wer es eilig hat, kann auch gleich Backen.
In der Zwischenzeit eine Schüssel mit Wasser in den Ofen stellen und auf 240°C vorheizen.
Baguettes für 18 bis 20 Minuten backen.
Kurz abkühlen lassen und mit einer großen Tasse Café au lait genießen!

 

hmmmm…Himbeeren {vegane Himbeer Scones} perfekt zum Frühstück oder zur Kaffeerunde

Sommer, Sonne, Sonnenschein.

Endlich sind die trüben Tage vorüber und die Sonne lockt uns wieder in den Garten. Dort wächst durch den Regen alles wunderbar. Die Zucchini breitet sich aus, die ersten Erdbeeren können genascht werden und die Johannisbeeren hängen rot und prächtig vom Strauch herunter.

Auf unsere Himbeeren müssen wir noch ein wenig warten. Wie es aussieht, werden wir auch dieses Jahr eine reiche Ernte haben.
Falls die Jungs nicht alle gleich vom Strauch essen, bleiben vielleicht ein paar übrig um zum Frühstück leckere vegane Scones zu backen. Das geht ganz schnell und schmeckt richtig gut.
Natürlich nicht nur zum Frühstück, sondern auch zum Picknick oder zur Kaffeerunde. Am besten mit frischem Kompott oder roter Grütze.

Die Zutaten haben wir immer zu Hause und falls nicht, kann man auch hier und da ein wenig abändern. Wer kein Reismehl hat, stockt mit Dinkelmehl auf, wer keine Erdmandeln findet, nimmt gemahlene Mandeln und der Apfelmus lässt sich prima durch Fruchtquetschis ersetzen, von denen wir immer ein paar da haben zum Backen oder Naschen.
Die Himbeeren lassen sich natürlich auch gegen anderes Obst oder gegen eingeweichte Rosinen austauschen.
Also einfach schaun, was im Kühlschrank und der Vorratskammer ist und loslegen.

Wie immer wiege ich alle Zutaten abends ab, um morgens möglich wenig Arbeit zu haben. Dann muss man nur noch den Teig verkneten, ausstechen und während sie backen wird der Frühstückstisch gedeckt. Und wie das duftet…hm. So frisch aus dem Ofen einfach wunderbar.
Ich finde, sie schmecken nur am Backtag richtig gut. Daher friere ich gleich die Hälfte ein, um sie am nächsten Tag kurz aufzubacken und wieder frische Scones zu haben.

Himbeer Scones (vegan)
für 10 Stück

100g Reisvollkornmehl (oder Dinkelvollkornmehl)
200g Dinkelmehl
30 g Erdmandeln, gemahlen (oder gemahlene Mandeln)
1 Packung Weinstein Backpulver
1/2 TL Meersalz
1/2 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
50 g Birken- oder Kokosblütenzucker
50 g kalte Margarine oder vegane Butter
60 g Apfelmus oder Fruchtquetschi
Saft 1/2 Limette
70 g Kokoscreme (abgesetzte Creme einer Dose Kokosmilch)
120 mL Mandelmilch + 3 EL
100 g Himbeeren (gerne tiefgekühlt)

Die Mehlsorten mit den Erdmandeln, Backpulver, Salz, Vanille und Birkenzucker mischen.
Kalte Margarine würfeln, Apfelmus und Kokoscreme, sowie Mandelmilch und Limettensaft zufügen und alles zügig zu einem groben Teig verkneten.
Nicht zu viel kneten. Der Teig muss nicht komplett homogen sein, Mehlreste dürfen noch zu sehen sein.
Ich verwende gerne tiefkühl Himbeeren. Entweder frische Himbeeren einfrieren oder tiefgekühlte Himbeeren kaufen.
Da bei Scones wichtig ist, dass der Teig schön kühl ist, eignet sich TK Obst am besten.
Die tiefgekühlten Himbeeren schnell unter den Teig heben.
Ein wenig Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen und den Teig zu einem etwa 3 cm dicken Kreis drücken.
Mit einem 7-8 cm Ausstechring Scones abstechen und auf ein Backblech setzen.
Alternativ mit einem Messer den Teig in kleine Quadrate oder Rechtecke schneiden.
Scones mit 3 EL Mandelmlich bepinseln und bei 200°C für 15 Minuten backen.

der allerleckerste Apfelkuchen {mit genial veganer Vanillesauce}

An unserem Apfelbaum sprießen die ersten Knospen und lassen auf eine reiche Ernte hoffen.
Die Boskopäpfel aus unserem Garten schmecken einfach gigantisch und damit kann kein anderer Apfel mithalten. Zudem ist alles Bio und erntefrisch auf dem Tisch.

Zu meinem Bedauern ist die Äpfelzeit aber nun wirklich vorbei und macht Platz für Beeren und Steinobst. Darauf freue ich mich besonders und auch meine Jungs sind überglücklich endlich wieder kiloweise Erdbeeren essen zu können.
Doch die Äpfel vermisse ich schrecklich. Wir verputzen meistens 5-6 Stück am Tag und die säuerlichen Sorten schmecken uns am besten.
Ein paar Wochen lang  bekommt man noch knackige Elster und ich horte bereits einige Säcke im Keller. Kühl, trocken und dunkel halten Äpfel sich eine gute Zeitlang – es sei denn, sie werden allzu schnell verspeist.

