An eine Heldin des Alltags {alles Liebe zum Geburtstag} und Einladung zur Stampin Up Katalogparty

Nach der Weihnachts- und Neujahrsbastelei, tat es mal ganz gut, wieder eine Karte zum Geburtstag zu gestalten.
Da mein Mann noch Urlaub in der ersten Januarwoche hatte, konnte ich mich mal tagsüber ins Arbeitszimmer zurückziehen. Sonst geht das ja nicht. TinyBro tapst mir immer hinterher und wenn ich am Schreibtisch sitze und vor mich hin bastel, räumt er in dieser Zeit alle Kisten leer, sortiert meine Stempel um und malt den Boden mit seinen Stiften voll.
Ich habe es daher aufgeben und bastel nur noch am Wochenende oder abends, wenn alle im Bett sind.

Eine, ebenfalls 3-fach Mama, hat ein paar Tage vor mir im Januar Geburtstag.
Zuerst fand ich das neue Stempelet „Everyday Hero“ aus dem neuen Frühjahrskatalog nicht so dolle. Aber irgendwie hat es mich doch angelacht und jetzt finde ich es großartig.
Die Superwoman passt auf alle Fälle so gut zu einer Heldin des Alltags. Wir Mamas haben alle Superkräfte!

Zu einer starken Heldin passen starke Farben am besten. Daher habe ich mich für Smaragdgrün und Melonensorbet entschieden. Richtige Powerfarben eben.
Coleriert habe ich mit Aquapaintern und ein bisschen Glamour mit einigen Stern-Pailetten durfte auch nicht fehlen.

Das tolle Stempelset und viele weitere findet ihr im neuen Frühjahrskatalog von Stampin‘ Up!
Hier könnt ihr euch diesen anschauen und druchblättern:

Deutsch / Englisch / Französisch

Er ist bis 31. Mai 2017 gültig und es gibt wunderbare neue Stempelsets!

Zeitgleich ist auch die Sale-a-Bration von Stampin‘ Up! gestartet.
Sale-a-Bration (kurz SAB) findet vom 04.01. bis 31.03.2017 statt. Während dieser Zeit erhaltet ihr je 60€ Bestellwert (ohne Versandkosten) ein Gratisprodukt aus der SAB Broschüre.
Es gibt Stempel, Accessoires und Papiere. Sucht euch einfach aus, was euch gefällt und freut euch über die tollen Gratisprodukte.

 Möchtet Ihr euch die neuen Produkte live anschauen, dazu noch Projekte nachbasteln und euch bei gesunden Leckerein mit anderen über Stampin‘ Up austauschen und einen schönen Nachmittag verbringen?
Dann lade ich euch herzlich zu meinem Workshop am 11. Februar zu mir nach Neuhofen (in der Pfalz, Nähe Mannheim, Ludwigshafen und Speyer) ein.
Beim Bastelbüffet wird es Karten zum Thema Geburtstag, Ostern, Danke, Baby, Vatertag und Valentinstag geben.

Details zum Workshop

Thema: neuer Frühjahr-/Sommerkatalog 2017
Datum: Samstag, 11. Februar 2017
Uhrzeit: 14-17 Uhr
Ort: 67141 Neuhofen (Nähe Ludwigshafen / Speyer / Mannheim)
Materialgebühr: 8€ (inklusive Verpflegung und neuem Katalog)
Teilnehmerzahl: 10

Ich freue mich über Eure verbindliche Anmeldung bis 31. Januar 2017 unter: kuchenduftundkinderlachen(at)gmx.de
Es ist derzeit nur noch 1 einziger Platz frei!

Hirse-Apfel-Brot {saftig, locker und so gesund}

Während meiner Blogpause habe ich viel Zeit in der Küche verbracht.
Wir haben geknetet, gebacken, genascht, ausprobiert und mit Genuß die neuen Rezepte verspeist.
Es gab Tage, da kam ich regelrecht nur für Minuten aus der Küche raus. Im Hintergrund lief die Weihnachtsmusik der Kinder und die Jungs waren mit Lego spielen und Vorgelesen werden (der Luxus, wenn der Mann zu Hause ist) beschäftigt.

Zwischen all den Brötchen, Baguettes, Neujahrsbrezeln und Hefezöpfen geriet ein schönes Laib Brot fast in Vergessenheit.
Meist backe ich unsere Brüderkruste oder das Malzkrustenbrot in diversen Variationen. Wir tauschen Mehlsorten aus, fügen Samen hinzu.
Ich wollte ein wenig für Abwechslung sorgen und da wir Äpfel in allen Varianten lieben, schummelte ich gleich mal welche unter dieses so wahnsinnig lockere und saftige Hirsebrot.
Die erste Scheibe, noch warm aus dem Ofen, war der Himmel auf Erden. Warum nur hatten wir wochenlang auf das gute alte Brot verzichtet?
Frische Brötchen und Baguette sind halt auch schwer zu schlagen. Aber dieses Brot ist auf unserer Brothitliste ganz oben.
Es bleibt lange saftig. Dennoch frieren wir, wie bei allen Broten, immer die Hälfte, bereits in Scheiben geschnitten, ein. So hole ich abends schnell ein paar Scheiben aus dem Gefrierschrank und habe morgens saftiges Brot für die Lunchbox der Jungs. Wenn es ganz schnell gehen muss, wandern die Scheiben direkt vom Eisschrank in den Toaster. So lecker.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Mehle schmeckt außerordentlich gut. Ich habe hier unsere liebste Kombination aus Vollkornmehlen und Dinkelmehl aufgeschrieben.
Wer nicht so viele verschiedene Mehle da hat, kann auch ein reines Dinkelbrot backen und wer glutenfrei lebt, der tauscht das Dinkelmehl gegen Einkornmehl aus.
Alle drei Varianten schmecken wahnsinnig lecker. Am besten, ihr probiert es einfach mit verschiedenen Mehlen aus und findet euer liebstes Brot.

Zu dem Brot schmecken süße und herzhafte Beläge.
Wir lieben kräftigen Käse und Apfelchutney oder zuckerfreie Himbeer-Chia-Marmelade (gerne mit einem Schuss Sekt). Das Rezept verrate ich euch in der nächsten Woche. So gut und so gesund.

Hirse-Apfel-Brot

100 g Hirse
21 g frische Hefe
1 TL Honig (Ersatzweise Ahornsirup)
250 mL lauwarmes Wasser
100 g Buchweizenvollkornmehl*
100 g Roggenvollkornmehl*
270 g Dinkelmehl Typ 630“
10 g Meersalz
2 TL Cylon Zimt
1 großer, säuerlicher Apfel (Cox Orange oder Boskop)

*das Mehl kann nach Belieben mit Dinkelvollkornmehl oder weiterem Dinkelmehl 630 ausgetauscht werden
“ für glutenfreies Brot das Dinkelmehl gegen Einkornmehl austauschen

Hirse in einem kleinen Topf gut mit Wasser bedecken und für 10 Minuten bissfest köcheln.
Abgießen und leicht abkühlen lassen.
Die Hefe mit dem Honig flüssig rühren und dann das Wasser zugießen.
Das Hefewasser 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehle mit dem Salz und Zimt mischen.
Apfel entkernen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
Das Hefewasser zu dem Mehl gießen und mit der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten Teig verkneten.
Am Schluss die Apfelwürfel unterkneten und den Teig zu einer Kugel formen.
In eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und für 45 Minuten gehen lassen.
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmal durchkneten.
Zu einem Brotlaib formen und in eine Brotbackform oder Römertopf oder Kastenform legen.
Brot mehrmals einschneiden und abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 220°C vorheizen.
Wer keine Brotbackfunktion im Ofen hat, kann noch eine Schale mit Wasser unten in den Ofen stellen. So geht das Brot richtig schön auf.
Brotform ohne Abdeckung in den Ofen schieben und für 15 Minuten backen.
Temperatur auf 200°C reduzieren und für weitere 30 Minuten fertig backen.

