Panettone mal anders {saftige Leckerei zum Nikolaus}

Wie jedes Jahr waren dei Jungs wieder mächtig aufgeregt, als wir am Montagabend die Nikolausstrümpfe rausgelegt haben.
Dazu stellten die drei noch einen Teller mit Möhren und Spekulatius für den Nikolaus und seinen Esel.
Am Nikolausmorgen waren davon nur noch Krümel übrig – und die Strümpfe prall gefüllt mit kleinen Geschenken, Mandarinen und Nüssen.

Die strahlenden Kinderaugen sind so wunderbar. Und ich denke, das war leider das letzte Jahr mit diesem besonderen Zauber. Zumindestens für bigBro. Denn, wenn er nächstes Jahr in die Schule kommt, wird er wohl erfahren, dass der Nikolaus in Wirklichkeit die Mama ist. Ich muss nur veruchen, ihn davon zu überzeugen dieses Geheimnis für sich zu behalten. Die beiden Brüder sollen noch ein paar Jahre in ihrer Zauberwelt leben.

Die Adventszeit ist auch immer Zeit für Gebäck und Kuchen. Nachmittags genießen wir die Zeit und machen uns Chai Tee oder FeelGood Kakao und naschen dazu Plätzchen. Alle paar Tage backe ich mal gesunde Muffins, Kuchen, Stollen oder Panettone.
Bei Panettone ist es wie mit Bayern München. Entweder man liebt oder hasst ihn. Mein Mann liebt Bayern, aber hasst Panettone.
Das liegt aber eher am Zitronat und Orangeat als am Kuchen ansich. Aber damit muss er ja gar nicht gemacht werden. Wie wunderbar schmeckt Panettone mit Rosinen und Schokolade.
Da sowohl mein Mann als auch ich und die Jungs Mohn über alle lieben, entstand dieser sensationell leckere Mohn-Panettone. Saftig, luftig und so delikat. Mein Mann war ganz aus dem Häuschen. Ich habe ihn also doch noch zur Panettone-Liebe bekehrt.
Da ist es doch eine gute Sache, dass dieser Kuchen ganz ohne (Industrie)Zucker auskommt und wunderbar gesund daherkommt. Da darf es gerne noch ein zweites Stückchen sein.
Obwohl Hefegebäck normalerweise frisch am besten schmeckt, ist der Panettone am nächsten Tag noch viel besser. Er zieht dann richtig schön durch und wird super saftig. Wie er am dritten Tag schmeckt, kann ich leider nicht sagen. Solange hat er nicht überlebt. Aber in Alufolie gewickelt wird es sich mit Sicherheit ein paar Tage frisch halten – also falls dann nochwas übrig sein sollte (das wage ich zu bezweifeln).

Wer noch einen leckeren Kuchen für Weihnachten sucht, den man getrost ein paar Tage vorher backen kann um dem Weihnachtsstress zu entgehen, der wird hier fündig.

Mohn-Panettone
für eine 16 cm Panettoneform

125 mL Milch
21 g Hefe
60 g Butter
2 EL Honig
350 g Dinkelmehl 630
Salz
2 Eier

200 g gemahlener Mohn
300 mL Milch
3 EL Honig
2 EL Kokosöl
1 Ei
5 EL Amaretto oder Apfelsaft
60 g Pinienkerne

1 EL Kokosblütenzucker
1 EL Pinienkerne

Die Milch erwärmen und die Butter darin schmelzen.
Hefe und 1 EL Honig einrühren und 5 Minuten stehen lassen.
Mehl mit Salz in eine Schüssel geben.
2 Eier in die Hefemilch rühren und alles zum Mehl geben.
Zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt 1 Stunde gehen lassen.
Für die Füllung die Milch aufkochen, Mohn einrühren und 15 Minuten quellen lassen.
Honig, Kokosöl, Amaretto und Ei unterrühren.
Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl goldgelb rösten.
Eine 16er Panettoneform oder 24er Springform mit Backpapier auslegen.
Hefeteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem etwa 35×45 cm Rechteck ausrollen.
Mohnfüllung darauf verteilen und mit Pinienkernen bestreuen.
Teig aufrollen und in die Form geben.
1 EL Butter schmelzen, auf den Panettone streichen und mit Kokosblütenzucker bestreuen.
Abgedeckt für weitere 10 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 200°C vorheizen und Panettone für 40 Minuten backen.
Kuchen evtl. nach 30 Minuten abdecken.
Abkühlen lassen und mit Alufolie eingepackt einen Tag durchziehen lassen.

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oh du herrliche Kürbiszeit {dreierlei Kürbiscumble mit Äpfeln und Haselnüssen}

kuerbis

Nachdem der erste Geburtstag der Adventszeit um ist, habe ich wieder Zeit neue Kürbisrezepte zu bloggen, bevor am Dienstag die nächste Party steigt.
LittleBro ist bereits sehr aufgeregt. Zum einen weil der Nikolaus kommt und zum anderen weil er endlich seinen Vanille-Geburtstagskuchen bekommt (und auch das ein oder andere Geschenk).
Der ganze Dezember ist ein einziges Aufgeregtsein. Jeden Tag wird ein Türchen im Adventskalender geöffnet, wir machen nachmittags immer einen kleinen Adventskaffee mit Chai Tee und Gebäck, dann kommt Nikolaus und littleBros Geburtstag und dann endlich Heilig Abend und Weihnachten.
Neben Hörspiel CDs laufen hier den ganzen Tag Weihnachtslieder. Vormittag meine CDs und später die der Jungs. Wobei bigBro Gefallen an meinen Weihnachts CDs gefunden hat und diese öfter mal anmacht. Das freut mich, denn manchmal mag ich auch etwas anderes als Kinderlieder hören.

Im Herbst und Winter essen wir besonders gerne Crumble. Zum Nachtisch oder Kaffee schmeckt er so wunderbar lecker. Mit viel Zimt sorgt er für Weihnachtsstimmung und wärmt den Bauch und die Seele. Voll gepackt mit Früchten und Haferflocken ist er eine gesunde Alternative zu Kuchen und Muffins. Derzeit lieben wir die Birnen- und Apfelversion.
Warum nicht mal auch Gemüse unter den Streuseln verstecken?
Denn herzhafter Crumble schmeckt unglaublich lecker. Es lässt sich einfach jedes Gemüse verwenden. Brokkoli und Blumenkohl schmecken auch wunderbar. Und Möhren und Zucchini und Paprika…Rosenkohl ist auch yummy.
Ich mag ihn am liebsten – wie sollte es im Herbst anders sein – mit Kürbis. Und zwar mit ganz vielen Sorten gemischt. Ich verwende gerne Butternut, Hokkaido und Muskatkürbis. Aber man kann natürlich auch nur eine Sorte nehmen oder so mischen, wie man Lust hat. Total lecker und zum reinlegen.
Für mich reicht der Crumble pur mit einem großen grünen Salat (sensationell lecker mit Datteln, karamelisierten Pecannüssen und Honig-Senf-Dressing), aber die Jungs möchten gerne Sauce dazu. Eigentlich nur die Sauce und die Streusel, wenn ich ehrlich bin. Aber ein paar Kürbisstücke sind auch mal in den Mund gewandert – so ganz unbeabsichtigt.

Eine schnelle Cashew-Tomatensauce passt wunderbar zum Crumble. Die lieben die Jungs auch auf Nudeln oder Spätzle. Man kann direkt die doppelte Portion machen und hat so gleich noch eine Nudelsauce für die nächsten Tage. Im Kühlschrank hält sie sich mindestens eine Woche.

dreierlei Kürbiscrumble mit Äpfel und Haselnüssen
für 6 Personen

800 g gemischte Kürbisse, vorbereitet gewogen (zB Butternut, Hokkaido, Muskatkürbis)
6 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
1 EL Olivenöl
120 mL Gemüsebrühe
80 mL Apfelsaft
150 g Schmelzkäse light
1 großer (ca. 300 g) Boskop Apfel
1 TL Currypulver

100 g Haferflocken
80 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
1 EL Haselnuss- oder Mandelmus
50 g gehackte Haselnüsse
50 g Parmesan, gerieben
Salz
schwarzer Pfeffer

Kürbisse je nach Sorte schälen und entkernen, in Würfel schneiden und 800 g abwiegen.
Apfel entkernen und grob würfeln.
Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
Knoblauchzehen ebenfalls schälen und dünn in Scheiben schneiden.
Olivenöl in einer großen Pfanne oder Topf erhitzen.
Zwiebel und Knoblauch bei niedriger Hitze 10 Minuten sanft anschwitzen bis die Zwiebeln glasig und der Knoblauch leicht gebräunt ist.
Kürbiswürfel zugeben und die Hitze erhöhen. Ein paar Minuten unter Rühren leicht anbraten.
Brühe zugießen, mit einem Deckel verschließen und 10 Minuten ganz leicht köcheln lassen.
Pfanne vom Herd ziehen, Apfelsaft, Schmelzkäse und Apfel unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.
Kürbisgemüse in eine Auflaufform füllen.
Für die Streusel die Haferflocken mit dem Mehl, Haselnüssen und Parmesan mischen.
Butter in Flöckchen und Nussmus einkneten und alles gut salzen und pfeffern.
Streusel auf den Kürbisgemüse verteilen.
Bei 200°C für 35 Minuten knusprig backen.

Dazu passt ein grüner Salat und Kinder mögen den Crumble gerne mit Cashew-Tomatensauce.

Cashew-Tomatensauce

400 g aromatische Tomaten
80 g Cashewnüsse
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1 TL Currypulver
Salz
schwarzer Pfeffer

Cashewnüsse in einer Pfanne ohne Öl rösten.
Zusammen mit den Tomaten und 1 EL Olivenöl fein pürieren.
In einem kleinen Topf 1 EL Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Im Olivenöl leicht bräunen.
Tomaten-Cashew-Pürree zufügen und alles einmal aufkochen.
Für 5 Minuten sanft köcheln und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

Herrlich gesunde Weckmänner {wunderbar lecker zu Nikolaus}

Traditionell wird bei uns an St. Martin Weckmänner gebacken. Die gibt es dann nach dem Martinsfeuer zum Abendbrot, wer mag mit Butter.
Dazu noch ein großes Glas Bananenshake und meine Jungs können danach zufrieden und satt ins Bett fallen.
Auch an Nikolaus gibt es in vielen Familien Weckmänner.
Da littleBro an Nikolaus Geburtstag hat, gibt es hier aber Geburtstagstorte. Ich denke aber, dass ich ein paar Tage später nochmal Nikolaus-Weckmänner backen werde. Die werden dann aber noch mit ein wenig Zuckerguss und gehobelten Mandeln und Zuckerperlen verziert, so wie ich es zu Nikolaus kenne. Nicht mehr ganz so gesund, aber mei, immer noch so viel besser als gekaufte Weckmänner oder Kuchen.

Die letzten Jahre haben wir unsere Weckmänner immer nach diesem Rezept gebacken. Als gesunde Alternative habe ich dieses Jahr noch gesunde Weckmänner gebacken. Die schmecken herrlich lecker und lassen sich gut formen. Ich mag gar nicht sagen, welche Variante uns besser schmeckt. Beide sind gut, aber bei diesen hier habe ich ein besseres Gewissen, sie auch zum Abendbrot oder Frühstück auf den Tisch zu bringen. Die normale Version ist eher als Nachmittagskaffeestückchen geeignet.

Wie wird bei euch Nikolaus gefeiert?
Wir stellen am Abend vorher unsere Nikolausstrümpfe vor die Tür und stellen dazu ein paar Kekse (für den Nikolaus) und zwei Möhren (für den Esel). Die Kekse sind am nächsten Tag weg – die Möhren immer halb aufgeknabbert. Die Jungs sind dann schier außer sich vor Freude.
Ich fülle also nachts die Strümpfe, lager sie im Flur und stelle sie früh morgens, wenn noch alle schlafen, wieder raus. Es gibt eigentlich immer für jedes Kind ein Buch, Nüsse, Mandarinen, eine Kleinigkeit zu Naschen und eine CD oder etwas kleines zum Spielen. Mein Mann bekommt immer einen Kinder-Weihnachtsmann und eine Kleinigkeit.
Morgens sind die Jungs so aufgeregt, ob der Nikolaus auch wirklich da war. Das mischt sich aber alles mit der Geburtstagsfreude, da littleBro an diesem Tag geboren ist. Daher sind wir nur morgens mit dem Nikolaus beschäftigt und abends, wenn im Bett die Geschichte vom Nikolaus gelesen wird. Den restlichen Tag wird Geburtstag gefeiert. Um die Geschenkeflut nicht zu groß werden zu lassen, gibt es die Geburtstagsgeschenke dann erst zum Kuchen am Nachmittag. So zieht sich das alles ein bisschen auseinander.
Ich freue mich schon auf die leuchtenden Augen der Jungs, besonders auf die von tinyBro – denn er erlebt Nikolaus dieses Jahr zum ersten Mal ganz bewusst. Der wird Augen machen!

gesunde Weckmänner
6-8 Stück

200 g Dinkelvollkornmehl
400 g Dinkelmehl 630
42 g frische Hefe
250 mL Mandelmilch
60 g Kokosöl
2 Eier
50 g Kokosblütenzucker
Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille
1 EL Rosenwasser
Rosinen und Mandeln zum Dekorieren

Die Mehle in eine Schüssel sieben.
In die Mitte eine Mulde drücken und Hefe hineinbröseln. Mandelmilch leicht erwärmen, zugießen und mit der Hefe verrühren.
Abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.
Kokosöl schmelzen und mit Eiern, Kokosblütenzucker, Salz, Rosenwasser und Vanille zum Vorteig geben.
Alles zu einem Hefeteig kneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt für 15-20 Minuten gehen lassen.
Aus dem Teig 6 bis 8 Weckmänner formen, auf zwei Backbleche legen und mit Mandeln und Rosinen dekorieren.
Abdecken und für weitere 15 Minuten gehen lassen.
In der Zeit den Ofen auf 210°C vorheizen.
Weckmänner auf der mittleren Schiene für 10-15 Minuten goldgelb backen.

Wer mag kann die Weckmänner noch mit Zuckerguss und Zuckerperlen und gehobelten Mandeln verzieren. Dann sind sie aber nicht mehr ganz so gesund, dafür aber sehr, sehr lecker.

Nun bist Du schon zwei {aber mein Baby wirst Du immer bleiben}

Gestern durfte nicht nur die erste Kerze am Adventskranz angezündet werden, sondern auch zwei Kerzen auf dem Geburtstagskuchen von tinyBro.
Mein kleines Baby ist nun 2 Jahre alt!

Mein kleinster Schatz,
irgendwie hat sich unser Leben seit deiner Geburt gar nicht so verändert und eigentlich ist alles anders.
Genau wie am Tag deiner Geburt sind wir gestern zusammen auf dem Weihnachtsmarkt Karussell gefahren. Nur dass diesmal nicht zwei Brüder auf Pferd und Schwein saßen, sondern drei.
Und dass ich mich nicht alle zehn Minuten in eine ruhige Ecke verkrümeln musste, um die nächste Wehe zu veratmen.

Als dritter Sohn kam nicht viel neues auf uns zu. Und doch ist alles neu. Du bist Du. Und auch wenn man Dich gerne mit deinen zwei großen Brüdern vergleicht (ich versuche das so gut es geht zu vermeiden), bist Du einmalig und hast deine eigene Entwicklung, deine eigene Art, deinen eigenen (sehr dicken) Kopf.
Jeden Tag bringst Du mich zum Lachen. Und zum Verzweifeln – das gebe ich zu. du weißt schon sehr genau, was Du nicht darfst und findest es gerade deshalb so lustig. Während ich Staubsauge ist es für dich eine Gaudi die Filzstifte der Brüder zu holen um damit die Möbel und Türen zu verschönern. Die meisten zerbrochenen Tassen, Gläser und Schüsseln gehen auf dein Konto. In deinem kurzen Leben hast Du mehr runter geschmissen als wir alle zusammen. Bevorzugt das Geschirr deiner Brüder. Im Essensweitwurf gewinnst Du auch haushoch gegen bigBro und littleBro.

Mit zwei Jahren wird nun soviel anders. Ich kann nicht mehr Baby zu Dir sagen, obwohl ich es weiterhin tue. Du bist noch so klein und verletzlich – wirst immer mein kleines Baby bleiben.
Wir beide haben eine starke Verbindung. Du bist am liebsten ganz nah bei Mama, versteckst Dich bei mir wenn dich jemand anspricht oder auch nur anguckt. Wir beide genießen noch das abendliche Stillen vor dem Schlafengehen. Dann gibt es nur uns beide (und deinen Löwen) und während wir draußen in der Diele deine Brüder beim lautstarken Zubettgehen hören, kuscheln wir uns aneinander und genießen die Zeit. Ich bin gespannt, wie lange das noch unser Ritual bleibt. Denn, auch wenn es meinem Mamaherz gar nicht gut tut, so kommst Du auch ohne mich ganz gut zurecht. Denn wenn ich zweimal die Woche zum Tanzen gehe, bringt dich dein Papa ebenso gut ins Land der Träume. Es fällt mir nicht leicht, loszulassen, zu wissen, Du kommst auch ohne mich aus. Aber es gibt mir auch Freiheiten, die ich brauche. Auch wenn ich das nicht gerne eingestehe. Jeden Tag von morgens bis abends für euch drei allein verantwortlich zu sein, ist ganz schön Kräfte- und Nerven(!!!)zehrend und ich bin leider nicht immer die entspannte und geduldige Mama, die ich gerne wäre. Aber vielleicht ist das auch nicht verwunderlich bei drei kleinen Jungs.
Mein Leben ist dank euch ganz schön bunt. Manchmal sehr viel bunter als ich gern hätte. Ein bisschen mehr schwarz-weiß wäre schön, aber ich liebe unser Leben, so wie es ist. Mit euch drei verrückten Räubern.

In deinem neuen Lebensjahr wird nun so viel passieren. Jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Du lernst jeden Tag etwas neues und es ist einfach nur schön, dabei sein zu dürfen. Auch wenn Du kein Freund vieler Worte bist (so wie dein großer Bruder), so kommt doch langsam etwas aus Dir heraus. Du plapperst alles nach, wenn auch meist nur die erste oder letzte Silbe. Aber Af statt Giraffe und Fant statt Elefant ist einfach so zuckersüß und Du kannst das gerne bis Du 18 bist so sagen.
Auch mit wenigen Worten bekommst Du alles, was Du willst. Oder besser gesagt, Du kannst mir mitteilen, was Du gern hättest. Ob Du das bekommst sei mal dahingestellt.
Aber dann nimmst Du dein Glück einfach selbst in die Hand. Wenn es eine Stunde vor dem Mittagessen kein Brot für dich gibt, schnappst Du dir den Hocker und gehst einfach selbst an den Brotkasten. Ist da keine abgeschnittene Scheibe zu finden, nimmst Du gerne den halben Laib und beißt genüsslich rein.