Das könnte bei uns recht schnell gehen, denn seit ich vor einiger Zeit einen herrlich leckeren Apfelkuchen das erste Mal gebacken habe, sind wir diesem total verfallen.
Er schmeckt so unglaublich lecker und am allerbesten mit einer cremigen Vanillesauce. Der Kuchen kommt dabei ganz ohne Industriezucker aus und die Vanillesauce wird ohne Ei zubereitet und ist dank Mandelmilch sogar vegan.
Meine Kinder lieben diesen Kuchen und eigentlich könnte ich ihn jede Woche backen. Wäre auch gar nicht schlimm. Er ist dank vieler Äpfel, Vollkornmehl und Nüssen eine gesund Nachmittagsleckerei und auch die Vanillesauce darf hier gerne mit dem Löffel gegessen werden.
Mein kleinster Sohn isst nämlich am liebsten nur die Sauce und lässt den Kuchen – bis auf den Teigrand – links liegen.

Ich werde aus unserem Äpfelvorrat noch einige Kuchen backen und mich dann auf die Frühlingsbäckerei stürzen.
Uns erwarten Erdbeer-Windbeuteltorte, Rhabarber-Aprikosen-Streuselkuchen, Erdbeer-Pinienkern-Kuchen und Himbeer-Schwarzwaldtorte – alles mit vollwertigen Zutaten und natürlich gesüßt. Die lecker fluffigen Frühlingswaffeln mit Rhabarber sind natürlich auch nicht zu verachten.
Jetzt fehlt nur noch die Sonne!

Apfel-Mandel-Kuchen
für eine 26er Springform

200 g Dinkelvollkornmehl
1/2 TL Weinstein Backpulver
30 g Kokosblütenzucker
1 EI
60 g Kokosöl (oder Butter)
1 EL Wasser

2 Eier
50 g Kokosöl (oder Butter)
80 g Mandelmus
30 g Ahornsirup
1/2 EL Rum
2 EL Dinkelmehl
1/2 TL Weinstein Backpulver
100 mL naturtrüber Apfelsaft
60 g gehackte Mandeln
Salz

3 (etwa 600 g) säuerliche Äpfel
50 g gehobelte Mandeln

Für den Boden das Kokosöl oder Butter leicht erwärmen.
Mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
Eine 26er Springform mit Backpapier auslegen und aus dem Teig einen Boden und einen etwa 2-3 cm hohen Rand formen.
Springform bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Nun die Füllung zubereiten.
Wer mag röstet die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Öl bis sie duften. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Kokosöl oder Butter, dem Mandelmus, Ahornsirup und Rum cremig rühren.
Dinkelmehl und Backpulver mischen und unterrühren.
Apfelsaft und gehackte Mandeln ebenfalls zugeben und glatt rühren.
Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unterheben.
Die Äpfel entkernen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
Unter den Teig heben und alles auf den Boden in die Springform verteilen.
Kuchen mit gehobelten Mandeln bestreuen und für 35-40 min backen.
Aus der Form lösen und abkühlen lassen.
Dazu gibt es leckere Vanillesauce.

schnelle Vanillesauce
vegan

300 mL + 3 EL Mandelmilch (oder Vollmilch)
1 Vanilleschote
2 TL Kokosöl
20 g (2 gestrichene EL)Speisestärke
3 EL Reissirup
Kurkuma

Mandelmilch in einen Topf geben.
Vanilleschote auskratzen und das Mark, sowie die Schote in die Milch geben.
Alles aufkochen und bei niedrigster Hitze 10 Minuten ziehen lassen.
Reissirup, Kokosöl und eine Prise Kurkuma (für die gelbe Farbe) unterrühren.
3 EL Mandelmilch mit der Speisestärke glatt rühren und mit einem Schneebesen in die Vanillemilch rühren.
Unter rühren alles aufkochen lassen bis die Sauce dicklich und cremig ist.
Topf vom Herd nehmen und Vanillesauce in einen Krug abfüllen und abkühlen lassen.

Wie aus 1001 Nacht {Huhn-Aprikosen-Tagine mit rote Linsen Couscous}

Seit unserer Marokkoreise im Jahr (grübel) 2008 (glaube ich – ach Du meine Güte bin ich alt) sind wir der orientalischen Küche verfallen.
Wir lieben Tagine und Couscous – die Gewürze und Gerüche nach Orient und fremden Welten.
Leider kann ich unsere Tagine seit unserem Umzug nicht mehr verwenden, sondern nur noch als Dekoelement benutzen.
Wir haben sie bei unserer Rundreise mitgebracht und da sie original aus Ton ist, ist sie auf unerem Induktionsfeld nicht zu gebrauchen.
Ich spare allerdings auf eine induktionsfeldtaugliche Tagine von LeCreuset – die kostet in einer Größe für 5 und mehr Personen allerdings so ein klitze kleines bisschen…