Sei gegrüßt 2017 {es wird ein aufregendes Jahr}

Heute läute ich das Ende meiner ungeplanten Blogpause ein.
Eigentlich wollte ich die Feiertage und die Tage an denen mein Mann zwischen den Feiertagen Urlaub hat dafür nutzen um intensiv an meinem Blog zu arbeiten. Lang geplante Posts sollten geschrieben werden, die neusten Rezepte gepostet, unsere Weihnachtskarten gezeigt und Bilder bearbeitet werden. Aber irgendwie fühlte es sich dann nicht danach an gemacht zu werden.
Da war dieses Verlangen die Zeit mit der Familie zu verbringen. Zu faulenzen (soweit das eben mit drei Kleinkindern möglich ist), viel zu kochen und zu backen (und zu essen versteht sich), gemeinsam zu spielen, Märchen im Fernsehen zu gucken und einfach mal in den Tag hinein zu leben.
Und da man einfach auch mal machen sollte, was einem das Herz sagt (und wenn nicht an den Feiertagen, wann dann?), entschied ich mich dafür, den Blog ein paar Wochen ruhen zu lassen.

Es tat so gut. Ich war fast eine Woche weder mit dem PC, noch am Smartphone, im Internet. Keine sozialen Medien, kein Blog, nichts. Es war regelrecht befreiend und ich war erstaunt über die viele Zeit, die ich auf einmal zur Verfügung hatte. Auch wenn ich sonst denke „Ach komm, schnell ein paar Zeilen schreiben, Bilder bearbeiten und den Blogpst online stellen“…es ist doch mehr Arbeit und Zeitintensiver als man denkt. Und die Minuten, die ich mal eben zwischendurch auf Facebook und Instagram verbracht habe, waren auch nicht zu unterschätzen.
Einfach mal Abstand von allem und sich auf das Wesentliche – die Familie, gutes Essen und wertvolle Erinnerungen schaffen – zu konzentrieren waren mein eigentliches Weihnachtsgeschenk.

Dabei war Weihnachten alles andere als harmonisch. Die Feiertage gehören zu meinen Highlights im Jahr. Ich liebe Weihnachten. Bereits im Oktober male ich mir aus, wie die Kinderaugen leuchten und wir es uns zu Hause gemütlich machen und die Zeit genießen. Manche Gerichte und vieles Gebäck gibt es nur ein einziges Mal im Jahr und ich freue mich zwölf lange Monate darauf. Es ist so eine besondere Zeit.
Vor ein paar Tage haben wir unser Christbaum abgeschmückt und alles ist so leer. Es duftet nun nicht mehr herrlich nach Tannengrün. Aber ab Nachmittags erfreut uns der Lichterglanz unserer Lichterketten und verwandelt alles in eine Zauberwelt – denn ich habe es noch nicht übers Herz begracht, die Ketten auch schon abzuhängen. Also bleiben sie uns, zusammen mit etwas Schneedekoration, noch ein paar Wochen erhalten.

Unsere Jungs hatten aber andere Pläne für das Fest.
Harmonisch, gemütlich und entspannt kann ja jeder.
Es ist doch viel spannender einfach mal schlagartig schlechte Laune zu haben, die von Heilig Abend bis ins neue Jahr anhält. Ein riesen Spaß für groß und klein. Nicht.
Die von mir so herbeigesehnten Feiertage mit Zeit für die Kinder waren einfach nur stressig und das beste Weihnachtsgeschenk wäre wohl eine Flasche Baldrian gewesen.
Meine Nerven lagen blank. LittleBro hatte die Trotzphase des Jahrhunderts und bei dem falschen Wort oder bloß einen Blick rastete er völlig aus. In so einer Intensität habe ich das noch nie gesehn. Er tat mir einfach nur leid. Wie er in sich selbst gefangen war. Man sah richtig, dass er gar nicht wusste, was da mit ihm geschieht. Ich habe ihm alle Liebe gegeben, die ich hatte. Aber das half nur bedingt. Aber so wusste er immerhin, dass er trotz allem geliebt wird wie verrückt und wir für ihn da sind.
Zwischen den Anfällen wurde dann wahlweise über alles gemeckert oder gestritten. Meine früh morgendlichen Stunden in der Küche stellten sich als nichtig heraus. Das Essen, an jedem verdammten Tag, wurde nur beschimpft und nicht angerührt. Nur der Vanillekuchen, der wurde verschlungen (der war aber auch sensationell lecker).
Ich muss zugeben, dass mich das schon sehr trifft.
Ich habe mir Wochen vorher Gedanken gemacht, was es zu Essen geben wird. Habe dabei extra darauf geachtet, dass die Kinder das meiste davon mögen.
Und dann – Essensstreik von allen Seiten.
Die unzähligen Stunden am Herd für die Katz.
Mein Mann und ich haben es uns trotzdem schmecken lassen und eine Woche von den Resten gelebt. Lecker war’s. Ich finde es furchtbar schade für die Kinder, dass sie nicht über ihren Schatten springen können und die Sachen, die ich gezaubert habe, wenigstens probieren.
Sie verpassen so viel. Denn es war alles so lecker und ich bin mir sicher, dass auch sie das meiste gemocht hätten. Ich möchte, nein ich WILL, die Hoffnung nicht aufgeben, dass die drei irgendwann Essen lieben lernen. Auch in 2017 werde ich ihnen frisches, gesundes Essen anbieten. Jeden Tag. Ich gebe nicht auf.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie das Hirn mit der Zeit negative Gedanken einfach aussortiert und so mehr Platz für die schönen Erinnerungen lässt.
So habe ich beinahe vergessen, wie sich Wehen anfühlen und die endlosen Tage mit einem Schreibaby.
Auch die Weihnachtsfeiertage kommen mir im Nachhinein richtig schön vor. Die vielen wertvollen Erinnerungen an wunderbaren Momenten bleiben halt besser haften.
Wie wir zusammen das wohl hässlichste Lebkuchenhaus der Welt bauten, was jedoch vorzüglich geschmeckt hat. Wie die Augen der drei geleuchtet haben, als am Morgen des 24. Dezembers der Christbaum von den Weihnachtselfen geschmückt im Wohnzimmer stand und die noch viel größeren Augen, als am Weihnachtsmorgen das Christkind die Geschenke unter den Baum gelegt hatte.
Die kuschelige Zeit während wir Weihnachtsfilme guckten und wie wir gemeinsam das vom Christkind gebrachte Lego aufbauten.

Jetzt ist bereits ein paar Wochen 2017. Ein neues Jahr.
Vorsätze habe ich  nicht. Aber Ziele. Und eins davon habe ich bereits in Angriff genommen. Negative Gedanken auszublenden und für positive Platz machen.
Das Leben mit Kindern ist nicht einfach. Es läuft nicht nach Plan. Aber das hat es ohne sie auch nicht getan.
Es kommt, wie es kommt. Und wenn ich mich wochenlang auf Weihnachten freue und es dann ganz anders ist, wie ich es mir gewünscht habe, dann ist das so. Ich möchte im neuen Jahr mehr darauf achten solchen Situationen offener zu begegnen und das beste herauszuholen. Und aus jeder noch so kleinen wertvollen Erinnerungen, wie eine dicke Umarmung und ein „Mama ich hab dich soo lieb“, meine ganze Kraft zu schöpfen um den Alltag mit drei kleinen Kindern zu meistern.

Hallo 2017 (Du verrücktes Huhn)!

