der allerleckerste Apfelkuchen {mit genial veganer Vanillesauce}

An unserem Apfelbaum sprießen die ersten Knospen und lassen auf eine reiche Ernte hoffen.
Die Boskopäpfel aus unserem Garten schmecken einfach gigantisch und damit kann kein anderer Apfel mithalten. Zudem ist alles Bio und erntefrisch auf dem Tisch.

Zu meinem Bedauern ist die Äpfelzeit aber nun wirklich vorbei und macht Platz für Beeren und Steinobst. Darauf freue ich mich besonders und auch meine Jungs sind überglücklich endlich wieder kiloweise Erdbeeren essen zu können.
Doch die Äpfel vermisse ich schrecklich. Wir verputzen meistens 5-6 Stück am Tag und die säuerlichen Sorten schmecken uns am besten.
Ein paar Wochen lang  bekommt man noch knackige Elster und ich horte bereits einige Säcke im Keller. Kühl, trocken und dunkel halten Äpfel sich eine gute Zeitlang – es sei denn, sie werden allzu schnell verspeist.

Das könnte bei uns recht schnell gehen, denn seit ich vor einiger Zeit einen herrlich leckeren Apfelkuchen das erste Mal gebacken habe, sind wir diesem total verfallen.
Er schmeckt so unglaublich lecker und am allerbesten mit einer cremigen Vanillesauce. Der Kuchen kommt dabei ganz ohne Industriezucker aus und die Vanillesauce wird ohne Ei zubereitet und ist dank Mandelmilch sogar vegan.
Meine Kinder lieben diesen Kuchen und eigentlich könnte ich ihn jede Woche backen. Wäre auch gar nicht schlimm. Er ist dank vieler Äpfel, Vollkornmehl und Nüssen eine gesund Nachmittagsleckerei und auch die Vanillesauce darf hier gerne mit dem Löffel gegessen werden.
Mein kleinster Sohn isst nämlich am liebsten nur die Sauce und lässt den Kuchen – bis auf den Teigrand – links liegen.

Ich werde aus unserem Äpfelvorrat noch einige Kuchen backen und mich dann auf die Frühlingsbäckerei stürzen.
Uns erwarten Erdbeer-Windbeuteltorte, Rhabarber-Aprikosen-Streuselkuchen, Erdbeer-Pinienkern-Kuchen und Himbeer-Schwarzwaldtorte – alles mit vollwertigen Zutaten und natürlich gesüßt. Die lecker fluffigen Frühlingswaffeln mit Rhabarber sind natürlich auch nicht zu verachten.
Jetzt fehlt nur noch die Sonne!

Apfel-Mandel-Kuchen
für eine 26er Springform

200 g Dinkelvollkornmehl
1/2 TL Weinstein Backpulver
30 g Kokosblütenzucker
1 EI
60 g Kokosöl (oder Butter)
1 EL Wasser

2 Eier
50 g Kokosöl (oder Butter)
80 g Mandelmus
30 g Ahornsirup
1/2 EL Rum
2 EL Dinkelmehl
1/2 TL Weinstein Backpulver
100 mL naturtrüber Apfelsaft
60 g gehackte Mandeln
Salz

3 (etwa 600 g) säuerliche Äpfel
50 g gehobelte Mandeln

Für den Boden das Kokosöl oder Butter leicht erwärmen.
Mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
Eine 26er Springform mit Backpapier auslegen und aus dem Teig einen Boden und einen etwa 2-3 cm hohen Rand formen.
Springform bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Nun die Füllung zubereiten.
Wer mag röstet die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Öl bis sie duften. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Kokosöl oder Butter, dem Mandelmus, Ahornsirup und Rum cremig rühren.
Dinkelmehl und Backpulver mischen und unterrühren.
Apfelsaft und gehackte Mandeln ebenfalls zugeben und glatt rühren.
Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unterheben.
Die Äpfel entkernen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
Unter den Teig heben und alles auf den Boden in die Springform verteilen.
Kuchen mit gehobelten Mandeln bestreuen und für 35-40 min backen.
Aus der Form lösen und abkühlen lassen.
Dazu gibt es leckere Vanillesauce.

schnelle Vanillesauce
vegan

300 mL + 3 EL Mandelmilch (oder Vollmilch)
1 Vanilleschote
2 TL Kokosöl
20 g (2 gestrichene EL)Speisestärke
3 EL Reissirup
Kurkuma

Mandelmilch in einen Topf geben.
Vanilleschote auskratzen und das Mark, sowie die Schote in die Milch geben.
Alles aufkochen und bei niedrigster Hitze 10 Minuten ziehen lassen.
Reissirup, Kokosöl und eine Prise Kurkuma (für die gelbe Farbe) unterrühren.
3 EL Mandelmilch mit der Speisestärke glatt rühren und mit einem Schneebesen in die Vanillemilch rühren.
Unter rühren alles aufkochen lassen bis die Sauce dicklich und cremig ist.
Topf vom Herd nehmen und Vanillesauce in einen Krug abfüllen und abkühlen lassen.

Wie aus 1001 Nacht {Huhn-Aprikosen-Tagine mit rote Linsen Couscous}

Seit unserer Marokkoreise im Jahr (grübel) 2008 (glaube ich – ach Du meine Güte bin ich alt) sind wir der orientalischen Küche verfallen.
Wir lieben Tagine und Couscous – die Gewürze und Gerüche nach Orient und fremden Welten.
Leider kann ich unsere Tagine seit unserem Umzug nicht mehr verwenden, sondern nur noch als Dekoelement benutzen.
Wir haben sie bei unserer Rundreise mitgebracht und da sie original aus Ton ist, ist sie auf unerem Induktionsfeld nicht zu gebrauchen.
Ich spare allerdings auf eine induktionsfeldtaugliche Tagine von LeCreuset – die kostet in einer Größe für 5 und mehr Personen allerdings so ein klitze kleines bisschen…

Bis dahin bereite ich orientalische Schmorrgerichte in einem normalen Alugusstopf zu. Vielleicht wird es nicht ganz so zart und aromatisch – aber immer noch so wahnsinnig lecker – Geschmacksexplosion.
Taginegerichte dauern normalerweise sehr lange. Fleisch und Gemüse werden langsam geschmorrt bis alles weich und saftig und wunderbar würzig ist.
Im Alltag muss es aber meist schnell gehen und daher bin ich froh, dass diese schnelle Tagine auch herrlich lecker ist und in Windeseile auf dem Tisch steht.
Mein Sandwichsohn liebt sie sehr. Hühnchen und getrockenete Aprikosen sind für ihn einfach eine sehr beliebte Kombination. Dazu liebe ich Couscous mit roten Linsen, Datteln und Mandeln.
Den Couscous könnte ich auch einfach so – schüsselweise – essen. Hulsenfrüchte sind zudem sehr gesund und eiweißreich. Die Beilage ist auch sehr schnell zubereitet und steht innerhalb von 20 Minuten fertig auf dem Tisch – perfekt!
Dieses Gericht schmeckt mit Hähnchenschenkelfleisch am besten. In Australien habe ich es fertig ausgelöst ohne Knochen und Haut kennen gelernt. Dort habe ich nur damit gekocht. Es schmeckt sehr saftig und aromatisch. Hier bekommt man es in dieser Form nicht so oft zu kaufen. Ihr könnt aber euren Metzger danach fragen oder es selbst vom Knochen und der Haut befreien – oder einfach Innenbrustfilet verwenden.