Bis dahin bereite ich orientalische Schmorrgerichte in einem normalen Alugusstopf zu. Vielleicht wird es nicht ganz so zart und aromatisch – aber immer noch so wahnsinnig lecker – Geschmacksexplosion.
Taginegerichte dauern normalerweise sehr lange. Fleisch und Gemüse werden langsam geschmorrt bis alles weich und saftig und wunderbar würzig ist.
Im Alltag muss es aber meist schnell gehen und daher bin ich froh, dass diese schnelle Tagine auch herrlich lecker ist und in Windeseile auf dem Tisch steht.
Mein Sandwichsohn liebt sie sehr. Hühnchen und getrockenete Aprikosen sind für ihn einfach eine sehr beliebte Kombination. Dazu liebe ich Couscous mit roten Linsen, Datteln und Mandeln.
Den Couscous könnte ich auch einfach so – schüsselweise – essen. Hulsenfrüchte sind zudem sehr gesund und eiweißreich. Die Beilage ist auch sehr schnell zubereitet und steht innerhalb von 20 Minuten fertig auf dem Tisch – perfekt!
Dieses Gericht schmeckt mit Hähnchenschenkelfleisch am besten. In Australien habe ich es fertig ausgelöst ohne Knochen und Haut kennen gelernt. Dort habe ich nur damit gekocht. Es schmeckt sehr saftig und aromatisch. Hier bekommt man es in dieser Form nicht so oft zu kaufen. Ihr könnt aber euren Metzger danach fragen oder es selbst vom Knochen und der Haut befreien – oder einfach Innenbrustfilet verwenden.

Huhn-Aprikosen-Tagine
für 4 Personen

700 g ausgelöstest Hähnchenschenkelfleisch ohne Haut (Alternativ: Huhninnenbrustfilet)
1 große Zwiebel
25 g Ingwer
1 TL gemahlener Koriander
Kokosöl
1/4 TL Safranfäden
2 Cylon Zimtstangen
75 g getrocknete Aprikosen
250 g Möhren
Meersalz
Korianderblätter

Zwiebeln schälen und würfeln.
Ingwer schälen und fein reiben.
Einen großen Schmorrtopf erhitzen und das Fleisch in 1 bis 2 TL Kokosöl scharf anbraten.
Herausnehmen und beiseitestellen.
Einen weiteren TL Kokosöl im Topf erhitzen und Zwiebeln, Ingwer und Koriander sanft darin anbraten bis die Zwiebeln glasig sind.
Aprikosen halbieren und mit Safranfäden und Zimtstangen zu den Zwiebeln geben.
Möhren schälen, dritteln und in feine Stifte schneiden.
Zusammen mit 150 mL Wasser, einer guten Prise Salz und dem Hähnchenfleisch in den Topf geben.
Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für 20 Minuten köcheln.
In dieser Zeit den Couscous zubereiten (Rezept siehe unten).
Nun den Deckel abnehmen und für weitere 10 Minuten leicht einkochen lassen.
Mit dem rote Linsen Couscous auf Tellern verteilen und mit frischen Korianderblättern bestreuen.
Genießen!

rote Linsen Couscous mit Datteln und Mandeln
für 4 Personen

30 g gestiftete Mandeln
100 g rote Linsen
1 Zwiebel
Kokosöl
Meersalz
100 g Couscous
2 Medjool Datteln
Zimt

Mandeln in einem Topf ohne Fett rösten bis sie duften und leicht braun sind.
Herausnehmen und beiseitestellen.
Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
1 TL Kokosöl im Topf erhitzen und Zwiebelringe mit 1/2 TL Meersalz bei niedriger Hitze glasig dünsten.
Linsen zugeben und 400 mL Wasser angießen.
Aufkochen und für 10 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Couscous einstreuen, umrühren und für 5 Minuten weiterköcheln.
Die Datteln in dünne Scheiben schneiden und mit Mandeln und einer Prise Zimt unter den rote Linsen Couscous rühren.

Puddingbauch Osterhase {leckere Hefeteilchen mit Einkornmehl für das Osterfest}

Die Kleinkindzeit ist so wunderbar. Die Kleinen glauben noch an das Christkind, die Zahnfee und den Osterhasen. Auch wenn mein großer Sohn am Samstag bereits 6 Jahre alt geworden ist und nun wirklich nicht mehr zu den Kleinkindern zählt, so glaubt er auch noch an die Fabelwesen und ich genieße diese zauberhafte Zeit.
Die drei waren am Samstag so aufgeregt. Es kam aber auch viel zusammen. Der Geburtstag vom Großen und die Vorfreude auf den Osterhasen.
Wie jeden Ostersonntag habe ich mir früh den Wecker gestellt um Hot Cross Buns und Puddingbauch Hasen zu backen – und natürlich um den Osterhasen zu spielen.
Zum Glück hat sich das Wetter gehalten und ich konnte alles im Garten verstecken.
Gleich nach dem Aufwachen der beiden Großen haben sie von ihrem Zimmer im oberen Stockwerk das ein oder andere Ostergeschenk erspäht und waren sehr aufgeregt, dass der Osterhase wirklich da war.

Nachdem alles gefunden, ausgepackt und bestaunt wurde, konnten wir gemütlich frühstücken und meine gebackenen Osterleckerein verspeisen.

Neben den obligatorischen Hot Cross Buns haben sie Jungs sich Osterhasen gewünscht. Ich war die letzten Jahre nie wirklich zufrieden mit meinen gebackenen Hasen.
Ich probierte also wiedermal etwas anderes aus und verpasste den Hefeteighasen aus Dinkel- und Einkornmehl einen dicken Puddingbauch.
Vom Ergebnis sind die Jungs ganz begeistert. Sie schmecken wirklich richtig lecker. Genau richtig dezent süß und der Hefeteig ist so schön locker und saftig.
Den Puddingbauch haben die Jungs mit einem Löffel rausgekratzt und danach den Rest der Hasen mit Butter gegessen.
Die Puddingfüllung war wirklich das allerleckerste für die Jungs und ich denke, dass ich das Rezept nochmal als Puddingkränze backen werde, so gut waren sie.

