Wie ich meine Liebe zu Stoffwindeln entdeckte {Nachhaltiger Leben}

– Werbung –

Als ich vor ein paar Jahren anfing mich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu beschäftigen, war es noch nicht so präsent, wie es heute ist.
Meine Gemüsebeutel* musste ich lange suchen und im Spermarkt und beim Bäcker galt ich ein wenig als kuriose Öko-Mama, die ich eigentlich gar nicht bin.
Zum Glück hat sich das alles geändert und heute ist es normal mit seinen Säckchen einkaufen zu gehen, überall wo es geht auf Plastik und unnötige Verpackung zu verzichten und es gibt nun immer mehr Produkte unverpackt zu kaufen.
Nicht zuletzt entstehen immer mehr Unverpackt-Läden, was mir den Alltag sehr erleichtert und das stundenlange Suchen nach Alternativen erspart.

In den Jahren habe ich bei uns zu Hause viel geändert.
Wir haben viele Produkte durch nachhaltige Varianten ersetzt und viele Sachen kaufe ich gar nicht mehr.
Aber meine nun vier Kinder wickelte ich weiterhin mit Wegwerfwindeln. Bei Stoffwindeln hatte ich immer das Bild von meiner Freundin im Kopf, die vor langer Zeit ihren Sohn anfangs mit Stoff gewickelt hat. Ich fand das enorm umständlich und seltsam.
Irgendwie bin ich vor ein paar Monaten doch wieder auf das Thema aufmerksam geworden. Immerhin habe ich schon lange Feuchttücher durch weiche Baumwollwaschlappen* ausgetauscht und Wattepads und Slipeinlagen* durch Waschbare aus Bambus.
Die zwei großen Müllsäcke mit Windeln jede Woche waren mir schon lange ein Dorn im Auge. Wenn man ein Baby hat und noch zwei der großen Brüder nachts Hochziehwindeln brauchen kommt halt so einiges zusammen.

Wie ich so bin, informierte ich mich erstmal gründlich über das System mit Stoff zu wickeln. Nachdem ich mir ein paar Videos zu dem Thema angeschaut hatte, stellte ich fest, dass sich das Wickeln mit Stoff gar nicht so sehr unterscheidet von dem mit Wegwerfwindeln.
Ich war ein wenig baff, wie einfach das zu sein schien und war endlich entschlossen dem ganze eine Chance zu geben. Was hatte ich zu verlieren? Notfalls würde ich die Windeln wieder verkaufen und wäre um eine Erfahrung reicher.
Also investierte ich ein bisschen Zeit und sammelte alles Wissenswerte über Marken, Windelsysteme und wie man die Windeln am besten wäscht.

Als System wollte ich All-In-Ones* (AIO) testen. Das sind, wie der Name schon sagt, alles in einem Windeln. Im Prinzip genau gleich wie Wegwerfwindeln, halt nur zum Waschen.
Bei Stoffywelt* und Fratzhosen* bestellte ich meine ersten Stoffys und ein wenig Zubehör. Zusätzlich stöberte ich im Netz nach gebrauchten Windeln, denn das ist nun mal das Nachhaltigste und zudem auch Kostengünstig, denn so eine Stoffwindel kostet erstmal einen Batzen Geld (ich Fuchs rechne mir dabei aber aus wieviel Euros und Euros ich schon für Wegwerfwindeln ausgegeben habe – oder besser doch nicht, sonst fall ich vom Stuhl).
Neue Windeln müssen zudem 3 bis 5 mal eingewaschen werden bis sie einsatzbreit, sprich saugstark genug, sind. Gebrauchte sind natürlich schon eingewaschen und können direkt genutzt werden.
Schon beim Aussuchen der Windeln war ich ganz verzaubert. Es gibt wahnsinnig schöne Muster und man muss aufpassen, dass man nicht in eine regelrechte Sucht fällt (stellt sich hier die Frage, ob ich nicht bereits verfallen bin…aber das ist ein anderes Thema).
Ich konnte mich dann doch für drei Windeln entscheiden, die sollten zum ersten Testen reichen.
Spätestens als die erste Windel an dem Babypopo war, war ich gänzlich überzeugt. Liebe auf den ersten Blick!
Das Wickeln ist so einfach und sie halten erstaunlich dicht (ahtte da irgendwie so meine Bedenken).
Hatte ich mit meinen bisherigen Windeln oft das Problem, dass sie ausgelaufen sind, so ist mir das bisher mit den Stoffys nur einmal passiert und das auch nur, weil noch etwas von der Einlage rausgeschaut hat.
Auch Babys Popo freut sich über den weichen Stoff an der Haut und ist seitdem viel wenig wund.

