Wenn eine ganze Schüssel Kartoffeln verputzt werden, dann waren es {Nusskartoffeln} und dazu noch fröhlich roter Rote-Beete-Hummus

Mein großer Sohn scheint eine besondere Spezies zu sein.
Bis vor kurzem aß er keine Form von Kartoffeln. Keinen Brei, keine Ofenkartoffeln, Bratkartoffeln, Salzkartoffeln und auch keine Pommes!
Ich habe immer Probleme irgendjemand glaubhaft zu versichern, dass das so ist.

Nun isst er immerhin Pommes (den Rest würde er niemals anrühren), aber auch nur die fiesen, fettigen bei der Pommesbude im Zoo oder Park.
Die selbst gemachten zu Hause, die so viel besser schmecken (finden mein Mann und ich), werden nicht angerührt, denn das sein keine richtigen Pommes.
Nun gut. Ich gebe nicht auf und mache weiterhin selbst Pommes.

Die zwei Kleinen essen aber zum Glück meine Ofenpommes, würden aber auch Kartoffelbrei oder Salzkartoffeln nicht anrühren.
Dabei essen doch angeblich alle Kinder Kartoffelbrei – mhhm, ja klar.
Wovon aber nahezu ein ganzes Kilos verputzt wird, sind meine Nusskartoffeln.

Das ist nicht nur meine liebste Beilage. Die zwei kleinen Jungs essen sie unglaublich gerne. Besonders tinyBro ist sehr begeistert von den Nusskartoffeln.
Da sie nicht geschält werden und fix gemacht sind, sind sie auf alle Fälle eins meiner liebsten Mittagessen. Die Jungs essen meist Geflügelbratwurst dazu (also bigBro dann nur die Würste) und ich Rote-Beete-Hummus.

Kawum! Der Knaller. Ich liebe liebe liiiiebe Hummus. Könnte ich täglich in unsagbaren Mengen essen.
Und was soll ich sagen?! Rote-Beete-Hummus ist nochmal delikater. Die Rote Beete schmeckt man kaum raus. Dafür hat der Hummus eine wunderhübsche Farbe und ist voll gepackt mit Eisen. Das freut meinen, meist leeren, Eisenspeicher.
Eigentlich schmeckt der Hummus zu allem. Gemüsesticks können wunderbar gedippt werden, Fladenbrot ist nicht umsonst ein Klassiker zusammen mit Hummus und die Nusskartoffeln sind die besten Freunde der roten Paste.

Nusskartoffeln
4-6 Personen

1 kg kleine, neue Kartoffeln
Salz
25 g Walnüsse
25 g Haselnüsse
30 g Butter
1 TL Paprikapulver Edelsüß

Kartoffeln gründlich waschen.
Mit 1 EL Salz in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und 15 Minuten bissfest kochen.
Abgießen, zurück in den Topf geben und auf der ausgeschalteten Herdplatte kurz ausdämpfen lassen.
In einer Pfanne die Butter schmelzen und Kartoffel 5-7 Minuten braten.
Nüsse fein mahlen oder hacken und unterrühren.
Paprikapulver ebenfalls dazu geben und alles noch ein paar Minuten weiterbraten.

Falls Reste übrig bleiben, kann man darauf einen herrlichen Kartoffelsalat machen.
Einfach ein Dressing aus Essig und Öl herstellen und nach Belieben Cocktailtomaten, Oliven, Thunfisch und Rucola unterheben.

Rote Beete Hummus

50 g getrocknete Kichererbsen
         oder 250 g Kichererbsen aus der Dose
250 g gegarte, vakuumverpackte Rote Beete
2 EL Tahin
1 große Knoblauchzehe
50 g geröstete Walnüsse (plus 1-2 EL extra)
Saft 1/2 Zitrone
2 EL Olivenöl
1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel)
Meersalz
schwarzer Pfeffer
optional: gemahlene Chilischote

Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag das Wasser abgießen, Kichererbsen in einen Topf geben und mit frischem Wasser auffüllen.
Für etwa 2 Stunden kochen, bis die Erbsen weich sind.
Wenn es schnell gehen muss, eine Dose Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen und gründlich waschen.
Kichererbsen abgießen und in den Mutlizerkleinerer geben (oder eine große Schüssel, falls mit dem Pürierstab gearbeitet wird).
Rote Beete grob Würfeln und mit dem Tahin dazugeben.
Knoblauchzehe schälen und mit den übrigen Zutaten ebenfalls zu den Kichererbsen geben.
Mit Salz und Pfeffer würzen und nach Belieben mit gemahlener Chili schärfen.
Alles fein pürieren und mit 1-2 EL gehackten Walnüssen betreut servieren.

me and my 3 boys {Besuch von der bösen Hexe aus dem Schmerzwald}

Dienstagmorgen ging los wie jeder normale Wochentag. Der Wecker ging viel zu früh und musste drei Mal bimmeln, bevor ich es geschafft hatte meinen noch schlafenden Körper aus dem Bett zu stemmen.
Nach meinem 40 minütigen Kettlebell Training war ich dann aber mehr als wach. Da Ferien sind, schliefen noch alle und ich konnte in Ruhe Frühstück machen und mich duschen und umziehen.

Das sollte es dann aber auch schon gewesen sein mit dem entspannten Tag.
Und das lag diesmal nicht an den Jungs. Die waren nämlich eigentlich ganz brav. Weitgehend…
Bereits beim Training habe ich gemerkt, dass meine Lenden ganz schön beansprucht waren. Aber über den Vormittag entwickelte sich das zu einem ernsthaften Problem.
Der Schmerz im unteren Rücken wurde schlimmer und schlimmer. Ja es wurde regelrecht unerträglich.
Die Jungs spielten im Garten und ich habe ein wenig am Computer gearbeitet, weshalb ich das ganze Ausmaß noch nicht bemerkte.
Aber dann!
Ich konnte kaum aufrecht stehen, eigentlich ging das gar nicht und an Laufen war auch kaum zu denken, geschweige denn von 13 kg Kleinkind hochheben.

Mit 34 Jahren habe ich doch tatsächlich meinen ersten Hexenschuss. Ich dachte ja immer, das bekommen nur ältere Menschen. Doch wenn ich so darüber nachdenke, gehöre ich mit über 30 nun mal schon zu „älter“. Ja, ich werde alt. Ohjemine…nimnimnimnim.
Die drei Brüder wussten nicht so recht, was los war. Auf einmal kroch Mama mit schmerzverzerrtem Gesicht durchs Haus und schrie hier und da auf, wenn der Schmerz zu heftig war.
Da ich recht nah am Wasser gebaut bin, haben sie mich schon öfter weinen gesehn, aber nur selten vor Schmerzen. Und plötzlich strömen Tränen über mein Gesicht, während ich versuche zu erklären, dass die Mama ganz ganz GANZ starke Schmerzen hat.

Besonders hilfreich war hierbei nicht, dass littleBro angefangen hat sich darüber lustig zu machen. BigBro als großer Bruder hat das versucht abzuwenden, indem er seinen Bruder dazu ermahnte nicht zu lachen, denn das sei nicht lustig.
Irgendwie war es das aber schon. Mama gibt komische Geräusche von sich und windet sich auf den Boden. Schien wohl einer Szene aus der Wolf und die sieben Geißlein geglichen zu haben oder so. Also vom (Wolfs)geheule meinerseits zu urteilen.
Ich war ihm aber nicht böse. Erstens hatte ich andere Sorgen, zweitens war es wohl seine Art mit dem ganzen fertig zu werden.