Die Hasen schmecken wunderbar zum Osterfrühstück und machen sich ebenso gut zu Kaffee und Kuchen am Nachmittag.
Wie sie am nächsten Tag schmecken, können wir nicht sagen – hier blieb kein Hase übrig – aber ich denke, dass sie sich gut verpackt locker einen Tag halten und einfrieren kann man sie mit Sicherheit auch.
Da die Butter sehr weich sein muss, wiege ich diese am Abend vorher ab und lasse sie, ebenso wie die Eier, bei Raumtemperatur draußen stehen. Am nächsten Tag ist dann alles bereit um verbacken zu werden.

Puddingbauch Osterhasen
für 6-8 Stück

300 g Einkornvollkornmehl (Alternativ Dinkelvollkornmehl)
200 g Dinkelmehl 630
21 g frische Hefe
200 mL Milch oder Mandelmilch
3 EL Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
75 g weiche Butter
1 TL Salz
1 Bio Ei, L
12-16 Rosinen

Puddingsfüllung:
250 g Bio Magerquark
25 g weiche Butter
50 g Reissirup (Alternativ 60 g Ahornsirup)
2 Bio Eier, L
20 g Speisestärke
eine Prise Kurkuma
1 TL gemahlene Vanille oder Vanilleextrakt
18-24 Himbeeren

Die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe zerbröckeln und alles glatt rühren.
Hefemilch 5 Minuten ruhen lassen.
Die Mehlsorten, den Zucker und das Salz mischen.
Die sehr weiche Butter, das Ei und die Hefemilch zugeben und alles zu einen glatten Teig verkneten.
Zu einer festen Kugel formen, mit Mehl bestäuben und in eine Schüssel legen.
Mit Frischhaltefolie bedeckt für eine Stunde gehen lassen.
In der Zeit die Puddingfüllung anrühren.
Dafür die Magerquark mit der sehr weichen Butter glatt rühren.
Den Reissirup, Kurkuma, Vanille und Speisestärke unterrühren.
Ein Ei, sowie ein Eigelb, ebenfalls mit einrühren.
Teig in 6 bis 8 Portionen teilen und zu Hasen formen.
Am Bauch eine große Vertiefung formen und die Ränder hochziehen, so dass eine schöne Kuhle für den Pudding entsteht.
Mit Rosinen Augen in die Hasen drücken und Hasen auf zwei Backbleche verteilen.
Hasen zugedeckt für weitere 5-10 Minuten gehen lassen.
Die Puddingfüllung auf die Hasen verteilen und jeweils 3 Himbeeren darauf geben.
Den restlichen Hasen mit Eiweiß bestreichen und bei 165°C für 15-20 Minuten backen (je nach Größe der Hasen).

Hot Cross Buns für das Osterfrühstück {lecker und gesund mit Einkornmehl und natürlich gesüßt}

Auf ein paar Leckerein aus meiner Küche freue ich mich 365 Tage im voraus.
Wie an Weihnachten gibt es bei uns auch an Ostern Backwaren und leckere Gerichte, die es nur dann und nur einmal im Jahr gibt.
Meine allerliebsten, aller, allerliebsten Backwaren sind Hot Cross Buns und es ist eine Schande, sie nur einmal im Jahr zu essen. Aber dafür ist die Vorfreude unglaublich groß.

Diese Köstlichkeiten habe ich während meiner AuPair Zeit in Australien kennengelernt. Ich war nämlich genau zu der Osterzeit in Down Under.
Hot Cross Buns schmecken so unglaublich locker, saftig und lecker. Im Gegenzug zu Rosinenbrötchen werden sie mit Korinthen gebacken und mit Gewürzen verfeinert. Oben oben drauf bekommen sie ein Kreuz aus einem Mehl-Wasser-Gemisch. Daher auch der Name „Hot Cross“.

Normalerweise werden sie mit Zucker, Butter und Weizenmehl gebacken. Sie sind zwar nicht so ungesund wie Kuchen oder Muffins, aber auch keine wirklich gesunden Frühstücksbrötchen.
Ich habe sie mit Einkorn- und Dinkelmehl gebacken und natürlich gesüßt mit Birkenzucker. Butter habe ich aber verwendet. Besonders viel kommt nicht rein und sie schmecken dadurch einfach wunderbar saftig. Wer mag kann hier natürlich Kokosöl oder Apfelmark verwenden. Ein bisschen Schlemmen ist aber an Ostern durchaus erlaubt.

Sie halten sich einen Tag lang frisch und lassen sich auch gut einfrieren. Ich backe sie immer an Ostersonntag und wir vernaschen sie dann beim Osterfrühstück am Sonntag und Montag.
Aus den Resten kann man auch prima meinen Brotauflauf machen. Da weiß ich gar nicht, auf was sich die Jungs mehr freuen. Frühstück mit Hot Cross Buns oder Brotauflauf aus den Resten zum Abendbrot?
Dieses Jahr habe ich den Teig zum ersten Mal über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Ich wollte mir in der Früh ein wenig Arbeit ersparen, da ich morgens auch noch Puddingbauch Osterhasen backen wollte (Rezept dazu folgt morgen).
Es ging ganz wunderbar und ich werde es nun jedes Jahr so machen.
Vielleicht habt ihr ja die Zutaten zufällig im Haus und könnt heute Abend noch flix den Teig ansetzen. Dann habt ihr morgen ein wunderbar leckeres Frühstück!