Nicht nur in deinem Äußerlichen gleichst Du deinen Brüdern, auch den dicken Kopf habt ihr alle drei gemeinsam. Ich finde es faszinierend, wie man mit gerade mal Zwei so einen Willen haben kann. Da freue ich mich bereits auf die Pubertät.
So hast Du deinen ganz eigenen Kleidungstil. Am liebsten hast Du dein Löwen und Fuchs Shirt. Wenn das in der Schublade liegt, muss es auch angezogen werden, so dass ich es (tut mir ja leid) auch gerne mal länger in der Wäsche lasse. Auch wenn es draußen mittlerweile an die Null Grad hat, magst Du weder Jacke, noch Schal, noch Mütze anziehen. Die Jacke bekomme ich mit Schweißausbrüchen noch irgendwie an – denn, auch wenn ich euch allen viel Freiheit lasse bei dem was ihr anzieht, bei Minusgraden muss eine Jacke angezogen werden – doch am Schal und der Mütze scheitere ich. Ich frage mich, ob dir nicht kalt am Kopf ist, so mit lichtem Haar. Aber nach zehn Mal runter ziehen, gebe ich dann einfach auf.
Im tiefen Winter muss ich mir etwas ausdenken. Aber vielleicht merkst Du dann selbst, dass es mit Mütze doch viel kuscheliger ist. Hoffen darf ich ja.
Bei Dir war es schon einfach immer so – wenn Du etwas nicht willst, dann willst Du es nicht. Aus. Ende. Da kann Mama soviel bitten und reden und erklären wie sie will. Nein bleibt Nein.

Mit deiner schüchternen Art, wann immer jemand in der Nähe ist, der nicht zu der Familie gehört, mag man gar nicht glauben, was für ein Lausbub Du sein kannst. Aber mit zwei großen Brüdern ist das auch normal. Du hast es mit Sicherheit nicht leicht, als Nesthäkchen. Kaum ist irgendwas kaputt, nicht aufzufinden und verschollen, so  bist immer Du der Schuldige. Ganz schön mies von deinen Brüdern, Dir immer alles in die Schuhe zu schieben. Aber auch ganz schön einfach, denn Du kannst Dich ja noch nicht wehren. Aber ich verrate Dir jetzt was. Glaube mir, es kommt der Zeitpunkt, wo Du dich endlich verteidigen und es deinen Brüdern heimzahlen kannst. Irgendwann klaut Dir keiner mehr die Plätzchen vom Teller und das Spielzeug vor der Nase weg. Nicht mehr lange, vertraue mir!
Trotz der Anschuldigungen, der Haue und der Klauerei liebst Du deine Brüder „Amar“ und „Nenai“ und sie Dich. Sie ziehen Dir die Schuhe an, Schnallen Dich im Auto ab, geben Dir Sachen, die zu weit oben sind, legen eine CD für Dich ein und klauen Dir gerne den Löwen. Ihr drei seid dicke Freunde und es macht mich so glücklich euch beim Brüdersein zuzusehen.

Mein kleiner Schatz! du wirst immer mein Baby sein. Mein kleiner Süßer. Ich freue mich so auf das Jahr, was vor Dir liegt.
Du wirst ein Kindergartenkind werden, Du wirst Sätze sprechen lernen, Du wirst die Welt entdecken, neue Freunde finden und mich jeden Tag faszinieren.
Es wird spannend und ich bin unendlich dankbar bei Dir sein und Dich auf deinen Weg begleiten zu dürfen.

Apfel-Gewürz-Muffins {herrlich locker und saftig}

Ach, wie trauere ich unserer Apfelernte hinterher. Dieses Jahr wurden wir reich beschenkt mit knackigen Äpfeln, die teilweise fast 1 kg auf die Waage brachten.
Im Herbst kommt bei uns fast überall Apfel dazu. Ob herzhaft oder süß. Apfel im Eintopf, zum Brathuhn, Apfelkuchen, Apfelcrumble, Apfelmus, Apfelmuffins, Apfel, Apfel, Apfel.
Die Jungs und ich essen pro Tag etwa 6 Äpfel. Dementsprechend besteht mein Einkauf derzeit aus einem Korb Äpfel. Ich komme schier nicht hinterher mit dem Kaufen, so schnell sind die weg.

Meine drei sind schon richtige Schleckermäuler. Zu Kuchen und Gebäck sagen sie selten nein. Natürlich auch nicht zu Schokolade und Gummibärchen – aber die gibt es nur recht eingeschränkt. Ich backe lieber frische Muffins, Plätzchen oder Cookies. Dabei verzichte ich weitgehend auf Industriezucker und achte auch sonst darauf, dass das Gebäck zwar noch süß, aber nebenbei noch gesund und ausgewogen ist. Am Wochenende gibt es auch normalen Kuchen und Torten. Aber unter der Woche biete ich nur natürlich gesüßte Kuchen und Gebäck an.
Den Kindern schmeckts und ich kann guten Gewissens auch einen zweiten Muffin reichen oder sie nochmal in die Keksdose greifen lassen.

Gestern kam ich ganz spontan (genau gesagt 10 Minuten vor der Kindergarten Abholzeit) noch auf die Ideen etwas leckeres für die Jungs zu backen. Da sie das Mittagessen schon nicht mochten, sollten sie wenigstens irgendwas Essbares zwischen die Zähne bekommen.
Alle Zutaten waren schnell gemischt und nachdem ich alle eingesammelt und nach Hause gebracht hatte, wurde der Teig angerührt, abgefüllt und backte während des Mittagessens im Ofen.
Ganz frisch und noch warm haben wir unsere Muffins als Nachtisch gemümmelt. So herrlich locker, saftig und lecker.
Hmmmmm.
Ein Gedicht und hätte ich nicht ein Machtwort gesprochen, hätten die Jungs mir wohl das ganze Blech verputzt.

Da fällt mir ein, ich glaube ich muss mal schaun, wo die restlichen Muffins geblieben sind. Wahrscheinlich schon in den Klauen der Räuber…

Apfel-Gewürz-Muffins
12 Stück

250 g Dinkelmehl 630
1 Packung Weinstein Backpulver
100 g zarte Haferflocken
2 TL Zimt
Prise Salz
1 TL Kardamom
50 g Kokosblütenzucker
60 g Rosinen
50 g Honig
200 g saure Sahne
6 EL Albaöl oder Traubenkernöl
2 Eier, Größe L
1-2 säuerliche Äpfel (etwa 300 g)

Von den Haferflocken 1 EL abnehmen und mit 20 g der Rosinen beiseite stellen.
Mehl mit Backpulver, Rest Haferflocken und Rosinen, Gewürzen und Kokosblütenzucker mischen.
Eier mit Honig, saurer Sahne und Öl in eine große Schüssel füllen und mit einem Schneebesen gut verquirlen.
Äpfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Etwa 2 EL zu den beiseite gestellten Haferflocken und Rosinen geben.
Mehlgemisch leicht unter die flüssigen Zutaten rühren. Äpfel zugeben und alles grob vermengen. Nicht zu viel rühren.
Ein Muffinblech fetten oder mit Papierförmchen auslegen.
Teig auf die Mulden verteilen. Mit den Haferflocken, Rosinen und Äpfeln bestreuen.
Bei 175°C für 25 Minuten backen.