Den Alltag mit den Kindern positiver zu gestalten, Kraft aus den schönen Momenten zu schöpfen und wenig Platz für alles Negative zu lassen.
Mehr Gelassenheit und Geduld in dieser wirklich schwierigen Phase mit einem 2, 4 und 5 Jährigen (Trotzphase, Sandwichkind und Zahnlückenpupertät lassen grüßen).
Unser Leben so gestalten, wie es zu uns passt und uns von keinem weder ein schlechtes Gewissen machen lassen, noch uns deren Lebensweise und -weißheiten einreden lassen. Dass wir wir bleiben, egal was andere denken und sagen.
Weiterhin gesund zu Leben. Gesunde, leckere Gerichte kochen und weiterhin Sport treiben und mit den Kindern aktiv sein.
Mich endlich um lang liegengebliebene Aufgaben zu kümmern, wie Hosen flicken und einen Klavierlehrer für bigBro finden.
Spaß und Freude am Leben und an den Kindern haben (was in den letzten Monaten leider immer schwieriger für mich geworden ist).
Das sind meine Ziele und Wünsche für das neue Jahr.

Das neue Jahr wird aufregend und für mich als Mama mit Sicherheit nicht leicht.
Sind bereits jetzt die ersten Tränen bei den ersten Eingewöhnungstagen von tinyBro im Kindergarten geflossen (und dies nicht bei tinyBro!), so werden wohl noch mehr bei der Einschulung von bigBro im Spätsommer fließen.
In ein paar Wochen, wenn die Eingewöhnung um ist, haben wir drei Kindergartenkinder. Ab Ende August dann ein Schulkind. Meine Kinder gehen Schritt für Schritt ins Leben und ich muss lernen sie ziehen zu lassen.
2017 wird für mich als Glucke nicht leicht. Es wird eine Herausforderung, die ich aber meistern werde.
Ich wäre dann bereit.
2017 ich freue mich auf Dich und auf jeden einzelnen Tag!

Wenn der Kürbis auf die Birne trifft {unglaublich leckere Kürbis-Birnen-Tarte}

kuerbis

Noch vier Türchen sind am Adventskalender zu sehen.
Morgen ist der letzte Kindergartentag und der Winter beginnt.
Es ist herrlich kalt draußen und alle haben eine Schnupfnase.
Die CD mit Weihnachtslieder dudelt rauf und runter.
Der Tannenbaum steht auf der Terrasse und wartet darauf aufgestellt zu werden.
Alle Geschenke sind verpackt und gut versteckt im Keller.
Ja, bald ist Weihnachten!

Ich habe die letzten Tage mit Geschenke einpacken und den ersten Vorbereitungen für die Feiertage verbracht und damit, den Essensplan für Weihnachten und Silvester zu schreiben.
Ich setze mich dann mit einer großen Tasse Tee und einen Stapel Kochbücher in unseren gemütlichen Sessel und blätter und schreibe und denke. Die Vorfreude auf die Gaumenfreuden ist bei allen groß und ich genieße es, leckere Sachen für uns auszusuchen. Ich suche nur noch jemanden, der das alles einkauft, kocht und backt. Interesse?
Dieses Jahr werden wir mal ausprobieren am ersten Weihnachtstag einen Brunch zu machen und erst gegen Abend das eigentliche Essen.
Die Kinder haben an einem Frühstück sowieso kein Interesse, da das Christkind bei uns die Geschenke in der Nacht zum 25.12. bringt und somit morgens ganz andere Dinge wichtiger sind.
So kann sich jeder von dem Büffet bedienen und beim Spielen hier und da etwas zwischen die Kiemen schieben. Ich muss mich mittags nicht ums Essen kümmern und wir können den ganzen Tag die neuen Spielsachen bestaunen, Weihnachtslieder und Geschichten hören und kucheln und lesen.
Brunch heißt für mich zwar früh aufstehen um alles vorzubereiten, aber ich liebe es am Weihnachtsmorgen im Schlafanzug – wenn noch alles still im Haus ist – in der Küche zu stehen und vor mich hinzubacken. Außerdem plane ich den Brunch so, dass ich das meiste bereits 1-2 Tage vorher vorbereiten kann.

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist diese unglaublich leckere Kürbis-Birnen-Tarte.
Ich bin derzeit dezent im Tarte und Quiche Fieber und nach unzähligen Varianten mit Kürbis, habe ich bei dieser hier meine Liebe gefunden. Die Kombination aus Kürbis und Birnen ist so lecker, besonders für einen Brunch. Oben drauf gesellen sich noch karamellisierte Zwiebeln – hmmmmm, das gibt der Tarte den letzten Kick.
Die Tarte schmeckt warm und kalt, am besten mit einem grünen Salat. Wenn ich sie zu einem Brunch mache, bereite ich den Teig am Vortag vor, schneide alles klein und karamellisiere die Zwiebeln. Dann geht am nächsten Morgen alles ganz schnell.

Für die Füllung nehme ich am liebsten Butternutkürbis. Ich habe aber auch schon Hokkaido und Muskatkürbis verwendet und auch schon eine Mischung aus verschiedenen Kürbissen, da ich eh noch Reste da hatte. Die Abate-Birne würde ich allerdings nicht austauschen. Wenn sie noch sehr fest ist, schmeckt sie wunderbar süß-herb zu dem Kürbis. Ein Gedicht.
Für den Fall das Reste über bleiben, kann man die Tarte zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wenn man mag, kann man sie bei 180°C für 5-10 Minuten aufbacken. Dabei eventuell mit Folie bedecken damit sie nicht zu dunkel wird.

Kürbis-Birnen-Tarte
für eine 28er Quicheform

100 g Dinkelmehl 630
100 g Dinkelvollkornmehl
60 g kalte Butter + 1 EL
200 g kalter Frischkäse
Salz
schwarzer Pfeffer
3 Eier
200 mL Milch
180 g Pecorino, gerieben
400 g Kürbis (vorbereitet gewogen)
1 große, feste Abate-Birne (ca 300 g)
4 EL Apfelsaft
1 EL Apfelessig
4 Knoblauchzehen
3 große Zwiebeln
Olivenöl
2 EL Kokosblütenzucker

Für den Boden die beiden Mehle mit 60 g kalter Butter, 100 g kalten Frischkäse, einer guten Prise Salz und 1 EL kaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten.
In Folie gewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

In der Zeit die karamellisierten Zwiebeln und die Füllung zubereiten.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
1 EL Öl in einer Pfanne oder Topf erwärmen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 20 Minuten ganz weich braten.
Den Kokosblütenzucker einstreuen und ein paar Minuten karamellisieren lassen. Beiseite stellen.

Für die Füllung den Knoblauch schälen und in ganz dünne Scheiben schneiden.
Kürbis nach Belieben schälen, entkernen und 400 g klein würfeln.
1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Kürbis scharf anbraten, salzen und mit Apfelsaft und Apfelessig ablöschen. Sofort den Deckel drauf setzen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten weich köcheln. Gegen Ende den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit weitgehend verdampfen lassen.
Birne in Würfel schneiden und unterrühren. Füllung leicht abkühlen lassen.

Die Eier mit dem restlichen 100 g Frischkäse und der Milch verquirlen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Teig Ausrollen und den Boden und den Rand einer 28er Quicheform damit auslegen.
Die Hälfte des geriebenen Percorinos auf den Boden streuen, Kürbis und Birnen drauf verteilen und Eiermilch angießen.
Die Zwiebeln auf der Tarte verteilen und zum Schluss den restlichen Käse darüber streuen.
Bei 180°C für 30 Minuten backen.
Heiß, warm oder kalt servieren.

Me and my 3 boys {Juhu, es ist Mittwoch, Mama!} vom Umgang mit Medien

Als unser zweiter Sohn vor einiger Zeit meinte, es wäre eine gute Idee vor lauter Wut einfach mal in den Fernseher zu boxen, gab es, nach Anschaffung eines neuen Geräts, erstmal zwei Wochen Fernseh Verbot.
Die Idee erstmal keinen neuen TV zu kaufen und statt dessen mal sechs Monate darauf zu verzichten, haben wir aber ganz schnell über Bord geworfen.
Schließlich gehen mein Mann und ich nie zusammen aus (nie!) und so ist unser Wochenend-Date eine DVD gemütlich auf dem Sofa. Anfang des Jahres haben wir uns Amazon Prime gegönnt. Da wir nicht ins Kino gehen, hat man den Betrag schnell mit ein paar Filmabende reingeholt – besonders wenn man bedenkt, was Kino mitlerweile kostet. Haltet mich für alt, aber „Hallo??? 12 Euro? Ehrlich? Das waren doch mal 8!“. So wollten wir also auf unsere Samstag Abendveranstalltung nicht verzichten und kauften zusammen mit allen Jungs einen neuen Fernseher. Es war ein riesen Spaß für allemann zusammen zum Elektromarkt zu gehen und in Ruhe (haha) ein neues Gerät auszusuchen. Nicht!

Die zwei Wochen Verzicht auf die Flimmerkiste gingen erstaunlich gut. Am Anfang wurde noch ab und an danach gefragt. Dann nicht mehr.
Vor dem – nennen wir es mal – Missgeschick von Sohn Nummer zwei durften die beiden Großen abends ein oder zwei Folgen Shaun das Schaf vor dem Schlafengehen schauen. Aber ehrlich gesagt hat mich das gestört. Denn danach waren sie immer sehr aufgewühlt, haben nochmal aufgedreht und mit ins Bett gehen hatten sie gar nichts mehr am Hut. Das ganze abzuschaffen zeigte sich als schwierig. Einmal lieb gewonnene Angewohnheiten gibt man ungerne auf (siehe dazu Samstag Abend…).

So hatten wir mit der zwei wöchigen Auszeit DIE Gelegenheit das Fernsehverhalten  nochmal zu hinterfragen und anzupassen.
Ich bin der Meinung, dass Fernsehn und sonstige Medien zum Leben dazu gehören und auch Kinder diese in Maßen nutzen dürfen und sollten.
Wenn ich an meine eigene Kindheit zurück denke, habe ich viele schöne Erinnerungen wie ich mit meiner Schwester „Ferien auf Saltkrokan“ oder „Marry Poppins“ guckte. Kinderfilme und -serien gehören für mich zur Kindheit dazu und bereichern diese auch.
Bis zum Alter von drei Jahren (beim ersten Kind versteht sich) blieb der Fernseher aber aus. Tagsüber gucken wir eh kein fern. Daher war es sowieso nicht sonderlich interessant für bigBro.
Doch einmal Blut geleckt, lernte er den Fernseher lieben. Der kleine Bruder dagegen fand das alles recht uninteressant und hat keine zwei Minuten vor dem Gerät ausgehalten. Und selbst heute hat er nach 20 bis 30 Minuten genug und geht spielen.
BigBro hingegen würde wahrscheinlich den halben Tag seine Serien gucken, wenn ich ihn denn lassen würde.
Geguckt wird hier eigentlich ausschließlich DVD oder Amazon Prime. Normales Fernsehen gibt es nicht, da ich dann schon mal vergessen würde wieviel Zeit vergangen ist und die Kinder laut Protest äußern würden, wenn ich den Aus-Knopf drücken würde obwohl es ja weiter geht. Bei einer Folge auf DVD ist diese danach aus und gut ist. Außerdem umgehen wir damit die Werbung, die die Kleinen noch früh genug entdecken werden (gerade jetzt zur Weihnachtszeit wäre das fatal – da reichen uns schon die Werbeprospekte, die ins Haus flattern).

Eine Woche nach der Fernsehauszeit schmiedeten die Jungs Pläne, was sie denn als erstes gucken wollten, wenn das Verbot aufgehoben worden wäre. Es war zuckersüß mit anzuhören wie sie diskutierten und sich freuten.
In der Zwischenzeit hatten wir uns überlegt, dass das tägliche kurze Fernsehn wegfallen und statt dessen feste Tage mit einer längeren Fernsehzeit geben solle.
Seitdem haben wir die Regel, dass jeden Mittwoch und am Wochenende ferngesehn werden darf. Mittwochs für etwa 30 bis 40 Minuten und am Wochenende, je nach Wetter, auch mal einen kurzen Film. Fall es mittwochs mal nicht passt, darf auf Donnerstag verschoben werden. Manchmal spielen sie so verträumt, dass sie es doch tatsächlich vergessen oder wir sind unterwegs und kommen nicht dazu.
Im Sommer ist der Fernseher öfter mal ganz ausgeblieben. Außer wenn es draußen zu heiß war um überhaupt vor die Tür zu gehen. Jetzt im Herbst vergessen die drei selten ihren Fernsehtag.
Für uns passt das gut so. Es gibt keine Diskussionen (oder fast keine) mehr, ob heute eine Folge „Benjamin Blümchen“ oder „Eine Möhre für zwei“ geguckt werden darf oder nicht. Da die beiden Großen bereits wissen wann welcher Tag ist, ist klar, dass Mittwoch ihr Fernsehtag ist. Es geht an dem Tag dann nur noch in die Verhandlung wie lange guckt werden darf und was. Das wie lange wird mit mir verhandelt, das was unter den Brüdern. Immer wieder lustig mit anzuhören mit welchen Argumenten wer seine Lieblingsserie durchsetzen möchte. Meistens gewinnt der große Bruder.

Eine Ausnahme hat aber jede Regel. Wenn einer krank ist und nicht in den Kindergarten kann, darf er ausnahmsweise und sogar Vormittags einen Film oder Zoogeschichten schauen.
Dann wird sich auf dem Sofa in eine Decke eingekuschelt, Chai Tee getrunken und Brezeln gemümmelt. Richtig schön gemütlich und erholsam. Auch für mich ist diese Zeit wichtig um auch bei krankem Kind etwa zu Essen auf den Tisch zu bringen und mich um den kleinen Bruder kümmern zu können.
Manchmal setze ich mich auch dazu und schwelge in Erinnerungen als ich als krankes Kind selbst meinen Lieblingsfilm gucken durfte. Denn mit einem Löffelchen voll Zucker wird man ganz schnell wieder gesund… Und Kranksein heißt auch sich verwöhnen lassen.
In meinen heimlichen Träumen darf ich selber, wenn ich krank bin, den ganzen Tag auf dem Sofa liegen und Filme gucken während mir jemand Tee und Hühnersuppe kocht. Die Realität sieht da selbstredend anders aus. Kranksein ist nichts für Mamas und der einzige Unterschied zu einem nicht-krank-sein-Tag ist hierbei, dass ich aussehe wie eine Leiche und leise vor mich hinwimmere. Sonst muss die Kinderbetreuung und der Haushalt weiter laufen. Aber in meinen Träumen…