Zwei Schmerztabletten und ein Wärmekissen weiter, schickte ich eine Hilfe Email an meinen Mann, doch bitte früher (JETZT!) nach Hause zu kommen und versuchte irgendwie etwas zu Essen auf den Tisch zu bringen.
Denn mittlerweile war es Mittag und alle hatten leere Mägen.
Ich lobe mir hierbei mal wieder meinen Gefrierschrank, wo ich immer ein paar Portionen Sauce eingefroren habe.
Demnach musste ich nur die vegetarische Bolognese aufwärmen und Nudeln (und Zucchini Spaghetti für mich) kochen. Sollte ja nicht so schwer sein. Würde sogar mein Mann hinbekommen.
Das ganze stellte sich aber als fast unmögliche Aufgabe heraus. Gefühlte Stunden später hatte ich auf dem Barhocker halb sitzend, halb vor Schmerzen umkommend, es geschafft und alle saßen mit einer warmen und gesunden Mahlzeit am Tisch.
Ich für meinen Teil wäre ja gar nie mehr aufgestanden, sondern hätte den Rest des Tages im Stuhl, mit einer Kanne Tee vor mir, verbracht.

Ich frage mich erneut, was der Herr Murphy für ein Problem hat??? Warum nur passiert sowas immer in den Ferien??? Gut, es wäre jetzt auch kein Spaß gewesen, die Kinder vom Kindergarten abzuholen. Aber so war das auch kein Zustand, der mich Jubeln ließ.
Es half ja alles nichts. Auch wenn ich pausenlos „Ich schaff das nicht“ wie ein Mantra vor mich hinsang, so war doch keiner da, den das überhaupt interessiert hätte.
Also Schmerzmittel einwerfen, Wärmekissen in die Mikrowelle und dann irgendwie versuchen den 13 kg schweren Sohn aus dem Hochstuhl zu bekommen. Ja, so etwas kann 30 Minuten dauern….
Keine Ahnung, wie ich ihn die Treppe hochbekommen (er hielt, so müde wie er war, nichts vom Laufen) und ins Bett gehievt hatte. Mir schien das der Besteigung des Mount Everest gleich.

Draußen schien das super Sommerwetter und was machten meine zwei großen Söhne? Mit Mama auf dem Sofa liegen und Fern gucken.
Die Regel, dass nur einmal die Woche ferngesehen wird, war somit außer Kraft gesetzt. Manchmal muss eine Regel auch eine Ausnahme haben.
Anders ließ sich der Nachmittag nicht überleben. Wenigstens eine halbe Stunde wollte ich einfach nur daliegen und die Augen schließen. Nur eine halbe Stunde. Na gut, ich lies mich schlussendlich zu zwei Folgen Zoogeschichten überreden und konnte so 45 Minuten dösen. Welche Wohltat.

Diverse Schmerztabletten weiter hatte ich tatsächlich den Tag hinter mich gebracht.

Am nächsten Tag war es nur geringfügig besser.
Immerhin konnte ich mit einer Tablette alle zwei Stunden den Haushalt halbwegs bewältigen und die Kinder versorgen.
Und sogar das Sommerwetter konnten wir ein wenig nutzen, da ich mich nach dem Mittagessen (ein hoch auf eine weitere Nudelsauce im Gefrierschrank) mit der neu eingetroffenen Eltern Zeitschrift und viel Tee (und Schmerzmittel, versteht sich) in der Lounge niedergelassen habe während die drei Brüder im Garten spielten.
Irgendwie, ja irgendwie werde ich die Tage, bis es mir wieder gut geht schaffen.
Denn was hat man als Mama für eine Wahl? Die Kleinen wollen versorgt werden und alles muss irgendwie laufen.
Man entwickelt ungeahnte Kräfte, wenn es darum geht, dass es den Kindern gut geht.
Und wenn tinyBro weint und er sich nur beruhigen lässt, wenn er bei Mama auf dem Arm ist – nun, dann beiß ich die Zähne zusammen und nehme ihn kurz auf den Arm.
Nach einer kurzen Schmuseeinheit geht es ihm besser – und mir auch.
Mein Rücken darf sich dann danach erholen.

Wer sagt denn, dass man Weihnachts Stempel nicht für Geburtstage verwenden darf? {Karte zum Runden Geburtstag}

Vor ein paar Wochen kamen meine Weihnachtsstempel und -papiere von Stampin Up! an.
Auch wenn ich Weihnachten dieses Jahr kaum erwarten kann und bereits nach den ersten Geschenken für die Jungs Ausschau halte (ich gehe immer ab Ende August auf Schnäppchenjagd, zumal ja auch noch zwei Geburtstage im Winter anstehen), konnte ich mich noch nicht dazu bewegen, irgendetwas weihnachtliches zu basteln.

Meine Stempelupline hat letzte Woche ihren 30 +++ Geburtstag gefeiert und da ich unbedingt die neuen Stempelsets ausprobieren wollte, habe ich diese einfach für die Geburtstagskarte benutzt. Warum auch nicht? Ich finde, die Stempel machen sich ganz hervorragend auf der Karte.

Auch die wunderschönen Pailletten aus dem neuen Herbst-/Winterkatalog fanden ihren Platz.
Die Farbkombination Himmelblau – Ockerbraun – Melonensorbet gefällt mir richtig gut.
Die „40“ und „lass es krachen“ sind natürlich nicht aus dem Weihnachtsstempelset, sondern aus „So viele Jahre“ und „Geburtstagsbanner“.

Nun heißt es für mich aber, den Winter Workshop am 03.09. vorzubereiten, was da heißt: Weihnachtskarten basteln.
Also werde ich mich nun mit dem Gedanken anfreunden, in Weihnachtsstimmung zu verfallen.
Aber da wir in den nächsten Wochen wahrscheinlich das erste Weihnachtsgebäck im Supermarkt sehen werde, wird mir das nicht allzu scher fallen.

Unser Wochenende in Bildern {von Affen und Rittern}

Das zweite Ferienwochenende liegt hinter uns.
In den Kindergartenferien machen wir gerne besondere Sachen. So gibt es viele Fahrradtouren zur Eisdiele, Ausflüge oder wir verbringen einen Faulenzertag mit Planschbecken im Garten.

Wie unsinnig jedoch irgendwelche Pläne sind, haben wir letzte Woche erneut gemerkt.
Auf großen Wunsch der beiden großen Brüder, wollten wir 3 Tage nach Nürnberg in den Playmobil Funpark. Ferienwohnung war gebucht, Vorfreude war groß.
Dann wurden nacheinander aber alle krank. Montag, als es mir wirklich mies ging und ich froh war, den Tag allein mit den drei Jungs (halbwegs) überlebt zu haben, habe ich entschlossen, die Ferienwohnung zu canceln und das ganze Vorhaben um 2 Wochen zu verschieben.
Am Ende hat sich gezeigt, dass die Entscheidung genau richtig war, da es tinyBro auch am Mittwoch noch nicht gut ging.

Freitag hatte Herr Kuchenduft trotzdem Urlaub und wir haben uns – trotz schlechter Wettermeldungen – dazu entschlossen, in den Heidelberger Tierpark zu gehen.

Als wir angekommen sind war es noch sehr leer. Kein Wunder. Es war zudem auch noch sehr nass und kalt.
LittleBro ist großer Affenfan und so war es kein Problem die erste regnerische Zeit im Affenhaus zu verbringen.

Uns Picknick drohte dann ins Wasser zu fallen.
In der Nähe der Affen haben wir aber einen trockenen Platz gefunden und mein eingepacktes Essen genossen.
Es gab selbst gebackenen Dinkelvollkorn Rosinenbrötchen, Möhren-Frucht-Salat, Kartoffelsalat und Rohkost zum mümmeln.

Nach unserem Mittagessen hatte sich der Regen verzogen.
Es wurde wärmer und wir hatten noch einen wunderbaren Tag im Zoo.