Lieber November, wir mögen Dich nicht {aber mit unserem FeelGood Kakao können wir Dich gut ertragen}

Ich bin eigentlich ein Freund des Herbstes. Aber der November kann von mir aus im Jahresverlauf einfach übersprungen werden.
Dieser Schmuddelmonat ist doch gerade zu gemacht für depressive Stimmung. Kalt, grau, nass und viel zu wenig Sonnenstunden. Die Tage sind kurz – die Nächte lang (also rein theoretisch – durch die Erkältungszeit sind die Nächte nämlich verdammt kurz).
Einzig allein der Geburtstag unseres jüngsten Sohnes Ende November macht diesen Monat ein wenig schöner.

Meinen Kindern scheint das nasskalte Wetter nichts auszumachen. Auch bei Regen und Wind möchten sie rausgehen um im Garten zu spielen oder Fahrrad zu fahren oder spazieren zu gehen.
Den Satz „Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung“ haben sie wohl erfunden. Während ich bei Schmuddelwetter gerne im Haus bleibe und auf die Frage, ob wir denn rauskönnen antworte, dass es doch regnet und wir uns lieber drinnen einkuscheln können, sagen die Jungs einfach, dass das doch egal sei und wir doch Gummistiefel anziehen können.
Jaja, ihr habt ja recht. Aber hier drin ist es so schön warm und gemütlich.
Meistens schaffe ich es dann doch irgendwie die Regensachen anzuziehen und mit den Jungs raus ins Herbstwetter zu ziehen. Während sich die drei austoben, sehne ich mich nach einer Tasse heißen Tee und meinem Sofa. Aber die frische Luft tut uns allen gut und ich weiß ja, dass man mindestens ein mal am Tag mit den Kindern raus soll. Wer sagt das eigentlich? Egal.
Aber an manchen Tagen bin ich einfach nur froh, wenn wir unsere tägliche Portion frische Luft auf dem Weg zum Kindergarten bereits bekommen haben und ich mit fast keinem schlechten Gewissen nachmittags einfach zu Hause bleiben kann – Kuschelsachen anziehen, Tee kochen, Lesen, Spielen, Musik hören.

An besonders trüben Tagen, wenn die Laune einfach nicht besser werden mag, kochen wir uns einen Topf FeelGood Kakao und backen dazu vielleicht noch ein Blech Apfel-Gewürz-Muffins.
Zusammen mit ein paar Büchern lässt sich so auch der tristeste Novembertag überstehen.
Dass bei uns gestern die Adventszeit eingeläutet wurde, hebt unsere Laune auch beträchtlich an.
Die Kinder sind so wahnsinnig glücklich über ihre Weihnachtsbücher und CDs, die endlich aus den Kisten ausgepackt werden durften. Bereits vor dem Frühstück wird die Lichterkette in ihrer Weihnachtsecke angemacht und mit ihrem Ostheimer Nikolaus und Knecht Ruprecht gespielt. Dass hier nur noch Weihnachtslieder gesungen werden ist eh klar.

Unser Kakao lässt nicht nur den November überstehen. Er schmeckt auch unheimlich gut in der Adventszeit und versüßt am Adventssonntag die Lebkuchen und Plätzchen. Wobei er gar nicht arg süß ist. Uns schmeckt er einfach lecker. Fertigkakao-Mischungen ist den Jungs nämlich viel zu süß (eigene Aussage). Er schmeckt schon ganz anders – aber herrlich cremig und tut so gut. Ohne schlechtes Gewissen darf man hier auch zur zweiten Tasse greifen und die Seele streicheln.
Ach, ich freue mich insgeheim schon auf den nächsten Regentag.

FeelGood Kakao
für etwa 650 mL

1 TL Yogi Schoko Chai Tee
1/2 TL Zimt
1 TL Vanillextrakt
1 EL (15 g) Kakao
1 EL (40 g) Mandelmus
2 TL Maismehl
500 mL Mandelmilch oder Vollmilch
optional: frisch gemahlene Chili
100 g Sahne
Vanillepulver
Zimt

Yogi Schoko Chai in einen Teebeutel füllen und in einen Topf legen. Mit 150 mL kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.
Teebeutel entfernen und Zimt, Vanille, Kakao, Mandelmus und Maismehl mit einem Schneebesen einrühren. Einmal aufkochen und dann 5 Minuten köcheln lassen.
Milch zugeben und erneut aufkochen und für weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Wer möchte kann nun mit Chili würzen. Schmeckt wirklich richtig gut.
Sahne mit einer Messerspitze Vanillepulver steif schlagen.
Kakao auf Tassen verteilen, einen Klecks Sahne draufgeben und mit Zimt bestreuen.
Einkuscheln und genießen!

Aus alt mach neu {Dekoration für den Übergang zur Adventszeit}

Wie jedes Jahr kann ich ab Ende Oktober kaum erwarten, dass endlich die Adventszeit beginnt.
Ich liebe es, wenn unser Haus im weihnachtlichen Glanz erscheint, überall Lichterketten leuchten und es nach Tannengrün duftet.
Da bei uns aber immer erst nach Totensonntag geschmückt wird, muss ich mich noch gedulden, bis ich die Weihnachtskisten aus dem Keller holen darf.

Damit ich meine Ungeduld aber ein wenig besänftige, dürfen ab Oktober die ersten Lichterketten leuchten. So schafft man eine wunderbare Stimmung ohne bereits die Weihnachtsdekoration herauszuholen. So erleuchtet ab nachmittags unser Heim im Lichterglanz. Zudem darf bigBro gegen 16.30 die zwei großen Kerzen in der Diele anzünden um es noch gemütlicher zu machen.
Das ist für ihn das Highlight des Tages. Letztes Jahr durfte er sie nur mit mir zusammen anzünden. Dieses Jahr, als Vorschulkind, darf er es ganz allein und ist sehr stolz darauf.

Ich finde die Dekoration bis zur lang ersehnten Adventszeit immer Mühsam. So ganz ohne mag ich aber auch nicht – selbst schuld würde ich sagen.
Aber manchmal kommen die besten Ideen einfach von allein angeflogen. Als ich beim Einkaufen ein Goldspray im Angebot entdeckte, nahm ich es einfach mal mit. Irgendwas würde mir damit schon einfallen.
Und genauso war es auch (ich kenn mich eben schon ganz gut).
Vor einiger Zeit hatte ich eine große Ausmistaktion gestartet. Damit bin ich zwar immer noch nicht fertig, aber meine Flohmarkkiste ist trotzdem schon gut voll (ich habe diese Wahnwitzige Vorstellung i r g e n d w a n n mal auf einen Flohmarkt zu gehen – ich lach jetzt schon mal ne Runde). Mit dabei ein Weindekanter. Zum einen haben wir zwei von den Dingern (beide geschenkt bekommen), zum anderen benutzen wir diese nie und ich trinke seit sechs Jahren so oder so keinen Alkohol mehr (Resultat aus entweder Schwanger oder Stillend).
Also sollte einer ausziehen.
Irgendwo in meinen tiefen Gehirnwinden erinnerte ich mich in Zusammenhang mit dem Goldspray an diesen Dekanter und bevor er irgendwann auf dem Müll landet (seien wir mal ehrlich – auf den Flohmarkt schaffe ich es nie), wollte ich doch mal probieren, ob man diesen nicht zur Vase umfunktionieren kann.

Einen Tag später stand das gute Stück bereits im Wohnzimmer.
Nachdem ich den Dekanter gründlich gereinigt und mit Hilfe von Benzin Fettfrei gemacht hatte, verzog ich mich in den Keller und sprühte Schichtweise den Lack auf. Da es bereits dämmerte und das Licht im Keller nicht besonders gut ist, konnte ich nur erahnen wie das Ergebnis werden würde.
Nach der Trocknung am nächsten Tag durfte das gute Stück ins Wohnzimmer, ans Tageslicht. Und ich war zufrieden. Um die Vase nicht ganz eintönig zu halten. habe ich an einer Seite eine bisschen mehr gesprüht um so ein Muster zu erzielen. Und auch wenn mein Mann behauptet, da sei Farbe runter gelaufen und sähe seltsam aus, so mag ich meine Vase wirklich gern.
Meine geliebte Lichterkette darf hier natürlich auch nicht fehlen. Dazu habe ich noch eine kleine – früher rosa – Vase vergoldet und an diesen wunderbaren Sternenkrug konnte ich auch nicht vorbei gehen.
Alles zusammen macht sich so hübsch auf meinem Beistelltisch und ich freue mich jeden Nachmittag, wenn es draußen dunkel wird und ich die Zweige beleuchten kann.
Ach Du schöner, gemütlicher Herbst.

Bei meinem liebsten Stück im Wohnzimmer, der Kamin Attrappe, konnte ich aber nicht mehr wiederstehn und ein klitzekleines bisschen Weihnachten musste darauf bereits Einzug erhalten.
Manchmal mag ich ja gerne Kitsch. Besonders zu Weihnachten. Da ist es aber auch erlaubt, finde ich.
Und so musste, ja fühlte ich mich fast gezwungen, diese traumhafte Schneekugel mit Musikwerk mit nach Hause zu nehmen. TinyBro war beim Einkaufen dabei und war bereits ganz angetan von der Musik. Eigentlich sollte die Kugel dann erstmal in den Keller zu den anderen Weihnachtssachen wandern. Aber den Jungs (ja, DIE sind schuld) hat die Musik und der Schnee so gut gefallen, dass ich sie einfach schon mal auf den Kaminsimsstellen musste.
Einmal am Tag muss ich dann auch die Spieluhr aufziehen und die Jungs tanzen bei der Musik wie wild durchs Wohnzimmer.

Auf alle Fälle macht sich die Schneekugel gut zu meiner schwarz/bronzenen Dekoration auf dem Kamin. Die Kugel ist aber dann auch das einzig weihnachtliche im Haus.
Na schön, nicht so ganz.
Denn zusammen mit der Schneekugel ist auf ungeklärte Weise noch ein Kissen in die Einkaufstasche gewandert.
Auf dem Sessel befand sich bis dato noch mein selbst gemachtes Ananaskissen, welches aber jetzt so gar nicht mehr ins Wohnzimmer passen wollte.
Da kam dieses Kissen ganz recht. Und da ich finde, dass es eher an Winter als an Weihnachten erinnert, durfte es schon mal bleiben.
Ich frage mich allerdings, wie ich auf die Idee kam ein Kissen, dass weiß ist und zudem nur per Handwäsche gewaschen werden darf, in ein Haus mit drei kleinen Kindern zu bringen!??!?!
Manchmal bin ich nicht Herr Frau meiner Sinne.

Wo das Wohnzimmer schon im vorweihnachtlichen Glanz erscheint, geht es in unserer Küche noch sehr herbstlich zu.
Die Teelicht Hochhäuser stehen eigentlich das ganze Jahr (bis halt auf Weihnachten) über im Haus. Sie sind so schön zeitlos.

Ganz verliebt bin ich in meine Holzpilze. Sind die nicht zauberhaft? Leider habe ich sie erst am Ende des Herbstes entdeckt, so dass sie nur ein paar Wochen hier stehen können.
Aber der nächste Herbst kommt bestimmt…
Die Jungs und ich freuen uns auf alle Fälle, dass wir in zwei Wochen die ganze Weihnachtsdekoration und – besonders wichtig und lang erwartet von den Jungs – die Weihnachtsbücher und CDs rausholen dürfen.
Es ist so eine Freude, wenn die Bücher jedes Jahr aus dem Keller geholt werden und die Kinder sich mit leuchtenden Augen darauf stürzen. Von da an werden nur noch Weihnachtsbücher rauf und runter gelesen und in der Stereoanlage dudelt derweilen „In der Weihnachtsbäckerei“. Ach, wie ich mich schon freue…


Teelicht Häuser: BoConcept
Pilze: Briki
Tablett: Ferm Living
Krug: GreenGate

Sohn Nummer drei wird zwei {Was dem kleinen Bruder schenken?}

Ich gebe zu, ich gehöre zu der Sorte Mama, die gerne schöne Sachen für ihre Kinder kauft und zudem noch gerne für die Rasselbande bastelt und näht.
Sowohl Spielzeug, als auch Kleidung und besonders Bücher machen meinen Geldbeutel schmaler. Ich dachte immer, dass ich, wenn ich nur Jungs bekomme, gar nicht ausgiebig shoppen gehen kann.
Fehlgeschlagen. Es gibt unheimlich tolle Jungssachen. Man muss nur etwas mehr danach suchen.
Meine drei Kinder habe ich bereits angesteckt. Sie freuen sich über ein neues Shirt genau so wie über ein Legoset und somit befinden wir uns bereits im Teufelskreis:
Die Jungs tragen gern schöne Sachen und sind ganz begeistert von neuen Einrichtungsgegenständen – ich habe dadurch noch mehr Freude sie einzukleiden und ihr Zimmer einzurichten – und die Spirale läuft.