So kommen wir in einer normalen Woche auf maximal 2,5 Stunden Fernsehzeit. Das finden wir für einen 5 Jährigen voll in Ordnung und für seinen 4 Jährigen Bruder geht das auch so durch. Der ganz kleine Bruder guckt mit seinen 2 Jahren nur kurz mit und hat schnell kein Interesse mehr. Aber er ist natürlich sehr viel früher mit Medien konfrontiert als seine Brüder. Das lässt sich, seit er keinen Mittagsschlaf mehr macht, nicht vermeiden.
An anderen Medien wie Videospielen oder Computer haben unsere Jungs noch kein Interesse. Wahrscheinlich wird sich das nächstes Jahr, wenn bigBro in die Schule kommt, ändern. Dann müssen wir uns wohl oder übel auch damit auseinander setzen. Aber auch dafür wird es Regeln geben, die für ihn, als auch für uns passen. Darüber machen wir uns aber erst Gedanken, wenn es soweit ist.
Bleibt nur noch das Problem bestehen, dass die Kinder alles nachspielen, was sie sehen oder lesen. Ist per se ja gut, Rollenspiele fördern ja. Aber dass sie anfangen bei Tisch zu Röpsen, weil der Bauer das ja auch macht oder wie verrückt durch das Haus flitzen weil sie mal wieder Pippi Langstrumpf gesehn haben, finde ich weniger lustig. Immerhin konnte ich das Argument „Die Pippi macht das aber auch“ abwehren, indem ich sagte, dass das alles aber nur in der Villa Kunterbunt erlaubt sei. Hat irgendwie gezogen, diese Argumentation. Wenn die beiden Großen dann die beiden Diebe Donner-Karlsson und Blom spielen, ist das köstlich mit anzusehn. Man muss nur Acht geben, dass das nicht ausartet. Zum Glück haben sie bisher noch nicht Michel entdeckt. Nicht auszudenken, wie sie anfangen würden den kleinen Bruder den Fahnenmast hochzuziehen oder den Kopf in die Suppenschüssel zu stecken.
Auch ihre Verkleidung als die Diebe Hinki und Pinki von Benjamin Blümchen sind legendär. Mit Sonnenbrille und Hut sind sie dann im Haus unterwegs und klauen hier und da. Zum kaputtlachen. Da könnte ich sie schier fressen, so süß sind sie.

Für uns ist der Fernseher Teil unseres Lebens und wird nicht verteufelt. Er gehört einfach mit dazu und ist, bei Auswahl der richtigen Sendungen, auch eine Bereicherung.
Wir passen nur auf, dass es in einem für uns angemessenen Rahmen bleibt, sowohl von der Zeit her als auch vom Programm.
Da mein Mann und ich abends auch gerne fernsehn, ist es für uns alle besonders schön, wenn wir ein paar Mal im Jahr (an besonderen Tagen wie Halloween und Heilig Abend und Silvester) einen Videoabend veranstalten. Dabei wird zuerst gemeinsam Popcorn gemacht. Die leuchtenden Augen wenn es das erste Mal Plop in der Pfanne macht, ist unbezahlbar. Danach ziehen alle den Schlafanzug an, kuscheln sich aufs Sofa und knabbern und staunen.
LittleBro ist nach einer halben Stunde schon so müde, dass ihm fast die Augen zufallen und tinyBro liegt derweilen schon längst im Bett. Aber besonders für bigBro sind diese Abende etwas ganz besonderes und für uns alle besonders schön. Bereits jetzt freue ich mich an Heilig Abend auf die Muppet’s Weihnachtsgeschichte, die wir zusammen gucken werden. Da es bei uns erst am 1. Feiertag Geschenke gibt, liegt nach der Kirche nur ein Päckchen mit neuen Schlafanzügen, Pfeffernüssen und dieser DVD unter dem Baum. Wenn dazu noch der Christbaum herrlich geschmückt leuchtet und alles nach Weihnachten und frisch gebackenen Lussekatter, die es zum Film zu essen gibt, duftet, ist für mich der Heilig Abend perfekt.

Wie sehr auch außen stehende Menschen die Kinder prägen zeigt sich daran, dass bigBro seit kurzem des Öfteren von Kino redet. Darüber wurde wohl im Kindergarten gesprochen, denn von uns kennt er das nicht. Ich finde es noch zu früh mit fünf Jahren, habe ihm aber versprochen nach seinem 6. Geburtstag mit ihm ins Kino zu gehen. Ich bin sehr gespannt, wie das alles auf ihn wirken und ob er es gut oder eher beängstigend finden wird. Ist ja schon eine große Sache, so im Dunkeln, in der Fremde mit lautem Ton und großer Leinwand. Eins weiß ich aber bereits jetzt, das Popcorn wird ihm sehr gut schmecken – das ist nämlich nicht so öde fad wie zu Hause, sondern mit Zucker…
Manchmal macht ein Film im Fersehn einen besonderen Tag noch besonderer und das möchten wir auch den Kindern nicht vorenthalten. Und so muss jede Familie ihren Weg finden mit Medien umzugehen. Wir haben ihn gefunden, für jetzt. Denn klar ist, dass man mit steigendem Alter auch den Konsum ändern wird.
Wie läuft das bei euch? Habt ihr Regeln? Dürfen die Kleinen überhaupt was sehen und wie geht ihr damit um?

Panettone mal anders {saftige Leckerei zum Nikolaus}

Wie jedes Jahr waren dei Jungs wieder mächtig aufgeregt, als wir am Montagabend die Nikolausstrümpfe rausgelegt haben.
Dazu stellten die drei noch einen Teller mit Möhren und Spekulatius für den Nikolaus und seinen Esel.
Am Nikolausmorgen waren davon nur noch Krümel übrig – und die Strümpfe prall gefüllt mit kleinen Geschenken, Mandarinen und Nüssen.

Die strahlenden Kinderaugen sind so wunderbar. Und ich denke, das war leider das letzte Jahr mit diesem besonderen Zauber. Zumindestens für bigBro. Denn, wenn er nächstes Jahr in die Schule kommt, wird er wohl erfahren, dass der Nikolaus in Wirklichkeit die Mama ist. Ich muss nur veruchen, ihn davon zu überzeugen dieses Geheimnis für sich zu behalten. Die beiden Brüder sollen noch ein paar Jahre in ihrer Zauberwelt leben.

Die Adventszeit ist auch immer Zeit für Gebäck und Kuchen. Nachmittags genießen wir die Zeit und machen uns Chai Tee oder FeelGood Kakao und naschen dazu Plätzchen. Alle paar Tage backe ich mal gesunde Muffins, Kuchen, Stollen oder Panettone.
Bei Panettone ist es wie mit Bayern München. Entweder man liebt oder hasst ihn. Mein Mann liebt Bayern, aber hasst Panettone.
Das liegt aber eher am Zitronat und Orangeat als am Kuchen ansich. Aber damit muss er ja gar nicht gemacht werden. Wie wunderbar schmeckt Panettone mit Rosinen und Schokolade.
Da sowohl mein Mann als auch ich und die Jungs Mohn über alle lieben, entstand dieser sensationell leckere Mohn-Panettone. Saftig, luftig und so delikat. Mein Mann war ganz aus dem Häuschen. Ich habe ihn also doch noch zur Panettone-Liebe bekehrt.
Da ist es doch eine gute Sache, dass dieser Kuchen ganz ohne (Industrie)Zucker auskommt und wunderbar gesund daherkommt. Da darf es gerne noch ein zweites Stückchen sein.
Obwohl Hefegebäck normalerweise frisch am besten schmeckt, ist der Panettone am nächsten Tag noch viel besser. Er zieht dann richtig schön durch und wird super saftig. Wie er am dritten Tag schmeckt, kann ich leider nicht sagen. Solange hat er nicht überlebt. Aber in Alufolie gewickelt wird es sich mit Sicherheit ein paar Tage frisch halten – also falls dann nochwas übrig sein sollte (das wage ich zu bezweifeln).

Wer noch einen leckeren Kuchen für Weihnachten sucht, den man getrost ein paar Tage vorher backen kann um dem Weihnachtsstress zu entgehen, der wird hier fündig.

