der allerleckerste Apfelkuchen {mit genial veganer Vanillesauce}

An unserem Apfelbaum sprießen die ersten Knospen und lassen auf eine reiche Ernte hoffen.
Die Boskopäpfel aus unserem Garten schmecken einfach gigantisch und damit kann kein anderer Apfel mithalten. Zudem ist alles Bio und erntefrisch auf dem Tisch.

Zu meinem Bedauern ist die Äpfelzeit aber nun wirklich vorbei und macht Platz für Beeren und Steinobst. Darauf freue ich mich besonders und auch meine Jungs sind überglücklich endlich wieder kiloweise Erdbeeren essen zu können.
Doch die Äpfel vermisse ich schrecklich. Wir verputzen meistens 5-6 Stück am Tag und die säuerlichen Sorten schmecken uns am besten.
Ein paar Wochen lang  bekommt man noch knackige Elster und ich horte bereits einige Säcke im Keller. Kühl, trocken und dunkel halten Äpfel sich eine gute Zeitlang – es sei denn, sie werden allzu schnell verspeist.

Das könnte bei uns recht schnell gehen, denn seit ich vor einiger Zeit einen herrlich leckeren Apfelkuchen das erste Mal gebacken habe, sind wir diesem total verfallen.
Er schmeckt so unglaublich lecker und am allerbesten mit einer cremigen Vanillesauce. Der Kuchen kommt dabei ganz ohne Industriezucker aus und die Vanillesauce wird ohne Ei zubereitet und ist dank Mandelmilch sogar vegan.
Meine Kinder lieben diesen Kuchen und eigentlich könnte ich ihn jede Woche backen. Wäre auch gar nicht schlimm. Er ist dank vieler Äpfel, Vollkornmehl und Nüssen eine gesund Nachmittagsleckerei und auch die Vanillesauce darf hier gerne mit dem Löffel gegessen werden.
Mein kleinster Sohn isst nämlich am liebsten nur die Sauce und lässt den Kuchen – bis auf den Teigrand – links liegen.

Ich werde aus unserem Äpfelvorrat noch einige Kuchen backen und mich dann auf die Frühlingsbäckerei stürzen.
Uns erwarten Erdbeer-Windbeuteltorte, Rhabarber-Aprikosen-Streuselkuchen, Erdbeer-Pinienkern-Kuchen und Himbeer-Schwarzwaldtorte – alles mit vollwertigen Zutaten und natürlich gesüßt. Die lecker fluffigen Frühlingswaffeln mit Rhabarber sind natürlich auch nicht zu verachten.
Jetzt fehlt nur noch die Sonne!

Apfel-Mandel-Kuchen
für eine 26er Springform

200 g Dinkelvollkornmehl
1/2 TL Weinstein Backpulver
30 g Kokosblütenzucker
1 EI
60 g Kokosöl (oder Butter)
1 EL Wasser

2 Eier
50 g Kokosöl (oder Butter)
80 g Mandelmus
30 g Ahornsirup
1/2 EL Rum
2 EL Dinkelmehl
1/2 TL Weinstein Backpulver
100 mL naturtrüber Apfelsaft
60 g gehackte Mandeln
Salz

3 (etwa 600 g) säuerliche Äpfel
50 g gehobelte Mandeln

Für den Boden das Kokosöl oder Butter leicht erwärmen.
Mit den übrigen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten.
Eine 26er Springform mit Backpapier auslegen und aus dem Teig einen Boden und einen etwa 2-3 cm hohen Rand formen.
Springform bis zur weiteren Verwendung in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

Nun die Füllung zubereiten.
Wer mag röstet die gehackten Mandeln in einer Pfanne ohne Öl bis sie duften. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
Die Eier trennen und das Eigelb mit dem Kokosöl oder Butter, dem Mandelmus, Ahornsirup und Rum cremig rühren.
Dinkelmehl und Backpulver mischen und unterrühren.
Apfelsaft und gehackte Mandeln ebenfalls zugeben und glatt rühren.
Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und unterheben.
Die Äpfel entkernen und in sehr dünne Scheiben schneiden.
Unter den Teig heben und alles auf den Boden in die Springform verteilen.
Kuchen mit gehobelten Mandeln bestreuen und für 35-40 min backen.
Aus der Form lösen und abkühlen lassen.
Dazu gibt es leckere Vanillesauce.

schnelle Vanillesauce
vegan

300 mL + 3 EL Mandelmilch (oder Vollmilch)
1 Vanilleschote
2 TL Kokosöl
20 g (2 gestrichene EL)Speisestärke
3 EL Reissirup
Kurkuma

Mandelmilch in einen Topf geben.
Vanilleschote auskratzen und das Mark, sowie die Schote in die Milch geben.
Alles aufkochen und bei niedrigster Hitze 10 Minuten ziehen lassen.
Reissirup, Kokosöl und eine Prise Kurkuma (für die gelbe Farbe) unterrühren.
3 EL Mandelmilch mit der Speisestärke glatt rühren und mit einem Schneebesen in die Vanillemilch rühren.
Unter rühren alles aufkochen lassen bis die Sauce dicklich und cremig ist.
Topf vom Herd nehmen und Vanillesauce in einen Krug abfüllen und abkühlen lassen.

Hot Cross Buns für das Osterfrühstück {lecker und gesund mit Einkornmehl und natürlich gesüßt}

Auf ein paar Leckerein aus meiner Küche freue ich mich 365 Tage im voraus.
Wie an Weihnachten gibt es bei uns auch an Ostern Backwaren und leckere Gerichte, die es nur dann und nur einmal im Jahr gibt.
Meine allerliebsten, aller, allerliebsten Backwaren sind Hot Cross Buns und es ist eine Schande, sie nur einmal im Jahr zu essen. Aber dafür ist die Vorfreude unglaublich groß.

Diese Köstlichkeiten habe ich während meiner AuPair Zeit in Australien kennengelernt. Ich war nämlich genau zu der Osterzeit in Down Under.
Hot Cross Buns schmecken so unglaublich locker, saftig und lecker. Im Gegenzug zu Rosinenbrötchen werden sie mit Korinthen gebacken und mit Gewürzen verfeinert. Oben oben drauf bekommen sie ein Kreuz aus einem Mehl-Wasser-Gemisch. Daher auch der Name „Hot Cross“.

Normalerweise werden sie mit Zucker, Butter und Weizenmehl gebacken. Sie sind zwar nicht so ungesund wie Kuchen oder Muffins, aber auch keine wirklich gesunden Frühstücksbrötchen.
Ich habe sie mit Einkorn- und Dinkelmehl gebacken und natürlich gesüßt mit Birkenzucker. Butter habe ich aber verwendet. Besonders viel kommt nicht rein und sie schmecken dadurch einfach wunderbar saftig. Wer mag kann hier natürlich Kokosöl oder Apfelmark verwenden. Ein bisschen Schlemmen ist aber an Ostern durchaus erlaubt.

Sie halten sich einen Tag lang frisch und lassen sich auch gut einfrieren. Ich backe sie immer an Ostersonntag und wir vernaschen sie dann beim Osterfrühstück am Sonntag und Montag.
Aus den Resten kann man auch prima meinen Brotauflauf machen. Da weiß ich gar nicht, auf was sich die Jungs mehr freuen. Frühstück mit Hot Cross Buns oder Brotauflauf aus den Resten zum Abendbrot?
Dieses Jahr habe ich den Teig zum ersten Mal über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Ich wollte mir in der Früh ein wenig Arbeit ersparen, da ich morgens auch noch Puddingbauch Osterhasen backen wollte (Rezept dazu folgt morgen).
Es ging ganz wunderbar und ich werde es nun jedes Jahr so machen.
Vielleicht habt ihr ja die Zutaten zufällig im Haus und könnt heute Abend noch flix den Teig ansetzen. Dann habt ihr morgen ein wunderbar leckeres Frühstück!

Hot Cross Buns
ergibt 12 Brötchen

100g Korinthen
1 TL Zimt
Salz
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
1/2 TL Mixed Spice*
250 g Dinkelmehl 630
200 g Einkornvollkornmehl (Alternativ Dinkelvollkornmehl)
42 g frische Hefe
40 g Birkenzucker oder Kokosblütenzucker
1 Ei, L
50 g Butter oder Kokosöl
150 mL Milch oder Mandelmilch

4 EL Dinkelmehl 630
Wasser

*Mixed Spice
alle Gewürze in gemahlener Form mischen
2 TL Zimt
1 TL Koriander
1/4 TL Nelken
1/4 TL Fenchelsamen
1/4 TL Ingwer
1/4 TL Muskatnuss

Korinthen in eine Schüssel geben, mit warmen Wasser übergießen und quellen lassen.
Mehl mit Gewürzen, einer Prise Salz und Birkenzucker mischen.
Milch lauwarm erwärmen, die Hefe darin auslösen und 5 Minuten stehen lassen.
Butter schmelzen, mit dem Ei und der Hefemischung zum Mehl geben und zu einem glatten Hefeteig verkneten.
Korinthen abtropfen lassen und zum Schluss kurz unterkneten.
Hefeteig zu einen festen Ball formen, in eine bemehlte Schüssel legen und mit Frischhaltefolie abdecken.
Den Teig entweder für eine Stunde gehen lassen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Wenn der Teig im Kühlschrank gegangen ist, nimmt man ihn morgens heraus und lässt ihn etwa 30 Minuten auf Raumtemperatur kommen.
Den Teig in 12 Stücke teilen und zu Brötchen rollen.
Auf ein Backblech setzen und mit einem scharfen Messer tiefe Kreuze einritzen.
Mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für 20 Minuten gehen lassen.
In der Zeit die 4 EL Dinkelmehl mit etwa 2-4 EL Wasser zu einer dicken Paste rühren. In einen Gefrierbeutel geben, eine Ecke abschneiden und ein Kreuz in die eingeritzten Brötchen spritzen.
Hot Cross Buns bei 200°C für 15 Minuten goldgelb backen.
Warm schmecken sie am besten!

Hirse Chia Porrdige mit Datteln, karamellisierten Bananen und Erdbeeren {für einen gesunden Start in den Tag}

Trotz Zeitumstellung komme ich derzeit morgens ganz gut aus den Federn.
Ich bin zwar unheimlich müde aber irgendwie macht es mir trotzdem nichts aus in aller Frühe aus dem Bett zu steigen.
Das liegt vielleicht auch an der Vorfreude auf mein Frühstück.
Ich bin ein totaler Frühstücksmensch. Ich liebe Frühstücken und freue mich schon abends darauf.
Besonders am Wochenende ist es so gemütlich und lecker mit frisch gebackenen Brötchen, heißem Kaffee und viel Obst und Gemüse.
Aber auch unter der Woche ist Frühstück meine liebste Mahlzeit. Ich esse immer warm und dazu Rohkost und eine große Tasse Tee.

Derzeit bin ich im Hirseporridge Himmel. Ich esse ihn jeden Tag – immer ein wenig anders kombiniert. Mal als Mandel-Hirse-Porridge, mal ein cremigen Hirse Chia Porridge.
Als Topping muss bei mir immer Sojaghurt drauf. Den liebe ich einfach. Und wenn ich Zeit und Muße habe mache ich mir noch karamellisierte Bananen dazu und seit letzter Woche wandern auch ein paar Erdbeeren mit rein. Die Kombination ist unschlagbar. Oben drauf noch Mandeln und Pistazien und selbst meine drei Morgenmuffel können mir den Morgen nicht vermiesen.

Ich weiche die Hirse immer am Abend ein. Das macht keine Arbeit und der Körper kann die Nährstoffe besser aufnehmen. Man kann die Hirseflocken aber auch einfach so, frisch am Morgen, kochen.
Hirse ist so gut für den Körper. Sie ist randvoll mit Eisen und mag es am liebsten neben Vitamin C haltigen Obst, da so das Eisen besser aufgenommen wird. Die Erdbeere ist also ein guter Partner. Milchprodukte mag Eisen dagegen gar nicht und daher würde ich den Porridge immer vegan mit Milchalternativen wie Nuss-, Getreide- oder Sojamilch kochen.
Das schmeckt zudem noch unglaublich gut.

Anstelle von Hirseflocken nehme ich auch gerne ganze Hirse. Das wird dann ein wenig kerniger, aber immer noch so schön cremig.
Wenn man den Porridge allein isst kann man auch nur eine Portion machen und rechnet einfach die Zutaten runter. Oder man macht das ganze Rezept und erwärmt eine Portion morgens noch einmal kurz. Vielleicht muss man dann noch ein bisschen mehr Flüssigkeit zugeben, da der Porridge nochmal nachdickt.

Ich koche meine Portion morgens immer frisch.
Meine Jungs essen morgens lieber Haferflocken mit Milch und ungesüßten Reis Flips. Porridge möchten sie vielleicht einmal die Woche, ansonsten essen sie lieber kalt.

 

Hirse Chia Porridge mit Datteln, karamellisierten Bananen und Erdbeeren
für 3-4 Portionen

120 g Hirseflocken (Alternativ: Hirse)
350 mL Haferdrink oder Mandelmilch
3 EL (20 g) Chia Samen
2 TL gemahlener Cylon Zimt
1 TL gemahlene Vanille
Meersalz
3 EL (30 g) gemahlene Erdmandeln (Alternativ: gemahlene Mandeln)
2 Medjool Datteln (oder 3-4 Deglet Nour Datteln)
2 feste Bananen
4-6 große Erdbeeren
3 TL Kokosöl
Topping nach Wahl je Portion:
1-2 EL Sojaghurt oder Kokoscreme
gehackte Nüsse, Quinoa Pops, Kakao Nibs, Pistazien

Optional: Die Hirseflocken in einen Topf geben und mit reichlich Wasser bedecken. Über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen.

Die Datteln entkernen und hacken.
Mit den Chia Samen, Zimt, Vanille, eine Prise Salz und den Erdmandeln zu den Hirseflocken in den Topf geben.
Mit 500 mL Wasser und der Getreide- oder Nussmilch bedecken, den Deckel auflegen und aufkochen lassen.
Bei niedrigster Stufe für 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Bananen schälen und in dicke Scheiben schneiden. Erdbeeren von den Blättern entfernen und ebenfalls in Scheiben schneiden.
Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Bananenscheiben bei starker Hitze kurz anbraten. Dann den Herd auf mittlere Stufe zurückschalten und für 2-3 Minuten weiter braten.
Bananenscheiben umdrehen, Erdbeerscheiben zugeben und für 5 Minuten fertig braten.
Porridge umrühren und auf 4 Schüsseln verteilen.
Nach Belieben einen Klecks Sojaghurt oder Kokoscreme draufgeben, Bananen- und Erdbeerscheiben zugeben und mit gehackten Nüssen, Quinoa Pops oder Kakao Nibs bestreuen.

süße Bohnencookies {neue Lieblingsnascherein meiner Jungs}

Am Wochenende bin ich ziemlich oft in der Küche vorzufinden. Nach dem Frühstück kommen mir da irgendwie immer viele Ideen zu neuen Rezepten und ich bin dann so voller Tatendrang, dass ich augenblicklich ans Werk muss.
Manchmal muss ich mich dann aber doch gedulden. Nämlich dann, wenn die neue Rezeptidee Zeit beansprucht. Arbeite ich mit Hülsenfrüchten, so verwende ich fast ausschließlich die getrocknete Form und weiche diese über Nacht ein. Ich habe zwar auch ein paar Dosen Kichererbsen und Bohnen im Vorratskeller, falls mich abends der Heißhunger auf Hummus überkommt, aber normalerweise koche ich lieber frisch.
Zum einen ist es um Welten günstiger und zum anderen schmeckt es besser und ist frei von jeglichen Zusätzen (wobei ich bei der Dosenware auch immer drauf achte, dass nur die Hülsenfrüchte, Salz und Wasser verwendet werden).

Die Mühe des Einweichens und Kochens lohnt sich bei den süßen Bohnencookies auf alle Fälle.
Sie werden nur natürlich, mit Kokosblütenzucker, gesüßt und da sie ganz ohne Mehl gebacken werden, sind sie Glutenfrei und zudem Laktosefrei und vegan.
Also eigentlich für jegliche Unverträglichkeit geeignet. Nussallergiker wählen ein Nussmus das sie vertragen.

Meine Jungs haben zum Glück keinerlei Allergien und ich bin sehr froh, mir darum keine Gedanken machen zu müssen.
Die drei lieben die Bohnencookies. Mein großer Sohn meinte, dass die Kekse so so lecker sind, dass er die immer essen könnte und ich solle sie ganz oft backen.
Na, wenn das mal kein Kompliment ist. Sie dürfen dabei gerne öfter zugreifen. Hülsenfrüchte liefern gutes Eiweiß und Ballaststoffe und Bananen, Datteln und Mandeln geben Energie und füllen den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen auf.

Ganz frisch gebacken schmecken die Cookies am selben Tag einfach am besten.
Aber man kann sie eine Woche luftdicht verschlossen aufbewahren. Sie sind ein beliebter Nachtisch bei uns oder eine Nachmittags-Leckerei mit Apfeltee.
Mit den Früchten und Nüssen kann man dabei gerne experimentieren und nehmen, was einem schmeckt. Wer mag schummelt noch ein paar Stückchen, mit Kokosblütenzucker gesüßte, Schokolade mit rein und in den Wintermonaten ganz viel Zimt.
Falls ihr Maulbeeren noch nicht kennt, solltet ihr sie einmal ausprobieren. Wir essen sie wirklich gerne und sie bieten eine leckere Abwechslung zu Rosinen. Als Alternative können Rosinen, Korinthen oder Cranberries verwendet werden.

süße Bohnencookies
ca. 20 Stück

60 g getrocknete weiße Bohnen
60 g getrocknete Kichererbsen
Alternativ: 250 g Kichererbsen oder weiße Bohnen aus der Dose
40g Kokosblütenzucker
1 TL gemahlene Vanille
1 TL Weinsteinbackpulver
1 reife Banane (ca. 150 g)
70 g Nussmus
Salz
100 g zarte Haferflocken
50 g Mandelmilch
40 g Maulbeeren (Alternativ: Rosinen)
40 g gehobelte Mandeln
70 g Datteln

Die weißen Bohnen und Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag abtropfen lassen und mit frischem Wasser für 45 Minuten köcheln lassen.
Wasser abgießen und abkühlen lassen.
Alternativ Kichererbsen oder Bohnen aus der Dose in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Die Bohnen und Kichererbsen mit dem Kokosblütenzucker, Vanille, Backpulver, Banane, Nussmus und einer Prise Salz mit dem Stabmixer oder im Mixer glatt pürieren.
Haferflocken und Mandelmilch zugeben und ganz kurz pürieren.
Maulbeeren und Datteln hacken und zusammen mit den Mandeln unterkneten.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und je 1 EL des Teigs zu etwa 20 Bällchen formen und auf das Blech legen.
Bällchen gut platt drücken (Cookies verändern ihre Form beim Backen nicht).
Cookies bei 180°C für 18 Minuten backen.
Abkühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

Als kleine Aufmerksamkeit verschenke ich zwei oder drei Cookies gerne in einer hübschen Verpackung.
Die ist ziemlich schnell gemacht. Mit dem Stempelset „Perfect Mix“ von Stampin‘ Up und ein bisschen Band und Spitzendeckchen hat man schnell eine kleine Aufmerksamkeit für einen lieben Menschen.
Man sollte viel öfter Danke sagen oder jemanden einfach so eine kleine Freude machen. Das kostet weder viel Zeit noch Geld, macht aber glücklich.

Birnen Dattel Gugelhüpfle {so lecker kann gesund sein}

Die Regentropfen prasseln an unsere Fenster und es ist Vormittags so dunkel, dass ich Licht anmachen muss.
Diese Woche ist wirklich trüb und so schmuddelig kalt. Uh bäh.
Den Jungs macht das wie immer nichts aus. Im Gegenteil. Sie freuen sich eigentlich immer wenn es regnet, da sie dann ihre Gummistiefel und Matschhosen anziehen können.

Ich bleibe lieber daheim und backe etwas Leckeres um es nachmittags mit einer großen Tasse Tee naschen zu können. Sauwetter regt in mir immer schon das Bedürfnis zu Backen.
Auf meinem letzten Bastelworkshop habe ich ein zuckerfreies Buffet aufgebaut, dass die Teilnehmer bei einer kleinen Pause stürmen konnten.
Am besten kamen die Birnen-Dattel-Gugelhüpfle an. Auch bei meinen Jungs stehen sie an erster Stelle. Sie sind aber auch lecker. Total saftig und süß. Und das ganz ohne Zucker und nur mit Datteln gesüßt. Für die drei müssen sie natürlich eine Haube aus (Birken)Puderzucker haben und – ganz wichtig – meine zuckerfreien „Zuckerperlen“ oben drauf.
Ich bevorzuge die Hüpfe ja nackig. Also ohne Guss – dafür mit einer fruchtigen Himbeersauce, die in Rekordzeit gemacht ist.

Die Sauce ist so herrlich cremig und einfach nur köstlich. Eigentlich ist es ratsam gleich einen ganzen Liter davon zu machen.
Sie schmeckt so gut zu Eis, in Joghurt, zu Waffeln, Kuchen, Pancakes – zu allem!
Man kann auch Heidelbeeren oder Brombeeren verwenden. Alles einfach nur gut!

Falls ihr mit dem Gedanken spielt mal einen zuckerfreien Kuchen auszuprobieren, dann ist das hier das richtige Rezept!
Die Gugelhüpfe schmecken süß und keiner würde dabei an ein gesundes Kuchenrezept denken. Ehrlich. Probiert es einfach aus!
Für Gäste und Neulinge zum Thema gesunde Leckerein backe ich die Hüpfe immer nur mit Dinkelmehl 630. Das ist für die allgemeinen Geschmacksknospen am schmackhaftesten.
Die Jungs und ich mögen sie mit Buchweizenvollkornmehl aber noch lieber.
Auf alle Fälle sind sie auch 1- 2 Tage später noch sehr frisch und saftig und können sogar zum Frühstück genascht werden – dann aber lieber ohne Guss.
Für die Jungs schneide ich sie auch gerne in kleine Stücke und gebe ihnen ein paar davon mit in die Lunchbox in den Kindergarten.
Da kann ich mir auch sicher sein, dass sie wenigstens etwas von ihrer Brotbox essen und ich nicht wieder haufenweise Reste am Abend an meinen Mann verfüttern muss.

Birnen Dattel Gugelhüpfle
für 6 kleine Gugelhüpfe (ca. 10 cm Durchmesser)

80 g Datteln
80 g Kokosöl
2 Eier, L
Schale 1/2 Bio-Zitrone
100 g Dinkelmehl 630
60 g Buchweizenvollkornmehl (Alternativ: mehr Dinkelmehl 630)
30 g gemahlene Erdmandeln (Alternativ: gemahlene Mandeln)
1 TL Weinstein Backpulver
Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener Zimt
1-2 reife Birnen (insgesamt 300 g)
1-3 EL Mandelmilch
optional:
4 EL Birkenpuderzucker
2 EL Mandelmilch
zuckerfreie „Zuckerperlen“

Datteln in wenig warmen Wasser für 1-2 h oder über Nacht einweichen.
Kokosöl leicht erwärmen und mit abgetropften Datteln pürieren.
Eier nacheinander ebenfalls mitpürieren.
Die Mehlsorten mit dem Backpulver, Gewürzen und Erdmandeln in einer Schüssel mischen.
Zitronenschale und Dattel-Ei-Mischung zugeben.
Die Birnen entkernen und mit Schale grob reiben. Ebenfalls zum Mehl geben und alles gut vermischen.
Je nachdem wie saftig die Birnen sind, 1-3 Löffel Mandelmilch unterrühren, so dass ein geschmeidiger, zähfließender Teig entsteht.
6 kleine Gugelupfformen (ca. 10 cm Durchmesser) fetten und Teig gleichmäßig verteilen.
Bei 180°C für etwa 35 Minuten backen.
10 Minuten abkühlen lassen und stürzen. Nach dem vollständigen Abkühlen den Guss anrühren.
Hierfür den Birkenpuderzucker mit der Mandelmilch glatt rühren, die Gugelhupfe damit bestreichen und mit „Zuckerperlen“ bestreuen.
Mit der schnellen Himbeersauce auf den Tisch stellen und genießen.

schnelle Himbeersauce

300 g Himbeeren, tiefgekühlt
2 EL Reissirup oder Ahornsirup
1/4 TL gemahlene Vanille
1 EL Cashewmus

Himbeeren auftauen lassen und mit dem Sirup, Vanille und Cashewmus glatt pürieren.
Fertig!

zuckerfreie „Zuckerperlen“ {schöne Streudeko mal ganz gesund}

Kommt es nur mir so vor, oder hat sich der März als April verkleidet? Das Wetter geht rauf und runter – meine Stimmung auch.
Der Wechsel warm – kalt, Sonne – Regen macht mir immer zu schaffen und obwohl die Jungs nachts durchschlafen, bin ich einfach Dauermüde.
Eigentlich bin ich ein Freund des Winters, aber so langsam bin selbst ich bereit für den Frühling. Meine dicken Winterjacken dürfen ruhig zurück in den Schrank verschwinden und erst im November wieder rauskommen.

Ich freue mich auf Ostern. Es ist so ein schönes Fest. Und für uns Christen auch so wichtig. Die Ostermesse ist mein liebster Gottesdienst. Leider gehen wir seit Jahren nicht mehr hin, da es für die Jungs einfach zu spät ist. Aber die ganze Stimmung in der Kirche zaubert mir immer eine Gänsehaut auf den ganzen Körper. Wenn es dann Licht wird und alles wieder hell ist. So berührend.
Die Jungs sind bereits ganz aufrege, weil in ein paar Wochen der Osterhase kommt. Ich wünsche mir jetzt schon mal bitte keinen Regen am Ostersonntag, damit ich morgens die kleinen Geschenke und ein paar Eier im Garten verstecken kann. Die staunenden Kinderaugen, die nach dem Aufwachen aus dem Fenster blicken um zu sehen, ob der Osterhase da war, sind unbezahlbar.

Nach dem Eiersuchen freue ich mich auf unser Osterfrühstück mit all den leckeren Sachen, die es nur einmal im Jahr bei uns gibt – und dazu natürlich jede Menge Rührei und Frühstücksmuffins.
Ich backe zwar seit einiger Zeit Zuckerfrei, dekoriere die Muffins und Kuchen für die Jungs aber weiterhin mit Zuckerperlen. Für sie ist das Gebäck dann einfach viel leckerer, denn das Auge isst ja mit und ich freue mich, wenn sie sich freuen.
Trotzdem war ich schon länger auf der Suche nach Zuckerperlen ohne Zucker. Leider bin ich nirgendswo fündig geworden.
Am Wochenende hatte ich dann die Eingebung einfach mal Quinoa Pops, die ich gerne auf meinen Porridge streue, einzufärben.
Vom Ergebnis bin ich ziemlich begeistert. Bunte Perlen, ganz ohne Zucker, verzieren jetzt unser Gebäck.
Die Jungs sind glücklich über ihre „Zuckerperlen“, ich bin glücklich, dass weniger Zucker aufgenommen wird. Win-Win!

Die Quinoa-„Zuckerperlen“ lassen sich in jeder beliebigen Farbe einfärben und halten sich, in einer Dose verpackt, ewig.
Natürlich kann man auch gepufften Amaranth oder Teff benutzen. Was man eben gerade da hat. Vor dem Verpacken auf alle Fälle gut trocknen lassen. Ich habe die Perlen einfach über Nacht in einer Schüssel stehen lassen. Ihr könnt sie aber auch gleich zum Dekorieren verwenden. Als „Kleber“ verwende ich einen Zuckerguss aus Birkenpuderzucker oder unseren Schokoladenguss aus Kakao, Reissirup und Kakaobutter.

zuckerfreie „Zuckerperlen“

1 Messerspitze Lebensmittelfarbenpaste
1 TL Wasser
4 EL Quinoa Pops (oder Amaranth, Teff)

Die Lebensmittelfarbenpaste in einer Schüssel mit dem Wasser glatt rühren.
Quinoa Pops dazugeben und zügig gut vermischen.
Trockenen lassen (1-2 Stunden, am besten über Nacht) und luftdicht verschlossen aufbewahren.

saftige Laugenbrötchen mit Pastinake und Dinkelvollkornmehl {beim Sonntagsfrühstück einfach mal Gemüse verstecken}

Unter der Woche essen die Kinder immer Müsli oder Haferflocken und ich verschiedene Porridge Variationen oder meinen Frühstücks Couscous.
Am Wochenende hingegen gehören für uns frisch gebackene Brötchen oder Baguette mit aufgeschnittenem Obst und Gemüse einfach zum gemütlichen Frühstück dazu. Selbstverständlich mit ein paar Tassen Kaffee und Kakao. Ab und an wünschen die Jungs sich noch eine große Portion samtig weiches Rührei dazu.

Ich liebe es einfach, wenn es morgens bereits nach frischem Gebäck duftet. Und noch warme Brötchen, direkt aus dem Ofen, gehören zu den leckersten Dingen auf dieser Welt.
Unser Repertoire an Sonntags-Brot und -Brötchen wird stets ausgeweitet.
Seit letzter Woche könnte ich aber eigentlich nur noch diese herrlich weichen Laugenbrötchen backen. Die schmecken sowas von gut! Sowas von gut!
Und das beste ist, man schummelt einfach so, ohne das es jemand schmeckt, ein bisschen Gemüse in das Frühstück!
Das Geheimnis sind Pastinaken. Klingt erstmal seltsam im Brotteig – ist aber der Wahnsinn. Sie machen den Teig so weich und saftig und dabei schmeckt man sie kein bisschen raus.
Wenn ich die Laugenbrötchens morgens backe, koche ich die Pastinaken bereits am Abend vorher. So spart man sich Zeit und sie kochen ja allein vor sich hin und machen keine Arbeit.
Alle benötigten Zutaten wiege ich zudem schon mal ab und stelle alles bereit. Dann ist man morgens gar nicht lange beschäftigt: Teig im Schlafanzug anrühren, halbe Stunde gehen lassen und sich währenddessen fertig machen, Brötchen formen, kochen, backen, reinbeißen und glücklich sein.
Das geht fast schneller als zum Bäcker zu laufen und schmeckt so viel besser.

Mein Mann und ich essen die Brötchen am liebsten mit grobem Meersalz. Für die Jungs mache ich aber lieber Sesam oder Mohn oben drauf. Man kann auch Kürbis- oder Sonnenblumenkerne oder Nüsse nehmen oder die Brötchen einfach so lassen wie sie sind.
Die Brötchen kommen vegan daher. Da ich, bis auf sonntags, morgens keine tierischen Produkte esse, versuche ich unsere Brötchen und Brot immer ohne Ei und Butter zu backen. Ab und an kommt das natürlich auch in den Backofen, aber für mich dann nur am Sonntag.
Ich friere die Hälfte der Brötchen nach dem Abkühlen direkt ein. Nach dem Auftauen schiebe ich sie noch einmal für ein paar Minuten in den Ofen und schwups, hat man frisch gebackene Laugenbrötchen. Wenn man also genug Platz im Gefrierschrank hat, lohnt es sich durchaus die Menge zu verdoppeln und nach dem Backen einzufrieren. Einmal Aufwand und genug Brötchen für die nächsten Wochenenden. Quasi homemade Aufbackbrötchen.

Laugenbrötchen mit Pastinake
8 Stück

200 g Pastinaken (vorbereitet gewogen, entspricht etwa 230 g)
300 g Dinkelmehl
300 g Dinkelvollkornmehl
42 g frische Hefe
1 TL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
25 g Margarine (oder Butter)
2 EL Natron
grobes Meersalz, Sesam, Mohn zum Bestreuen

Die Pastinaken schälen und klein schneiden.
In einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Für 20 Minuten weich kochen, abgießen und abkühlen lassen.
Mit einer Gabel fein Musen.
Die Hefe und den Kokosblütenzucker in 250 mL warmen Wasser auflösen und 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehlsorten abwiegen und zusammen mit dem Salz mischen.
Hefemilch, Pastinaken und Margarine zum Mehl geben und für 5-8 Minuten zu einem glatten Hefeteig kneten.
Abgedeckt für 30 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 190°C vorheizen.
Teig in 8 Stücke teilen und zu Brötchen formen. Abdecken und gehen lassen, bis das Laugenbad fertig ist.
2 L Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald es kocht, das Natron einstreuen und Temperatur runter schalten.
Die Brötchen in das Wasser gleiten lassen. Meist passen etwa drei Stück auf einmal in den Topf.
Brötchen für etwa 15 Sekunden ziehen lassen, umdrehen und weiter 15 Sekunden im Laugenbad lassen.
Rausnehmen, auf ein Backblech legen, sofort kreuzförmig einschneiden und mit Salz, Mohn oder Sesam bestreuen.
Wenn alle Brötchen fertig sind, das Backblech in den Ofen schieben und für 18-20 Minuten backen.

zuckerfreie Haselnuss Kipferl {knusprig lecker zu Kaffee und Tee}

Kekse und Plätzchen stehen auf der Lieblingsliste meiner Jungs ganz weit oben. Wenn wir mal eine Packung kaufen, achte ich immer darauf welche aus Vollkorn und mit wenig Zucker zu nehmen.
Meist landen dabei Vollkornbutterkekse im Einkaufswagen.
Während der Weihnachtszeit haben wir viele Plätzchen selbst gebacken. Ohne Industriezucker und mit einem Vollkornanteil. Und eigentlich schmecken selbst gebackene Kekse doch das ganze Jahr über lecker. Warum also zu den viel zu süßen Packungen im Supermarkt greifen, wenn selbst gebacken erstmal viel besser schmeckt und zudem auch noch viel besser und gesünder ist?

Plätzchen und Cookies backe ich auch unter der Woche sehr gerne. Sie gehen schnell und man hat in 30 Minuten eine ganze Dose leckerste Plätzchen, die erstmal eine Zeit lang reichen.
Aufwändige Kuchen und Torten mache ich da eher mal am Wochenende, wenn die Jungs sich auch mal mit dem Papa begnügen.

Dabei sind meine Jungs gar nicht so leicht von gesunden Keksen zu überzeugen. Sie müssen wirklich erstklassig schmecken um angenommen zu werden.
Ich stehe da also vor einer großen Herausvorderung: Gesunde Kekse die einfach oberlecker sind.
Jedes Mal, wenn ich ihnen eine neue Kreation das erste Mal zum Nachmittagskaffee anbiete, bin ich nervös. Werden sie sofort in die Küche zurück geschickt oder aber in Windeseile verspeist?
TinyBro ist bei diesen Haselnuss Kipferl schier ausgerastet. Er liebt sie heiß und innig.
Schwieriger zu überzeugen sind allerdings die beiden großen Brüder. Welch ein Glück, auch sie mögen die Kipferl sehr gerne.
Und ich kann sie guten Gewissens einfach zugreifen lassen. Allerdings versuche ich dem ganzen Genasche schon ein bisschen Einhalt zu gebieten, da ich sonst jeden Tag welche backen müsste.
Eine Woche sollte so eine Dose irgendwie halten und daher befindet sie sich auch ganz oben im Regal.

Ich habe bei den Kipferl eine Mischung aus Einkorn-, Teff- (Zwerghirse) und Buchweizenvollkornmehl verwendet. Wir haben uns da einfach durch verschiedene Kombinationen probiert und uns hat diese am besten geschmeckt. Sie schmecken richtig schön nussig und ein wenig herb.
Wenn ihr nicht so viele Mehle zu Hause habt, schmecken sie mit reinem Dinkelmehl oder halb Dinkelmehl, halb Dinkelvollkornmehl auch richtig lecker.
Nehmt einfach das Mehl, was gerade da ist und wenn ihr mögt könnt ihr das Kokosnussöl durch Butter ersetzen.
Die Kipferl sind nicht besonders süß. Für uns reicht die Süße, da wir schon sehr entsüßt sind.
Falls ihr es eher süßer mögt, könnt ihr den Anteil an Ahornsirup einfach erhöhen und dafür weniger Mandelmilch nehmen.

Haselnuss Kipferl

50 g gemahlene Haselnüsse
50 g gehackte Haselnüsse
1 Ei
1/4 TL gemahlene Vanille
Prise Salz
50 g Kokosblütenzucker
100 g Kokosnussöl (Alternativ: Butter)
100 g Einkornmehl*
30 g Teffmehl*
50 g Buchweizenvollkornmehl*
*Alternativ: 180 g Dinkelmehl
1 EL Ahornsirup
2-3 EL Mandelmilch

Alle Zutaten (bis auf die Mandelmilch) in eine Schüssel geben und zu einen glatten Teig verkneten.
2-3 EL Mandelmilch unterrühren, so das der Teig formbar ist.
Zu kleinen Kipferln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Bei 190°C für etwa 8 Minuten backen. Abkühlen lassen und in einer luftdichten Blechdose aufbewahren.

das Wochenendfrühstück wird lecker und gesund {Gute-Nacht-Kürbisbrötchen mit köstlichem Mandel-Kokos-Aufstrich}

Am Wochenende gibt es bei uns immer frische Brötchen, Baguette oder Brot.
Ich stehe, wie jeden Tag, etwa eine Stunde vor allen anderen auf um Sport zu treiben. In der Zeit kann dann am Samstag und Sonntag der Brötchenteig gehen.
Sobald ich die ersten kleinen Füße auf der Treppe trappeln höre, ist auch meist schon das erste Blech mit duftenden Backwaren im Ofen.
Die Jungs schauen gespannt in hinein, was es wieder Leckeres gibt und dann gibt es jedes Mal beim Frühstück Streit, wer dieses Mal den Brotkorb rumreichen und Bäcker spielen darf.

Freitags frage ich die Jungs immer, was es denn am nächsten Morgen geben soll.
Hier wird fast immer Baguette gewünscht und ich bin da nicht abgeneigt. Denn unser Baguette Rezept ist etwas für Morgenmuffel, da der Teig über Nacht im Kühlschrank geht. Morgens muss er nur noch ein wenig auf Raumtemperatur kommen und kann gleich weiter verarbeitet werden.
Auch unser Standard Brötchen Rezept geht bis zu 24 Stunden vor sich hin und beansprucht noch nicht einmal Platz im Kühlschrank, denn der Teig geht in einer großen Schüssel auf der Arbeitsfläche vor sich hin.
In den kalten Monaten wollte ich unbedingt Kürbisbrötchen backen. Die Brötchen sehen durch die leicht orange Farbe so wunderbar hübsch aus und liefern gleich noch mehr Vitamine durch Kürbisgemüse und Vollkornmehl.
Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die 24 Stunden Brötchen mit dem Baguetterezept verbinden und in Gute-Nacht-Kürbisbrötchen umfunktionieren? Gleich der erste Versuch hat mich und meinen Mann begeistert.
Die beiden großen Jungs leider nicht.
Ich werde nie wieder den Fehler begehen und alle Brötchen mit Kürbiskernen bestreuen. Das war nämlich der ausschlaggebende Punkt. Bäh, ne, sowas kann man doch nicht essen. Mein Vorschlag, die Körner einfach runter zu puhlen und dann ja ein nackiges Brötchen zu haben, führte auch nicht zum Erfolg. Nein, die Jungs wollten lieber altbackenes Brot vom Vortag. Manchmal glaube ich, wir sind in einer Comedyshow.

Das nächste Mal werden demnach die Hälfte der Brötchen ohne und die anderen mit Kürbiskernen gebacken.
Und Achtung, nun wird es wirklich abwegig – littleBro war ganz heiß auf die gerösteten Kürbiskerne, die auf dem Blech lagen. Er hat bestimmt eine Hand voll davon genascht und wollte immer mehr.
Pure Kürbiskerne = ja.
Pures Brötchen = ja.
Brötchen mit Kürbiskernen mit Option zum runterknibbeln = nein.
Diese Logik geht über meinen Verstand. Aber gut. Die drei haben halt ihren eigenen Kopf!

Gute Nacht Kürbisbrötchen
10 Brötchen

500 g Butternutkürbis
Olivenöl
100 mL Mandelmilch
7 g (1 Pkg) Trockenhefe
1 TL Honig
300 g Dinkelmehl 630
200 g Roggenmehl 1150
200 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Kardamom
1 TL Salz
1 Ei
5-6 EL Kürbiskerne

Kürbis waschen, entkernen und in grobe Würfel schneiden (ich schäle den Kürbis nicht).
Auf ein Backblech oder Auflaufform legen und bei 200°C für 30 bis 40 Minuten rösten.
Leicht abkühlen lassen und mit 2 EL Olivenöl pürieren.
Die Hefe mit 120 mL Wasser, Mandelmlich und Honig verrühren und 5 Minuten ruhen lassen.
Die Mehlsorten mit dem Kardamom und Salz mischen.
Hefemilch, das Ei und das Kürbispüree zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten.
Sollte der Teig zu trocken sein, weiteres Wasser unterrühren; ist er zu nass, noch einen Löffel Mehl. Das hängt immer vom Kürbis und den Mehlsorten ab.
Teig zu einen Ball formen, mit Olivenöl einreiben und in eine große Schüssel legen.
Schüssel abdecken und den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Sollen die Brötchen am selben Tag gebacken werde, den Teig eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
Am nächsten Morgen Teig aus den Kühlschrank nehmen.
Teig in 10 Teile teilen, Brötchen formen und auf ein Backblech legen.
Abgedeckt für 30 bis 40 Minuten ruhen lassen.
Ofen auf 220°C vorheizen.
Brötchen einschneiden, mit Wasser bestreichen und in Kürbiskernen wälzen.
Weitere 5 Minuten gehen lassen.
Blech in den Ofen schieben, Temperatur auf 200°C reduzieren und Brötchen für etwa 25 Minuten backen.
Wer mag stellt noch eine Schüssel Wasser in den Ofen damit die Brötchen richtig schön fluffig werden.

Wie durch Zauberhand erstand zu den Brötchen ein Aufstrich, der besser kaum schmecken kann. Mandeln und Kokosnuss verbinden sich zu einer samtigen Creme. Ohne Zuckerzusatz, vegan (demnach auch für meine Insulin Trennkost geeignet) und nicht von dieser Welt. Vergesst alle Nussaufstriche, die ihr je gekauft habt. Diese Creme schlägt sie alle.
Da ich freitags sowieso immer den Brötchen- oder Baguetteteig ansetze, bereite ich gleichzeitig alles für den Mandel-Kokos-Aufstrich vor.
Zur Herstellung braucht man einen guten Hochleistungs Mixer.
Wer diesen nicht hat oder keine Zeit und Muse hat, kann die Creme auch in der schnelleren Variante machen und wir ebenfalls mit einem herrlich leckeren Brötchenbelag belohnt. Ich habe dafür immer alle Zutaten zu Hause und das Anrühren dauert keine 2 Minuten.
Das Rösten der Mandeln macht zwar ein wenig mehr Arbeit, aber die Creme dadurch einen wunderbaren Geschmack.

Ich bevorzuge die Creme gekühlt und stelle sie nach dem Anrühren für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Dann wird sie herrlich streichzart. Bei Raumtemperatur ist sie sehr weich. Aber das ist Geschmackssache.
Auf alle Fälle sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden. Das dürfte sich aber als nicht allzu schwer erweisen. Sie schmeckt auch hervorragend als Topping von Kuchen und Muffins oder als Dessert mit frischen Beeren und Nicecream.

Mandel-Kokos-Aufstrich
für ein 300 mL Einmachglas

100 g Mandeln
100 g Kokoscreme (abgesetze Creme einer Kokosmilchdose)
40 g Datteln
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Kokosöl
optional: Kokosraspeln

Mandeln auf einem Backblech bei 180°C für etwa 10 Minuten im Ofen rösten.
Abkühlen lassen.
Mandeln mit Kokosöl in einen leistungsstarken Mixer geben und zu Mus verarbeiten.
Datteln in eine kleine Schüssel legen und mit kochendem Wasser überbrühen. Für etwa 10 Minuten ziehen lassen und abgießen.
Alternativ die Datteln am Vortag in kaltem Wasser einweichen.
Kokoscreme, Vanille und Datteln zu den Mandeln geben und zu einer homogenen Masse mixen.
Abfüllen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Wer mag, gibt noch Kokosraspeln in oder auf die Creme.

Blitzversion

100 g Mandelmus
100 g Kokoscreme (abgesetze Creme einer Kokosmilchdose)
2 EL Dattelsirup (Alternativ Ahorn- oder Kokosblütensirup)
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Kokosöl
optional: Kokosraspeln

Alle Zutaten cremig rühren und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Wer mag, gibt noch Kokosraspeln in oder auf die Creme.

Aufstrich im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.

zweierlei Chia Marmelade für große und kleine Schleckermäuler {fruchtig frisch ohne Zuckerzusatz}

Am Wochenende gibt es bei uns immer frische Backwaren zum Frühstück. Meist mache ich es mir leicht und backe unsere 24h Brötchen oder das Nacht-Baguette.
Manchmal wechseln wir auch zu Dinkel-Hörnchen oder Seelen oder Vollkornbagels.
Die Jungs dürfen sich freitags immer wünschen, was es am nächsten Morgen geben soll. Dabei kommt fast immer Gabett (Baguette) an erster Stelle.
Besonders tinyBro liebt Baguette in kleinen Scheiben geschnitten. Und zwar pur. Er hat es nicht so mit Brotbelag. Isst eigentlich jegliches Brot und Brötchen pur.
Die beiden großen hingegen lieben das frische, noch ofenwarme Baguette mit Butter und Marmelade. Würde ich sie nicht stoppen, würden sie den Brotkorb und das Marmeladenglas komplett leerputzen.

Seit einiger Zeit achten wir sehr auf unseren Zuckerkonsum und da ist Marmelade bekanntlich ganz schnell gestrichen. Ich koche zwar selbst und immer mit 3:1, aber mir war es dann irgendwann trotzdem einfach zu viel Süß so früh am Morgen.
Bei meinen Streifzügen durch den Supermarkt habe ich Marmelade ohne Zuckerzusatz und nur mit natürlicher Süße gefunden. Gekauft, probiert und für lecker befunden.
Auch habe ich getestet die hier so beliebte Himbeer-Birnen Marmelade mit Gelierzucker aus Xylit zu kochen. Schmeckt ebenfalls einwandfrei.
Für uns zwei wirklich großartige Alternativen zu der sonst zuckertriefenden Gaumenfreude.

Als ich von Chia Marmelade hörte, war ich geradezu begeistert.
Pure Früchte und Chia Samen machen aus der sündigen Marmelade einen richtigen Superfoodaufstrich, der auch gerne pur oder in Joghurt gegessen werden darf. Er ist so gesund, dass ich guten Gewissens die Jungs einfach essen lassen kann – bis das Glas leer ist.
Als Füllung für Kekse und Kuchen eignet sich die Chia Marmelade ebenfalls hervorragend.
Sie hält sich im Kühlschrank allerdings nur eine Woche – länger würde sie aber so oder so nicht halten.
Da sie Freitag abends schnell angerührt ist und man so frische, köstliche Marmelade für das Wochenende hat, stört mich die Tatsache nicht, dass man sie nicht auf Vorrat kochen kann.
Wir haben zudem immer Himbeeren und Heidelbeeren im Gefrierschrank und Chia Samen in der Speisekammer – also immer alles da um abends schnell noch Marmelade für den nächsten Tag zu kochen. Die Kinder lieben die Marmelade sehr. Für sie und meinen Mann muss ich sie noch ein bisschen mit Ahornsirup süßen. Für mich passt die Heidelbeer Version auch ohne den Sirup. Die Himbeer Marmelade esse aber auch ich lieber mit einem Schuss Ahornsirup oder Honig. Sie ist sonst wirklich recht spritzig.
Passt das Rezept einfach an euren Süßschnabel an. Vielleicht mögt ihr lieber gar keine zusätzliche Süße, vielleicht 1 Löffel oder zwei oder drei.

Im Sommer werde ich sie auf alle Fälle mit frischen Erdbeeren und Minze ausprobieren und berichten, wie sie uns schmeckt. Das stelle ich mir unter Quark mit Sahne gerührt mega lecker als Dessert vor.

Für ein luxuriöses Sonntagsfrühstück habe ich die Himbeer Marmelade mit Sekt gekocht. Das schmeckt sowas von gut. Besonders mit frischen Dinkel-Hörnchen. Vom Alkohol verdampft auch schon einiges beim Kochen. Einen Schwips bekommt man davon also schon mal nicht. Wer lieber auf Alkohol verzichtet nimmt Apfel- oder Traubensaft als Ersatz.
Die Marmelade mit Heidelbeeren dagegen ist der Liebling meiner Jungs. Leider gibt sie ziemlich miese Flecken, die kaum rausgehen – aber irgendwas ist ja immer…

Himbeer Chia Marmelade mit Sekt (für große Schleckermäuler)
ein großes Einmachglas

250 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1/2 TL Vanilleextrakt
20 g (2 EL) weiße Chia Samen
60 mL Sekt
1 EL Ahornsirup (optional)

Frische Himbeeren waschen und abtropfen lassen.
Gefrorene in einem kleinen Topf auftauen.
Himbeeren mit Vanille und Sekt in einen kleinen Topf geben.
Unter Rühren aufkochen und für 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.
Chia Samen unterrühren, nochmal aufkochen und für eine Minute weiter köcheln.
Nach Belieben Ahornsirup zugeben.
Marmelade in ein großes Schraubglas abfüllen, fest verschließen und abkühlen lassen.
Die Marmelade über Nacht zum Eindicken in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag gut durchrühren und, falls sie zu fest ist, einen Löffel Wasser oder Saft unterrühren.
Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.

Heidelbeer-Vanille Chia Marmelade
ein großes Einmachglas

250 g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1/2 TL Vanilleextrakt
20 g (2 EL) weiße Chia Samen
60 mL Apfelsaft
1 EL Ahornsirup (optional)

Frische Heidelbeeren waschen und abtropfen lassen.
Gefrorene in einem kleinen Topf auftauen.
Heidelbeeren mit Vanille und Apfelsaft in einen kleinen Topf geben.
Unter Rühren aufkochen und für 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.
Chia Samen unterrühren, nochmal aufkochen und für eine Minute weiter köcheln.
Nach Belieben Ahornsirup zugeben.
Marmelade in ein großes Schraubglas abfüllen, fest verschließen und abkühlen lassen.
Die Marmelade über Nacht zum Eindicken in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag gut durchrühren und, falls sie zu fest ist, einen Löffel Apfelsaft unterrühren.
Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.