Die Jungs waren sehr angetan von den Elefanten.
„Guck mal Mama, Benjamin!!!“

Im Streichelzoo wurden die Ziegen noch schnell verwöhnt…

…bevor es mit sehr müden Kindern nach Hause ging.

Samstag war ich – wie so oft – viel in der Küche.
Die Jungs kamen ab und an dazu und haben beim Erbsen puhlen geholfen.
Ansonsten waren wir den ganzen Tag im Garten.
Erst haben die Männer Rasen gemäht, dann gab es Mittagessen draußen und dann wurde das Planschbecken aufgebaut.
Ein richtig schöner, ruhiger (wie ruhig es eben mit drei Jungs sein kann) Tag.

Zu Mittag gab es Waffel-Kartoffeln, frische Erbsen und Möhren,
Ratatouille Pie mit Ricotta in Filoteig und frischen Eistee.
Sohn Nummer eins hat zwei Blättchen Filo abgebrochen und gemampft und die anderen beiden nur Kartoffeln.
Ich dagegen fand es ultra lecker und war froh um die Reste vom Pie, der kalt noch wunderbar schmeckt.

Der Nachtisch wurde aber verputzt.
Hat wohl keiner gemerkt, dass im Cashew-Bananen Eis noch Spinat war *hehehe*

Sonntag war ebenfalls ein Sommersonnentag.
Vormittags habe ich Mohn-Dinkel-Buchweizenschnecken mit Johannisbeeren – aus dem eigenen Garten – als Picknick gebacken
(Rezept kommt noch).

Zu Mittag gab es sehr leckere Fleischbällchen in Apfelsauce mit herzhaften Pancakes und Salat.
Fleischbällchen werden hier in jeder Form gegessen und keiner weiß, dass ein Teil des Fleischs durch Bohnen ersetzt wurde.

Danach wurde alles zusammen gepackt und auf ging es zum
Mittelalterspektakel in Angelbachtal.

Als erstes wurde der Eis Stand entdeckt. Bei dem heißen Wetter musste was kühles für die Jungs natürlich sein.

TinyBro war sehr müde und anfangs nicht gut zu sprechen.

Eine halbe Stunde nach der Ankunft habe ich die schlimmsten 15 Minuten meines Lebens verbracht.
Mein Mann war mit tinyBro im Bollerwagen voraus und ich mit den zwei Jungs hinterher. Ich sage zu littleBro noch, er solle kommen, drehe mich um dieses Bild zu machen…

…drehe mich wieder um – und weg war er.
BigBro wusste auch nicht, wo er ist.
Er war weg!!!
Ich habe mit den Augen die Menschenmenge abgesucht, ihn gerufen – nichts.
Mein Puls ging schlagartig hoch und ich bekam bereits Schweißausbrüche. Mein Mann kam dazu und versuchte mich zu beruhigen.
Er gab mir tinyBro und machte sich auf die Suche.
ich konnte nicht wirklich weg. Hatte bigBro und den Bollerwagen neben mir und tinyBro auf dem Arm.
Ich suchte panisch umher und merkte, wie ich dabei war eine Panikattacke zu bekommen.
Tränen flossen und ich habe schon die Schlagzeilen vom nächsten Tag gesehn „Junge beim Mittelalterspektakel verschwunden“.
Habe mich schon die Leiche identifizieren gesehn.
Ich habe mir wirklich das allerschlimmste ausgemalt und fing an zu hyperventilieren.
Eine liebe Dame kam zu mir um mich zu beruhigen und Sanitäter zu rifen um tinyBro auszurufen.
Und dann war er wieder da!!!
Saß bei einem Sanitäter auf dem Schoß. Er stand wohl in der Gegend rum und hat geweint.
Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich ich in diesem Moment war.
Danach habe ich ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen.

Auf den Schock ging es erstmal die Schnecken essen und Rittertrunk trinken.

Nach der Stärkung durften sich die beiden großen Ritter neue Schwerter aussuchen.
Ich war so glücklich, dass littleBro wieder da war, dass ich ihnen alles (naja, fast alles) gekauft hätte.

Gut ausgerüstet ließen sich auch die Ritterspiele gut verfolgen.

BigBro wollte unbedingt eine Scheide für sein Schwert.
Die kreative Mama hat den Sling von tinyBro mal eben in einen Ritterumhang umfunktioniert.

Als Abschluss gab es am Abend noch lustige Kartoffelspieße (worum es ganz schön Streit gab, schließlich hatten alle Hunger vom vielen Ritter spielen und Zuschauen) und ein richtig tolles Rittertunier.

TinyBro war nun wirklich sehr, sehr müde und da half nur noch der Sling.

Spät zu Hause ging es gleich ins Bett, wo von Rittern und Drachen geträumt wurde.

Habt ihr das Sommerwochenende genossen?
Mehr „Wochenende in Bildern“ gibt’s bei Geborgen Wachsen.

Käsestangen für alle {leckeres Hefegebäck perfekt für’s Picknick und die Lunchbox}

Egal ob zum Kindergartenfest, Picknick, Geburtstagsfeier oder Ausflug – ich backe fast immer Pizzaschnecken. Unsere sind aber auch einfach der Hammer – super saftig, so viel Geschmack. Sensationell.
Aber selbst die werden irgendwann mal langweilig. Etwas Neues musste einfach her.
Da ich aber auf jeden Fall irgendetwas mit Hefeteig, etwas Herzhaftes und leicht zu Transportieren und Essen haben wollte, zudem Kleinigkeiten, die ich gut einfrieren kann, war der Ideenreichtum schnell erschöpft.

So wurde ein herzafter Hefeteig gewickelt und nicht gerollt, wie bei den Schnecken.
Als Füllung habe ich auf Käse und Kräuter gesetzt. Voila: Käsestangen. Super fluffig und saftig. Schnell gemacht. Super lecker und die Jungs sind schwer begeistert.
Für die drei mache ich keine Chili rein. Ich verteile immer auf eine Hälfte des Teigs Chili und auf eine keine. Dann wird gewickelt und gebacken und danach muss ich aufpassen, die Stangen nicht zu mischen. Es kam schon öfter vor, dass die Jungs eine mit Chili gefuttert haben.
Dann wurde sich aber lauthals beschwert, dass es „scharf am Mund“ sei. Wegnehmen durfte ich die Stangen aber auch wieder nicht.
Da hilft nur alles Rote rauszupuhlen und weiter mampfen.

Bei dem Rezept kommt einiges zusammen. Es werden so 30 Stangen und falls man keine Fußballmannschaft eingeladen hat, gehen die niemals alle weg.
Aber ich mache trotzdem immer die ganze Portion, denn sie lassen sich so gut einfrieren. Nach dem Abkühlen packe ich sie in Gefrierbeutel und ab damit in die Kältekammer. Bei Bedarf hole ich dann die gewünschte Anzahl raus und lasse sie so 1-2 h auftauen. Oder ganz schnell in der Mikrowelle oder Backofen. Dann schmecken sie wirklich wie frisch gebacken.
Es ist wirklich äußerst praktisch immer ein paar Stangen im Gefrierschrank zu haben.
So steht spontanen Ausflügen nichts im Wege und falls ich mal vergessen habe Brot zu backen oder zu kaufen hat man noch ein Ass im Ärmel.
Das Rezept lässt sich aber auch easy halbieren um nur eine kleine Portion zu backen.

So oder so. Die Stangen sind der Renner auf jedem Fest und Ausflug und sind sehr beliebt in der Lunchbox der Jungs.
Wenn es sie zum Abendbrot gibt, gibt es regelrechte Kämpfe, wer die meisten bekommt.

