Noch ein Grund mehr, den Herbst zu lieben {KürbisZeit} mit würzigen Kürbiswaffeln

kuerbis

Dieses Jahr hat unsere eigene Kürbisernte leider nicht geklappt. Meine Aussaat ist nicht angegangen. Letztes Jahr hatten wir 5 oder 6 richtig schön große Butternut Kürbisse in super Bio-Qualität aus dem eigenen Garten geerntet.
Nun, so müssen wir die orangen Leckerbissen eben kaufen. Nächstes Jahr starten wir aber wieder einen Versuch. Irgendwie waren die Wetterbedingungen nicht ideal. Auch die Zucchini und Tomaten waren recht spärlich. Einzig unser Boskop Apfelbaum trägt dieses Jahr unglaublich viele Äpfel. Und was für welche. Satte 800 g haben wir bei einem Prachtstück gewogen.
Unser Herbst ist somit gerettet und verwöhnt uns mit saftigen Vollkorn-Apfel-Honig-Kuchen, Bratäpfeln und Apfelkompott.

Meine zwei liebsten Herbstleckerein – Apfel und Kürbis – schmecken auch in Kombination unglaublich gut. Sowohl süße, als auch herzhaft sind die beiden ein unschlagbares Team. Meine Traumkomination ist hierbei Boskop und Butternut.

Die besonders delikate Kürbiszeit möchte ich im Herbst meine ganze Aufmerksamkeit – zumindestens in der Küche – widmen.
Und so habe ich beschlossen, eine Blogreihe zu starten und im Oktober und November jede Woche mehrere Kürbisrezepte zusammen zu schreiben.
Ihr könnt euch freuen auf Kürbisspätzle, Kürbis-Zimtschnecken, Dinnette mit Kürbis, Gnocchi Kürbispfanne, Kürbis, Kürbis, Kürbis. Heute starte ich mit würzigen Kürbiswaffeln.
Meine Kinder und Herr Kuchenduft waren sehr begeistert von dem Ergebnis, was ich gestern Abend präsentiert habe. Mit frischem, noch warmen Apfelkompott war es ein Gedicht und die wenigen Reste gab es heute in der Lunchbox im Kindergarten.

Eigentlich gehen die Waffeln ruck zuck. Nur das Kürbispüree dauert seine Zeit. Wobei man dabei nichts machen muss, sondern lässt den Ofen alles erledigen.
Das ist mein allerliebstes Kürbispüree Rezept. Schneller gehts nichts. Also vom Aufwand her. Und da der Ofen dabei schon recht lange läuft und man das Püree super im Kühlschrank und sogar im Gefrierschrank aufbewahren kann, mache ich direkt ein paar Kürbisse auf einmal.
So hat man beim nächsten Kürbisrezept quasi keine Arbeit mehr. Sehr praktisch.

würzige Kürbiswaffeln
8-9 dicke Waffeln

1 Butternutkürbis
100 g Dinkelmehl 630
100 g Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
2 TL Zimt, gemahlen
1/2 TL Cardamom, gemahlen
Prise Nelken, gemahlen
Prise Ingwer, gemahlen
Prise Salz
250 mL Mandelmilch oder Vollmilch
60 g Kokosöl
2 Eier, L
1 TL Vanilleextrakt
2 EL Ahornsirup

zum Servieren: frisches Apfelkompott

Ofen auf 180°C vorheizen. Kürbis fest in Alufolie wickeln und für 1,5 h in den Ofen legen.
Kürbis auspacken, halbieren und leicht auskühlen lassen.
Fruchtfleisch mit einem Löffel auskratzen und 250 g abwiegen.
Den Rest im Kühlschrank für eine Woche aufbewahren oder einfrieren.
Das abgewogene Kürbisfleisch mit dem Kokosöl mischen, so dass es schmilzt.
Mandelmilch zugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren.
Eier, Vanillextrakt und Ahornsirup ebenfalls dazugeben und kurz pürieren.
Mehl mit Backpulver und Gewürzen mischen und unter den Teig rühren.
Im heißen Waffeleisen Waffeln kross ausbacken.
Die Waffeln schmecken am besten warm mit Apfelkompott.

Wenn der Sommer den Herbst trifft {Kürbis Gnocchi mit Heidelbeeren}

In wenigen Tagen ist die Heidelbeerzeit leider vorbei. Das ist besonders für tinyBro kein Spaß.
Er liebt die kleinen Beeren einfach viel zu sehr. Im Sommer hat er fast täglich eine kleine Schüssel davon aufgemümmelt.
Und auch ich liebe es meinen morgendlichen Porridge oder Couscous mit allerlei Nüssen und einer Hand voll Heidelbeeren zu löffeln.

Wir werden euch vermissen – ihr blauen Superfrüchte. Die Tiefkühlkollegen können nur schwer mithalten, schmecken aber im Bircher Müsli gar nicht mal schlecht.

Zum Abschied gibt es bei uns noch ein leckeres Spätsommeressen, wo der Herbst (in Form von Kürbis) auf den Sommer (hier kommen die Heidelbeeren ins Spiel) trifft.
Falls ihr euch noch nicht getraut habt, Gnocchi selbst herzustellen, dann ist das nun die perfekte Gelegenheit. Die Kartoffel Variante gibt es ja überall zu kaufen und ich greife da, für ein schnelles Mittagessen, gerne zu.
Aber Kürbis Gnocchi, die muss man schon selbst machen und es ist auch gar nicht schwer.
Wer Kinder hat, findet ihr mit Sicherheit auch kleine Küchenchefs, die beim Rollen gerne helfen. Denn das ist eigentlich die meiste Arbeit.
Beim ersten Versuch habe ich den Fehler gemacht, die Gnocchi viel zu groß zu schneiden. Da kamen richtige Teigfladen raus.
Am Besten richtig schön klein schneiden.

Das ist richtiges Soulfood. Die warme, cremiger Sauce, die leicht süßen Gnocchi und die sauren Beeren streicheln die Seele.
Für uns so ein typisches Freitagessen. Da lassen wir vier es uns nämlich gerne gut gehen mit Mehlspeisen und Seelenfutter.
Da wird mein Mann schon öfter mal neidisch – der muss sich ja mittags mit Kantinenessen begnügen.

Für uns reicht locker eine halbe Portion. Die Gnocchi lassen sich (ungekocht) gut einfrieren und können auch mit gebratenen Gemüse gegessen werden. Oder einfach mit Salbei und Butter gebraten. Ach, es gibt so viele Möglichkeiten.
Auch für Babys sind die Gnocchi als Fingerfood bestens geeignet.

Kürbis Gnocchi mit Heidelbeeren
für 6 Personen

Gnocchi:
1 – 1,2 kg Butternut Kürbis
Salz
100 g Dinkelvollkornmehl
100 – 150 g Dinkelmehl 630
40 g gemahlene Mandeln
1 Ei
1 EL Mandelmus
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt

Sauce:
200 g fettarmer Frischkäse
200 g Mandelmilch oder Milch
50 g Sahne
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
4 TL Akazienhonig
200 g Heidelbeeren

1 EL Chia Samen
1 EL gehackte Pistazien
2 EL gehobelte Mandeln

Kürbis waschen, halbieren und die Kerne rauslösen.
In dünne Scheiben schneiden und auf einem Backblech verteilen.
Im Ofen bei 180°C etwa 40 min weich backen.
Kürbis mit dem Stabmixer pürieren.
Mit Vollkornmehl, 100 g Dinkelmehl, Mandeln, Ei, Mandelmus, Vanille und einer Prise Salz zu einen glatten, festen Teig kneten.
Nach Bedarf noch weiteres Dinkelmehl unterkneten.
Portionsweise zu Rollen formen und in kleine Gnocchi schneiden.
Nach Belieben mit einer Gabel Muster in die Gnocchi drücken.
Auf eine bemehlte Arbeitsfläche oder ein Backblech bis zur weiteren Verwendung legen.
Einen großen Topf mit Wasser und ein wenig Salz zum kochen bringen.
Gnocchi reingleiten lassen und sanft köcheln, bis die Gnocchi nach oben steigen.
Gnocchi abgießen.

In einen kleinen Topf alle Zutaten für die Sauce, bis auf die Heidelbeeren, erhitzen.
Heidelbeeren dazugeben und einmal kurz aufkochen. Die Heidelbeeren sollen nicht zerfallen, sondern sollen noch leich knackig bleiben.
Gnocchi unter die Sauce rühren, auf Teller verteilen und mit Chia Samen, Mandeln und Pistazien bestreuen.

Couscous Schmarrn {mit Gemüse satt oder auch mal süß}

Unsere Freitage sind – bezogen aufs Essen – langsam langweilig geworden.
Die Jungs wünschten sich Woche ein, Woche aus ihren geliebten gesunden Kaiserschmarrn und ich konnte ihn langsam nicht mehr sehn. Ich bin sowieso schon länger dazu übergegangen, meine Portion mit Gemüse und Pinienkernen anzubraten.
Dennoch musste Abwechslung her.

Also ran an den Herd!
Von dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden, und meine Kinder auch! Welch ein seltener Zustand.
So wurde der „fast gesunde Kaiserschmarrn“ in einen „richtig gesunden Kaiserschmarrn“ verwandelt.
Aus Kaiserschmarrn wurde Couscous Schmarrn – wobei er bei uns eigentlich immer noch Kaiserschmarrn heißt.
Ich finde, er schmeckt einfach fantastisch mit richtig viel Ofengemüse.
Aber für die Süßschnäbel gibt es auch eine süße Variation.
Ihr habt also die Wahl, ob ihr euren Körper mit einer großen Portion Vitaminen und Ballaststoffen pusht oder den, immer noch sehr gesunden, süßen Couscous Schmarrn wählt um eurem Verlangen nach einer Süßspeise nachzugeben.
Besonders im Winter ist die süße Variante richtig schönes Soulfood.

Wenn man sich erst gar nicht vor die Wahl stellen möchte (meine Jungs würden übrigens zu 100% die süße Version wählen), der schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe.
Einfach den Teig halbieren, eine Hälfte süß und eine herzhaft würzen und als Hauptgericht Schmarrn mit Gemüse essen und danach eine kleine Portion mit Beeren oder Apfelkompott (oder Vanilleeis, wer es richtig krachen lassen will) als Dessert essen.
Gleicher Aufwand – doppelter Genuss.
Ich für meinen Teil esse immer eine große Portion mit Gemüse.
Meinem großen Sohn brauche ich mit dem Gemüse gar nicht zu kommen, der pickt sich nur die Teigstückchen raus. Die beiden anderen Brüder essen aber durchaus gerne die Gemüsevariante.

Couscous Schmarrn mit Gemüse
für 4 Personen

100 g Couscous
2 Eier
250 g fettreduzierte Crème Fraîche
80 mL Haselnussdrink oder Milch
150 g Dineklmehl 630
50 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Salz
1 TL edelsüßes Paprikapulver
30 g Rosinen
Kokosnussöl, geschmacksneutral

1 kleine Zucchini (ca. 120-150 g)
1 orange Paprika
150 g Cocktailtomaten
200 g Hokkaido Kürbis (optional)
Salz
schwarzer Pfeffer
Olivenöl

Den Couscous in eine große Schüssel füllen und mit 200 mL kochendem Wasser übergießen.
Etwa 15 Minuten quellen lassen.
Rosinen ebenfalls in heißem Wasser einweichen lassen.
Die Eier trennen und die Eigelbe mit dem Haselnussdrink und der Crème Fraîche zum Couscous geben und verrühren.
Die beiden Mehle und Gewürze ebenfalls unterrühren.
Das Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben.
Zum Schluss die Rosinen abtropfen lassen und unterheben.

Ofengrill vorheizen.
Zucchini halbieren, Paprika entkernen und beides in dünne Scheiben schneiden.
Cocktailtomaten halbieren.
Hokkaido in Stifte schneiden.
Das Gemüse auf einem Backblech verteilen, salzen und pfeffern und mit Olivenöl geträufeln.
Unter dem Ofengrill etwa 10 Minuten grillen.
Alternativ Gemüse in einer großen Pfanne im Olivenöl kräftig anbraten.

In einer großen Pfanne etwas Kokosnussöl schmelzen lassen und 1/3 des Couscous Schmarrns in der Pfanne glatt streichen.
Bei mittlerer bis hoher Hitze kräftig anbraten bis die Unterseite knusprig ist, Schmarrn wenden und ein paar Minuten weiterbraten.
Mit zwei Pfannenwendern oder Holzlöffeln den Schmarrn zerzupfen, noch etwas Kokosnussöl dazugeben und fertig braten.
Mit den beiden anderen Portionen genauso verfahren.
Gemüse und Schmarrn mischen und servieren.

süßer Couscous Schmarrn
Rezept wie oben aber ohne Salz und Paprikapulver
mit 1 TL Vanilleextrakt oder Zimt würzen
fertig gebratenen Couscous Schmarrn mit Puderzucker bestäuben und mit Beeren oder Apfelkompott essen

Welche ist eure liebste Variante?
Oder macht ihr es euch leicht und esst einfach eine kleine Portion mit Gemüse und danach eine weitere kleine mit Beeren als Nachtisch?

Ich bin froh, dass ich mich wieder auf das Mittagessen am Freitag freuen kann!

Der Herbst ist zum Kastanien sammeln, Blätterberge bauen und Kürbis genießen da {Kürbis-Ricotta-Cannelloni}

Am Ende es Sommers sehne ich immer den Herbst herbei.
Ich mag die bunte Jahreszeit wenn morgens die Nebelschwarden eine gemütliche Stimmung verbreiten und man sich fest in seinen Lieblingspullover kuscheln kann.
Wenn man mit den Kindern Kastanien sammeln geht und eine Blätterschlacht veranstaltet.
Halb durchgefroren gibt es zu Hause Tee und warme Milch und dazu saure Mandarinen und knackige Walnüsse.

Das deftige Essen im Herbst mag ich auch besonders.
Leckere Suppen, Eintöpfe und Quiches sind Seelenfutter für mich.
Und es ist nicht schwer zu sagen welches Gemüse einem direkt in den Sinn kommt, wenn man an den Herbst denkt.
Kürbis.
Der Butternutkürbis in unserem Garten braucht noch ein bisschen zum reifen und so greife ich auf den Supermarkt zurück wo es bereits Muskat-, Hokkaido und Butternutkürbisse zu kaufen gibt.
Einen richtig großen Kürbis habe ich allerdings noch von der letzten Ernte übrig. Im kühlen Keller lassen sie sich wunderbar lange lagern.
Ich glaube daraus gibt es nächste Woche einen großen Topf Suppe.

Fast alle Kinder sind ja große Nudelfans.
Somit ist das Rezept für meine Kürbis-Ricotta-Cannelloni auch für kleine Genießer geeignet. Vorausgesetzt man hat keine nörgeligen ich-ess-nur-5-Gerichte-Kinder zu Hause.
Ich könnte mich in diese Cannelloni reinlegen. Und zwei meiner drei Jungs haben sie auch mit großer Freude verdrückt.
Nur Sohn Nummer eins hat durch bloßes Angucken beschlossen, dass er sie nicht mag. Auf meine Bemerkung hin, dass er das doch nicht wüsste wenn er sie nicht probiert hat, kam ein „Ich muss die nicht probieren, ich weiß dass ich die nicht mag!“.
Aber er ist ja bekanntlich kein Maßstab für leckeres Essen. TinyBro war auf jeden Fall ganz begeistert und konnte alles auch mit fünf Zähnen gut essen.
Sind ja auch schön weich, diese Röllchen.

Mit dem Rezept mache ich auch wieder bei MamaMia’s Reihe „Kleine Genießer“ mit.
Sie hat nämlich im Oktober das Thema „Kürbis“ und da passen die Röllchen natürlich super gut rein.
Schaut doch bei ihrer Rezeptsammlung vorbei. Dort werdet Ihr ganz viele leckere Gerichte mit Kürbis finden.

Kürbis-Ricotta-Canneloni
für 6 Personen

1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
800 g gehackte Tomaten aus der Dose
1/2 Bund Basilikum
Salz
schwarzer Pfeffer
1 TL brauner Zucker
500 g Hokkaido Kürbis
2 EL Butter
100 ml Gemüsebrühe
300 g Ricotta
ein paar Zweige Zitronen-Thymian
20 Cannelloni
400 g Crème Fraîche
100 mL Milch
70 g Parmesan, fein gerieben
125 g Mozzarella

Zwiebel und Knoblach schälen und fein hacken.
Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und Zwiebeln darin anschwitzen.
Knoblauch zugeben und so lange dünsten bis die Zwiebeln glasig sind.
Tamaten zugeben sowie Salz, Pfffer und Zucker.
10 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen, Basilikum hacken und unterrühren.
Eine Auflaufform (etwa 20×30 cm) mit der Sauce füllen.
Kürbis waschen, entkernen und fein würfeln.
Butter in einem Topf zerlassen und den Kürbis 5 Minuten darin anbraten.
Brühe hineingeben und mit geschlossenem Deckel 10 Minuten garen bis der Kürbis weich ist.
Deckel abnehmen und ggf weiter köcheln lassen bis das Wasser so gut wie verdampft ist.
Kürbismit einem Holzlöffel leicht zermusen und Ricotta unterrühren.
Thymian hacken und damit zusammen mit Salz und Pfeffer die Kürbismasse würzen.
Kürbisfüllung in einen großen Gefrierbeutel geben, eine Ecke abschneiden und so die Cannelloni füllen.
Die fertigen Pastarollen auf der Tomatensauce verteilen.
Crème Fraîche mit Milch und Parmesan glatt rühren und auf die Cannelloni gießen.
Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und auf der Sauce verteilen.
Bei 180°C etqa 40 Minuten backen bis der Käse eine schöne Farbe hat.

Babys erster Brei – 2. