saftige Laugenbrötchen mit Pastinake und Dinkelvollkornmehl {beim Sonntagsfrühstück einfach mal Gemüse verstecken}

Unter der Woche essen die Kinder immer Müsli oder Haferflocken und ich verschiedene Porridge Variationen oder meinen Frühstücks Couscous.
Am Wochenende hingegen gehören für uns frisch gebackene Brötchen oder Baguette mit aufgeschnittenem Obst und Gemüse einfach zum gemütlichen Frühstück dazu. Selbstverständlich mit ein paar Tassen Kaffee und Kakao. Ab und an wünschen die Jungs sich noch eine große Portion samtig weiches Rührei dazu.

Ich liebe es einfach, wenn es morgens bereits nach frischem Gebäck duftet. Und noch warme Brötchen, direkt aus dem Ofen, gehören zu den leckersten Dingen auf dieser Welt.
Unser Repertoire an Sonntags-Brot und -Brötchen wird stets ausgeweitet.
Seit letzter Woche könnte ich aber eigentlich nur noch diese herrlich weichen Laugenbrötchen backen. Die schmecken sowas von gut! Sowas von gut!
Und das beste ist, man schummelt einfach so, ohne das es jemand schmeckt, ein bisschen Gemüse in das Frühstück!
Das Geheimnis sind Pastinaken. Klingt erstmal seltsam im Brotteig – ist aber der Wahnsinn. Sie machen den Teig so weich und saftig und dabei schmeckt man sie kein bisschen raus.
Wenn ich die Laugenbrötchens morgens backe, koche ich die Pastinaken bereits am Abend vorher. So spart man sich Zeit und sie kochen ja allein vor sich hin und machen keine Arbeit.
Alle benötigten Zutaten wiege ich zudem schon mal ab und stelle alles bereit. Dann ist man morgens gar nicht lange beschäftigt: Teig im Schlafanzug anrühren, halbe Stunde gehen lassen und sich währenddessen fertig machen, Brötchen formen, kochen, backen, reinbeißen und glücklich sein.
Das geht fast schneller als zum Bäcker zu laufen und schmeckt so viel besser.

Mein Mann und ich essen die Brötchen am liebsten mit grobem Meersalz. Für die Jungs mache ich aber lieber Sesam oder Mohn oben drauf. Man kann auch Kürbis- oder Sonnenblumenkerne oder Nüsse nehmen oder die Brötchen einfach so lassen wie sie sind.
Die Brötchen kommen vegan daher. Da ich, bis auf sonntags, morgens keine tierischen Produkte esse, versuche ich unsere Brötchen und Brot immer ohne Ei und Butter zu backen. Ab und an kommt das natürlich auch in den Backofen, aber für mich dann nur am Sonntag.
Ich friere die Hälfte der Brötchen nach dem Abkühlen direkt ein. Nach dem Auftauen schiebe ich sie noch einmal für ein paar Minuten in den Ofen und schwups, hat man frisch gebackene Laugenbrötchen. Wenn man also genug Platz im Gefrierschrank hat, lohnt es sich durchaus die Menge zu verdoppeln und nach dem Backen einzufrieren. Einmal Aufwand und genug Brötchen für die nächsten Wochenenden. Quasi homemade Aufbackbrötchen.

Laugenbrötchen mit Pastinake
8 Stück

200 g Pastinaken (vorbereitet gewogen, entspricht etwa 230 g)
300 g Dinkelmehl
300 g Dinkelvollkornmehl
42 g frische Hefe
1 TL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
25 g Margarine (oder Butter)
2 EL Natron
grobes Meersalz, Sesam, Mohn zum Bestreuen

Die Pastinaken schälen und klein schneiden.
In einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Für 20 Minuten weich kochen, abgießen und abkühlen lassen.
Mit einer Gabel fein Musen.
Die Hefe und den Kokosblütenzucker in 250 mL warmen Wasser auflösen und 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehlsorten abwiegen und zusammen mit dem Salz mischen.
Hefemilch, Pastinaken und Margarine zum Mehl geben und für 5-8 Minuten zu einem glatten Hefeteig kneten.
Abgedeckt für 30 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 190°C vorheizen.
Teig in 8 Stücke teilen und zu Brötchen formen. Abdecken und gehen lassen, bis das Laugenbad fertig ist.
2 L Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald es kocht, das Natron einstreuen und Temperatur runter schalten.
Die Brötchen in das Wasser gleiten lassen. Meist passen etwa drei Stück auf einmal in den Topf.
Brötchen für etwa 15 Sekunden ziehen lassen, umdrehen und weiter 15 Sekunden im Laugenbad lassen.
Rausnehmen, auf ein Backblech legen, sofort kreuzförmig einschneiden und mit Salz, Mohn oder Sesam bestreuen.
Wenn alle Brötchen fertig sind, das Backblech in den Ofen schieben und für 18-20 Minuten backen.

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zuckerfreie Haselnuss Kipferl {knusprig lecker zu Kaffee und Tee}

Kekse und Plätzchen stehen auf der Lieblingsliste meiner Jungs ganz weit oben. Wenn wir mal eine Packung kaufen, achte ich immer darauf welche aus Vollkorn und mit wenig Zucker zu nehmen.
Meist landen dabei Vollkornbutterkekse im Einkaufswagen.
Während der Weihnachtszeit haben wir viele Plätzchen selbst gebacken. Ohne Industriezucker und mit einem Vollkornanteil. Und eigentlich schmecken selbst gebackene Kekse doch das ganze Jahr über lecker. Warum also zu den viel zu süßen Packungen im Supermarkt greifen, wenn selbst gebacken erstmal viel besser schmeckt und zudem auch noch viel besser und gesünder ist?

Plätzchen und Cookies backe ich auch unter der Woche sehr gerne. Sie gehen schnell und man hat in 30 Minuten eine ganze Dose leckerste Plätzchen, die erstmal eine Zeit lang reichen.
Aufwändige Kuchen und Torten mache ich da eher mal am Wochenende, wenn die Jungs sich auch mal mit dem Papa begnügen.

Dabei sind meine Jungs gar nicht so leicht von gesunden Keksen zu überzeugen. Sie müssen wirklich erstklassig schmecken um angenommen zu werden.
Ich stehe da also vor einer großen Herausvorderung: Gesunde Kekse die einfach oberlecker sind.
Jedes Mal, wenn ich ihnen eine neue Kreation das erste Mal zum Nachmittagskaffee anbiete, bin ich nervös. Werden sie sofort in die Küche zurück geschickt oder aber in Windeseile verspeist?
TinyBro ist bei diesen Haselnuss Kipferl schier ausgerastet. Er liebt sie heiß und innig.
Schwieriger zu überzeugen sind allerdings die beiden großen Brüder. Welch ein Glück, auch sie mögen die Kipferl sehr gerne.
Und ich kann sie guten Gewissens einfach zugreifen lassen. Allerdings versuche ich dem ganzen Genasche schon ein bisschen Einhalt zu gebieten, da ich sonst jeden Tag welche backen müsste.
Eine Woche sollte so eine Dose irgendwie halten und daher befindet sie sich auch ganz oben im Regal.

Ich habe bei den Kipferl eine Mischung aus Einkorn-, Teff- (Zwerghirse) und Buchweizenvollkornmehl verwendet. Wir haben uns da einfach durch verschiedene Kombinationen probiert und uns hat diese am besten geschmeckt. Sie schmecken richtig schön nussig und ein wenig herb.
Wenn ihr nicht so viele Mehle zu Hause habt, schmecken sie mit reinem Dinkelmehl oder halb Dinkelmehl, halb Dinkelvollkornmehl auch richtig lecker.
Nehmt einfach das Mehl, was gerade da ist und wenn ihr mögt könnt ihr das Kokosnussöl durch Butter ersetzen.
Die Kipferl sind nicht besonders süß. Für uns reicht die Süße, da wir schon sehr entsüßt sind.
Falls ihr es eher süßer mögt, könnt ihr den Anteil an Ahornsirup einfach erhöhen und dafür weniger Mandelmilch nehmen.

Haselnuss Kipferl

50 g gemahlene Haselnüsse
50 g gehackte Haselnüsse
1 Ei
1/4 TL gemahlene Vanille
Prise Salz
50 g Kokosblütenzucker
100 g Kokosnussöl (Alternativ: Butter)
100 g Einkornmehl*
30 g Teffmehl*
50 g Buchweizenvollkornmehl*
*Alternativ: 180 g Dinkelmehl
1 EL Ahornsirup
2-3 EL Mandelmilch

Alle Zutaten (bis auf die Mandelmilch) in eine Schüssel geben und zu einen glatten Teig verkneten.
2-3 EL Mandelmilch unterrühren, so das der Teig formbar ist.
Zu kleinen Kipferln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
Bei 190°C für etwa 8 Minuten backen. Abkühlen lassen und in einer luftdichten Blechdose aufbewahren.

das Wochenendfrühstück wird lecker und gesund {Gute-Nacht-Kürbisbrötchen mit köstlichem Mandel-Kokos-Aufstrich}

Am Wochenende gibt es bei uns immer frische Brötchen, Baguette oder Brot.
Ich stehe, wie jeden Tag, etwa eine Stunde vor allen anderen auf um Sport zu treiben. In der Zeit kann dann am Samstag und Sonntag der Brötchenteig gehen.
Sobald ich die ersten kleinen Füße auf der Treppe trappeln höre, ist auch meist schon das erste Blech mit duftenden Backwaren im Ofen.
Die Jungs schauen gespannt in hinein, was es wieder Leckeres gibt und dann gibt es jedes Mal beim Frühstück Streit, wer dieses Mal den Brotkorb rumreichen und Bäcker spielen darf.

Freitags frage ich die Jungs immer, was es denn am nächsten Morgen geben soll.
Hier wird fast immer Baguette gewünscht und ich bin da nicht abgeneigt. Denn unser Baguette Rezept ist etwas für Morgenmuffel, da der Teig über Nacht im Kühlschrank geht. Morgens muss er nur noch ein wenig auf Raumtemperatur kommen und kann gleich weiter verarbeitet werden.
Auch unser Standard Brötchen Rezept geht bis zu 24 Stunden vor sich hin und beansprucht noch nicht einmal Platz im Kühlschrank, denn der Teig geht in einer großen Schüssel auf der Arbeitsfläche vor sich hin.
In den kalten Monaten wollte ich unbedingt Kürbisbrötchen backen. Die Brötchen sehen durch die leicht orange Farbe so wunderbar hübsch aus und liefern gleich noch mehr Vitamine durch Kürbisgemüse und Vollkornmehl.
Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die 24 Stunden Brötchen mit dem Baguetterezept verbinden und in Gute-Nacht-Kürbisbrötchen umfunktionieren? Gleich der erste Versuch hat mich und meinen Mann begeistert.
Die beiden großen Jungs leider nicht.
Ich werde nie wieder den Fehler begehen und alle Brötchen mit Kürbiskernen bestreuen. Das war nämlich der ausschlaggebende Punkt. Bäh, ne, sowas kann man doch nicht essen. Mein Vorschlag, die Körner einfach runter zu puhlen und dann ja ein nackiges Brötchen zu haben, führte auch nicht zum Erfolg. Nein, die Jungs wollten lieber altbackenes Brot vom Vortag. Manchmal glaube ich, wir sind in einer Comedyshow.

Das nächste Mal werden demnach die Hälfte der Brötchen ohne und die anderen mit Kürbiskernen gebacken.
Und Achtung, nun wird es wirklich abwegig – littleBro war ganz heiß auf die gerösteten Kürbiskerne, die auf dem Blech lagen. Er hat bestimmt eine Hand voll davon genascht und wollte immer mehr.
Pure Kürbiskerne = ja.
Pures Brötchen = ja.
Brötchen mit Kürbiskernen mit Option zum runterknibbeln = nein.
Diese Logik geht über meinen Verstand. Aber gut. Die drei haben halt ihren eigenen Kopf!

Gute Nacht Kürbisbrötchen
10 Brötchen

500 g Butternutkürbis
Olivenöl
100 mL Mandelmilch
7 g (1 Pkg) Trockenhefe
1 TL Honig
300 g Dinkelmehl 630
200 g Roggenmehl 1150
200 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Kardamom
1 TL Salz
1 Ei
5-6 EL Kürbiskerne

Kürbis waschen, entkernen und in grobe Würfel schneiden (ich schäle den Kürbis nicht).
Auf ein Backblech oder Auflaufform legen und bei 200°C für 30 bis 40 Minuten rösten.
Leicht abkühlen lassen und mit 2 EL Olivenöl pürieren.
Die Hefe mit 120 mL Wasser, Mandelmlich und Honig verrühren und 5 Minuten ruhen lassen.
Die Mehlsorten mit dem Kardamom und Salz mischen.
Hefemilch, das Ei und das Kürbispüree zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten.
Sollte der Teig zu trocken sein, weiteres Wasser unterrühren; ist er zu nass, noch einen Löffel Mehl. Das hängt immer vom Kürbis und den Mehlsorten ab.
Teig zu einen Ball formen, mit Olivenöl einreiben und in eine große Schüssel legen.
Schüssel abdecken und den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Sollen die Brötchen am selben Tag gebacken werde, den Teig eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
Am nächsten Morgen Teig aus den Kühlschrank nehmen.
Teig in 10 Teile teilen, Brötchen formen und auf ein Backblech legen.
Abgedeckt für 30 bis 40 Minuten ruhen lassen.
Ofen auf 220°C vorheizen.
Brötchen einschneiden, mit Wasser bestreichen und in Kürbiskernen wälzen.
Weitere 5 Minuten gehen lassen.
Blech in den Ofen schieben, Temperatur auf 200°C reduzieren und Brötchen für etwa 25 Minuten backen.
Wer mag stellt noch eine Schüssel Wasser in den Ofen damit die Brötchen richtig schön fluffig werden.

Wie durch Zauberhand erstand zu den Brötchen ein Aufstrich, der besser kaum schmecken kann. Mandeln und Kokosnuss verbinden sich zu einer samtigen Creme. Ohne Zuckerzusatz, vegan (demnach auch für meine Insulin Trennkost geeignet) und nicht von dieser Welt. Vergesst alle Nussaufstriche, die ihr je gekauft habt. Diese Creme schlägt sie alle.
Da ich freitags sowieso immer den Brötchen- oder Baguetteteig ansetze, bereite ich gleichzeitig alles für den Mandel-Kokos-Aufstrich vor.
Zur Herstellung braucht man einen guten Hochleistungs Mixer.
Wer diesen nicht hat oder keine Zeit und Muse hat, kann die Creme auch in der schnelleren Variante machen und wir ebenfalls mit einem herrlich leckeren Brötchenbelag belohnt. Ich habe dafür immer alle Zutaten zu Hause und das Anrühren dauert keine 2 Minuten.
Das Rösten der Mandeln macht zwar ein wenig mehr Arbeit, aber die Creme dadurch einen wunderbaren Geschmack.

Ich bevorzuge die Creme gekühlt und stelle sie nach dem Anrühren für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Dann wird sie herrlich streichzart. Bei Raumtemperatur ist sie sehr weich. Aber das ist Geschmackssache.
Auf alle Fälle sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden. Das dürfte sich aber als nicht allzu schwer erweisen. Sie schmeckt auch hervorragend als Topping von Kuchen und Muffins oder als Dessert mit frischen Beeren und Nicecream.

Mandel-Kokos-Aufstrich
für ein 300 mL Einmachglas

100 g Mandeln
100 g Kokoscreme (abgesetze Creme einer Kokosmilchdose)
40 g Datteln
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Kokosöl
optional: Kokosraspeln

Mandeln auf einem Backblech bei 180°C für etwa 10 Minuten im Ofen rösten.
Abkühlen lassen.
Mandeln mit Kokosöl in einen leistungsstarken Mixer geben und zu Mus verarbeiten.
Datteln in eine kleine Schüssel legen und mit kochendem Wasser überbrühen. Für etwa 10 Minuten ziehen lassen und abgießen.
Alternativ die Datteln am Vortag in kaltem Wasser einweichen.
Kokoscreme, Vanille und Datteln zu den Mandeln geben und zu einer homogenen Masse mixen.
Abfüllen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Wer mag, gibt noch Kokosraspeln in oder auf die Creme.

Blitzversion

100 g Mandelmus
100 g Kokoscreme (abgesetze Creme einer Kokosmilchdose)
2 EL Dattelsirup (Alternativ Ahorn- oder Kokosblütensirup)
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Kokosöl
optional: Kokosraspeln

Alle Zutaten cremig rühren und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Wer mag, gibt noch Kokosraspeln in oder auf die Creme.

Aufstrich im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.

zweierlei Chia Marmelade für große und kleine Schleckermäuler {fruchtig frisch ohne Zuckerzusatz}

Am Wochenende gibt es bei uns immer frische Backwaren zum Frühstück. Meist mache ich es mir leicht und backe unsere 24h Brötchen oder das Nacht-Baguette.
Manchmal wechseln wir auch zu Dinkel-Hörnchen oder Seelen oder Vollkornbagels.
Die Jungs dürfen sich freitags immer wünschen, was es am nächsten Morgen geben soll. Dabei kommt fast immer Gabett (Baguette) an erster Stelle.
Besonders tinyBro liebt Baguette in kleinen Scheiben geschnitten. Und zwar pur. Er hat es nicht so mit Brotbelag. Isst eigentlich jegliches Brot und Brötchen pur.
Die beiden großen hingegen lieben das frische, noch ofenwarme Baguette mit Butter und Marmelade. Würde ich sie nicht stoppen, würden sie den Brotkorb und das Marmeladenglas komplett leerputzen.

Seit einiger Zeit achten wir sehr auf unseren Zuckerkonsum und da ist Marmelade bekanntlich ganz schnell gestrichen. Ich koche zwar selbst und immer mit 3:1, aber mir war es dann irgendwann trotzdem einfach zu viel Süß so früh am Morgen.
Bei meinen Streifzügen durch den Supermarkt habe ich Marmelade ohne Zuckerzusatz und nur mit natürlicher Süße gefunden. Gekauft, probiert und für lecker befunden.
Auch habe ich getestet die hier so beliebte Himbeer-Birnen Marmelade mit Gelierzucker aus Xylit zu kochen. Schmeckt ebenfalls einwandfrei.
Für uns zwei wirklich großartige Alternativen zu der sonst zuckertriefenden Gaumenfreude.

Als ich von Chia Marmelade hörte, war ich geradezu begeistert.
Pure Früchte und Chia Samen machen aus der sündigen Marmelade einen richtigen Superfoodaufstrich, der auch gerne pur oder in Joghurt gegessen werden darf. Er ist so gesund, dass ich guten Gewissens die Jungs einfach essen lassen kann – bis das Glas leer ist.
Als Füllung für Kekse und Kuchen eignet sich die Chia Marmelade ebenfalls hervorragend.
Sie hält sich im Kühlschrank allerdings nur eine Woche – länger würde sie aber so oder so nicht halten.
Da sie Freitag abends schnell angerührt ist und man so frische, köstliche Marmelade für das Wochenende hat, stört mich die Tatsache nicht, dass man sie nicht auf Vorrat kochen kann.
Wir haben zudem immer Himbeeren und Heidelbeeren im Gefrierschrank und Chia Samen in der Speisekammer – also immer alles da um abends schnell noch Marmelade für den nächsten Tag zu kochen. Die Kinder lieben die Marmelade sehr. Für sie und meinen Mann muss ich sie noch ein bisschen mit Ahornsirup süßen. Für mich passt die Heidelbeer Version auch ohne den Sirup. Die Himbeer Marmelade esse aber auch ich lieber mit einem Schuss Ahornsirup oder Honig. Sie ist sonst wirklich recht spritzig.
Passt das Rezept einfach an euren Süßschnabel an. Vielleicht mögt ihr lieber gar keine zusätzliche Süße, vielleicht 1 Löffel oder zwei oder drei.

Im Sommer werde ich sie auf alle Fälle mit frischen Erdbeeren und Minze ausprobieren und berichten, wie sie uns schmeckt. Das stelle ich mir unter Quark mit Sahne gerührt mega lecker als Dessert vor.

Für ein luxuriöses Sonntagsfrühstück habe ich die Himbeer Marmelade mit Sekt gekocht. Das schmeckt sowas von gut. Besonders mit frischen Dinkel-Hörnchen. Vom Alkohol verdampft auch schon einiges beim Kochen. Einen Schwips bekommt man davon also schon mal nicht. Wer lieber auf Alkohol verzichtet nimmt Apfel- oder Traubensaft als Ersatz.
Die Marmelade mit Heidelbeeren dagegen ist der Liebling meiner Jungs. Leider gibt sie ziemlich miese Flecken, die kaum rausgehen – aber irgendwas ist ja immer…

Himbeer Chia Marmelade mit Sekt (für große Schleckermäuler)
ein großes Einmachglas

250 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1/2 TL Vanilleextrakt
20 g (2 EL) weiße Chia Samen
60 mL Sekt
1 EL Ahornsirup (optional)

Frische Himbeeren waschen und abtropfen lassen.
Gefrorene in einem kleinen Topf auftauen.
Himbeeren mit Vanille und Sekt in einen kleinen Topf geben.
Unter Rühren aufkochen und für 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.
Chia Samen unterrühren, nochmal aufkochen und für eine Minute weiter köcheln.
Nach Belieben Ahornsirup zugeben.
Marmelade in ein großes Schraubglas abfüllen, fest verschließen und abkühlen lassen.
Die Marmelade über Nacht zum Eindicken in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag gut durchrühren und, falls sie zu fest ist, einen Löffel Wasser oder Saft unterrühren.
Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.

Heidelbeer-Vanille Chia Marmelade
ein großes Einmachglas

250 g Heidelbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1/2 TL Vanilleextrakt
20 g (2 EL) weiße Chia Samen
60 mL Apfelsaft
1 EL Ahornsirup (optional)

Frische Heidelbeeren waschen und abtropfen lassen.
Gefrorene in einem kleinen Topf auftauen.
Heidelbeeren mit Vanille und Apfelsaft in einen kleinen Topf geben.
Unter Rühren aufkochen und für 3-4 Minuten leicht köcheln lassen.
Chia Samen unterrühren, nochmal aufkochen und für eine Minute weiter köcheln.
Nach Belieben Ahornsirup zugeben.
Marmelade in ein großes Schraubglas abfüllen, fest verschließen und abkühlen lassen.
Die Marmelade über Nacht zum Eindicken in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag gut durchrühren und, falls sie zu fest ist, einen Löffel Apfelsaft unterrühren.
Im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.

Hirse-Apfel-Brot {saftig, locker und so gesund}

Während meiner Blogpause habe ich viel Zeit in der Küche verbracht.
Wir haben geknetet, gebacken, genascht, ausprobiert und mit Genuß die neuen Rezepte verspeist.
Es gab Tage, da kam ich regelrecht nur für Minuten aus der Küche raus. Im Hintergrund lief die Weihnachtsmusik der Kinder und die Jungs waren mit Lego spielen und Vorgelesen werden (der Luxus, wenn der Mann zu Hause ist) beschäftigt.

Zwischen all den Brötchen, Baguettes, Neujahrsbrezeln und Hefezöpfen geriet ein schönes Laib Brot fast in Vergessenheit.
Meist backe ich unsere Brüderkruste oder das Malzkrustenbrot in diversen Variationen. Wir tauschen Mehlsorten aus, fügen Samen hinzu.
Ich wollte ein wenig für Abwechslung sorgen und da wir Äpfel in allen Varianten lieben, schummelte ich gleich mal welche unter dieses so wahnsinnig lockere und saftige Hirsebrot.
Die erste Scheibe, noch warm aus dem Ofen, war der Himmel auf Erden. Warum nur hatten wir wochenlang auf das gute alte Brot verzichtet?
Frische Brötchen und Baguette sind halt auch schwer zu schlagen. Aber dieses Brot ist auf unserer Brothitliste ganz oben.
Es bleibt lange saftig. Dennoch frieren wir, wie bei allen Broten, immer die Hälfte, bereits in Scheiben geschnitten, ein. So hole ich abends schnell ein paar Scheiben aus dem Gefrierschrank und habe morgens saftiges Brot für die Lunchbox der Jungs. Wenn es ganz schnell gehen muss, wandern die Scheiben direkt vom Eisschrank in den Toaster. So lecker.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Mehle schmeckt außerordentlich gut. Ich habe hier unsere liebste Kombination aus Vollkornmehlen und Dinkelmehl aufgeschrieben.
Wer nicht so viele verschiedene Mehle da hat, kann auch ein reines Dinkelbrot backen und wer glutenfrei lebt, der tauscht das Dinkelmehl gegen Einkornmehl aus.
Alle drei Varianten schmecken wahnsinnig lecker. Am besten, ihr probiert es einfach mit verschiedenen Mehlen aus und findet euer liebstes Brot.

Zu dem Brot schmecken süße und herzhafte Beläge.
Wir lieben kräftigen Käse und Apfelchutney oder zuckerfreie Himbeer-Chia-Marmelade (gerne mit einem Schuss Sekt). Das Rezept verrate ich euch in der nächsten Woche. So gut und so gesund.

Hirse-Apfel-Brot

100 g Hirse
21 g frische Hefe
1 TL Honig (Ersatzweise Ahornsirup)
250 mL lauwarmes Wasser
100 g Buchweizenvollkornmehl*
100 g Roggenvollkornmehl*
270 g Dinkelmehl Typ 630“
10 g Meersalz
2 TL Cylon Zimt
1 großer, säuerlicher Apfel (Cox Orange oder Boskop)

*das Mehl kann nach Belieben mit Dinkelvollkornmehl oder weiterem Dinkelmehl 630 ausgetauscht werden
“ für glutenfreies Brot das Dinkelmehl gegen Einkornmehl austauschen

Hirse in einem kleinen Topf gut mit Wasser bedecken und für 10 Minuten bissfest köcheln.
Abgießen und leicht abkühlen lassen.
Die Hefe mit dem Honig flüssig rühren und dann das Wasser zugießen.
Das Hefewasser 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehle mit dem Salz und Zimt mischen.
Apfel entkernen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
Das Hefewasser zu dem Mehl gießen und mit der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten Teig verkneten.
Am Schluss die Apfelwürfel unterkneten und den Teig zu einer Kugel formen.
In eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und für 45 Minuten gehen lassen.
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmal durchkneten.
Zu einem Brotlaib formen und in eine Brotbackform oder Römertopf oder Kastenform legen.
Brot mehrmals einschneiden und abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 220°C vorheizen.
Wer keine Brotbackfunktion im Ofen hat, kann noch eine Schale mit Wasser unten in den Ofen stellen. So geht das Brot richtig schön auf.
Brotform ohne Abdeckung in den Ofen schieben und für 15 Minuten backen.
Temperatur auf 200°C reduzieren und für weitere 30 Minuten fertig backen.

Wenn der Kürbis auf die Birne trifft {unglaublich leckere Kürbis-Birnen-Tarte}

kuerbis

Noch vier Türchen sind am Adventskalender zu sehen.
Morgen ist der letzte Kindergartentag und der Winter beginnt.
Es ist herrlich kalt draußen und alle haben eine Schnupfnase.
Die CD mit Weihnachtslieder dudelt rauf und runter.
Der Tannenbaum steht auf der Terrasse und wartet darauf aufgestellt zu werden.
Alle Geschenke sind verpackt und gut versteckt im Keller.
Ja, bald ist Weihnachten!

Ich habe die letzten Tage mit Geschenke einpacken und den ersten Vorbereitungen für die Feiertage verbracht und damit, den Essensplan für Weihnachten und Silvester zu schreiben.
Ich setze mich dann mit einer großen Tasse Tee und einen Stapel Kochbücher in unseren gemütlichen Sessel und blätter und schreibe und denke. Die Vorfreude auf die Gaumenfreuden ist bei allen groß und ich genieße es, leckere Sachen für uns auszusuchen. Ich suche nur noch jemanden, der das alles einkauft, kocht und backt. Interesse?
Dieses Jahr werden wir mal ausprobieren am ersten Weihnachtstag einen Brunch zu machen und erst gegen Abend das eigentliche Essen.
Die Kinder haben an einem Frühstück sowieso kein Interesse, da das Christkind bei uns die Geschenke in der Nacht zum 25.12. bringt und somit morgens ganz andere Dinge wichtiger sind.
So kann sich jeder von dem Büffet bedienen und beim Spielen hier und da etwas zwischen die Kiemen schieben. Ich muss mich mittags nicht ums Essen kümmern und wir können den ganzen Tag die neuen Spielsachen bestaunen, Weihnachtslieder und Geschichten hören und kucheln und lesen.
Brunch heißt für mich zwar früh aufstehen um alles vorzubereiten, aber ich liebe es am Weihnachtsmorgen im Schlafanzug – wenn noch alles still im Haus ist – in der Küche zu stehen und vor mich hinzubacken. Außerdem plane ich den Brunch so, dass ich das meiste bereits 1-2 Tage vorher vorbereiten kann.

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist diese unglaublich leckere Kürbis-Birnen-Tarte.
Ich bin derzeit dezent im Tarte und Quiche Fieber und nach unzähligen Varianten mit Kürbis, habe ich bei dieser hier meine Liebe gefunden. Die Kombination aus Kürbis und Birnen ist so lecker, besonders für einen Brunch. Oben drauf gesellen sich noch karamellisierte Zwiebeln – hmmmmm, das gibt der Tarte den letzten Kick.
Die Tarte schmeckt warm und kalt, am besten mit einem grünen Salat. Wenn ich sie zu einem Brunch mache, bereite ich den Teig am Vortag vor, schneide alles klein und karamellisiere die Zwiebeln. Dann geht am nächsten Morgen alles ganz schnell.

Für die Füllung nehme ich am liebsten Butternutkürbis. Ich habe aber auch schon Hokkaido und Muskatkürbis verwendet und auch schon eine Mischung aus verschiedenen Kürbissen, da ich eh noch Reste da hatte. Die Abate-Birne würde ich allerdings nicht austauschen. Wenn sie noch sehr fest ist, schmeckt sie wunderbar süß-herb zu dem Kürbis. Ein Gedicht.
Für den Fall das Reste über bleiben, kann man die Tarte zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wenn man mag, kann man sie bei 180°C für 5-10 Minuten aufbacken. Dabei eventuell mit Folie bedecken damit sie nicht zu dunkel wird.

Kürbis-Birnen-Tarte
für eine 28er Quicheform

100 g Dinkelmehl 630
100 g Dinkelvollkornmehl
60 g kalte Butter + 1 EL
200 g kalter Frischkäse
Salz
schwarzer Pfeffer
3 Eier
200 mL Milch
180 g Pecorino, gerieben
400 g Kürbis (vorbereitet gewogen)
1 große, feste Abate-Birne (ca 300 g)
4 EL Apfelsaft
1 EL Apfelessig
4 Knoblauchzehen
3 große Zwiebeln
Olivenöl
2 EL Kokosblütenzucker

Für den Boden die beiden Mehle mit 60 g kalter Butter, 100 g kalten Frischkäse, einer guten Prise Salz und 1 EL kaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten.
In Folie gewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

In der Zeit die karamellisierten Zwiebeln und die Füllung zubereiten.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
1 EL Öl in einer Pfanne oder Topf erwärmen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 20 Minuten ganz weich braten.
Den Kokosblütenzucker einstreuen und ein paar Minuten karamellisieren lassen. Beiseite stellen.

Für die Füllung den Knoblauch schälen und in ganz dünne Scheiben schneiden.
Kürbis nach Belieben schälen, entkernen und 400 g klein würfeln.
1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Kürbis scharf anbraten, salzen und mit Apfelsaft und Apfelessig ablöschen. Sofort den Deckel drauf setzen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten weich köcheln. Gegen Ende den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit weitgehend verdampfen lassen.
Birne in Würfel schneiden und unterrühren. Füllung leicht abkühlen lassen.

Die Eier mit dem restlichen 100 g Frischkäse und der Milch verquirlen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Teig Ausrollen und den Boden und den Rand einer 28er Quicheform damit auslegen.
Die Hälfte des geriebenen Percorinos auf den Boden streuen, Kürbis und Birnen drauf verteilen und Eiermilch angießen.
Die Zwiebeln auf der Tarte verteilen und zum Schluss den restlichen Käse darüber streuen.
Bei 180°C für 30 Minuten backen.
Heiß, warm oder kalt servieren.

Herrlich gesunde Weckmänner {wunderbar lecker zu Nikolaus}

Traditionell wird bei uns an St. Martin Weckmänner gebacken. Die gibt es dann nach dem Martinsfeuer zum Abendbrot, wer mag mit Butter.
Dazu noch ein großes Glas Bananenshake und meine Jungs können danach zufrieden und satt ins Bett fallen.
Auch an Nikolaus gibt es in vielen Familien Weckmänner.
Da littleBro an Nikolaus Geburtstag hat, gibt es hier aber Geburtstagstorte. Ich denke aber, dass ich ein paar Tage später nochmal Nikolaus-Weckmänner backen werde. Die werden dann aber noch mit ein wenig Zuckerguss und gehobelten Mandeln und Zuckerperlen verziert, so wie ich es zu Nikolaus kenne. Nicht mehr ganz so gesund, aber mei, immer noch so viel besser als gekaufte Weckmänner oder Kuchen.

Die letzten Jahre haben wir unsere Weckmänner immer nach diesem Rezept gebacken. Als gesunde Alternative habe ich dieses Jahr noch gesunde Weckmänner gebacken. Die schmecken herrlich lecker und lassen sich gut formen. Ich mag gar nicht sagen, welche Variante uns besser schmeckt. Beide sind gut, aber bei diesen hier habe ich ein besseres Gewissen, sie auch zum Abendbrot oder Frühstück auf den Tisch zu bringen. Die normale Version ist eher als Nachmittagskaffeestückchen geeignet.

Wie wird bei euch Nikolaus gefeiert?
Wir stellen am Abend vorher unsere Nikolausstrümpfe vor die Tür und stellen dazu ein paar Kekse (für den Nikolaus) und zwei Möhren (für den Esel). Die Kekse sind am nächsten Tag weg – die Möhren immer halb aufgeknabbert. Die Jungs sind dann schier außer sich vor Freude.
Ich fülle also nachts die Strümpfe, lager sie im Flur und stelle sie früh morgens, wenn noch alle schlafen, wieder raus. Es gibt eigentlich immer für jedes Kind ein Buch, Nüsse, Mandarinen, eine Kleinigkeit zu Naschen und eine CD oder etwas kleines zum Spielen. Mein Mann bekommt immer einen Kinder-Weihnachtsmann und eine Kleinigkeit.
Morgens sind die Jungs so aufgeregt, ob der Nikolaus auch wirklich da war. Das mischt sich aber alles mit der Geburtstagsfreude, da littleBro an diesem Tag geboren ist. Daher sind wir nur morgens mit dem Nikolaus beschäftigt und abends, wenn im Bett die Geschichte vom Nikolaus gelesen wird. Den restlichen Tag wird Geburtstag gefeiert. Um die Geschenkeflut nicht zu groß werden zu lassen, gibt es die Geburtstagsgeschenke dann erst zum Kuchen am Nachmittag. So zieht sich das alles ein bisschen auseinander.
Ich freue mich schon auf die leuchtenden Augen der Jungs, besonders auf die von tinyBro – denn er erlebt Nikolaus dieses Jahr zum ersten Mal ganz bewusst. Der wird Augen machen!

gesunde Weckmänner
6-8 Stück

200 g Dinkelvollkornmehl
400 g Dinkelmehl 630
42 g frische Hefe
250 mL Mandelmilch
60 g Kokosöl
2 Eier
50 g Kokosblütenzucker
Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille
1 EL Rosenwasser
Rosinen und Mandeln zum Dekorieren

Die Mehle in eine Schüssel sieben.
In die Mitte eine Mulde drücken und Hefe hineinbröseln. Mandelmilch leicht erwärmen, zugießen und mit der Hefe verrühren.
Abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.
Kokosöl schmelzen und mit Eiern, Kokosblütenzucker, Salz, Rosenwasser und Vanille zum Vorteig geben.
Alles zu einem Hefeteig kneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt für 15-20 Minuten gehen lassen.
Aus dem Teig 6 bis 8 Weckmänner formen, auf zwei Backbleche legen und mit Mandeln und Rosinen dekorieren.
Abdecken und für weitere 15 Minuten gehen lassen.
In der Zeit den Ofen auf 210°C vorheizen.
Weckmänner auf der mittleren Schiene für 10-15 Minuten goldgelb backen.

Wer mag kann die Weckmänner noch mit Zuckerguss und Zuckerperlen und gehobelten Mandeln verzieren. Dann sind sie aber nicht mehr ganz so gesund, dafür aber sehr, sehr lecker.