Mohn-Panettone
für eine 16 cm Panettoneform

125 mL Milch
21 g Hefe
60 g Butter
2 EL Honig
350 g Dinkelmehl 630
Salz
2 Eier

200 g gemahlener Mohn
300 mL Milch
3 EL Honig
2 EL Kokosöl
1 Ei
5 EL Amaretto oder Apfelsaft
60 g Pinienkerne

1 EL Kokosblütenzucker
1 EL Pinienkerne

Die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen.
Hefe und 1 EL Honig einrühren und 5 Minuten stehen lassen.
Mehl mit Salz in eine Schüssel geben.
2 Eier in die Hefemilch rühren und alles zum Mehl geben.
Zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.
Für die Füllung die Milch aufkochen, Mohn einrühren und 15 Minuten quellen lassen.
Honig, Kokosöl, Amaretto und Ei unterrühren.
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl goldgelb rösten.
Eine 16er Panettoneform oder 24er Springform mit Backpapier auslegen.
Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 35×45 cm Rechteck ausrollen.
Mohnfüllung darauf verteilen und mit Pinienkernen bestreuen.
Teig aufrollen und in die Form geben.
1 EL Butter schmelzen, auf den Panettone streichen und mit Kokosblütenzucker bestreuen.
Abgedeckt für weitere 10 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 200°C vorheizen und Panettone für 40 Minuten backen.
Kuchen evtl. nach 30 Minuten abdecken.
Abkühlen lassen und mit Alufolie eingepackt einen Tag durchziehen lassen.

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oh du herrliche Kürbiszeit {dreierlei Kürbiscumble mit Äpfeln und Haselnüssen}

kuerbis

Nachdem der erste Geburtstag der Adventszeit um ist, habe ich wieder Zeit neue Kürbisrezepte zu bloggen, bevor am Dienstag die nächste Party steigt.
LittleBro ist bereits sehr aufgeregt. Zum einen weil der Nikolaus kommt und zum anderen weil er endlich seinen Vanille-Geburtstagskuchen bekommt (und auch das ein oder andere Geschenk).
Der ganze Dezember ist ein einziges Aufgeregtsein. Jeden Tag wird ein Türchen im Adventskalender geöffnet, wir machen nachmittags immer einen kleinen Adventskaffee mit Chai Tee und Gebäck, dann kommt Nikolaus und littleBros Geburtstag und dann endlich Heilig Abend und Weihnachten.
Neben Hörspiel CDs laufen hier den ganzen Tag Weihnachtslieder. Vormittag meine CDs und später die der Jungs. Wobei bigBro Gefallen an meinen Weihnachts CDs gefunden hat und diese öfter mal anmacht. Das freut mich, denn manchmal mag ich auch etwas anderes als Kinderlieder hören.

Im Herbst und Winter essen wir besonders gerne Crumble. Zum Nachtisch oder Kaffee schmeckt er so wunderbar lecker. Mit viel Zimt sorgt er für Weihnachtsstimmung und wärmt den Bauch und die Seele. Voll gepackt mit Früchten und Haferflocken ist er eine gesunde Alternative zu Kuchen und Muffins. Derzeit lieben wir die Birnen- und Apfelversion.
Warum nicht mal auch Gemüse unter den Streuseln verstecken?
Denn herzhafter Crumble schmeckt unglaublich lecker. Es lässt sich einfach jedes Gemüse verwenden. Brokkoli und Blumenkohl schmecken auch wunderbar. Und Möhren und Zucchini und Paprika…Rosenkohl ist auch yummy.
Ich mag ihn am liebsten – wie sollte es im Herbst anders sein – mit Kürbis. Und zwar mit ganz vielen Sorten gemischt. Ich verwende gerne Butternut, Hokkaido und Muskatkürbis. Aber man kann natürlich auch nur eine Sorte nehmen oder so mischen, wie man Lust hat. Total lecker und zum reinlegen.
Für mich reicht der Crumble pur mit einem großen grünen Salat (sensationell lecker mit Datteln, karamelisierten Pecannüssen und Honig-Senf-Dressing), aber die Jungs möchten gerne Sauce dazu. Eigentlich nur die Sauce und die Streusel, wenn ich ehrlich bin. Aber ein paar Kürbisstücke sind auch mal in den Mund gewandert – so ganz unbeabsichtigt.

Eine schnelle Cashew-Tomatensauce passt wunderbar zum Crumble. Die lieben die Jungs auch auf Nudeln oder Spätzle. Man kann direkt die doppelte Portion machen und hat so gleich noch eine Nudelsauce für die nächsten Tage. Im Kühlschrank hält sie sich mindestens eine Woche.

dreierlei Kürbiscrumble mit Äpfel und Haselnüssen
für 6 Personen

800 g gemischte Kürbisse, vorbereitet gewogen (zB Butternut, Hokkaido, Muskatkürbis)
6 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
1 EL Olivenöl
120 mL Gemüsebrühe
80 mL Apfelsaft
150 g Schmelzkäse light
1 großer (ca. 300 g) Boskop Apfel
1 TL Currypulver

100 g Haferflocken
80 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
1 EL Haselnuss- oder Mandelmus
50 g gehackte Haselnüsse
50 g Parmesan, gerieben
Salz
schwarzer Pfeffer

Kürbisse je nach Sorte schälen und entkernen, in Würfel schneiden und 800 g abwiegen.
Apfel entkernen und grob würfeln.
Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
Knoblauchzehen ebenfalls schälen und dünn in Scheiben schneiden.
Olivenöl in einer großen Pfanne oder Topf erhitzen.
Zwiebel und Knoblauch bei niedriger Hitze 10 Minuten sanft anschwitzen bis die Zwiebeln glasig und der Knoblauch leicht gebräunt ist.
Kürbiswürfel zugeben und die Hitze erhöhen. Ein paar Minuten unter Rühren leicht anbraten.
Brühe zugießen, mit einem Deckel verschließen und 10 Minuten ganz leicht köcheln lassen.
Pfanne vom Herd ziehen, Apfelsaft, Schmelzkäse und Apfel unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.
Kürbisgemüse in eine Auflaufform füllen.
Für die Streusel die Haferflocken mit dem Mehl, Haselnüssen und Parmesan mischen.
Butter in Flöckchen und Nussmus einkneten und alles gut salzen und pfeffern.
Streusel auf den Kürbisgemüse verteilen.
Bei 200°C für 35 Minuten knusprig backen.

Dazu passt ein grüner Salat und Kinder mögen den Crumble gerne mit Cashew-Tomatensauce.

Cashew-Tomatensauce

400 g aromatische Tomaten
80 g Cashewnüsse
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1 TL Currypulver
Salz
schwarzer Pfeffer

Cashewnüsse in einer Pfanne ohne Öl rösten.
Zusammen mit den Tomaten und 1 EL Olivenöl fein pürieren.
In einem kleinen Topf 1 EL Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Im Olivenöl leicht bräunen.
Tomaten-Cashew-Pürree zufügen und alles einmal aufkochen.
Für 5 Minuten sanft köcheln und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

Herrlich gesunde Weckmänner {wunderbar lecker zu Nikolaus}

Traditionell wird bei uns an St. Martin Weckmänner gebacken. Die gibt es dann nach dem Martinsfeuer zum Abendbrot, wer mag mit Butter.
Dazu noch ein großes Glas Bananenshake und meine Jungs können danach zufrieden und satt ins Bett fallen.
Auch an Nikolaus gibt es in vielen Familien Weckmänner.
Da littleBro an Nikolaus Geburtstag hat, gibt es hier aber Geburtstagstorte. Ich denke aber, dass ich ein paar Tage später nochmal Nikolaus-Weckmänner backen werde. Die werden dann aber noch mit ein wenig Zuckerguss und gehobelten Mandeln und Zuckerperlen verziert, so wie ich es zu Nikolaus kenne. Nicht mehr ganz so gesund, aber mei, immer noch so viel besser als gekaufte Weckmänner oder Kuchen.