So schaffte ich mir nach der ersten Testphase genug Windeln an um keine Wegwerfwindeln mehr nutzen zu müssen und bin seit dem ersten Tragen ein riesen Fan.
Mein Mann erklärte mich für ein wenig verrückt noch beim 4. Kind auf Stoff umzusteigen.
Aber es lohnt sich einfach immer. Egal zu welcher Zeit. Natürlich muss man erstmal etwas Geld investieren, aber das hat man zum einen schnell wieder raus und zum anderen, werde ich die Windeln, wenn ich sie irgendwann nicht mehr brauche, weiter verkaufen. Die Umwelt freut sich sowieso über jede gesparte Wegwerfwindel.
Das ist für mich auch der wichtigste Faktor. Ob Soffwindeln nun günstiger oder gleich teuer sind wie Wegwerfwindeln ist dabei erstmal zweitrangig.
Ich habe schon vor Jahren Statistiken gelesen, ob Stoff oder Werwerfwindeln besser für die Umwelt sind. Schließlich muss man auch viel Wasser zum Waschen der Windeln verwenden.
Dort hieß es immer, dass beide gleichauf liegen. Beschäftigt man sich aber ein bisschen mehr mit dem Thema, findet man heraus, dass es sich aber in Bezug auf Stoff sehr besser verhält, wenn man ein paar Sachen beachtet.
Zum einen, die Waschmaschine immer voll zu machen, nicht nur die Windeln alleine wäscht (wir waschen sie zusammen mit den Waschlappen und Handtüchern) und keinen Trockner verwendet.
Zum andern, die Windeln gebraucht kauft und wieder verkauft, wenn man sie nicht mehr benötigt.

Wie ihr seht, bin ich ganz begeistert von dem System und das Wickeln macht dank der schönen Muster auch sehr viel Spaß. Selbst das zwei Mal die Woche Waschend er Windeln macht mir wirklich Freude (dass ich das mal übers WASCHEN sagen darf). Die großen Brüder finden die Windeln vom kleinen Bruder auch toll  (besonders die mit dem Donut drauf). Sie sind einfach so viel netter anzusehen und anzufassen als Wegwerfwindeln.
Apropos Brüder. Für die Großen habe ich Trainers* angeschafft. Das sind Windeln in Unterhosenform, ähnlich der Hochziehwindeln. Allerdings muss ich warnen, dass diese nur geeignet sind, wenn nur ein paar Tropfen nachts in der Windeln landen. Denn soviel wie eine herrkömmliche Windel können sie nicht aufnehmen und wir hatten schon mehrere nasse Laken in der Frühe. Aber das Ziel ist ja auf lange Sicht, dass nachts ganz auf Windeln verzichtet werden kann. Bis dahin läuft die Waschmaschien halt ein wenig öfter…

Nachdem wir nun eine gute Routine mit den Stoffwindeln gefunden haben, gesehen haben, was für uns passt und was nicht, erzähl ich euch nächste Woche gerne wie wir das alles handhaben und wie es für uns einfach das perfekte Wickelsystem geworden ist.

 

*Affiliate Links (beim Kauf über diesen Link erhalte ich eine kleine Provision)

 

Coole Stoffwindeln für jeden kleinen Popo

 

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu “Wie ich meine Liebe zu Stoffwindeln entdeckte {Nachhaltiger Leben}

  1. Mein heute vierzigjähtiger Sohn trug immer Stoffwindeln. Damals wurde es modern Wegwerfwindeln zu verwenden. Meine Tagesmutter meint, sie hoffe ich sei eine moderne Mutter, die Pampers verwende. Ich tat es nicht, sie kaufte für meinen Sohn Wegwerfwindeln.
    Also, Gratulation zu Deiner Entscheidung! Herzlich, die Gärtnerin mit dem gruenen Daumen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s