Hot Cross Buns
ergibt 12 Brötchen

100g Korinthen
1 TL Zimt
Salz
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1/2 TL Mixed Spice*
250 g Dinkelmehl 630
200 g Einkornvollkornmehl (Alternativ Dinkelvollkornmehl)
42 g frische Hefe
40 g Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
1 Ei, L
50 g Butter oder Kokosöl
150 mL Milch oder Mandelmilch

4 EL Dinkelmehl 630
Wasser

*Mixed Spice
alle Gewürze in gemahlener Form mischen
2 TL Zimt
1 TL Koriander
1/4 TL Nelken
1/4 TL Fenchelsamen
1/4 TL Ingwer
1/4 TL Muskatnuss

Korinthen in eine Schüssel geben, mit warmen Wasser übergießen und quellen lassen.
Mehl mit Gewürzen, einer Prise Salz und Birkenzucker mischen.
Milch lauwarm erwärmen, die Hefe darin auslösen und 5 Minuten stehen lassen.
Butter schmelzen, mit dem Ei und der Hefemischung zum Mehl geben und zu einem glatten Hefeteig verkneten.
Korinthen abtropfen lassen und zum Schluss kurz unterkneten.
Hefeteig zu einen festen Ball formen, in eine bemehlte Schüssel legen und mit Frischhaltefolie abdecken.
Den Teig entweder für eine Stunde gehen lassen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Wenn der Teig im Kühlschrank gegangen ist, nimmt man ihn morgens heraus und lässt ihn etwa 30 Minuten auf Raumtemperatur kommen.
Den Teig in 12 Stücke teilen und zu Brötchen rollen.
Auf ein Backblech setzen und mit einem scharfen Messer tiefe Kreuze einritzen.
Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für 20 Minuten gehen lassen.
In der Zeit die 4 EL Dinkelmehl mit etwa 2-4 EL Wasser zu einer dicken Paste rühren. In einen Gefrierbeutel geben, eine Ecke abschneiden und ein Kreuz in die eingeritzten Brötchen spritzen.
Hot Cross Buns bei 200°C für 15 Minuten goldgelb backen.
Warm schmecken sie am besten!

cremiges Dhal mit frischem Naanbrot {Lieblingsessen}

Jeden Mittag, wenn ich die Kinder vom Kindergarten abhole, kommt als erstes die Frage, was es denn zum Essen gibt.
Das ist der entscheidende Punkt, an dem die Stimmung kippt oder nicht.
Bei Curry ist die Stimmung ziemlich gut, aber nur, wenn es auch frisches Naanbrot dazu gibt. Da sind meine Jungs ziemlich verwöhnt.
Letzte Woche hatte ich einmal keine Zeit um Brot zu backen und das sorgte gleich für betrübte Gesichter. Curry ohne Naan? Geht doch nicht!

BigBro mag am liebsten Curry mit Huhn, littleBro mein Blumenkohl-Cashew-Curry und tinyBro isst eigentlich immer nur das Naan. Alle drei essen allerdings Curry Meatballs am liebsten. Dieses aber am besten mit Ofenkartoffeln.
Ich könnte mich in jegliche Curryart einfach nur reinlegen. Meine neue Liebe ist aber Linsencurry, das man unter Dhal, Daal oder Dal kennt. Zum einen ist es super fix gemacht und zum anderen ist es unglaublich gesund. Rote Linsen sind ein wahres Superfood.
Meine Variante entspricht dabei nicht dem traditionellen Dhal. Ich habe es mit Datteln und Cashewmus verfeinert und so ist es unsagbar cremig.

Falls Reste übrig bleiben, eignet es sich gut gekühlt auch prima als Brotaufstrich. Total lecker mit frischem Gemüse belegt.
Wenn man, wie wir, immer alle Zutaten im Schrank hat, ist es ein super ich-hab-nichts-zu-essen-im-Haus Gericht.
Am besten schmeckt es den Kindern und mir, wenn man es, wie in Indien, ohne Besteck und nur mit Naanbrot isst. Da es recht dickflüssig ist, kann man es super zwischen einer Naanscheibe greifen und verspeisen.

Das Naanbrot erfordert etwas mehr Zeit, aber die Mühe lohnt sich. Es ist absolut kein Vergleich zu dem Naan, was man im Supermarkt kaufen kann. Wenn man einmal dabei ist, macht man gleich die doppelte Menge und friert das fertig gebackene Brot ein. Die einzelnen Fladen sind schnell aufgetaut und schmecken dann wie frisch gebacken.
Das fertige Naan wickel ich immer in einem Geschirrtuch ein. So bleiben sie schön weich und warm.

Wie ihr wisst, leben wir nicht vegan, essen aber gerne ein paar Mal die Woche ganz ohne tierische Produkte. Da passt das Dhal hervorragend und das Naan kann man mit Sojaghurt und Eiersatz auch vegan gestalten.
Wenn man es wenig würzt ist es auch ein prima Babybrei. Für das Baby kann man dann eine Portion abnehmen bevor man die Zwiebeln unterrührt. Auch das Naanbrot essen kleine Kinder und Babys gerne.