Die letzten Jahre haben wir unsere Weckmänner immer nach diesem Rezept gebacken. Als gesunde Alternative habe ich dieses Jahr noch gesunde Weckmänner gebacken. Die schmecken herrlich lecker und lassen sich gut formen. Ich mag gar nicht sagen, welche Variante uns besser schmeckt. Beide sind gut, aber bei diesen hier habe ich ein besseres Gewissen, sie auch zum Abendbrot oder Frühstück auf den Tisch zu bringen. Die normale Version ist eher als Nachmittagskaffeestückchen geeignet.

Wie wird bei euch Nikolaus gefeiert?
Wir stellen am Abend vorher unsere Nikolausstrümpfe vor die Tür und stellen dazu ein paar Kekse (für den Nikolaus) und zwei Möhren (für den Esel). Die Kekse sind am nächsten Tag weg – die Möhren immer halb aufgeknabbert. Die Jungs sind dann schier außer sich vor Freude.
Ich fülle also nachts die Strümpfe, lager sie im Flur und stelle sie früh morgens, wenn noch alle schlafen, wieder raus. Es gibt eigentlich immer für jedes Kind ein Buch, Nüsse, Mandarinen, eine Kleinigkeit zu Naschen und eine CD oder etwas kleines zum Spielen. Mein Mann bekommt immer einen Kinder-Weihnachtsmann und eine Kleinigkeit.
Morgens sind die Jungs so aufgeregt, ob der Nikolaus auch wirklich da war. Das mischt sich aber alles mit der Geburtstagsfreude, da littleBro an diesem Tag geboren ist. Daher sind wir nur morgens mit dem Nikolaus beschäftigt und abends, wenn im Bett die Geschichte vom Nikolaus gelesen wird. Den restlichen Tag wird Geburtstag gefeiert. Um die Geschenkeflut nicht zu groß werden zu lassen, gibt es die Geburtstagsgeschenke dann erst zum Kuchen am Nachmittag. So zieht sich das alles ein bisschen auseinander.
Ich freue mich schon auf die leuchtenden Augen der Jungs, besonders auf die von tinyBro – denn er erlebt Nikolaus dieses Jahr zum ersten Mal ganz bewusst. Der wird Augen machen!

gesunde Weckmänner
6-8 Stück

200 g Dinkelvollkornmehl
400 g Dinkelmehl 630
42 g frische Hefe
250 mL Mandelmilch
60 g Kokosöl
2 Eier
50 g Kokosblütenzucker
Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille
1 EL Rosenwasser
Rosinen und Mandeln zum Dekorieren

Die Mehle in eine Schüssel sieben.
In die Mitte eine Mulde drücken und Hefe hineinbröseln. Mandelmilch leicht erwärmen, zugießen und mit der Hefe verrühren.
Abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.
Kokosöl schmelzen und mit Eiern, Kokosblütenzucker, Salz, Rosenwasser und Vanille zum Vorteig geben.
Alles zu einem Hefeteig kneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt für 15-20 Minuten gehen lassen.
Aus dem Teig 6 bis 8 Weckmänner formen, auf zwei Backbleche legen und mit Mandeln und Rosinen dekorieren.
Abdecken und für weitere 15 Minuten gehen lassen.
In der Zeit den Ofen auf 210°C vorheizen.
Weckmänner auf der mittleren Schiene für 10-15 Minuten goldgelb backen.

Wer mag kann die Weckmänner noch mit Zuckerguss und Zuckerperlen und gehobelten Mandeln verzieren. Dann sind sie aber nicht mehr ganz so gesund, dafür aber sehr, sehr lecker.

Nun bist Du schon zwei {aber mein Baby wirst Du immer bleiben}

Gestern durfte nicht nur die erste Kerze am Adventskranz angezündet werden, sondern auch zwei Kerzen auf dem Geburtstagskuchen von tinyBro.
Mein kleines Baby ist nun 2 Jahre alt!

Mein kleinster Schatz,
irgendwie hat sich unser Leben seit deiner Geburt gar nicht so verändert und eigentlich ist alles anders.
Genau wie am Tag deiner Geburt sind wir gestern zusammen auf dem Weihnachtsmarkt Karussell gefahren. Nur dass diesmal nicht zwei Brüder auf Pferd und Schwein saßen, sondern drei.
Und dass ich mich nicht alle zehn Minuten in eine ruhige Ecke verkrümeln musste, um die nächste Wehe zu veratmen.

Als dritter Sohn kam nicht viel neues auf uns zu. Und doch ist alles neu. Du bist Du. Und auch wenn man Dich gerne mit deinen zwei großen Brüdern vergleicht (ich versuche das so gut es geht zu vermeiden), bist Du einmalig und hast deine eigene Entwicklung, deine eigene Art, deinen eigenen (sehr dicken) Kopf.
Jeden Tag bringst Du mich zum Lachen. Und zum Verzweifeln – das gebe ich zu. du weißt schon sehr genau, was Du nicht darfst und findest es gerade deshalb so lustig. Während ich Staubsauge ist es für dich eine Gaudi die Filzstifte der Brüder zu holen um damit die Möbel und Türen zu verschönern. Die meisten zerbrochenen Tassen, Gläser und Schüsseln gehen auf dein Konto. In deinem kurzen Leben hast Du mehr runter geschmissen als wir alle zusammen. Bevorzugt das Geschirr deiner Brüder. Im Essensweitwurf gewinnst Du auch haushoch gegen bigBro und littleBro.

Mit zwei Jahren wird nun soviel anders. Ich kann nicht mehr Baby zu Dir sagen, obwohl ich es weiterhin tue. Du bist noch so klein und verletzlich – wirst immer mein kleines Baby bleiben.
Wir beide haben eine starke Verbindung. Du bist am liebsten ganz nah bei Mama, versteckst Dich bei mir wenn dich jemand anspricht oder auch nur anguckt. Wir beide genießen noch das abendliche Stillen vor dem Schlafengehen. Dann gibt es nur uns beide (und deinen Löwen) und während wir draußen in der Diele deine Brüder beim lautstarken Zubettgehen hören, kuscheln wir uns aneinander und genießen die Zeit. Ich bin gespannt, wie lange das noch unser Ritual bleibt. Denn, auch wenn es meinem Mamaherz gar nicht gut tut, so kommst Du auch ohne mich ganz gut zurecht. Denn wenn ich zweimal die Woche zum Tanzen gehe, bringt dich dein Papa ebenso gut ins Land der Träume. Es fällt mir nicht leicht, loszulassen, zu wissen, Du kommst auch ohne mich aus. Aber es gibt mir auch Freiheiten, die ich brauche. Auch wenn ich das nicht gerne eingestehe. Jeden Tag von morgens bis abends für euch drei allein verantwortlich zu sein, ist ganz schön Kräfte- und Nerven(!!!)zehrend und ich bin leider nicht immer die entspannte und geduldige Mama, die ich gerne wäre. Aber vielleicht ist das auch nicht verwunderlich bei drei kleinen Jungs.
Mein Leben ist dank euch ganz schön bunt. Manchmal sehr viel bunter als ich gern hätte. Ein bisschen mehr schwarz-weiß wäre schön, aber ich liebe unser Leben, so wie es ist. Mit euch drei verrückten Räubern.

In deinem neuen Lebensjahr wird nun so viel passieren. Jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Du lernst jeden Tag etwas neues und es ist einfach nur schön, dabei sein zu dürfen. Auch wenn Du kein Freund vieler Worte bist (so wie dein großer Bruder), so kommt doch langsam etwas aus Dir heraus. Du plapperst alles nach, wenn auch meist nur die erste oder letzte Silbe. Aber Af statt Giraffe und Fant statt Elefant ist einfach so zuckersüß und Du kannst das gerne bis Du 18 bist so sagen.
Auch mit wenigen Worten bekommst Du alles, was Du willst. Oder besser gesagt, Du kannst mir mitteilen, was Du gern hättest. Ob Du das bekommst sei mal dahingestellt.
Aber dann nimmst Du dein Glück einfach selbst in die Hand. Wenn es eine Stunde vor dem Mittagessen kein Brot für dich gibt, schnappst Du dir den Hocker und gehst einfach selbst an den Brotkasten. Ist da keine abgeschnittene Scheibe zu finden, nimmst Du gerne den halben Laib und beißt genüsslich rein.