Apfel-Gewürz-Muffins {herrlich locker und saftig}

Ach, wie trauere ich unserer Apfelernte hinterher. Dieses Jahr wurden wir reich beschenkt mit knackigen Äpfeln, die teilweise fast 1 kg auf die Waage brachten.
Im Herbst kommt bei uns fast überall Apfel dazu. Ob herzhaft oder süß. Apfel im Eintopf, zum Brathuhn, Apfelkuchen, Apfelcrumble, Apfelmus, Apfelmuffins, Apfel, Apfel, Apfel.
Die Jungs und ich essen pro Tag etwa 6 Äpfel. Dementsprechend besteht mein Einkauf derzeit aus einem Korb Äpfel. Ich komme schier nicht hinterher mit dem Kaufen, so schnell sind die weg.

Meine drei sind schon richtige Schleckermäuler. Zu Kuchen und Gebäck sagen sie selten nein. Natürlich auch nicht zu Schokolade und Gummibärchen – aber die gibt es nur recht eingeschränkt. Ich backe lieber frische Muffins, Plätzchen oder Cookies. Dabei verzichte ich weitgehend auf Industriezucker und achte auch sonst darauf, dass das Gebäck zwar noch süß, aber nebenbei noch gesund und ausgewogen ist. Am Wochenende gibt es auch normalen Kuchen und Torten. Aber unter der Woche biete ich nur natürlich gesüßte Kuchen und Gebäck an.
Den Kindern schmeckts und ich kann guten Gewissens auch einen zweiten Muffin reichen oder sie nochmal in die Keksdose greifen lassen.

Gestern kam ich ganz spontan (genau gesagt 10 Minuten vor der Kindergarten Abholzeit) noch auf die Ideen etwas leckeres für die Jungs zu backen. Da sie das Mittagessen schon nicht mochten, sollten sie wenigstens irgendwas Essbares zwischen die Zähne bekommen.
Alle Zutaten waren schnell gemischt und nachdem ich alle eingesammelt und nach Hause gebracht hatte, wurde der Teig angerührt, abgefüllt und backte während des Mittagessens im Ofen.
Ganz frisch und noch warm haben wir unsere Muffins als Nachtisch gemümmelt. So herrlich locker, saftig und lecker.
Hmmmmm.
Ein Gedicht und hätte ich nicht ein Machtwort gesprochen, hätten die Jungs mir wohl das ganze Blech verputzt.

Da fällt mir ein, ich glaube ich muss mal schaun, wo die restlichen Muffins geblieben sind. Wahrscheinlich schon in den Klauen der Räuber…

Apfel-Gewürz-Muffins
12 Stück

250 g Dinkelmehl 630
1 Packung Weinstein Backpulver
100 g zarte Haferflocken
2 TL Zimt
Prise Salz
1 TL Kardamom
50 g Kokosblütenzucker
60 g Rosinen
50 g Honig
200 g saure Sahne
6 EL Albaöl oder Traubenkernöl
2 Eier, Größe L
1-2 säuerliche Äpfel (etwa 300 g)

Von den Haferflocken 1 EL abnehmen und mit 20 g der Rosinen beiseite stellen.
Mehl mit Backpulver, Rest Haferflocken und Rosinen, Gewürzen und Kokosblütenzucker mischen.
Eier mit Honig, saurer Sahne und Öl in eine große Schüssel füllen und mit einem Schneebesen gut verquirlen.
Äpfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Etwa 2 EL zu den beiseite gestellten Haferflocken und Rosinen geben.
Mehlgemisch leicht unter die flüssigen Zutaten rühren. Äpfel zugeben und alles grob vermengen. Nicht zu viel rühren.
Ein Muffinblech fetten oder mit Papierförmchen auslegen.
Teig auf die Mulden verteilen. Mit den Haferflocken, Rosinen und Äpfeln bestreuen.
Bei 175°C für 25 Minuten backen.

Lieber November, wir mögen Dich nicht {aber mit unserem FeelGood Kakao können wir Dich gut ertragen}

Ich bin eigentlich ein Freund des Herbstes. Aber der November kann von mir aus im Jahresverlauf einfach übersprungen werden.
Dieser Schmuddelmonat ist doch gerade zu gemacht für depressive Stimmung. Kalt, grau, nass und viel zu wenig Sonnenstunden. Die Tage sind kurz – die Nächte lang (also rein theoretisch – durch die Erkältungszeit sind die Nächte nämlich verdammt kurz).
Einzig allein der Geburtstag unseres jüngsten Sohnes Ende November macht diesen Monat ein wenig schöner.

Meinen Kindern scheint das nasskalte Wetter nichts auszumachen. Auch bei Regen und Wind möchten sie rausgehen um im Garten zu spielen oder Fahrrad zu fahren oder spazieren zu gehen.
Den Satz „Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung“ haben sie wohl erfunden. Während ich bei Schmuddelwetter gerne im Haus bleibe und auf die Frage, ob wir denn rauskönnen antworte, dass es doch regnet und wir uns lieber drinnen einkuscheln können, sagen die Jungs einfach, dass das doch egal sei und wir doch Gummistiefel anziehen können.
Jaja, ihr habt ja recht. Aber hier drin ist es so schön warm und gemütlich.
Meistens schaffe ich es dann doch irgendwie die Regensachen anzuziehen und mit den Jungs raus ins Herbstwetter zu ziehen. Während sich die drei austoben, sehne ich mich nach einer Tasse heißen Tee und meinem Sofa. Aber die frische Luft tut uns allen gut und ich weiß ja, dass man mindestens ein mal am Tag mit den Kindern raus soll. Wer sagt das eigentlich? Egal.
Aber an manchen Tagen bin ich einfach nur froh, wenn wir unsere tägliche Portion frische Luft auf dem Weg zum Kindergarten bereits bekommen haben und ich mit fast keinem schlechten Gewissen nachmittags einfach zu Hause bleiben kann – Kuschelsachen anziehen, Tee kochen, Lesen, Spielen, Musik hören.