Naan Brot
für 6 Stück

150 g Dinkelvollkornmehl
100 g Dinkelmehl
75 mL warmes Wasser
1 TL Trockenhefe
1 TL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
80 g Joghurt oder Sojaghurt
1 EL Traubenkernöl
1 Ei (oder 1 EL Sojamehl + 2 EL Wasser)

Hefe mit Kokosblütenzucker und Wasser verrühren und 20 Minuten ruhen lassen.
Die Mehlsorten mit dem Salz in einer Schüssel mischen.
Hefewasser, Joghurt, Ei und Öl zugeben und zu einem glatten Hefeteig kneten.
Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort für etwa 1 Stunde gehen lassen.
Teig aus der Schüssel nehmen, in 6 Stücke teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Bällchen formen.
Zudecken und weiter 10-15 Minuten ruhen lassen.
Eine schwere Pfanne erhitzen. Teigbällchen jeweils zu einem Oval dünn ausrollen und in die Pfanne geben.
Für etwa 2 Minuten braten und dann wenden. Eine weitere Minute weiterbacken bis das Naan schön aufgegangen und fertig gebacken ist. Ein paar dunkle Stellen stören hierbei nicht.
Naan in ein Geschirrtuch wickeln und die weiteren Brote ebenso backen.

cremiges Dhal
Linsencurry für 4 Personen

2 Möhren
1 Pastinake
Kokosöl
200 g rote Linsen
700 mL dünne Gemüsebrühe
1 TL Kurkuma
1 TL Salz
2 Medjool Datteln
1 große Zwiebel
1 TL Kreuzkümmel Samen
Traubenkernöl
1 EL Cashewmus (oder Mandelmus)
frischer Koriander
Sea Salt Flakes

Möhren und Pastinake schälen und sehr klein würfeln.
1 TL Kokosöl in einem großen Topf zerlassen und das Gemüse darin für 10 Minuten sanft anbraten.
Die Linsen unterrühren und Gemüsebrühe angießen.
Datteln entsteinen und fein würfeln. Mit Kurkuma und Salz zu den Linsen geben und aufkochen lassen.
Bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel für etwa 15 Minuten köcheln.
In dieser Zeit die Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
In einer kleinen Pfanne die Zwiebelscheiben und die Kreuzkümmelsamen in 1 TL Traubenkernöl für 10 Minuten weich und glasig braten.
Das Cashewmus und die Zwiebelmischung in das Dhal rühren bis alles schön cremig ist.
In Schüsseln füllen, mit Korianderblättern und Sea Salt Flakes bestreuen und mit Naan Brot essen.

 

süße Bohnencookies {neue Lieblingsnascherein meiner Jungs}

Am Wochenende bin ich ziemlich oft in der Küche vorzufinden. Nach dem Frühstück kommen mir da irgendwie immer viele Ideen zu neuen Rezepten und ich bin dann so voller Tatendrang, dass ich augenblicklich ans Werk muss.
Manchmal muss ich mich dann aber doch gedulden. Nämlich dann, wenn die neue Rezeptidee Zeit beansprucht. Arbeite ich mit Hülsenfrüchten, so verwende ich fast ausschließlich die getrocknete Form und weiche diese über Nacht ein. Ich habe zwar auch ein paar Dosen Kichererbsen und Bohnen im Vorratskeller, falls mich abends der Heißhunger auf Hummus überkommt, aber normalerweise koche ich lieber frisch.
Zum einen ist es um Welten günstiger und zum anderen schmeckt es besser und ist frei von jeglichen Zusätzen (wobei ich bei der Dosenware auch immer drauf achte, dass nur die Hülsenfrüchte, Salz und Wasser verwendet werden).

Die Mühe des Einweichens und Kochens lohnt sich bei den süßen Bohnencookies auf alle Fälle.
Sie werden nur natürlich, mit Kokosblütenzucker, gesüßt und da sie ganz ohne Mehl gebacken werden, sind sie Glutenfrei und zudem Laktosefrei und vegan.
Also eigentlich für jegliche Unverträglichkeit geeignet. Nussallergiker wählen ein Nussmus das sie vertragen.

Meine Jungs haben zum Glück keinerlei Allergien und ich bin sehr froh, mir darum keine Gedanken machen zu müssen.
Die drei lieben die Bohnencookies. Mein großer Sohn meinte, dass die Kekse so so lecker sind, dass er die immer essen könnte und ich solle sie ganz oft backen.
Na, wenn das mal kein Kompliment ist. Sie dürfen dabei gerne öfter zugreifen. Hülsenfrüchte liefern gutes Eiweiß und Ballaststoffe und Bananen, Datteln und Mandeln geben Energie und füllen den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen auf.