Aber – wie das so ist wenn man mehrere Kinder hat – habe ich für Sohn Nummer 1 die meisten Geschenkideen zu Geburtstag und Weihnachten.
Schließlich sind für die beiden Kleinen schon genug Sachen vorhanden. Okay, mal abgesehn von Hosen muss ich in jeder Größe ständig kaufen. Ich hatte ja mal die Vorstellung, dass diese weitervererbt werden können. Ich weiß ja nicht, wie das bei Mädchen ist – bei Jungs geht es allerdings nicht. Irgendwann sind auch die Flicken durch und dann heißt es „Hallo, Mülleimer“.
An Büchern, Spielzeug und Shirts haben wir aber für die Kleinen mehr als genug.
Jedes Jahr, wenn ich meine Ideen für Weihnachten und Geburtstage in mein Büchlein schreibe (ich sammel dort immer alle Einfälle, die ich das Jahr über so habe), ist die Liste für littleBro und tinyBro doch recht übersichtlich. Wohingegen bei bigBro so viel steht, dass ich damit einen ganzen Kindergarten ausstatten könnte.
Praktisch, dass die beiden größeren nur 19 Monate auseinander sind. So bekommt littleBro Spielzeug und Bücher, wofür er zwar noch zu jung ist, aber gerne mit spielt, da der große Bruder ja hier den Ton angibt.
Eigentlich könnte ich auch tinyBro zu seinen 2. Geburtstag schon Sachen für 6 Jährige schenken – die sind doch am interessantesten und altersgerechte Bücher und Bauklötze sind ja eh doof.

So stöber ich ab September in meinen liebsten Online Shops um Ideen für die anstehenden Feste, sprich Geburtstag im November und Nikolaus und Weihnachten im Dezember, für mein kleines Nesthäkchen zu sammeln.
Wo ich gerade schon mal im Onlineshop bin, schau ich bei Babywalz außerdem regelmäßig beim Ratgeber vorbei.
In der Schwangerschaft hat man auch beim dritten Kind noch Fragen, Ängste und Sorgen. Ich fand es immer schön, mich jede Schwangerschaftswoche zu informieren, was gerade mit mir und dem Baby passiert. Und auch im ersten und zweiten Lebensjahr gibt es viele nützliche Informationen zu Themen wie Ernährung, Entwicklung und Sicherheit.
Da bei tinyBro nun das zweite Lebensjahr zu Ende geht, schaue ich dort nur noch recht selten vorbei. Wohl aber im Online Shop.
Dort habe ich auch endlich die richtigen Ideen für die Geburtstagsgeschenke für Sohn Nummer drei gefunden.

Alle drei Jungs haben bei Freunden und im Kindergarten immer mächtig viel Spaß dabei, die Puppenwagen durch die Gänge zu schieben. Mit ihrer Puppe, die sie zur Geburt von ihrem Bruder geschenkt bekommen haben, spielen sie bereits sehr schön, aber einen Puppenwagen haben sie bisher noch nicht.
Das war also mal eine gute Idee. Da beinahe alle Puppenwagen rosa und mit Blumen und Herzen sind, war es recht schwer ein neutrales Model zu finden. Es war dann aber schnell klar, dass es einer aus Holz werden soll. Die Plastikwagen sind zwar Originalgetreuer, aber wir mögen Holz einfach lieber und es ist stabiler und eben auch geschlechtsneutral. Wir haben uns für ein Model von Pinolino entschieden.
Die Kissen und Decken, die es dazu zu kaufen gibt, haben mir jedoch so gar nicht zugesagt. Also schnell nach hübschen Wolken-Stoff gestöbert (schließlich hat tinyBro ja ein Wolkenzimmer) und Füllwatte besorgt und so war das Bettzeug fix genäht. Sind ja wirklich nur vier Seiten zum zusammen nähen, füllen, verschließen fertig.
Ist ja quasi schneller genäht, als gekauft. Quasi…

Damit der Puppenwagen nicht so allein da steht und ich an niedlichen Stofftieren einfach nicht vorbeikomme, habe ich noch einen neuen Stofflöwen von Moulin Roty bestellt. Der ist kuschelweich (noch…) und schläft ganz wunderbar in seinem Puppen Löwenwagen.
Ich bin jetzt schon gespannt auf das Gesicht von tinyBro. Wahrscheinlich – nein ganz sicher – gibt es erstmal Streit unter den Brüdern, wer mit dem Wagen rumdüsen darf. Ist schon nicht so einfach, zwei große Brüder (mit Dickkopf) zu haben…

Neben den zwei Hauptgeschenken gibt es noch ein paar Kleinigkeiten wie Bücher (gehen ja immer und von unseren Kleinkinderbüchern sind auch schon viele kaputt), Holztiere von Ostheimer und zu Weihnachten Ostheimer Krippe Figuren und eine Erweiterung für die Brio Bahn (ein „Heuer“ Set = Feuerwehr).
Da ich auch tinyBro, trotz zwei großer Brüder, gerne neue Anziehsachen kaufe, wandert mit Sicherheit auch noch ein Shirt oder Pulli auf meinen Babywalz Wunschzettel. Die meisten Geschenke besorge ich schon im Oktober, um den ganzen Weihnachtsstress zu umgehen, aber so kurz vor den Festen fällt mir dann doch nochmal etwas ein und ich warte wieder gespannt auf den DHL Boten (meine Jungs sowieso).
Außerdem bekommt er noch, wie auch schon littleBro, das Puky von den Brüdern vererbt. Der große Bruder bekommt zu Weihnachten ein 20″ Fahrrad und so erbt Bruder Nummer 2 sein altes 16″ Rad und Bruder 3 das Puky Laufrad von Bruder 2. Die Räder werden vorher noch schön geputzt und etwas gepimt. TinyBro bekommt eine Tigerentenhupe ans Laufrad und littleBro einen Lenkerkorb für seinen Stoffaffen.

So haben wir auch dieses Jahr wieder einen guten Mix aus geerbten Geschenken und neuen Sachen. Denn auch wenn es immer schwerer wird Geschenke für die kleinen Brüder zu finden, die die drei noch nicht haben, so gebe ich mir doch immer viel Mühe auch für die zwei kleinen ein paar neue Geschenke zu finden. Da ich selbst das Nesthäkchen bin (wie auch mein Mann), liegt mir da besonders viel dran.
Noch finden sie alle Geschenke – geerbt oder neu – gleichermaßen toll – ja, littleBro freut sich regelrecht diebisch darauf, endlich die schönen Shirts und Pullover von bigBro zu erben – aber irgendwann halt nicht mehr. Bis dahin leben wir von unserem Mix aus alt und neu.

Außerdem ist littleBro für seinen Geburtstag an Nikolaus eh am wichtigsten, dass er einen „Vanillekuchen mit Vanillecreme innen drin und Vanillesauce oben drauf und ganz vielen Martins (Smarties) und vier Kerzen“ bekommt. Davon erzählt er mir seit Juli.
TinyBro soll laut Aussage der Brüder einen Bananenkuchen zum Geburtstag bekommen. Ich glaube, er ist einverstanden.