Huhn-Aprikosen-Tagine
für 4 Personen

700 g ausgelöstest Hähnchenschenkelfleisch ohne Haut (Alternativ: Huhninnenbrustfilet)
1 große Zwiebel
25 g Ingwer
1 TL gemahlener Koriander
Kokosöl
1/4 TL Safranfäden
2 Cylon Zimtstangen
75 g getrocknete Aprikosen
250 g Möhren
Meersalz
Korianderblätter

Zwiebeln schälen und würfeln.
Ingwer schälen und fein reiben.
Einen großen Schmorrtopf erhitzen und das Fleisch in 1 bis 2 TL Kokosöl scharf anbraten.
Herausnehmen und beiseitestellen.
Einen weiteren TL Kokosöl im Topf erhitzen und Zwiebeln, Ingwer und Koriander sanft darin anbraten bis die Zwiebeln glasig sind.
Aprikosen halbieren und mit Safranfäden und Zimtstangen zu den Zwiebeln geben.
Möhren schälen, dritteln und in feine Stifte schneiden.
Zusammen mit 150 mL Wasser, einer guten Prise Salz und dem Hähnchenfleisch in den Topf geben.
Aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für 20 Minuten köcheln.
In dieser Zeit den Couscous zubereiten (Rezept siehe unten).
Nun den Deckel abnehmen und für weitere 10 Minuten leicht einkochen lassen.
Mit dem rote Linsen Couscous auf Tellern verteilen und mit frischen Korianderblättern bestreuen.
Genießen!

rote Linsen Couscous mit Datteln und Mandeln
für 4 Personen

30 g gestiftete Mandeln
100 g rote Linsen
1 Zwiebel
Kokosöl
Meersalz
100 g Couscous
2 Medjool Datteln
Zimt

Mandeln in einem Topf ohne Fett rösten bis sie duften und leicht braun sind.
Herausnehmen und beiseitestellen.
Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
1 TL Kokosöl im Topf erhitzen und Zwiebelringe mit 1/2 TL Meersalz bei niedriger Hitze glasig dünsten.
Linsen zugeben und 400 mL Wasser angießen.
Aufkochen und für 10 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.
Couscous einstreuen, umrühren und für 5 Minuten weiterköcheln.
Die Datteln in dünne Scheiben schneiden und mit Mandeln und einer Prise Zimt unter den rote Linsen Couscous rühren.

Puddingbauch Osterhase {leckere Hefeteilchen mit Einkornmehl für das Osterfest}

Die Kleinkindzeit ist so wunderbar. Die Kleinen glauben noch an das Christkind, die Zahnfee und den Osterhasen. Auch wenn mein großer Sohn am Samstag bereits 6 Jahre alt geworden ist und nun wirklich nicht mehr zu den Kleinkindern zählt, so glaubt er auch noch an die Fabelwesen und ich genieße diese zauberhafte Zeit.
Die drei waren am Samstag so aufgeregt. Es kam aber auch viel zusammen. Der Geburtstag vom Großen und die Vorfreude auf den Osterhasen.
Wie jeden Ostersonntag habe ich mir früh den Wecker gestellt um Hot Cross Buns und Puddingbauch Hasen zu backen – und natürlich um den Osterhasen zu spielen.
Zum Glück hat sich das Wetter gehalten und ich konnte alles im Garten verstecken.
Gleich nach dem Aufwachen der beiden Großen haben sie von ihrem Zimmer im oberen Stockwerk das ein oder andere Ostergeschenk erspäht und waren sehr aufgeregt, dass der Osterhase wirklich da war.

Nachdem alles gefunden, ausgepackt und bestaunt wurde, konnten wir gemütlich frühstücken und meine gebackenen Osterleckerein verspeisen.

Neben den obligatorischen Hot Cross Buns haben sie Jungs sich Osterhasen gewünscht. Ich war die letzten Jahre nie wirklich zufrieden mit meinen gebackenen Hasen.
Ich probierte also wiedermal etwas anderes aus und verpasste den Hefeteighasen aus Dinkel- und Einkornmehl einen dicken Puddingbauch.
Vom Ergebnis sind die Jungs ganz begeistert. Sie schmecken wirklich richtig lecker. Genau richtig dezent süß und der Hefeteig ist so schön locker und saftig.
Den Puddingbauch haben die Jungs mit einem Löffel rausgekratzt und danach den Rest der Hasen mit Butter gegessen.
Die Puddingfüllung war wirklich das allerleckerste für die Jungs und ich denke, dass ich das Rezept nochmal als Puddingkränze backen werde, so gut waren sie.

Die Hasen schmecken wunderbar zum Osterfrühstück und machen sich ebenso gut zu Kaffee und Kuchen am Nachmittag.
Wie sie am nächsten Tag schmecken, können wir nicht sagen – hier blieb kein Hase übrig – aber ich denke, dass sie sich gut verpackt locker einen Tag halten und einfrieren kann man sie mit Sicherheit auch.
Da die Butter sehr weich sein muss, wiege ich diese am Abend vorher ab und lasse sie, ebenso wie die Eier, bei Raumtemperatur draußen stehen. Am nächsten Tag ist dann alles bereit um verbacken zu werden.

Puddingbauch Osterhasen
für 6-8 Stück

300 g Einkornvollkornmehl (Alternativ Dinkelvollkornmehl)
200 g Dinkelmehl 630
21 g frische Hefe
200 mL Milch oder Mandelmilch
3 EL Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
75 g weiche Butter
1 TL Salz
1 Bio Ei, L
12-16 Rosinen

Puddingsfüllung:
250 g Bio Magerquark
25 g weiche Butter
50 g Reissirup (Alternativ 60 g Ahornsirup)
2 Bio Eier, L
20 g Speisestärke
eine Prise Kurkuma
1 TL gemahlene Vanille oder Vanilleextrakt
18-24 Himbeeren

Die Milch lauwarm erwärmen, die Hefe zerbröckeln und alles glatt rühren.
Hefemilch 5 Minuten ruhen lassen.
Die Mehlsorten, den Zucker und das Salz mischen.
Die sehr weiche Butter, das Ei und die Hefemilch zugeben und alles zu einen glatten Teig verkneten.
Zu einer festen Kugel formen, mit Mehl bestäuben und in eine Schüssel legen.
Mit Frischhaltefolie bedeckt für eine Stunde gehen lassen.
In der Zeit die Puddingfüllung anrühren.
Dafür die Magerquark mit der sehr weichen Butter glatt rühren.
Den Reissirup, Kurkuma, Vanille und Speisestärke unterrühren.
Ein Ei, sowie ein Eigelb, ebenfalls mit einrühren.
Teig in 6 bis 8 Portionen teilen und zu Hasen formen.
Am Bauch eine große Vertiefung formen und die Ränder hochziehen, so dass eine schöne Kuhle für den Pudding entsteht.
Mit Rosinen Augen in die Hasen drücken und Hasen auf zwei Backbleche verteilen.
Hasen zugedeckt für weitere 5-10 Minuten gehen lassen.
Die Puddingfüllung auf die Hasen verteilen und jeweils 3 Himbeeren darauf geben.
Den restlichen Hasen mit Eiweiß bestreichen und bei 165°C für 15-20 Minuten backen (je nach Größe der Hasen).

Hot Cross Buns für das Osterfrühstück {lecker und gesund mit Einkornmehl und natürlich gesüßt}

Auf ein paar Leckerein aus meiner Küche freue ich mich 365 Tage im voraus.
Wie an Weihnachten gibt es bei uns auch an Ostern Backwaren und leckere Gerichte, die es nur dann und nur einmal im Jahr gibt.
Meine allerliebsten, aller, allerliebsten Backwaren sind Hot Cross Buns und es ist eine Schande, sie nur einmal im Jahr zu essen. Aber dafür ist die Vorfreude unglaublich groß.

Diese Köstlichkeiten habe ich während meiner AuPair Zeit in Australien kennengelernt. Ich war nämlich genau zu der Osterzeit in Down Under.
Hot Cross Buns schmecken so unglaublich locker, saftig und lecker. Im Gegenzug zu Rosinenbrötchen werden sie mit Korinthen gebacken und mit Gewürzen verfeinert. Oben oben drauf bekommen sie ein Kreuz aus einem Mehl-Wasser-Gemisch. Daher auch der Name „Hot Cross“.

Normalerweise werden sie mit Zucker, Butter und Weizenmehl gebacken. Sie sind zwar nicht so ungesund wie Kuchen oder Muffins, aber auch keine wirklich gesunden Frühstücksbrötchen.
Ich habe sie mit Einkorn- und Dinkelmehl gebacken und natürlich gesüßt mit Birkenzucker. Butter habe ich aber verwendet. Besonders viel kommt nicht rein und sie schmecken dadurch einfach wunderbar saftig. Wer mag kann hier natürlich Kokosöl oder Apfelmark verwenden. Ein bisschen Schlemmen ist aber an Ostern durchaus erlaubt.

Sie halten sich einen Tag lang frisch und lassen sich auch gut einfrieren. Ich backe sie immer an Ostersonntag und wir vernaschen sie dann beim Osterfrühstück am Sonntag und Montag.
Aus den Resten kann man auch prima meinen Brotauflauf machen. Da weiß ich gar nicht, auf was sich die Jungs mehr freuen. Frühstück mit Hot Cross Buns oder Brotauflauf aus den Resten zum Abendbrot?
Dieses Jahr habe ich den Teig zum ersten Mal über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Ich wollte mir in der Früh ein wenig Arbeit ersparen, da ich morgens auch noch Puddingbauch Osterhasen backen wollte (Rezept dazu folgt morgen).
Es ging ganz wunderbar und ich werde es nun jedes Jahr so machen.
Vielleicht habt ihr ja die Zutaten zufällig im Haus und könnt heute Abend noch flix den Teig ansetzen. Dann habt ihr morgen ein wunderbar leckeres Frühstück!

Hot Cross Buns
ergibt 12 Brötchen

100g Korinthen
1 TL Zimt
Salz
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1/2 TL Mixed Spice*
250 g Dinkelmehl 630
200 g Einkornvollkornmehl (Alternativ Dinkelvollkornmehl)
42 g frische Hefe
40 g Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
1 Ei, L
50 g Butter oder Kokosöl
150 mL Milch oder Mandelmilch

4 EL Dinkelmehl 630
Wasser

*Mixed Spice
alle Gewürze in gemahlener Form mischen
2 TL Zimt
1 TL Koriander
1/4 TL Nelken
1/4 TL Fenchelsamen
1/4 TL Ingwer
1/4 TL Muskatnuss

Korinthen in eine Schüssel geben, mit warmen Wasser übergießen und quellen lassen.
Mehl mit Gewürzen, einer Prise Salz und Birkenzucker mischen.
Milch lauwarm erwärmen, die Hefe darin auslösen und 5 Minuten stehen lassen.
Butter schmelzen, mit dem Ei und der Hefemischung zum Mehl geben und zu einem glatten Hefeteig verkneten.
Korinthen abtropfen lassen und zum Schluss kurz unterkneten.
Hefeteig zu einen festen Ball formen, in eine bemehlte Schüssel legen und mit Frischhaltefolie abdecken.
Den Teig entweder für eine Stunde gehen lassen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Wenn der Teig im Kühlschrank gegangen ist, nimmt man ihn morgens heraus und lässt ihn etwa 30 Minuten auf Raumtemperatur kommen.
Den Teig in 12 Stücke teilen und zu Brötchen rollen.
Auf ein Backblech setzen und mit einem scharfen Messer tiefe Kreuze einritzen.
Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für 20 Minuten gehen lassen.
In der Zeit die 4 EL Dinkelmehl mit etwa 2-4 EL Wasser zu einer dicken Paste rühren. In einen Gefrierbeutel geben, eine Ecke abschneiden und ein Kreuz in die eingeritzten Brötchen spritzen.
Hot Cross Buns bei 200°C für 15 Minuten goldgelb backen.
Warm schmecken sie am besten!

Hirse Chia Porrdige mit Datteln, karamellisierten Bananen und Erdbeeren {für einen gesunden Start in den Tag}

Trotz Zeitumstellung komme ich derzeit morgens ganz gut aus den Federn.
Ich bin zwar unheimlich müde aber irgendwie macht es mir trotzdem nichts aus in aller Frühe aus dem Bett zu steigen.
Das liegt vielleicht auch an der Vorfreude auf mein Frühstück.
Ich bin ein totaler Frühstücksmensch. Ich liebe Frühstücken und freue mich schon abends darauf.
Besonders am Wochenende ist es so gemütlich und lecker mit frisch gebackenen Brötchen, heißem Kaffee und viel Obst und Gemüse.
Aber auch unter der Woche ist Frühstück meine liebste Mahlzeit. Ich esse immer warm und dazu Rohkost und eine große Tasse Tee.

Derzeit bin ich im Hirseporridge Himmel. Ich esse ihn jeden Tag – immer ein wenig anders kombiniert. Mal als Mandel-Hirse-Porridge, mal ein cremigen Hirse Chia Porridge.
Als Topping muss bei mir immer Sojaghurt drauf. Den liebe ich einfach. Und wenn ich Zeit und Muße habe mache ich mir noch karamellisierte Bananen dazu und seit letzter Woche wandern auch ein paar Erdbeeren mit rein. Die Kombination ist unschlagbar. Oben drauf noch Mandeln und Pistazien und selbst meine drei Morgenmuffel können mir den Morgen nicht vermiesen.

Ich weiche die Hirse immer am Abend ein. Das macht keine Arbeit und der Körper kann die Nährstoffe besser aufnehmen. Man kann die Hirseflocken aber auch einfach so, frisch am Morgen, kochen.
Hirse ist so gut für den Körper. Sie ist randvoll mit Eisen und mag es am liebsten neben Vitamin C haltigen Obst, da so das Eisen besser aufgenommen wird. Die Erdbeere ist also ein guter Partner. Milchprodukte mag Eisen dagegen gar nicht und daher würde ich den Porridge immer vegan mit Milchalternativen wie Nuss-, Getreide- oder Sojamilch kochen.
Das schmeckt zudem noch unglaublich gut.