Ganz frisch gebacken schmecken die Cookies am selben Tag einfach am besten.
Aber man kann sie eine Woche luftdicht verschlossen aufbewahren. Sie sind ein beliebter Nachtisch bei uns oder eine Nachmittags-Leckerei mit Apfeltee.
Mit den Früchten und Nüssen kann man dabei gerne experimentieren und nehmen, was einem schmeckt. Wer mag schummelt noch ein paar Stückchen, mit Kokosblütenzucker gesüßte, Schokolade mit rein und in den Wintermonaten ganz viel Zimt.
Falls ihr Maulbeeren noch nicht kennt, solltet ihr sie einmal ausprobieren. Wir essen sie wirklich gerne und sie bieten eine leckere Abwechslung zu Rosinen. Als Alternative können Rosinen, Korinthen oder Cranberries verwendet werden.

süße Bohnencookies
ca. 20 Stück

60 g getrocknete weiße Bohnen
60 g getrocknete Kichererbsen
Alternativ: 250 g Kichererbsen oder weiße Bohnen aus der Dose
40g Kokosblütenzucker
1 TL gemahlene Vanille
1 TL Weinsteinbackpulver
1 reife Banane (ca. 150 g)
70 g Nussmus
Salz
100 g zarte Haferflocken
50 g Mandelmilch
40 g Maulbeeren (Alternativ: Rosinen)
40 g gehobelte Mandeln
70 g Datteln

Die weißen Bohnen und Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag abtropfen lassen und mit frischem Wasser für 45 Minuten köcheln lassen.
Wasser abgießen und abkühlen lassen.
Alternativ Kichererbsen oder Bohnen aus der Dose in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Die Bohnen und Kichererbsen mit dem Kokosblütenzucker, Vanille, Backpulver, Banane, Nussmus und einer Prise Salz mit dem Stabmixer oder im Mixer glatt pürieren.
Haferflocken und Mandelmilch zugeben und ganz kurz pürieren.
Maulbeeren und Datteln hacken und zusammen mit den Mandeln unterkneten.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und je 1 EL des Teigs zu etwa 20 Bällchen formen und auf das Blech legen.
Bällchen gut platt drücken (Cookies verändern ihre Form beim Backen nicht).
Cookies bei 180°C für 18 Minuten backen.
Abkühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

Als kleine Aufmerksamkeit verschenke ich zwei oder drei Cookies gerne in einer hübschen Verpackung.
Die ist ziemlich schnell gemacht. Mit dem Stempelset „Perfect Mix“ von Stampin‘ Up und ein bisschen Band und Spitzendeckchen hat man schnell eine kleine Aufmerksamkeit für einen lieben Menschen.
Man sollte viel öfter Danke sagen oder jemanden einfach so eine kleine Freude machen. Das kostet weder viel Zeit noch Geld, macht aber glücklich.

me and my 3 boys {nicht gut genug}

Die Zahnlückenpupertät bestimmt gerade stark unseren Alltag.
Ich fühle mich ausgepowert von den täglichen Machtkämpfen mit meinem großen Sohn und den Trotzanfällen der beiden Kleinen. An meinem Vorsatz, dieses Jahr gelassener zu werden, weniger zu meckern und mich nicht so schnell auf die Palme bringen zu machen, scheitere ich täglich. Aber ich gebe nicht auf und gebe jeden Tag mein bestes.

Mein Bestes?
Das sehen meine drei Jungs anders. In ihren Augen mache ich alles falsch, was man überhaupt falsch machen kann.
Ich komme wahlweise zu spät zum Kindergarten Abholen oder zu früh. Dabei kann man nicht sagen, ob es heute zu früh oder spät ist. Egal wann ich komme, es passt halt nie. Ich gehe jeden Tag mit einer positiven Einstellung in den Kindergarten: Heute wird es besser! Die Jungs werden sich freuen wenn ich komme, sich anziehen und mit nach Hause kommen.
Das passiert aber in 9 von 10 Fällen nicht. Ich werde angemeckert, weil ich dies und jenes falsch mache. Keiner zieht sich an, geschweige denn, steigt ins Auto.
Es ist ein großer Kraftakt, die drei irgendwie nach Hause zu bekommen. Sehnsüchtig blicke ich auf die anderen Kinder, die ihren Eltern entgegen rennen, sich umziehen und einfach so, ohne zu murren und sich auf den Boden zu schmeißen, ins Auto einsteigen oder sich aufs Fahrrad setzen.
Ich atme tief durch und versuche mich daran zu erinnern, dass ich gar keine anderen Kinder haben möchte. Ich möchte meine drei! Nur die drei, wie sie sind. Und auch wenn mein Nervenkostüm bis zum Mittagessen bereits sehr zu bröckeln beginnt, so stelle ich mich jeden Tag der Herausforderung in der Gewissheit, dass es irgendwann besser sein wird. Durchhalten, tief durchatmen, nicht die Nerven verlieren.

Zu Hause angekommen begehe ich die nächsten schwerwiegenden Fehler.
Beim Essen mache ich wirklich alles falsch.
Ich gebe mir so viel Mühe, Backe, Koche, denke mir schöne Sachen aus, die den Kindern schmecken könnten. Ich verbringe wirklich viel Zeit damit, mich um eine gesunde und kindgerechte Ernährung zu bemühen. Aber egal wieviel ich mich anstrenge, wieviel ich mir Mühe gebe etwas zu finden, was allen schmeckt, es ist doch nie gut genug.
Mindestens einer ist unzufrieden, nölt rum und beschwert sich. Das Essen ist zu warm, zu grün, zu wenig, zu viel, einfach das Falsche, es sieht anders auch als sonst, …, …
Da gibt es böse Gesichter, weil ich es nicht geschafft habe zum Curry frisches Naan Brot zu backen oder der Brokkoli nicht richtig zubereitet ist.
Selbst bei den Gerichten, die sie sich gewünscht haben (jeder darf sich einmal die Woche etwas zu Mittag wünschen), stimmt irgendwas nicht. Sei es nur, dass das anders aussieht als beim letzten Mal.