Kraft und Energie für den Nachmittag {Kürbis-Powerkuchen für hungrige Schleckermäuler}

kuerbis

Nun ist November – und somit beginnt die Erkältungszeit. Jupie! Und die Jungs hat es auch sofort erwischt…warum lange warten? Lieber gleich am 1.11. mit Husten und Schnupfen loslegen.
Die Nächte werden also kürzer, die Nerven auch.
Grund genug für jede Menge Soulfood. Nächste Woche verrate ich euch unser ultimatives Rezept für Soulfood Kakao. Der tut uns allen gut, wärmt und streichelt die Seele.
Wenn die Jungs nachmittags müde werden und sich meine Nerven jenseits von Gut und Böse befinden, gibt ein Stück Powerkuchen mit Kürbis wieder Kraft und Energie.
Unsere drei Jungs lieben den Kuchen und ich bin froh, dass sie mit vielen wichtigen Nährstoffen und richtig viel Power versorgt werden.
Gut gewapnet lassen sich bunte und kalte Herbstnachmittage, mit Gummistiefel und dickem Schal, draußen genießen.


In Anbetracht der Tatsache, dass unsere Nächte dank der Erkältungszeit kurz geworden sind, ist es immerhin eine Wohltat, dass durch das frühe Dunkel werden die Jungs schon sehr früh Abendessen wollen und dann auch wesentlich früher müde sind.
Ich weiß manchmal gar nichts mit mir anzufangen, wenn alle vor 20 Uhr im Bett sind. Möglichkeiten tun sich auf…

Außerhalb der Kürbiszeit backe ich den Kuchen gerne mit Möhren. Schmeckt genauso gut und saftig. In Scheiben geschnitten lässt sich der Kuchen wunderbar einfrieren und einzelne Scheiben sind schnell aufgetaut.
Wenn mal wieder so ein Nachmittagstief kommt und dringend Energie her muss. Oder aber wenn es mal wieder ein „das mag ich nicht“ Essen zu Mittag gab und die Jungs schier zu Verhungern drohen und auch ein großer Teller mit Äpfeln nichts mehr ausrichten kann.
Und falls mal kein Brot für das Abenessen im Haus ist, kann ich guten Gewissens auch unseren Powerkuchen auf die Teller bringen. Dazu noch Bananen und Joghurt und fertig ist ein vollwertiges Abendessen. Ob das mit der Power dann allerdings so gut ist lasse ich mal im Raum stehen…

Powerkuchen mit Kürbis
für eine Gugelhupfform oder Kastenform

50 g Datteln
3 EL Ahornsirup
120 g Albaöl oder Traubenkernöl
250 g Apfelmus (ohne Zuckerzusatz, am besten frisch gekocht)
2 Eier, Größe L
50 g Dinkelvollkornmehl
150 g Dinkelmehl 630
1 TL Natron
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
1 EL Kakao
Prise Salz
1 EL Chia Samen
100 g Pecannüsse
80 g Rosinen
200 g Butternutkürbis (oder eine andere Sorte nach Wahl)
Kakao zum Bestäuben

Datteln mit Wasser bedecken und in einem Topf oder in der Mikrowelle einmal aufkochen lassen, abgießen.
Ahornsirup zu den Datteln geben, sowie das Öl.
Alles glatt pürieren.
Apfelmus und Eier gut unterrühren.
Mehle mit Natron, Backpulver, Zimt, Kakao, Salz und Chia Samen mischen und unter die Dattel-Ei-Masse rühren.
Pecannüsse hacken und Kürbis reiben.
Beides zusammen mit den Rosinen unter den Teig heben.
Eine Gugelhupf- oder Kastenform einfetten und Teig einfüllen.
Bei 180°C für etwa 50 Minuten backen. Nach 40 Minuten schonmal überprüfen, ob der Kuchen gar ist.
Kuchen stürzen, abkühlen lassen und mit Kakao bestäuben.

 

Halloween Goodies {last minute}

Na, gruselt ihr euch schon?
Heute ist also Halloween. Zumindestens wenn man Kinder hat – da kommt man da schwer dran vorbei.
Außerdem möchten wir ja auch nette Nachbarn sein und so habe ich einen Korb voll Süßigkeiten gefüllt.

Sobald es dunkel wird, werden die ersten Gespenster, Vampire und Hexen bei uns klingeln. Die Jungs freuen sich schon riesig darauf, die Süßigkeiten dann zu verteilen.
Verkleiden möchten sie sich natürlich auch. Ganz furchtbar gruselig als Ritter! Alle Versuche, ihnen zu erklären, dass sie doch etwas gruseliges anziehen sollen, schlugen fehl. Verkleiden = Ritter.
Nun gut – können die mutigen Ritter die gefährlichen Gespenster in die Flucht schlagen.
Außerdem machen wir noch Popcorn und schauen einen kleinen „Gruselfilm“.

Für Herrn Kuchenduft und mich gibt es später noch ein paar Leckerein mit Kürbis und eine richtige Grusel DVD. Wobei der Herr nicht so auf Schocker steht und es somit eher FSK6 werden wird…

Als ganz schnelle last minute Goodies für die Kinder der Nachbarschaft, habe ich ein paar Tütchen gebastelt.
Das geht auch ein paar Minuten vor der Dunkelheit noch flott von der Hand. Man braucht dafür nur ein paar Butterbrottüten oder Seidenpapier, ein paar Bänder und Stempel und Stanzen von Stampin Up. Die Süßigkeiten natürlich nicht vergessen…

Ich habe die Butterbrottüten mit ein paar Goodies gefüllt, oben mit der Fransenschere reingeschnitten und mit Juteband und Kordel in Smaragdgrün verschlossen.
Aus der Fähnchenstanze, dem Textstempel „Happy Halloween“ aus dem Stempelset „Kleine Wünsche“ und ein paar Fledermäuse aus „Cookie Cutter Halloween“ wurde ein schneller Anhänger.
Dazu noch eine colorierte Vogelscheuche, Mumie oder Skelett und fertig sind die blitzschnellen Geschenktütchen.

Die beiden großen Jungs und mein Mann bekommen jeder heute Abend auch ein Päckchen. Ich glaube, dass sie sich ziemlich freuen werden. Das ist nämlich das beste am Süßigkeiten verteilen – selbst naschen.

Was macht ihr heute Abend? Geht ihr auf eine Halloweenparty? Verteilt ihr auch Süßigkeiten? Oder ist es einfach ein ganz normaler Abend?
Viel Spaß beim Gruseln und lasst euch nicht von Vampiren beißen!