An besonders trüben Tagen, wenn die Laune einfach nicht besser werden mag, kochen wir uns einen Topf FeelGood Kakao und backen dazu vielleicht noch ein Blech Apfel-Gewürz-Muffins.
Zusammen mit ein paar Büchern lässt sich so auch der tristeste Novembertag überstehen.
Dass bei uns gestern die Adventszeit eingeläutet wurde, hebt unsere Laune auch beträchtlich an.
Die Kinder sind so wahnsinnig glücklich über ihre Weihnachtsbücher und CDs, die endlich aus den Kisten ausgepackt werden durften. Bereits vor dem Frühstück wird die Lichterkette in ihrer Weihnachtsecke angemacht und mit ihrem Ostheimer Nikolaus und Knecht Ruprecht gespielt. Dass hier nur noch Weihnachtslieder gesungen werden ist eh klar.

Unser Kakao lässt nicht nur den November überstehen. Er schmeckt auch unheimlich gut in der Adventszeit und versüßt am Adventssonntag die Lebkuchen und Plätzchen. Wobei er gar nicht arg süß ist. Uns schmeckt er einfach lecker. Fertigkakao-Mischungen ist den Jungs nämlich viel zu süß (eigene Aussage). Er schmeckt schon ganz anders – aber herrlich cremig und tut so gut. Ohne schlechtes Gewissen darf man hier auch zur zweiten Tasse greifen und die Seele streicheln.
Ach, ich freue mich insgeheim schon auf den nächsten Regentag.

FeelGood Kakao
für etwa 650 mL

1 TL Yogi Schoko Chai Tee
1/2 TL Zimt
1 TL Vanillextrakt
1 EL (15 g) Kakao
1 EL (40 g) Mandelmus
2 TL Maismehl
500 mL Mandelmilch oder Vollmilch
optional: frisch gemahlene Chili
100 g Sahne
Vanillepulver
Zimt

Yogi Schoko Chai in einen Teebeutel füllen und in einen Topf legen. Mit 150 mL kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.
Teebeutel entfernen und Zimt, Vanille, Kakao, Mandelmus und Maismehl mit einem Schneebesen einrühren. Einmal aufkochen und dann 5 Minuten köcheln lassen.
Milch zugeben und erneut aufkochen und für weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Wer möchte kann nun mit Chili würzen. Schmeckt wirklich richtig gut.
Sahne mit einer Messerspitze Vanillepulver steif schlagen.
Kakao auf Tassen verteilen, einen Klecks Sahne draufgeben und mit Zimt bestreuen.
Einkuscheln und genießen!

Kraft und Energie für den Nachmittag {Kürbis-Powerkuchen für hungrige Schleckermäuler}

kuerbis

Nun ist November – und somit beginnt die Erkältungszeit. Jupie! Und die Jungs hat es auch sofort erwischt…warum lange warten? Lieber gleich am 1.11. mit Husten und Schnupfen loslegen.
Die Nächte werden also kürzer, die Nerven auch.
Grund genug für jede Menge Soulfood. Nächste Woche verrate ich euch unser ultimatives Rezept für Soulfood Kakao. Der tut uns allen gut, wärmt und streichelt die Seele.
Wenn die Jungs nachmittags müde werden und sich meine Nerven jenseits von Gut und Böse befinden, gibt ein Stück Powerkuchen mit Kürbis wieder Kraft und Energie.
Unsere drei Jungs lieben den Kuchen und ich bin froh, dass sie mit vielen wichtigen Nährstoffen und richtig viel Power versorgt werden.
Gut gewapnet lassen sich bunte und kalte Herbstnachmittage, mit Gummistiefel und dickem Schal, draußen genießen.


In Anbetracht der Tatsache, dass unsere Nächte dank der Erkältungszeit kurz geworden sind, ist es immerhin eine Wohltat, dass durch das frühe Dunkel werden die Jungs schon sehr früh Abendessen wollen und dann auch wesentlich früher müde sind.
Ich weiß manchmal gar nichts mit mir anzufangen, wenn alle vor 20 Uhr im Bett sind. Möglichkeiten tun sich auf…

Außerhalb der Kürbiszeit backe ich den Kuchen gerne mit Möhren. Schmeckt genauso gut und saftig. In Scheiben geschnitten lässt sich der Kuchen wunderbar einfrieren und einzelne Scheiben sind schnell aufgetaut.
Wenn mal wieder so ein Nachmittagstief kommt und dringend Energie her muss. Oder aber wenn es mal wieder ein „das mag ich nicht“ Essen zu Mittag gab und die Jungs schier zu Verhungern drohen und auch ein großer Teller mit Äpfeln nichts mehr ausrichten kann.
Und falls mal kein Brot für das Abenessen im Haus ist, kann ich guten Gewissens auch unseren Powerkuchen auf die Teller bringen. Dazu noch Bananen und Joghurt und fertig ist ein vollwertiges Abendessen. Ob das mit der Power dann allerdings so gut ist lasse ich mal im Raum stehen…

Powerkuchen mit Kürbis
für eine Gugelhupfform oder Kastenform

50 g Datteln
3 EL Ahornsirup
120 g Albaöl oder Traubenkernöl
250 g Apfelmus (ohne Zuckerzusatz, am besten frisch gekocht)
2 Eier, Größe L
50 g Dinkelvollkornmehl
150 g Dinkelmehl 630
1 TL Natron
1 TL Backpulver
1 TL Zimt
1 EL Kakao
Prise Salz
1 EL Chia Samen
100 g Pecannüsse
80 g Rosinen
200 g Butternutkürbis (oder eine andere Sorte nach Wahl)
Kakao zum Bestäuben

Datteln mit Wasser bedecken und in einem Topf oder in der Mikrowelle einmal aufkochen lassen, abgießen.
Ahornsirup zu den Datteln geben, sowie das Öl.
Alles glatt pürieren.
Apfelmus und Eier gut unterrühren.
Mehle mit Natron, Backpulver, Zimt, Kakao, Salz und Chia Samen mischen und unter die Dattel-Ei-Masse rühren.
Pecannüsse hacken und Kürbis reiben.
Beides zusammen mit den Rosinen unter den Teig heben.
Eine Gugelhupf- oder Kastenform einfetten und Teig einfüllen.
Bei 180°C für etwa 50 Minuten backen. Nach 40 Minuten schonmal überprüfen, ob der Kuchen gar ist.
Kuchen stürzen, abkühlen lassen und mit Kakao bestäuben.