Nicht nur in deinem Äußerlichen gleichst Du deinen Brüdern, auch den dicken Kopf habt ihr alle drei gemeinsam. Ich finde es faszinierend, wie man mit gerade mal Zwei so einen Willen haben kann. Da freue ich mich bereits auf die Pubertät.
So hast Du deinen ganz eigenen Kleidungstil. Am liebsten hast Du dein Löwen und Fuchs Shirt. Wenn das in der Schublade liegt, muss es auch angezogen werden, so dass ich es (tut mir ja leid) auch gerne mal länger in der Wäsche lasse. Auch wenn es draußen mittlerweile an die Null Grad hat, magst Du weder Jacke, noch Schal, noch Mütze anziehen. Die Jacke bekomme ich mit Schweißausbrüchen noch irgendwie an – denn, auch wenn ich euch allen viel Freiheit lasse bei dem was ihr anzieht, bei Minusgraden muss eine Jacke angezogen werden – doch am Schal und der Mütze scheitere ich. Ich frage mich, ob dir nicht kalt am Kopf ist, so mit lichtem Haar. Aber nach zehn Mal runter ziehen, gebe ich dann einfach auf.
Im tiefen Winter muss ich mir etwas ausdenken. Aber vielleicht merkst Du dann selbst, dass es mit Mütze doch viel kuscheliger ist. Hoffen darf ich ja.
Bei Dir war es schon einfach immer so – wenn Du etwas nicht willst, dann willst Du es nicht. Aus. Ende. Da kann Mama soviel bitten und reden und erklären wie sie will. Nein bleibt Nein.

Mit deiner schüchternen Art, wann immer jemand in der Nähe ist, der nicht zu der Familie gehört, mag man gar nicht glauben, was für ein Lausbub Du sein kannst. Aber mit zwei großen Brüdern ist das auch normal. Du hast es mit Sicherheit nicht leicht, als Nesthäkchen. Kaum ist irgendwas kaputt, nicht aufzufinden und verschollen, so  bist immer Du der Schuldige. Ganz schön mies von deinen Brüdern, Dir immer alles in die Schuhe zu schieben. Aber auch ganz schön einfach, denn Du kannst Dich ja noch nicht wehren. Aber ich verrate Dir jetzt was. Glaube mir, es kommt der Zeitpunkt, wo Du dich endlich verteidigen und es deinen Brüdern heimzahlen kannst. Irgendwann klaut Dir keiner mehr die Plätzchen vom Teller und das Spielzeug vor der Nase weg. Nicht mehr lange, vertraue mir!
Trotz der Anschuldigungen, der Haue und der Klauerei liebst Du deine Brüder „Amar“ und „Nenai“ und sie Dich. Sie ziehen Dir die Schuhe an, Schnallen Dich im Auto ab, geben Dir Sachen, die zu weit oben sind, legen eine CD für Dich ein und klauen Dir gerne den Löwen. Ihr drei seid dicke Freunde und es macht mich so glücklich euch beim Brüdersein zuzusehen.

Mein kleiner Schatz! du wirst immer mein Baby sein. Mein kleiner Süßer. Ich freue mich so auf das Jahr, was vor Dir liegt.
Du wirst ein Kindergartenkind werden, Du wirst Sätze sprechen lernen, Du wirst die Welt entdecken, neue Freunde finden und mich jeden Tag faszinieren.
Es wird spannend und ich bin unendlich dankbar bei Dir sein und Dich auf deinen Weg begleiten zu dürfen.

Apfel-Gewürz-Muffins {herrlich locker und saftig}

Ach, wie trauere ich unserer Apfelernte hinterher. Dieses Jahr wurden wir reich beschenkt mit knackigen Äpfeln, die teilweise fast 1 kg auf die Waage brachten.
Im Herbst kommt bei uns fast überall Apfel dazu. Ob herzhaft oder süß. Apfel im Eintopf, zum Brathuhn, Apfelkuchen, Apfelcrumble, Apfelmus, Apfelmuffins, Apfel, Apfel, Apfel.
Die Jungs und ich essen pro Tag etwa 6 Äpfel. Dementsprechend besteht mein Einkauf derzeit aus einem Korb Äpfel. Ich komme schier nicht hinterher mit dem Kaufen, so schnell sind die weg.

Meine drei sind schon richtige Schleckermäuler. Zu Kuchen und Gebäck sagen sie selten nein. Natürlich auch nicht zu Schokolade und Gummibärchen – aber die gibt es nur recht eingeschränkt. Ich backe lieber frische Muffins, Plätzchen oder Cookies. Dabei verzichte ich weitgehend auf Industriezucker und achte auch sonst darauf, dass das Gebäck zwar noch süß, aber nebenbei noch gesund und ausgewogen ist. Am Wochenende gibt es auch normalen Kuchen und Torten. Aber unter der Woche biete ich nur natürlich gesüßte Kuchen und Gebäck an.
Den Kindern schmeckts und ich kann guten Gewissens auch einen zweiten Muffin reichen oder sie nochmal in die Keksdose greifen lassen.

Gestern kam ich ganz spontan (genau gesagt 10 Minuten vor der Kindergarten Abholzeit) noch auf die Ideen etwas leckeres für die Jungs zu backen. Da sie das Mittagessen schon nicht mochten, sollten sie wenigstens irgendwas Essbares zwischen die Zähne bekommen.
Alle Zutaten waren schnell gemischt und nachdem ich alle eingesammelt und nach Hause gebracht hatte, wurde der Teig angerührt, abgefüllt und backte während des Mittagessens im Ofen.
Ganz frisch und noch warm haben wir unsere Muffins als Nachtisch gemümmelt. So herrlich locker, saftig und lecker.
Hmmmmm.
Ein Gedicht und hätte ich nicht ein Machtwort gesprochen, hätten die Jungs mir wohl das ganze Blech verputzt.

Da fällt mir ein, ich glaube ich muss mal schaun, wo die restlichen Muffins geblieben sind. Wahrscheinlich schon in den Klauen der Räuber…

Apfel-Gewürz-Muffins
12 Stück

250 g Dinkelmehl 630
1 Packung Weinstein Backpulver
100 g zarte Haferflocken
2 TL Zimt
Prise Salz
1 TL Kardamom
50 g Kokosblütenzucker
60 g Rosinen
50 g Honig
200 g saure Sahne
6 EL Albaöl oder Traubenkernöl
2 Eier, Größe L
1-2 säuerliche Äpfel (etwa 300 g)

Von den Haferflocken 1 EL abnehmen und mit 20 g der Rosinen beiseite stellen.
Mehl mit Backpulver, Rest Haferflocken und Rosinen, Gewürzen und Kokosblütenzucker mischen.
Eier mit Honig, saurer Sahne und Öl in eine große Schüssel füllen und mit einem Schneebesen gut verquirlen.
Äpfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Etwa 2 EL zu den beiseite gestellten Haferflocken und Rosinen geben.
Mehlgemisch leicht unter die flüssigen Zutaten rühren. Äpfel zugeben und alles grob vermengen. Nicht zu viel rühren.
Ein Muffinblech fetten oder mit Papierförmchen auslegen.
Teig auf die Mulden verteilen. Mit den Haferflocken, Rosinen und Äpfeln bestreuen.
Bei 175°C für 25 Minuten backen.