Anstelle von Hirseflocken nehme ich auch gerne ganze Hirse. Das wird dann ein wenig kerniger, aber immer noch so schön cremig.
Wenn man den Porridge allein isst kann man auch nur eine Portion machen und rechnet einfach die Zutaten runter. Oder man macht das ganze Rezept und erwärmt eine Portion morgens noch einmal kurz. Vielleicht muss man dann noch ein bisschen mehr Flüssigkeit zugeben, da der Porridge nochmal nachdickt.

Ich koche meine Portion morgens immer frisch.
Meine Jungs essen morgens lieber Haferflocken mit Milch und ungesüßten Reis Flips. Porridge möchten sie vielleicht einmal die Woche, ansonsten essen sie lieber kalt.

 

Hirse Chia Porridge mit Datteln, karamellisierten Bananen und Erdbeeren
für 3-4 Portionen

120 g Hirseflocken (Alternativ: Hirse)
350 mL Haferdrink oder Mandelmilch
3 EL (20 g) Chia Samen
2 TL gemahlener Cylon Zimt
1 TL gemahlene Vanille
Meersalz
3 EL (30 g) gemahlene Erdmandeln (Alternativ: gemahlene Mandeln)
2 Medjool Datteln (oder 3-4 Deglet Nour Datteln)
2 feste Bananen
4-6 große Erdbeeren
3 TL Kokosöl
Topping nach Wahl je Portion:
1-2 EL Sojaghurt oder Kokoscreme
gehackte Nüsse, Quinoa Pops, Kakao Nibs, Pistazien

Optional: Die Hirseflocken in einen Topf geben und mit reichlich Wasser bedecken. Über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen.

Die Datteln entkernen und hacken.
Mit den Chia Samen, Zimt, Vanille, eine Prise Salz und den Erdmandeln zu den Hirseflocken in den Topf geben.
Mit 500 mL Wasser und der Getreide- oder Nussmilch bedecken, den Deckel auflegen und aufkochen lassen.
Bei niedrigster Stufe für 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Bananen schälen und in dicke Scheiben schneiden. Erdbeeren von den Blättern entfernen und ebenfalls in Scheiben schneiden.
Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Bananenscheiben bei starker Hitze kurz anbraten. Dann den Herd auf mittlere Stufe zurückschalten und für 2-3 Minuten weiter braten.
Bananenscheiben umdrehen, Erdbeerscheiben zugeben und für 5 Minuten fertig braten.
Porridge umrühren und auf 4 Schüsseln verteilen.
Nach Belieben einen Klecks Sojaghurt oder Kokoscreme draufgeben, Bananen- und Erdbeerscheiben zugeben und mit gehackten Nüssen, Quinoa Pops oder Kakao Nibs bestreuen.

süße Bohnencookies {neue Lieblingsnascherein meiner Jungs}

Am Wochenende bin ich ziemlich oft in der Küche vorzufinden. Nach dem Frühstück kommen mir da irgendwie immer viele Ideen zu neuen Rezepten und ich bin dann so voller Tatendrang, dass ich augenblicklich ans Werk muss.
Manchmal muss ich mich dann aber doch gedulden. Nämlich dann, wenn die neue Rezeptidee Zeit beansprucht. Arbeite ich mit Hülsenfrüchten, so verwende ich fast ausschließlich die getrocknete Form und weiche diese über Nacht ein. Ich habe zwar auch ein paar Dosen Kichererbsen und Bohnen im Vorratskeller, falls mich abends der Heißhunger auf Hummus überkommt, aber normalerweise koche ich lieber frisch.
Zum einen ist es um Welten günstiger und zum anderen schmeckt es besser und ist frei von jeglichen Zusätzen (wobei ich bei der Dosenware auch immer drauf achte, dass nur die Hülsenfrüchte, Salz und Wasser verwendet werden).

Die Mühe des Einweichens und Kochens lohnt sich bei den süßen Bohnencookies auf alle Fälle.
Sie werden nur natürlich, mit Kokosblütenzucker, gesüßt und da sie ganz ohne Mehl gebacken werden, sind sie Glutenfrei und zudem Laktosefrei und vegan.
Also eigentlich für jegliche Unverträglichkeit geeignet. Nussallergiker wählen ein Nussmus das sie vertragen.

Meine Jungs haben zum Glück keinerlei Allergien und ich bin sehr froh, mir darum keine Gedanken machen zu müssen.
Die drei lieben die Bohnencookies. Mein großer Sohn meinte, dass die Kekse so so lecker sind, dass er die immer essen könnte und ich solle sie ganz oft backen.
Na, wenn das mal kein Kompliment ist. Sie dürfen dabei gerne öfter zugreifen. Hülsenfrüchte liefern gutes Eiweiß und Ballaststoffe und Bananen, Datteln und Mandeln geben Energie und füllen den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen auf.

Ganz frisch gebacken schmecken die Cookies am selben Tag einfach am besten.
Aber man kann sie eine Woche luftdicht verschlossen aufbewahren. Sie sind ein beliebter Nachtisch bei uns oder eine Nachmittags-Leckerei mit Apfeltee.
Mit den Früchten und Nüssen kann man dabei gerne experimentieren und nehmen, was einem schmeckt. Wer mag schummelt noch ein paar Stückchen, mit Kokosblütenzucker gesüßte, Schokolade mit rein und in den Wintermonaten ganz viel Zimt.
Falls ihr Maulbeeren noch nicht kennt, solltet ihr sie einmal ausprobieren. Wir essen sie wirklich gerne und sie bieten eine leckere Abwechslung zu Rosinen. Als Alternative können Rosinen, Korinthen oder Cranberries verwendet werden.

süße Bohnencookies
ca. 20 Stück

60 g getrocknete weiße Bohnen
60 g getrocknete Kichererbsen
Alternativ: 250 g Kichererbsen oder weiße Bohnen aus der Dose
40g Kokosblütenzucker
1 TL gemahlene Vanille
1 TL Weinsteinbackpulver
1 reife Banane (ca. 150 g)
70 g Nussmus
Salz
100 g zarte Haferflocken
50 g Mandelmilch
40 g Maulbeeren (Alternativ: Rosinen)
40 g gehobelte Mandeln
70 g Datteln

Die weißen Bohnen und Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag abtropfen lassen und mit frischem Wasser für 45 Minuten köcheln lassen.
Wasser abgießen und abkühlen lassen.
Alternativ Kichererbsen oder Bohnen aus der Dose in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Die Bohnen und Kichererbsen mit dem Kokosblütenzucker, Vanille, Backpulver, Banane, Nussmus und einer Prise Salz mit dem Stabmixer oder im Mixer glatt pürieren.
Haferflocken und Mandelmilch zugeben und ganz kurz pürieren.
Maulbeeren und Datteln hacken und zusammen mit den Mandeln unterkneten.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und je 1 EL des Teigs zu etwa 20 Bällchen formen und auf das Blech legen.
Bällchen gut platt drücken (Cookies verändern ihre Form beim Backen nicht).
Cookies bei 180°C für 18 Minuten backen.
Abkühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

Als kleine Aufmerksamkeit verschenke ich zwei oder drei Cookies gerne in einer hübschen Verpackung.
Die ist ziemlich schnell gemacht. Mit dem Stempelset „Perfect Mix“ von Stampin‘ Up und ein bisschen Band und Spitzendeckchen hat man schnell eine kleine Aufmerksamkeit für einen lieben Menschen.
Man sollte viel öfter Danke sagen oder jemanden einfach so eine kleine Freude machen. Das kostet weder viel Zeit noch Geld, macht aber glücklich.

Birnen Dattel Gugelhüpfle {so lecker kann gesund sein}

Die Regentropfen prasseln an unsere Fenster und es ist Vormittags so dunkel, dass ich Licht anmachen muss.
Diese Woche ist wirklich trüb und so schmuddelig kalt. Uh bäh.
Den Jungs macht das wie immer nichts aus. Im Gegenteil. Sie freuen sich eigentlich immer wenn es regnet, da sie dann ihre Gummistiefel und Matschhosen anziehen können.

Ich bleibe lieber daheim und backe etwas Leckeres um es nachmittags mit einer großen Tasse Tee naschen zu können. Sauwetter regt in mir immer schon das Bedürfnis zu Backen.
Auf meinem letzten Bastelworkshop habe ich ein zuckerfreies Buffet aufgebaut, dass die Teilnehmer bei einer kleinen Pause stürmen konnten.
Am besten kamen die Birnen-Dattel-Gugelhüpfle an. Auch bei meinen Jungs stehen sie an erster Stelle. Sie sind aber auch lecker. Total saftig und süß. Und das ganz ohne Zucker und nur mit Datteln gesüßt. Für die drei müssen sie natürlich eine Haube aus (Birken)Puderzucker haben und – ganz wichtig – meine zuckerfreien „Zuckerperlen“ oben drauf.
Ich bevorzuge die Hüpfe ja nackig. Also ohne Guss – dafür mit einer fruchtigen Himbeersauce, die in Rekordzeit gemacht ist.

Die Sauce ist so herrlich cremig und einfach nur köstlich. Eigentlich ist es ratsam gleich einen ganzen Liter davon zu machen.
Sie schmeckt so gut zu Eis, in Joghurt, zu Waffeln, Kuchen, Pancakes – zu allem!
Man kann auch Heidelbeeren oder Brombeeren verwenden. Alles einfach nur gut!

Falls ihr mit dem Gedanken spielt mal einen zuckerfreien Kuchen auszuprobieren, dann ist das hier das richtige Rezept!
Die Gugelhüpfe schmecken süß und keiner würde dabei an ein gesundes Kuchenrezept denken. Ehrlich. Probiert es einfach aus!
Für Gäste und Neulinge zum Thema gesunde Leckerein backe ich die Hüpfe immer nur mit Dinkelmehl 630. Das ist für die allgemeinen Geschmacksknospen am schmackhaftesten.
Die Jungs und ich mögen sie mit Buchweizenvollkornmehl aber noch lieber.
Auf alle Fälle sind sie auch 1- 2 Tage später noch sehr frisch und saftig und können sogar zum Frühstück genascht werden – dann aber lieber ohne Guss.
Für die Jungs schneide ich sie auch gerne in kleine Stücke und gebe ihnen ein paar davon mit in die Lunchbox in den Kindergarten.
Da kann ich mir auch sicher sein, dass sie wenigstens etwas von ihrer Brotbox essen und ich nicht wieder haufenweise Reste am Abend an meinen Mann verfüttern muss.

Birnen Dattel Gugelhüpfle
für 6 kleine Gugelhüpfe (ca. 10 cm Durchmesser)

80 g Datteln
80 g Kokosöl
2 Eier, L
Schale 1/2 Bio-Zitrone
100 g Dinkelmehl 630
60 g Buchweizenvollkornmehl (Alternativ: mehr Dinkelmehl 630)
30 g gemahlene Erdmandeln (Alternativ: gemahlene Mandeln)
1 TL Weinstein Backpulver
Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener Zimt
1-2 reife Birnen (insgesamt 300 g)
1-3 EL Mandelmilch
optional:
4 EL Birkenpuderzucker
2 EL Mandelmilch
zuckerfreie „Zuckerperlen“

Datteln in wenig warmen Wasser für 1-2 h oder über Nacht einweichen.
Kokosöl leicht erwärmen und mit abgetropften Datteln pürieren.
Eier nacheinander ebenfalls mitpürieren.
Die Mehlsorten mit dem Backpulver, Gewürzen und Erdmandeln in einer Schüssel mischen.
Zitronenschale und Dattel-Ei-Mischung zugeben.
Die Birnen entkernen und mit Schale grob reiben. Ebenfalls zum Mehl geben und alles gut vermischen.
Je nachdem wie saftig die Birnen sind, 1-3 Löffel Mandelmilch unterrühren, so dass ein geschmeidiger, zähfließender Teig entsteht.
6 kleine Gugelupfformen (ca. 10 cm Durchmesser) fetten und Teig gleichmäßig verteilen.
Bei 180°C für etwa 35 Minuten backen.
10 Minuten abkühlen lassen und stürzen. Nach dem vollständigen Abkühlen den Guss anrühren.
Hierfür den Birkenpuderzucker mit der Mandelmilch glatt rühren, die Gugelhupfe damit bestreichen und mit „Zuckerperlen“ bestreuen.
Mit der schnellen Himbeersauce auf den Tisch stellen und genießen.

schnelle Himbeersauce

300 g Himbeeren, tiefgekühlt
2 EL Reissirup oder Ahornsirup
1/4 TL gemahlene Vanille
1 EL Cashewmus

Himbeeren auftauen lassen und mit dem Sirup, Vanille und Cashewmus glatt pürieren.
Fertig!

zuckerfreie „Zuckerperlen“ {schöne Streudeko mal ganz gesund}

Kommt es nur mir so vor, oder hat sich der März als April verkleidet? Das Wetter geht rauf und runter – meine Stimmung auch.
Der Wechsel warm – kalt, Sonne – Regen macht mir immer zu schaffen und obwohl die Jungs nachts durchschlafen, bin ich einfach Dauermüde.
Eigentlich bin ich ein Freund des Winters, aber so langsam bin selbst ich bereit für den Frühling. Meine dicken Winterjacken dürfen ruhig zurück in den Schrank verschwinden und erst im November wieder rauskommen.

Ich freue mich auf Ostern. Es ist so ein schönes Fest. Und für uns Christen auch so wichtig. Die Ostermesse ist mein liebster Gottesdienst. Leider gehen wir seit Jahren nicht mehr hin, da es für die Jungs einfach zu spät ist. Aber die ganze Stimmung in der Kirche zaubert mir immer eine Gänsehaut auf den ganzen Körper. Wenn es dann Licht wird und alles wieder hell ist. So berührend.
Die Jungs sind bereits ganz aufrege, weil in ein paar Wochen der Osterhase kommt. Ich wünsche mir jetzt schon mal bitte keinen Regen am Ostersonntag, damit ich morgens die kleinen Geschenke und ein paar Eier im Garten verstecken kann. Die staunenden Kinderaugen, die nach dem Aufwachen aus dem Fenster blicken um zu sehen, ob der Osterhase da war, sind unbezahlbar.

Nach dem Eiersuchen freue ich mich auf unser Osterfrühstück mit all den leckeren Sachen, die es nur einmal im Jahr bei uns gibt – und dazu natürlich jede Menge Rührei und Frühstücksmuffins.
Ich backe zwar seit einiger Zeit Zuckerfrei, dekoriere die Muffins und Kuchen für die Jungs aber weiterhin mit Zuckerperlen. Für sie ist das Gebäck dann einfach viel leckerer, denn das Auge isst ja mit und ich freue mich, wenn sie sich freuen.
Trotzdem war ich schon länger auf der Suche nach Zuckerperlen ohne Zucker. Leider bin ich nirgendswo fündig geworden.
Am Wochenende hatte ich dann die Eingebung einfach mal Quinoa Pops, die ich gerne auf meinen Porridge streue, einzufärben.
Vom Ergebnis bin ich ziemlich begeistert. Bunte Perlen, ganz ohne Zucker, verzieren jetzt unser Gebäck.
Die Jungs sind glücklich über ihre „Zuckerperlen“, ich bin glücklich, dass weniger Zucker aufgenommen wird. Win-Win!

Die Quinoa-„Zuckerperlen“ lassen sich in jeder beliebigen Farbe einfärben und halten sich, in einer Dose verpackt, ewig.
Natürlich kann man auch gepufften Amaranth oder Teff benutzen. Was man eben gerade da hat. Vor dem Verpacken auf alle Fälle gut trocknen lassen. Ich habe die Perlen einfach über Nacht in einer Schüssel stehen lassen. Ihr könnt sie aber auch gleich zum Dekorieren verwenden. Als „Kleber“ verwende ich einen Zuckerguss aus Birkenpuderzucker oder unseren Schokoladenguss aus Kakao, Reissirup und Kakaobutter.

zuckerfreie „Zuckerperlen“

1 Messerspitze Lebensmittelfarbenpaste
1 TL Wasser
4 EL Quinoa Pops (oder Amaranth, Teff)

Die Lebensmittelfarbenpaste in einer Schüssel mit dem Wasser glatt rühren.
Quinoa Pops dazugeben und zügig gut vermischen.
Trockenen lassen (1-2 Stunden, am besten über Nacht) und luftdicht verschlossen aufbewahren.

saftige Laugenbrötchen mit Pastinake und Dinkelvollkornmehl {beim Sonntagsfrühstück einfach mal Gemüse verstecken}

Unter der Woche essen die Kinder immer Müsli oder Haferflocken und ich verschiedene Porridge Variationen oder meinen Frühstücks Couscous.
Am Wochenende hingegen gehören für uns frisch gebackene Brötchen oder Baguette mit aufgeschnittenem Obst und Gemüse einfach zum gemütlichen Frühstück dazu. Selbstverständlich mit ein paar Tassen Kaffee und Kakao. Ab und an wünschen die Jungs sich noch eine große Portion samtig weiches Rührei dazu.

Ich liebe es einfach, wenn es morgens bereits nach frischem Gebäck duftet. Und noch warme Brötchen, direkt aus dem Ofen, gehören zu den leckersten Dingen auf dieser Welt.
Unser Repertoire an Sonntags-Brot und -Brötchen wird stets ausgeweitet.
Seit letzter Woche könnte ich aber eigentlich nur noch diese herrlich weichen Laugenbrötchen backen. Die schmecken sowas von gut! Sowas von gut!
Und das beste ist, man schummelt einfach so, ohne das es jemand schmeckt, ein bisschen Gemüse in das Frühstück!
Das Geheimnis sind Pastinaken. Klingt erstmal seltsam im Brotteig – ist aber der Wahnsinn. Sie machen den Teig so weich und saftig und dabei schmeckt man sie kein bisschen raus.
Wenn ich die Laugenbrötchens morgens backe, koche ich die Pastinaken bereits am Abend vorher. So spart man sich Zeit und sie kochen ja allein vor sich hin und machen keine Arbeit.
Alle benötigten Zutaten wiege ich zudem schon mal ab und stelle alles bereit. Dann ist man morgens gar nicht lange beschäftigt: Teig im Schlafanzug anrühren, halbe Stunde gehen lassen und sich währenddessen fertig machen, Brötchen formen, kochen, backen, reinbeißen und glücklich sein.
Das geht fast schneller als zum Bäcker zu laufen und schmeckt so viel besser.

Mein Mann und ich essen die Brötchen am liebsten mit grobem Meersalz. Für die Jungs mache ich aber lieber Sesam oder Mohn oben drauf. Man kann auch Kürbis- oder Sonnenblumenkerne oder Nüsse nehmen oder die Brötchen einfach so lassen wie sie sind.
Die Brötchen kommen vegan daher. Da ich, bis auf sonntags, morgens keine tierischen Produkte esse, versuche ich unsere Brötchen und Brot immer ohne Ei und Butter zu backen. Ab und an kommt das natürlich auch in den Backofen, aber für mich dann nur am Sonntag.
Ich friere die Hälfte der Brötchen nach dem Abkühlen direkt ein. Nach dem Auftauen schiebe ich sie noch einmal für ein paar Minuten in den Ofen und schwups, hat man frisch gebackene Laugenbrötchen. Wenn man also genug Platz im Gefrierschrank hat, lohnt es sich durchaus die Menge zu verdoppeln und nach dem Backen einzufrieren. Einmal Aufwand und genug Brötchen für die nächsten Wochenenden. Quasi homemade Aufbackbrötchen.

Laugenbrötchen mit Pastinake
8 Stück

200 g Pastinaken (vorbereitet gewogen, entspricht etwa 230 g)
300 g Dinkelmehl
300 g Dinkelvollkornmehl
42 g frische Hefe
1 TL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
25 g Margarine (oder Butter)
2 EL Natron
grobes Meersalz, Sesam, Mohn zum Bestreuen

Die Pastinaken schälen und klein schneiden.
In einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Für 20 Minuten weich kochen, abgießen und abkühlen lassen.
Mit einer Gabel fein Musen.
Die Hefe und den Kokosblütenzucker in 250 mL warmen Wasser auflösen und 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehlsorten abwiegen und zusammen mit dem Salz mischen.
Hefemilch, Pastinaken und Margarine zum Mehl geben und für 5-8 Minuten zu einem glatten Hefeteig kneten.
Abgedeckt für 30 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 190°C vorheizen.
Teig in 8 Stücke teilen und zu Brötchen formen. Abdecken und gehen lassen, bis das Laugenbad fertig ist.
2 L Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald es kocht, das Natron einstreuen und Temperatur runter schalten.
Die Brötchen in das Wasser gleiten lassen. Meist passen etwa drei Stück auf einmal in den Topf.
Brötchen für etwa 15 Sekunden ziehen lassen, umdrehen und weiter 15 Sekunden im Laugenbad lassen.
Rausnehmen, auf ein Backblech legen, sofort kreuzförmig einschneiden und mit Salz, Mohn oder Sesam bestreuen.
Wenn alle Brötchen fertig sind, das Backblech in den Ofen schieben und für 18-20 Minuten backen.

gesunde Rasselbande {wir und der Zucker}

Wenn man sich und seine Lieben gesund und ausgewogen ernähren möchte, kommt man nicht drum herum, sich mit dem Thema Zucker auseinander zu setzen.
Das Thema ist gerade sehr präsent in allen Medien. Das ist der erste Schritt zu mehr Aufklärung und mehr Bewusstsein zu dem Thema Zucker.

In den vergangenen Jahren, besser Jahrzehnten, wurde beim Thema gesunder Ernährung und Bekämpfung von Übergewicht hauptsächlich auf das Fett geachtet. Es wurde verteufelt und war anscheinend schuld an der immer weiter steigenden Zahl an Übergewichtigen Erwachsenen und Kindern.
Dass das alles ein Trugschluss ist, dürfte hoffentlich geklärt sein. Fett macht nicht per se fett. Natürlich ist zuviel Fett nicht gesund und macht dick. Aber das gilt hauptsächlich für die ungesunden Fette. Gesunde Fette sind wichtig für den Körper und dürfen keinesfalls zu wenig aufgenommen werden.

Ungesättigte Fettsäuren kommen beispielsweise in Nüssen, Leinsamen, Avocado, Oliven- und Traubenkernöl vor. Zuviel davon ist auch nicht gesund. Aber das gilt für alle Lebensmittel. In Maßen sind die gesunden Fette aber sehr wichtig und unterstützen die gesunde Ernährung und helfen sogar beim Abnehmen.
Ungesunde Fette hingegen sind, wie wohl bekannt, gesundheitsschädlich und sollten möglichst vermieden werden. Das sind die Fette, die in Fast Food Produkten und Chips vorkommen.

Aber was uns viel mehr zu schaffen macht, ist der Zucker, der in einem viel zu hohem Maß verzehrt wird.
Anstelle von Fett haben die Hersteller zu Zucker gegriffen um ihre Produkte schmackhafter zu machen. Diese wurden dann als besonders gesund und „light“ angepriesen, da sie ja fettarm sind.
Dabei wäre es viel hilfreicher, das gesunde Fett beizubehalten und dafür ganz auf den zugesetzten Zucker zu verzichten.
So kommt es, dass man unbewusst viel zu viel Zucker zu sich nimmt.

Für uns war ausgewogene Ernährung immer schon besonders wichtig und ich koche stets frisch und ohne Fertigprodukte. Ein paar einzelne vorgefertigte Produkte wie Rahmspinat habe ich aber trotzdem gerne gekauft. Das zählt für mich jetzt noch nicht so sehr als Fertigprodukt, da bin ich nicht so streng.
Seit etwas über einem Jahr achte ich jedoch nochmal besonders verstärkt auf unsere Lebensmittel und besonders auf den Zucker.

In vergangenem Jahr habe ich viel über Zucker gelernt. Vor allem wo er überall drin steckt.
Klar, in Schokolade und Gummibärchen ist Zucker enthalten. Das ist so klar wie Kloßbrühe. Und diesen Zucker sehe ich auch nicht als den gefährlichen an, denn er wird bewusst verzehrt.
Es ist der Zucker, den wir nicht erwarten, der uns ein Übermaß an diesen jeden Tag essen lässt.

Denn, auch wenn man denkt, ach Zucker esse ich gar nicht viel, so stimmt dies meist nicht. Geht einfach mal an euren Kühlschrank oder die Vorratskammer und lest euch die Rückseite eurer gekauften Produkte durch.
Ihr werdet erstaunt sein, wo überall Zucker drin ist. Ich war es auch. Eigentlich habe ich mir beim Einkaufen schon immer die Zeit genommen mir die Zutatenliste und Nährstofftabelle für meine gekauften Produkte durchzulesen. Aber bei manchen tat ich es nicht, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen bin, dass dort irgendwas drin sein könnte, was nicht drin sein sollte.
Das war ein Trugschluss. Ich stellte also fest, dass auch in Creme Fraîche, Spinat, Konserven, Tiefkühlgemüse und -obst und vielen weiteren Lebensmitteln teilweise erschreckende Mengen an Zucker zugesetzt sind. Warum das so ist, erschließt sich mir nicht und es ärgert mich.

Ich nahm mir die Zeit und habe über ein paar Wochen meine Einkäufe umgestellt. Es war nicht leicht unsere bevorzugten Produkte ohne Zuckerzusatz zu finden. Besonders bei Rahmspinat, Gewürzgurken und Sauerkraut habe ich bisher nur einen Anbieter gefunden, bei denen nur die Zutaten drin sind, die rein gehören. Beim Sauerkraut beispielsweise nur Sauerkraut und Gewürze.
Mittlerweile bin ich sehr routiniert und weiß genau wo ich welches Produkt kaufen kann. Es hat Zeit und Nerven gekostet, aber es hat sich gelohnt.
Bei ein paar Produkten wie Mayonnaise oder Wurstaufschnitt habe ich jedoch bis heute keine Marke ohne Zucker entdeckt.

Beim Thema Zucker gibt es unzählige Meinungen und Lebensweisen.
Es gibt diejenigen, denen es völlig egal ist, die, die etwas drauf achten und solche die ganz ohne Zucker auskommen. Die no-sugar Lebensweise wird zunehmend thematisiert.
Manche gehen dabei so weit und verzichten sogar auf Obst und zuckerhaltiges Gemüse.

Bei unserer Ernährungsumstellung habe ich erstmal angefangen alle versteckten Zucker weg zu lassen.
Ich finde, dass das ein wichtiger Schritt ist. Ich möchte Zucker nicht unwissend zu mir nehmen und dabei keine Kontrolle über die Menge haben. Ich sehe keinen Grund in herzhaften Gerichten Zucker zu verwenden, ohne dass ich dies weiß oder ahne.
Wenn man ein wenig darauf achte, ist es auch gar nicht so schwer.
Über die Zeit habe ich den Zucker immer weiter reduziert, habe den Zucker, den wir zum Backen verwenden, gegen Rohrohrzucker ausgetauscht und allgemein weniger verwendet.
Mitte letzten Jahres habe ich dann ganz darauf verzichtet.
Ich wollte es erstmal ein paar Wochen testen. Einfach mal bewusst keinen Industriezucker essen. Auf Dauer war das erstmal nicht geplant.
Aber mit der Zeit verliert man aber wirklich das Verlangen danach und so habe ich nicht wieder angefangen Zucker zu essen. Ich brauche das einfach nicht mehr.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal Zucker gekauft habe. Es ist lange her.

Dabei verteufel ich Zucker nicht allgemein. Zucker ist nicht böse oder unser Feind.
Bewusst genossen ist er ein Teil der Ernährung. Es geht einfach um das Zuviel und um den versteckten Anteil.
Komplett auf alle Zuckerarten würde ich auch nicht verzichten.
Ich möchte nur keinen Industriezucker und keine Weißmehlprodukte mehr zu mir nehmen. Denn auch diese werden im Körper zu Zucker umgewandelt.
Weißmehl haben wir schon vor vielen, vielen Jahren komplett ausgetauscht. Das ist für uns Normalität. Ich gehe dabei aber nicht soweit, dass ich im Restaurant oder bei Einladungen es auch komplett meide. Zu Hause gibt es das einfach nicht, wenn man eingeladen ist, ist das eine andere Sache.

Die Ernährungsweise kein Obst, keine Zuckeraustauschprodukte und gar zuckerhaltiges Gemüse ganz zu streichen passt nicht in unser Leben.
Zum einen würde ich Obst nie aus dem Ernährungsplan streichen da es sehr gesund und wertvoll für den Körper ist und zum anderen schmeckt es uns einfach viel zu gut.
Ich habe es allerdings ein wenig reduziert. Wenn ich könnte, würde ich den lieben langen Tag kiloweise Obst essen. Ich liebe Äpfel, Birnen, Beeren, Mangos, Kiwis, Orangen und und. Da muss ich wirklich auf die Menge achten, damit es nicht ausartet. Aber ganz weglassen? Niemals!
Wir fünf sind alle doch ziemliche Süßschnäbel und essen gerne Kuchen und Gebäck. Der Verzicht auf Zucker heißt jedoch nicht, dass man darauf verzichten muss.
Da wir weiterhin Zuckeraustauschprodukte zum Süßen verwenden, gibt es viele Möglichkeiten weiterhin leckere Kuchen zu backen, die keinen Industriezucker enthalten und nicht pappsüß sind.
Am liebsten verwende ich Reissirup, Trockenfrüchte wie Datteln und Backpflaumen, Bananen und Honig. Ahorn- und Dattelsirup haben bereits einen feinen Eigengeschmack und werten verschiedene Kuchen auf.
Außerdem verwenden wir gerne Kokosblütenzucker und Birkenzucker (Xylit). Wenn ich mir ein neues Rezept ausdenke oder bei einem bestehenden den Zucker austauschen möchte, überlege ich mir, welches Produkt am besten passt, ob ich einen Eigengeschmack haben möchte wie beim Honig oder lieber neutral wie beim Reissirup. Oft mische ich auch verschiedene Zuckeralternativen.
Es dauert ein wenig bis man sich an das andere Backen und Kochen gewöhnt hat, doch irgendwann wird es zum Alltäglichen.

Wenn man sich erfolgreich Zuckerentwöhnt hat, reicht einem auch eine viel geringere Süßkraft aus. Wenn meinem Mann der Kuchen nicht süß genug ist, ist er mir oft bereits viel zu süß.
Nach ein paar Wochen ohne Zucker habe ich gemerkt, wieviel weniger süß ich nun brauche. Kommen Gäste zu Kaffee und Kuchen zu uns, ist es für sie mit Sicherheit ungewöhnlich, da für sie mein Gebäck einfach sehr wenig süß schmeckt. Aber es schmeckt. Sogar richtig gut!
Auch unsere Jungs brauchen weniger süßes Gebäck. Kaufen wir mal etwas vom Bäcker für sie, ist es ihnen öfter viel zu süß.
Was jetzt nicht heißt, dass die drei nicht gerne süß essen.
Im Gegenteil. Sie naschen sehr gerne.

Obgleich ich für mich entschieden haben auf Industriezucker erstmal zu verzichten, so dürfen meine Kinder weiterhin Süßigkeiten essen.
Aber in Maßen. Als Nachtisch mal 3-4 Gummibärchen und im Sommer ein Eis ist vollkommen okay. Es bleibt jedoch die Ausnahme.
Ich verwöhne sie natürlich trotzdem. Backe leckere Plätzchen, Muffins und Kuchen und mache im Sommer fast täglich frisches Eis. Alles natürlich gesüßt und mit Vollkornprodukten und guten Zutaten. Es fehlt ihnen an nichts. Sie lieben meine Schokoladenmuffins oder das Bananen-Vanille-Eis genauso sehr wie Gekauftes – vielleicht sogar noch mehr.
Die ganzen süßen Kinderprodukte wie Joghurt, Frühstücksflakes und „gesunde“ Snacks haben wir alle ausgetauscht gegen zuckerfreie Varianten (bzw überhaupt noch nie gekaft) und die drei essen sie genau so gerne.
Es kostet vielleicht mehr Zeit, da man viel selber machen oder ein bisschen nach gesünderen Produkten suchen muss, aber das Wohlergehen meiner drei Jungs ist für mich das Allerwichtigste.
Sie haben Süßigkeiten viel mehr schätzen gelernt. Gibt es mal ein Stück Schokolade sind sie ganz aus dem Häuschen und freuen sich wie wild.
Gehen sie auf Kindergeburtstage oder Feiern, wie gerade aktuell, Karneval im Kindergarten, dürfen sie auch gerne zugreifen. Es ist nicht die Regel und sie genießen es dann.
Auch an Ostern und Weihnachten gibt es immer richtige Süßigkeiten für die drei. Die paar mal im Jahr habe ich gar kein Problem damit und wenn sie nach dem Essen nach Gummibärchen fragen, sage ich auch selten nein.
Sie sollen es nicht verboten bekommen, sondern den richtigen Umgang lernen und vor allem bewusst süß essen und nicht beispielsweise abends einen Joghurt, der 15% Zucker enthält und dabei gar nicht als Süßigkeit wahrgenommen wird.

Darum geht es bei uns. Zucker darf gegessen werden, aber ganz bewusst. Wenn man Nachmittags sagt, so, jetzt esse ich etwas Süßes und genießt dies, dann ist nichts falsches daran.
Aber nicht irgendwo im Senf oder Spinat einen Haufen Zucker zu sich nehmen. Ein paar Ausnahmen gibt es auch hier, denn ich möchte den Jungs beispielsweise ihre heiß geliebte Salami, Schinken und Lyoner nicht verbieten. Diese gibt es jedoch nicht ohne Zucker. Dabei achte ich  aber auf den Zuckergehalt und auf Bio Qualität. Ich esse selbst sehr wenig Wurst und habe mit Prosuitto und Geflügelwiener zwei Sorten ohne Zucker gefunden.

So leben wir in unserer Familie drei unterschiedliche Einstellungen zu Zucker.
Da bin ich, die komplett auf Industriezucker und Weißmehl verzichtet, mein Mann, der abends seinen Schokoriegel nascht, sich gerne ein Gebäck vom Bäcker kauft und auf der Arbeit auch nicht darauf achtet ob Zucker enthalten ist oder nicht und meine Jungs, die auch mal etwas Naschen dürfen aber generell nur natürlich gesüßte Gerichte und Backwaren bekommen.

Für uns ist das genau richtig. Wir sind alle glücklich mit unserem Modell und fühlen uns gut damit.
Jede Familie muss für sich den richtigen Umgang mit Zucker finden. Es gibt kein richtig oder falsch (na gut, den ganzen Tag nur Süßkram zu essen, ist jetzt nicht das Gesündeste).
Aber es lohnt sich mal über den Tellerrand hinaus zu schauen. Unsere Gäste sind immer sehr erstaunt, wenn ich nach dem Kuchen erzähle, dass ich keinen Zucker verwendet habe, sondern natürlich gesüßt habe. Es schmeckt allen trotzdem gut. Vielleicht weniger süß als gewohnt, dafür kommen aber die anderen Aromen viel besser zur Geltung. Natürlich ist man anfangs erstmal skeptisch allen Neunem gegenüber. Man sollte sich einfach mal trauen und einen Kuchen ohne Zucker backen und sehen was passiert.

Vielleicht nehmt ihr den heutigen Aschermittwoch als Stichtag um auch mal über euren Zuckerkonsum nachzudenken oder ein paar Wochen die zuckerfreie Ernährung zu testen.
Fangt am besten an, euch eure Produkte, die ihr bereits zu Hause habt, näher anzugucken. Bei der Nährwerttabelle und Inhaltsstoffen zu lesen ob und wieviel Zucker enthalten ist. Manchmal reicht der Wechsel zu einer anderen Marke bereits aus um einen Teelöffel Zucker am Tag zu sparen – ohne dass ihr es überhaupt merkt.