Den Nachmittag über bekomme ich nicht mehr so viel Schimpfe ab. Die drei spielen zusammen, sind draußen und hauen sich gegenseitig die Köpfe ein. Ich bin immer neutral und begebe mich auf keine Seite. Daher bin ich hier meistens nicht böse. Außer ich verbiete irgendwelchen Unsinn – dann kann es schon mal sein, dass ich wieder die schlechteste Mama des Universums bin.
Spätestens beim Abendessen ist es aber wieder soweit und die schlimmste Mutter aller Zeiten tritt wieder auf. Laut der drei heißt es dann „kein Kind auf der Welt hat so eine böse Mama wie wir“.
Danke auch! Ich wandere aus.
Wie bei allen anderen Mahlzeiten habe ich auch beim Abendbrot keine Chance irgendwas richtig zu machen.
Der eine möchte Bananenshake, der andere Smoothie, der andere Brot nur mit Butter, der dritte Brot ohne alles und eigentlich und immer genau das, was ich gerade nicht mehr da habe.
Sind die Mozzarella Kugeln aus heißt es „Böse Mama, warum hast Du die nicht gekauft?“. Ja warum denn nicht? Warum nicht einen zweiten Kühlschrank kaufen und jeden Tag einkaufen gehen um immer alles, was die drei jetzt gerade, in diesem Moment essen wollen, da zu haben? Ich bin aber auch eine schlechte Mutter.
Stellt euch das mal vor? Da ist der Schinken alle und kein neuer im Kühlschrank. Straftat Nummer eins!
Keine Brötchen gebacken? Unverschämt! Mama kann jetzt keinen Milchreis kochen, da er zu lange braucht um gekocht zu werden und abzukühlen? Schlechte Planung!

Ich weiß, und muss es mir immer und immer wieder sagen, dass die drei Kinder sind und es nicht so meinen. Sie sehen ihre Bedürfnisse und verstehen nicht, warum sie jetzt gerade in diesem Moment nicht haben können, was sie möchten. Sie möchten nicht verstehen, warum es nicht jeden Tag ihr Lieblingsessen gibt. Sie fragen sich, wo Mama bleibt, um sie vom Kindergarten abzuholen. Gestern war es doch früher. Sie haben ein anderes Zeitgefühl und wissen nicht, dass ich gestern sogar später da war. Aber da haben sie gespielt und die Zeit spielte keine Rolle.
Mama soll immer da und präsent sein und ihre Wünsche und Bedürfnisse erfüllen und ihre Sorgen ernst nehmen.
Für sie bin ich Mama. Nur Mama. Dafür da, ihre Mama zu sein und mich um sie kümmern. Und das heißt für sie auch, Schinken da zu haben, wenn sie gerade Hunger darauf haben. Mama muss doch wissen, dass ich heute welchen essen möchte. Warum hat sie da nicht dran gedacht?

Die drei sind nicht verwöhnt, vielleicht nur in der Hinsicht, dass ich sie die meiste Zeit am Tag betreue und ich mir viel Mühe mit ihrem Essen gebe, aber sie sind kleine Kinder.
Aber ich vergesse das.
Sehe nur die Kritik.
Für mich als Mensch mit wenig Selbstbewusstsein ist das nicht leicht. Mir täglich anhören zu müssen, dass ich nicht gut genug bin. Dass, egal wieviel ich mich anstrenge, ich nie eine gute Mutter sein werde, das kratz an mir und das macht mich traurig – selbst wenn ich weiß, dass die Kinder es anders meinen, als es bei mir ankommt.
Das zeigen sie mir, indem sie zu mir kommen, mich fest drücken und sagen „Ich hab dich ganz, ganz, ganz doll lieb“.
Trotz allem, was ich in ihren Augen so falsch mache, zeigen sie mir doch jeden Tag, dass ich gut genug bin. Dass ich da bin, dass ich für sie da bin.

Vor den Kindern hätte ich nie geglaubt, wieviel man bei der Erziehung und bei der Beziehung zu den Kindern lernen muss, wie sehr es einen fordert, jeden Tag an sich zu arbeiten.
Das Leben mit den drein stellt mich derzeit vor eine große Herausforderung. Sie sind alle in einer schwierigen Phase und der kurze Altersabstand ist im Moment wirklich eine Bombenmischung.
Aber was ich am kräfteraubendsten und anstrengendsten empfinde ist die Arbeit an mir selbst. Mir ihre Kritik nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen, mich in Geduld und Ruhe zu üben, mich nicht auf 180 bringen zu lassen, nicht zu schreien, auch wenn ich am liebsten ein Löwengebrüll durch das Haus jagen würde.
Ich möchte einfach gelassener werden und jeden Tag an mir arbeiten, es besser zu machen. Aber es fällt mir alles so schwer, wenn ich mir jeden Tag anhören muss, dass ich im Grunde genommen doch alles falsch mache, was man als Mama falsch machen kann.

Demnächst eröffne ich den Club der „bösesten Mamas aller Zeiten“. Wer ist mit dabei?