Käsestangen
für ca. 30 Stück

30 g frische Hefe
2 EL Zucker
610 mL Wasser
800 g Dinkelmehl Typ 1050
200 g Dinkelvollkornmehl
2 EL Meersalz
150 g Parmesan
150 g Gruyère, Appenzeller oder Cheddar
1 Bund Rosmarin
1 Bio Zitrone
optional: 1 rote Chili
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Hefe in eine Schüssel bröseln und mit dem Zucker verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Mit Wasser auffüllen und gut verrühren. 5 Minuten ruhen lassen.
Mehle mit Salz mischen.
Hefemischung zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig verkneten.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Kugel formen, in eine Schüssel geben und mit Frischhaltefolie abdecken.
Hefeteig 30 Minuten gehen lassen.
In dieser Zeit die Füllung zubereiten.
Käse grob reiben.
Die Schale der Zitrone fein abreiben.
Rosmarin hacken, Chili entkernen und ebenfalls fein hacken. Beides mit der Zitronenschale mischen.
Teig zu einem langen Teppich ausrollen.
Käse darauf verteilen, mit Rosmaringemisch bestreuen und mit Pfeffer würzen.
Teig längs halbieren und dann in etwa 7 cm breite Streifen schneiden.
Jeden Streifen aufdrehen und auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche verteilen.
Mit einem Tuch bedeckt weitere 15 Minuten gehen lassen.
Bei 180°C etwa 15 Minuten goldgelb backen.

gesunde Rasselbande {gesünder Leben leicht gemacht}

Eigentlich lebe ich schon immer recht gesund. Ich kann mich kaum daran erinnern, nicht täglich Unmengen an Gemüse und Obst gegessen und auf meine Ernährung geachtet zu haben.
Klar, als Jugendliche habe ich Süßigkeiten und Pommes gefuttert – und das nicht zu knapp. War daher auch nie ein Strich in der Landschaft. Eher ein Balken.
Seit so sechs, sieben Jahren hat sich mein Ernährungsstil aber nochmal geändert. Ich habe noch mehr auf frische Zutaten, weniger Fett und Zucker und viel Gemüse und Obst geachtet. Ich fing an so gut wie alles selbst zu kochen und zu backen, auf Vollkornpordukt umzustellen und weniger zu Naschen.
Sport gehört, seitdem ich ein Kleinkind bin, eh zu meinem Leben dazu und ohne würde es gar niemals nie gehen. So habe ich selbst in den Schwangerschaften bis zum Entbindungstermin noch mehrmals wöchentlich Sport getrieben – wenn auch seeehr langsam zum Ende hin.

Dennoch geht es immer noch eine Ecke gesünder.
Anfang des Jahres habe ich angefangen mich mehr mit gesunder Ernährung und Lebensstil zu beschäftigen.
Ausschlaggebend waren dafür meine restlichen Schwangerschaftskilos, die ich, obwohl die Geburt bereits über ein Jahr zurück lag, nicht los wurde.
Mein Lieblingskleid hängt seit Jahren im Schrank und wartet darauf, dass ich mal weder Schwanger bin noch Schwangerschaftskilos auf den Rippen habe. Denn die letzten Jahre war ich entweder Schwanger oder habe gestillt und immer wenn ich gerade wieder annähernd mein Gewicht zurück hatte, war ich auch schon wieder schwanger.

Aber in diesem Artikel soll es nicht primär um das Abnehmen gehen (mehr dazu in dem nächsten gesunde Rasselbande Beitrag), sondern um gesunde und ausgewogene Ernährung und Lebensweise. Wobei natürlich beides sehr eng zusammenhängt.

Mittlerweile profitieren wirklich alle in der Familie von unserer Ernährungsumstellung.
Die Jungs essen natürlich weiterhin was sie gern mögen und ihre 4-5 Mahlzeiten am Tag und es gibt bei ihnen auch keine Verzichte auf irgendetwas. Fett- und Zuckerarm haben wir eh schon immer gegessen. Und Gemüse und Obst gibt es (theoretisch) auch zu jeder Mahlzeit reichlich. Ob das nun gegessen wird, steht auf einem anderen Blatt…

Mein Mann hat gleich mal ein paar Kilos abgenommen. Ganz ohne Sport – nur durch ein paar Tricks in der Ernährung.
Ich war deshalb ein wenig sauer. Schließlich mühe ich mich jeden Tag 30-50 Minuten mit Sport ab und habe langsamer meiner Kilos verloren als er ganz ohne einen Tropfen Schweiß!
Aber so war das schon immer bei uns. Ich muss Wochenlang schwitzen, während er einfach eine Woche keine Schokolade isst und schon hat er 2 kg weniger auf der Waage. Manchmal ist das Leben ganz schön ungerecht…

Es ist gar nicht so schwer sich ein wenig gesünder zu ernähren.
Wenn man nach und nach ein paar neue Ideen in den Alltag einbaut und 4 oder 5 Tage die Woche gesund lebt, ist das schon ein großer Schritt zu einem gesünderen Leben.

Ein paar Tipps, wie man schnell und einfach gesünder Leben kann und wie wir unsere Ernährung umgestellt haben:

  • Alle Nudelprodukte durch (Dinkel) Vollkornprodukte austauschen (haben wir bereits vor Jahren gemacht). Die gibt es mittlerweile in allen Variationen in nahezu jedem Supermarkt. Für ein paar Sorten muss man in den Bioladen oder im Netz bestellen. Aber die gängigen Sorten bekommt an fast überall und ich merke überhaupt keinen Unterschied mehr. Die Jungs kennen keine anderen Nudeln. Seit ihrer ersten Nudel landen nur Vollkornnudeln auf dem Teller (und auf den Boden). Natürlich gibt es hier und da auch mal Ausnahmen; so habe ich bisher noch keine Macaroni in der Vollkornvariante gefunden – und die brauchen wir unbedingt für unsere leckeren Süßkartoffel Mac’n Cheese.
  • Reis durch Naturreis ersetzen. Es gibt sowohl den normalen Langkornreis, als auch Bastmatireis in der Naturreis Form.
  • Weizenmehl komplett streichen und durch Dinkelmehl, Typ 630, ersetzen. Zudem verwenden wir viel Buchweizen(vollkorn)mehl, Reismehl, Roggenmehl und Vollkornmehl. Ich mische eigentlich bei fast allen Rezepten mindesten 10-20% Vollkornmehl unter. Weizenmehl habe ich seit Jahren nicht mehr gekauft.
  • Die Zuckermenge bei den Rezepten um mindestens 30% reduzieren. Schmeckt immer noch süß genug! Und am besten auf Rohrohrzucker und Kokosblütenzucker umsteigen. Der liefert immerhin noch ein paar Nährstoffe.
    Oder gleich ganz ersetzen durch Honig, Ahornsirup, Xucker und Trückenfrüchten wie Datteln. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Paket Zucker gekauft habe. Bei uns hält 1 kg Ewigkeiten weil wir fast immer auf natürliche Zuckerersatzstoffe zurück greifen.
    Selbstverständlich gibt es bei uns noch Kuchen und Gebäck mit richtigem Zucker. Aber bei weitem weniger als sonst und dann auch ganz bewusst, wenn Besuch kommt oder ein Geburtstag ansteht. Für uns fünf backe ich zu 80% ohne Industriezucker.
  • Komplexe Kohlenhydrate in die Ernährung einbauen und sich einen Vorrat anlegen um sie immer Griffbereit zu haben.
    Wir haben uns mit einer richtigen Sammlung an Hülsenfrüchten und Getreiden in der Vorratskammer eingedeckt.
    Rote Linsen, Puy Linsen, Kichererbsen, Quinoa, Couscous, Dinkel, Bulgur, und und und
    Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl wo und wie man komplexe Kohlenhydrate einsetzt und was man alles leckeres damit kochen kann.
    So schmeiß ich hier und da man ein paar Linsen mit rein, mische abends einen Hummus zusammen, koche Dinkel anstatt Reis (schmeckt mir viel, viel, viiiiel besser) und könnte in meinem Quinoa Tabuleh baden gehen, so leckerschmecker ist der.
  • Nüsse machen viele Gerichte geschmackvoller, sie verleihen Salaten Crunch, runden Currys ab. Wir haben immer 5-6 Sorten (schon geröstet) in Dosen verpackt da, sowie diverse Nussmuse und auch Tahin (Mus aus Sesam).
  • Wertvolle, gute Öle und guten (!) Essig kaufen. Olivenöl, Albaöl, Leinsamenöl, Kokosöl und dazu Rotweinessig und guter Apfelessig und man ist schon mal gut aufgestellt für leckere und gesunde Salatdressings und Gerichte.
    Butter haben wir zwar noch im Kühlschrank, verwenden sie aber nur noch selten.
  • Gewürze und Kräuter sind da A und O von gesunder und leckere Ernährung. Mit kleinen Mengen eindecken und ausprobieren und testen.
    Toll ist, wenn man neben normalen Meersalz für den normalen Bedarf (also zB Nudeln kochen) eine sehr gute Sorte zum abschmecken hat und dazu noch einen guter schwarzen Pfeffer.
    Mit unserem Garten ist es ein leichtes ein jedes Gericht mit frischen Kräutern zu verfeinern. Aber auch auf der Fensterbank fühlen sie sich wohl oder man kauft frische Kräuter im Supermarkt oder hat ein paar Gefrorene im Tiefkühlschrank.
  • Zu jedem Essen Gemüse essen. Auch zum Frühstück tut hier mal eine Gurke und da eine Tomate nicht weh.
    Wenn wir mal ein Gericht ohne oder mit wenig Gemüse haben, gibt es dazu einen Blatt- oder Tomatensalat.
  • Nach dem Essen ein Stück Obst statt Dessert essen. Gerade im Sommer schmecken frische Beeren doch viel besser als Schokolade.
    Jedoch nicht übertreiben, denn Obst ist reich an Fruchtzucker. Am besten im Netz informieren, welche Sorten besonders viel davon haben (Weintrauben zum Beispiel).
  • Die empfohlenen 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag haben wir erweitert durch 5 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. Das ist eine gute Menge um wirklich alle Nährstoffe zu erhalten.
  • Viel trinken! Und zwar ausschließlich Wasser und ungesüßten Tee. Die Kinder bekommen morgens eine Saftschorle (Verhältnis 4:1) und den restlichen Tag Wasser. Ich trinke nur Wasser und Tee. Am Wochenende gibts zum Frühstück auch mal einen Milchkaffee. Aber Saft oder Softdrinks gibt es gar nicht und Alkohol zur Zeit eh nicht (ich stille ja noch). Ab und an mal ein alkoholfreies Bierchen ist natürlich okay. Aber sowas hebe ich mir fürs Wochenende auf. Bei uns ist beispielsweise Tradition, dass die Jungs zum Grillen und Picknicken eine Bionade oder Fassbrause trinken dürfen. Das macht es dann auch zu etwas ganz Besonderen.
    Wasser schmeckt besonders gut, wenn man eine Scheibe ungewachste Zitrone und einen Zweig Minze mit reingibt.
  • Keine (!!!) Süßigkeiten kaufen. Ist jetzt nicht der Geheimtipp des Jahres. Aber so ist es. Was nicht da ist, kann nicht gegessen werden.
    Ab und an kaufen wir für die Jungs mal eine Tüte Gummibärchen – die hält dann aber auch 3 Wochen. Ich nasche davon aber nichts. Auch bekommt Herr Kuchenduft ab und an mal Schokolade. Ich verspüre gar keine Lust mehr darauf. Die erste Zeit ganz ohne Süßkram war nicht leicht. Aber jetzt geht es wunderbar ohne – und außerdem kann man selbst sehr leckere, gesunde Nascherein zubereiten.
  • Eigenes Gebäck backen. Viel gesünder als gekaufte Kekse und Kuchen sind selbst gebackene. Man hat Kontrolle über den Zuckergehalt und die einzelnen Zutaten. Wir haben uns einen reichlichen Schatz an zuckerfreien Rezepten für viele leckere Nascherein angelegt. Und auch unser gesundes Eis ist immer eine Sünde wert.
  • Keine Frühstückscerialien kaufen (haben wir eigentlich nie gemacht). Viel zuviel Zucker und leere Kohlenhydrate. Lieber Vollkornflakes, Haferflocken oder selbst gemischtes Müsli (oder Müsli ohne Zuckerzusatz) zum Frühstück essen.
  • Milchprodukte reduzieren und mal gegen andere Produkte (wie Nussmilch) austauschen. Das tut auch der Umwelt gut.
  • Wenn man kein Vegetarier ist, reichen 2-3 Portionen Fleisch und 1-2 Portionen Fisch die Woche völlig aus. Das ist gut für den Körper und die Umwelt. Dabei auf Fleisch aus artgerechter Haltung achten. Auch bei Eiern Bioqualität kaufen.
  • Für Unterwegs gesunde Snacks wie Obst, Gemüse und Vollkornbackwaren einpacken. So kommt man beim Pommesstand nicht so leicht in Versuchung.
  • Dem Körper Zeit geben für die Verdauung. Wenn er ständig mit Nahrung versorgt wird, hat er nie Pause. Zwischen den Mahlzeiten also lieber ein paar Stunden Pausen einbauen (besonders, wenn man auch Gewicht verlieren möchte).
  • Sport und Bewegung in den Alltag mit einbauen. Tipps, wie das – auch mit Kindern – geht, gebe ich im nächsten gesunde Rasselbande Beitrag.
    Minestens 2-3 Mal die Woche für 30 Minuten Sport zu treiben sollte hier das Ziel sein. Und sei es mit dem Rad zur Arbeit oder eine Joggingrunde am Wochenende. Wer gar keinen Sport mag, der geht halt flott spazieren. Hauptsache man bewegt sich.
  • Obst und Gemüse wenigstens ab und an auf dem Wochenmarkt kaufen oder sich eine Gemüsekiste nach Hause liefern lassen. So unterstützt man die regionalen Bauern.
  • !!! Einfach mal ein oder zwei Augen zudrücken und das essen, auf was man gerade Hunger hat. Und kein schlechtes Gewissen dabei haben!!!

Wir fühlen uns wohl mit unserer neuen Ernährung. Sogar die Jungs haben sich irgendwie daran gewöhnt. Oder besser sie haben es gar nicht gemerkt. Denn Nascherein gibt es weiterhin – nur gesündere und das merken sie nicht einmal.
Es ist ein wenig aufwändiger, das gebe ich zu. Aber die paar Minuten, die ich abends länger in der Küche stehe, nehme ich gerne in Kauf und am Wochenende kann man gesunde Kuchen, Muffins und Kekse gemeinsam backen und einfrieren. So hat man schnell gesunde Leckerein zur Hand.
Nach über einem halben Jahr nach der Umstellung hat sich alles gut eingependelt. Man gewöhnt sich einfach daran und es macht auch sehr viel Spaß, neue Gerichte zu entwickeln und zu experimentieren.

Und unsere Reise zu einem gesünderen Leben ist noch nicht zu Ende. Ich freue mich auf alles was noch kommt!

Unser Wochenende in Bildern {Ferienstart}

Ich sitze krank vor dem PC während die, auch angeschlagenen, Jungs zwei Folgen Benjamin Blümchen gucken und dachte mir, es wär mal wieder Zeit für „unser Wochenende in Bildern“.
Freitag war der letzte Kindergartentag und die 3 Wochen Ferien gingen los. Erholung für die Jungs – nicht ganz so viel Erholung für meine Wenigkeit.

Wie versprochen ging es zum Startschuss in die Ferienzeit ein Eis essen.
Wir haben uns abends im Einkaufszentrum mit Herrn Kuchenduft getroffen.
Das war ein großer Spaß für die Jungs. Es gibt da nämlich Rolltreppen. Mensch, haben die sich gefreut.
Zuerst bin ich mit den Jungs noch in die Buchhandlung und jeder durfte sich ein Buch aussuchen.


Die Wartezeit, bis der Papa kam, haben sich die Jungs auf dem Spielplatz vertrieben.

Mein großer Sohn ist auch schon voll im Fotomodus.
Dass ich immer Bilder mache, merkt man daran, dass er mich immer mal auffordert doch ein Bild zu machen.
Wie auch hier: „Mama, guck mal, wie süß. Mach ein Foto von uns“.

Als mein Mann dann endlich aufgetaucht ist, ging es endlich zum versprochenen Eis.

Für tinyBro gab es Heidelbeeren und viele Kuscheleinheiten.

Wo wir schon mal da waren, habe ich gleich noch ein paar Besorgungen gemacht und beim Sale mein Schnäppchen des Jahres gemacht.
Das Flamingo Shirt war von 25 auf 4€ reduziert. Konnte ich dann einfach nicht dran vorbeigehn, zumal ich auch kein Eis hatte und quasi mein Geld dann übrig hatte (so meine Logik).

Samstag gab es wieder mal Hähnchen-Fajitas mit Auberginen und Paprika bei uns.
Dazu gibt es immer frische Dinkelvollkorn-Fladenbrote. Die sind so unglaublich lecker.
Ich habe also den Vormittag in der Küche verbracht, während die Männer im Garten waren.

Letzte Woche kamen meine neuen Stampin Up Stempel für Weihnachten (ja, Weihnachten!) an.
Ich musste dann gleich die Zeit nutzen, um diese am Wochenende auszuprobieren.
Mehr als eine Karte habe ich aber nicht geschafft, da wir dann auch schon in den Wildpark gegangen sind.

Von Sonntag gibt es kaum Bilder.
Warum? Weil ich gestern krank geworden bin.
Die Jungs haben Ende letzter Woche schon gehustet. Mich hat es dann also gestern erwischt.
Morgens ging es mir noch gut. Ich habe ein neues Kettlebell Training ausprobiert und Lasagne gekocht.
Aber nach dem Mittag ging es Bergab.

TinyBro hat mein selbstgemachtes Matcha Eis sehr genossen.

BigBro war am Nachmittag auf einen Kindergeburtstag und mein Mann ist mit den beiden anderen Spazieren gegangen.
Da konnte ich in Ruhe ein paar Sachen am PC erledigen und reichlich Tee trinken.
Für die hungrige Meute habe ich abends einen großen Pott
Polenta-Kokos-Porridge mit Himbeeren und Akazienhonig gekocht.
Auch bigBro hat eine Schüssel verdrückt. Auf Kindergeburtstagen isst er selten etwas – schmeckt ihm wohl alles nicht (kleine Anmerkung: es gab Fischstäbchen und Pommes – hatte ich erwähnt, dass er etwas schwierig mit dem Essen ist???)

Für uns habe ich abends dann noch einen Superfood Salat mit Quinoa, Puy Linsen, Kichererbsen, Fenchel, rote Beete, Avocado und Hüttenkäse mit Brokkoli gekocht.
In der Hoffnung, dass er den Viren einen Popotritt verpasst. Ist aber leider nicht passiert.
Heute fühle ich mich deutlich schlechter.
Krank sein + Kindergartenferien ist eine GANZ schlechte Kombination!!!

Was habt ihr schönes am Wochenende gemacht?
Mehr „Wochenende in Bildern“ gibt’s bei Geborgen Wachsen.

bevor die Beerenzeit vorbei ist, gibt es nochmal eine Schüssel rote Grütze {mit vielen Beeren und Gewürzen}

Am Montag fangen für die Jungs die Kindergartenferien an.
Ich habe mir daher schon mal eine 1 L Flasche Baldrian besorgt. Ich freue mich jedes Jahr darauf, mit allen drein den Wocheneinkauf zu machen. Nicht.

Aber es wird auch wieder eine wunderbare in-den-Tag-hineinleb-Zeit. Ich lasse die Jungs morgens ausschlafen und in Ruhe Frühstücken. Sie dürfen den ganzen Vormittag in den Garten oder Hörspiel hören oder was ihnen sonst so einfällt.
Als Überraschung fahren wir noch zwei Tage in die Nähe von Nürnberg, in den Playmobil Fun Park. Das haben sie sich so gewünscht. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter mitspielt. Bei Regen ist es ja nicht ganz so lustig. Aber dann lohnt sich immerhin der Matschspielplatz.

Zu Hause im Garten naschen sie am liebsten von unseren Himbeerbüschen. Da gibt es immer Streit, wer denn die meisten und vor allem die größten abbekommt. TinyBro zieht dabei natürlich immer den Kürzeren.
Frische Beeren sind hier im Sommer einfach immer beliebt. Der schnellste, einfachste und leckerste Nachtisch der Welt ist eine Schüssel mit frischen Beeren. TinyBro ist von den drein der Weltmeister in Beeren naschen. Wenn er dürfte, würde er jeden Tag 2 kg essen – und sonst nichts.
Das zweitbeste, was man mit Beeren machen kann – also neben dem frisch Essen – ist rote Grütze. Die zwei kleinen Brüder lieben rote Grütze. Wenn ich eine Portion koche, ist die schneller weg, als man gucken kann.

Schleckermäuler können die würzige rote Grütze mit Joghurt oder – der absolute Hit – mit unserem griechischen Joghurt Eis genießen.
Ich esse sie am liebsten mit ein paar gehackten Pistazien bestreut. Wie könnte es auch anders sein? Ich schaffe es ja immer, irgendwo Pistazien rein zu schmuggeln.
Da Himbeeren bei uns immer pur gegessen werden und ich rote Grütze sowieso lieber ohne Himbeeren esse, enthält unsere Version keine.
Dafür sind jede Menge Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren und Kirschen drin.
Man kann natürlich ganz nach Lust und Laune und nach dem Angebot an Beeren variieren. Was halt gerade so da ist.
Anstatt Zucker verwenden wir seit Neuestem gerne Xucker. Das ist ein Zuckerersatz mit Xylit. Den bekommt man im DM oder im Internet.
Wer mag kann auch Kokosblütenzucker oder stink normalen Zucker verwenden oder man süßt mit Ahornsirup.

würzige rote Grütze

200 g schwarze Johannisbeeren, vorbereitet gewogen
125 g Heidelbeeren
125 g Brombeeren
250 g Erdbeeren, vorbereitet gewogen
250 Kirschen, vorbereitet gewogen
500 mL Traubensaft
1 Vanilleschote
1 Zimtstange
1 Sternanis
2 EL Stärke
50 g Xucker (Zuckerersatz mit Xylit, erhältlich in der Drogerie oder Internet)
oder Kokosblütenzucker

Heidelbeeren in eine Schüssel geben. Brombeeren, je nach Größe, eventuell halbieren und zugeben.
Johannisbeeren von den Stängeln knipsen und Kirschen entsteinen. Beides abwiegen und dazugeben.
Das Grün von den Erdbeeren entfernen, halbieren oder vierteln und zu den Beeren geben.
400 mL Saft mit Zimtstange und Sternanis in einen kleinen Topf geben.
Vanilleschote auskratzen und das Mark in den Saft rühren.
Saft mit Gewürzen aufkochen und bei kleiner Hitze sanft köcheln lassen.
Speisesträke mit 100 mL Saft verrühren und mit einem Schneebesen unter den Gewürzsaft rühren.
Einmal aufkochen lassen bis alles eindickt. Gewürze entfernen und Saft über die Beeren gießen.
Vorsichtig umrühren und abkühlen lassen.
Im Kühlschrank aufbewahren.

me and my 3 boys {den Haushalt einfach mal Haushalt sein lassen!…?}

Man bekommt als Eltern ja immer viele hilfreiche Tipps, wie man den Familienalltag einfacher und stressfreier gestalten kann.
Der Klassiker ist dabei „schlafen, wenn das Kind schläft“. Ja ne, is klar. Aber was tun, wenn Kind Nummer eins nichts von Schlafen hält und wenn dann nur im Tragetuch und Kind 2 zwar viel schläft, man aber noch Kind 1 zu versorgen hat. Von Kind 3 spreche ich erst gar nicht.

Eine weitere Weisheit, die ich immer öfter lese, ist, dass man den Haushalt einfach mal Haushalt sein lassen soll. Den Wäscheberg könnte man hinter dem Sofa verstecken und Krümel auf dem Boden machen es nur gemütlich.
Ich frage mich da, was dann mit der Wäsche und den Krümeln und dem ganzen restlichen Haushalt wohl passiert?
Kommen da nachts die Heinzelmännchen und kümmern sich um alles?
Vielleicht sollte ich abends mal die Terassentür auflassen und Kekse hinstellen, damit sie zahlreich zu uns kommen. Bisher hat es nämlich noch kein einziger Heinzelmann in unser Haus geschafft.

Natürlich würde ich auch lieber mit den Jungs spielen, lachen und toben, anstatt das Haus zu putzen.
Doch wie soll das funktionieren? Der Wäscheberg wird ja größer statt kleiner und Lebensmittel kommen auch nicht von Zauberhand ins Haus (wobei natürlich ein paar Supermärkte Lieferservice anbieten, aber ich finde das äußerst unpraktisch).
Wenn ich also den Haushalt liegen lasse und mal nicht so streng damit bin, wie oft geraten wird, habe ich das Problem doch nur verschoben.
Ich muss dann halt ein paar Tage später noch mehr Wäsche zusammenlegen, noch mehr putzen und nach drei Tagen Butterbrot möchte man doch auch mal wieder etwas warmes zu sich nehmen.

Wie lange soll ich denn den Zustand des „Haushalt einfach Haushalt sein lassen“ ausreizen? Haltet mich für spießig, aber ich mag saubere und ordentliche Wohnungen. Ich habe gerne frische Wäsche im Schrank und selbst gekochtes Essen auf dem Tisch.
Natürlich hat nicht jeder den Anspruch einer perfekt aufgeräumten Wohnung. Aber so oder so muss man doch putzen, einkaufen, waschen, kochen.

Mag auch sein, dass ich irgendwas übersehen habe und es doch eine Zauberformel gibt, wie man den Haushalt liegen lässt und das Haus trotzdem nicht im Chaos versinkt. Ich bin dankbar für jeden Tipp.
Bei uns funktioniert es – bisher – so nicht. Ich muss den Haushalt erledigen, ob ich nun Lust habe oder nicht. Denn zu einem gemütlichen Zuhause und einem funktionierenden Familienalltag gehört für uns ein sauberes Haus und ein gefüllter Kühlschrank mit dazu.
Wenn man alles einfach liegen lässt, frisst das am Ende doch nur noch mehr Zeit – also bei uns zu mindestens.
Es dauert einfach länger dies und jenes zu suchen, als es einfach und schnell an seinen Platz zurück zu legen. Probiert es aus. Ist wirklich wahr.
Das haben sogar die Jungs erkannt. Sie sind jetzt nicht wirklich begeistert vom Aufräumen, aber sie haben auch gelernt, dass es viel schöner ist, sein Spielzeug immer am gleichen Fleck abzulegen und es demnach auch immer zu finden. Und wenn mal etwas nicht da ist, wo es hingehört, gibt es auch gleich Gemotze…

Ich lebe gerne nach dem Motto „was Du heute kannst besorgen – das verschiebe nicht auf morgen“. Als Kind habe ich diesen Satz gehasst. Aber heute weiß ich, dass da was dran ist.
Wenn ich heute die Wäsche zusammen lege, brauche ich 15 Minuten. Mache ich es in einer Woche, ist es eine Stunde. Und darauf habe ich erst recht keine Lust. Und, wie gesagt, die Heinzelmännchen waren bisher noch nicht hier.
Also mache ich weiterhin den Haushalt, wenn es nötig ist. Ich habe feste Tage in der Woche für Putzen und Einkaufen. An die halte ich mich auch meistens. Für uns ist das der richtige Weg den Alltag zu meistern. So wissen alle, dass an diesen Tagen nicht viel Zeit zum Spielen ist (also die Jungs haben natürlich Zeit, nur ich nicht); dafür sind aber die restlichen Tage frei für allen möglichen Schabernack. Das ist für mich besser zu handhaben als jeden Tag hier und da mal etwas zu putzen. Natürlich wird trotzdem gestaubsaugt, wenn es dreckig ist und bei uns ist es die Regel, vor dem Abendessen aufzuräumen.

Es gibt sehr oft Tage, an denen ich sehr müde bin und mich kaum aufraffen kann den Haushalt zu erledigen. Oder mir fehlt abends die Kraft um noch die Wäsche zu machen. Aber ich mache es dann trotzdem weil ich weiß, dass es am nächsten Tag selten besser ist. Danach fühlt man sich befreit und hat nicht immer im Hinterkopf, dass da ja noch der Wäscheberg hinterm Sofa lauert.
Summa sumarum, kann ich nicht „den Haushalt Haushalt sein lassen“ um mehr Zeit für die Kinder zu haben. Denn die Zeit würde mir halt ein paar Tage später fehlen. Am Ende kommt es doch aufs gleiche raus. Es muss einfach gemacht werden.
Und Schlussendlich müssen die Kinder auch lernen, dass der Haushalt zum Leben dazu gehört. Am besten, man bezieht sie da gleich mit ein. Putzen mache ich wirklich am Liebsten allein, das gebe ich zu (wenn man mal von tinyBro absieht, der dabei zwischen meinen Beinen rumläuft und mit einem Lappen unkontrolliert hier und da wischt); aber Spülen, Kochen, Einkaufen und Wäsche waschen und zusammen legen klappt auch mit Kleinkindern gut und sie lernen gleich, Verantwortung zu übernehmen und dass zu Hause nicht alles wie von Geisterhand blitzt.

Ich freue mich demnach weiterhin an unserem (meist) sauberen und ordentlichen Zuhause und beiße dafür in den sauren Apfel und mache jede Woche den Haushalt.
Wenn ihr aber den sagenumwobenen Tipp habt, wie man es schafft, keinen Haushalt machen und sich trotzdem nicht den Weg ins Wohnzimmer mit einer Machete freischaufeln zu müssen, immer her damit! Ich wäre dafür sehr dankbar.

gesunde Rasselbande {Eis} Woche {Sonntag: Butterkekseis}

Der Abschluss der gesunde Rasselbande Eis Woche wird nicht ganz so gesund. Aber hey, wir haben Sonntag und da ist ein wenig mehr Naschen erlaubt.
Meine Jungs bekommen nur selten gekaufte Kekse. Manchmal wandert beim Einkaufen ein Päckchen Müslikekse von Alnatura im Einkaufswagen, oder Vollkornbutterkekse. Das sind so die mit die gesündesten Kekse, die man im Supermarkt eben kaufen kann.
Der Zucker- und Fettgehalt hält sich in Grenzen und durch den Vollkornanteil gibt es noch ein paar Ballaststoffe.
Selbstverständlich möchten die drei lieber die hellen Butterkekse knabbern – die haben sie schließlich schon im Kinderkarten oder bei Freunden kennen gelernt. Aber was nicht im Haus ist, kann auch nicht gegessen werden.
Nach dem Prinzip lässt sich auch das Naschen von mir und Herrn Kuchenduft umgehen. Okay, ich nasche sowieso nicht. Aber auch sonst kaufe ich einfach keine Süßigkeiten und dann kann man auch nichts naschen, wenn einem abends danach ist.
Ausnahmen bestätigen die Regel und so dürfen die Jungs sich, wenn sie mal alle mit Einkaufen gehen, auch mal etwas aussuchen, wo ich dann auch nichts gegen sage – egal was es ist. Aber dann wird es in Maßen genossen.
So sind von der Gummibärchentüte von zwei Wochen immer noch die Hälfte übrig (wovon Herr Kuchenduft bereits ein paar heimlich am Abend stibitzt hat).

Bei unserer liebsten Eisdiele in Mannheim gibt es ein geniales Butterkekseis. Das ist wahnsinnig lecker – glaube ich zu mindestens. Denn es ist bestimmt 2 Jahre her, dass ich eine Kugel davon geschleckt habe.
Meine gesündere Version kommt da natürlich nicht ganz ran. Aber es schmeckt trotzdem bombastisch.
Natürlich ist es wesentlich ungesünder als das anderen Eis der Woche. Aber auch hier hält sich der Fett- und Zuckergehalt in Grenzen und durch die guten Inhaltsstoffe, bekommt man gleich ein paar Vitamine und Nährstoffe geliefert.
Richtig gut schmeckt es mit gerösteten Haselnüssen bestreut. Ich habe vor kurzem meine Liebe zu Haselnüssen entdeckt und nun wandern sie überall drauf. Aber nur geröstet – erst dann entfalten sie ihr herrliches Aroma.
Die Vorratsdosen für Mandeln, Haselnüsse, Cashew und Walnüsse sind bei uns immer mit gerösteten Nüssen gefüllt. Ich veranstalte alle paar Monate regelrechte Röstorgien, wo ich alle Vorräte auffülle. So haben wir immer geröstete Nüsse im Haus und müssen nicht immer neu rösten, wenn wir hier und da mal ein wenig Crunch haben möchten.
Natürlich gibt man Babys und kleinen Kindern das Eis ohne die Haselnüsse. Die großen Jungs sind mittlerweile große Nussfans, aber lieber pur. Ihr Eis essen sie lieber ohne.

Auch wenn ich kein Freund des Veganhypes bin, sind – bis auf das griechische Joghurt- und dieses Butterkeks-Eis – all unsere Eiskreationen vegan.
Das ist allerdings nicht aus Überzeugung so, sondern weil die Nuss- und Getreidemilchalternativen einfach eine lecker Komponente im Eis sind. Und zudem liefern sie wertvolle Nährstoffe und Vitamine.
Trotzdem sind die Eiskreationen natürlich gut für Veganer und für Laktoseintolerante geeignet.
Wer mag kann die Nuss- und Getreidemilch und auch den Soja-Joghurt gegen Kuhmilchprodukte austauschen. Aber ich empfehle sehr, die Nussmilch Variation auszuprobieren.
Die verleiht dem Eis seinen besonders leckeren Geschmack. Ich habe Haselnussmilch ganz neu für uns entdeckt und es schmeckt einfach wunderbar im Müsli und Porridge.

Ich brauche wohl nicht zu sagen, dass das Butterkekseis das liebste der Jungs aus der Eiswoche ist. Dicht gefolgt vom Bananen-Cashew-Eis.
Allein schon der Name macht hier das Programm. Wer kann schon Butterkekseis widerstehen? Mit Keksstückchen drin?
Wer es jetzt richtig dekadent haben möchte, der ist in der Wahl der Kekse nicht beschränkt. Da fallen mir Oreokekse oder Schokoladenbutterkekse ein.
Dann kommen wir allerdings langsam abseits der gesundes Eis Wege. Aber wieso auch nicht?

Butterkekseis
für 8-10 Kugeln

11 Vollkornbutterkekse
100 g sehr reifes Bananenfleisch (ca. 1 große Banane)
40 g Mandelmus
2 TL natives Kokosöl
1 TL Vanilleextrakt
350 mL Haselnussmilch oder Dinkelmilch
100 g Soja-Joghurt
optional: 30 g Haselnüsse

Von den Butterkeksen 7 Stück mit dem Multizerkleinerer sehr fein mahlen. Oder in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz mahlen.
Bananenfleisch, Mandelmus, Vanille und Kokosöl mit dem Stabmixer glatt pürieren.
Haselnussmilch und Soja-Joghurt unterrühren.
Gemahlene Butterkekse ebenfalls dazugeben und verrühren.
Wenn möglich für eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
Masse in die Eismaschine füllen und zu einem festen Eis verarbeiten.
Restlichen 4 Butterkekse in kleine Stücke brechen und unter das Eis rühren.
Haselnüsse bei 180°C etwa 10 Minuten im Ofen rösten. Die Schale abreiben und die Nüsse grob hacken.
Eis portionieren und mit Haselnüssen bestreut servieren.
Eingefrorene Reste vor dem Servieren mindestens 30 Minuten antauen lassen und dann cremig rühren.
Ohne Eismaschine: Masse in einen Behälter füllen und 4 Stunden gefrieren lassen. Dabei alle 30 Minuten gut durchrühren.

Food Facts

*Mandeln
Mandeln enthalten jede Menge Vitamin E, Beta-Carotin und, wie alle Nüsse, B-Vitamine. Magnesium und Calcium liefern sie ebenso wie ungesättigte Fettsäuren, viele gesättigte Ballaststoffe und Eiweiß.
Da Vitamin B-1 die Nerven stärkt, sind Mandeln der perfekte Snack für Eltern mit Kleinkindern…

*Banane
Es ist wohl bekannt, dass Bananen viel Kalium und Magnesium liefern. Aber auch Vitamin C und E und lebenswichtige Aminosäuren.
Sie gibt Kraft und Energie und sorgen für gute Laune.
Zudem könnt Ihr mit Bananenschalen eure Rosen düngen…

*Kokosöl
Kokosöl gehört nicht ohne Grund zu den Superfoods. Es ist hitzebeständig und kann bedenkenlos zum Braten und Kochen verwendet werden. Es besteht zu 90 % aus gesättigten Fettsäuren, wobei die mittelkettigen Triglyceride den Großteil davon ausmachen. Die Laurinsäure, die eine ausgezeichnete Wirkung gegen Viren und Bakterien vorweist, liegt hierbei ganz vorne. Kokosöl erhöht das gute Cholesterin (HDL) und es kurbelt den Stoffwechel an und kann somit beim Abnehmen helfen.

Das war’s mit der Eiswoche. Ich hoffe, Ihr konntet bereits das ein oder andere Eis ausprobieren und ich würde mich über eure Kommentare freuen, wie es Euch geschmeckt hat.
Hier noch alle Eiskreationen der gesunde Rasselbande Eis Woche:

Montag: Schokoladen Eis
Dienstag: Bananen-Cashew-Eis
Mittwoch: Heidelbeer-Vanille-Eis
Donnerstag: Aprikosen griechischer Joghurt Eis
Freitag: Mango Kokoseis
Samstag: Pistazien-Avocado-Eis
Sonntag: Butterkekseis

 

Teller mit Regenwolke: Bloomingville
Schälchen: Tchibo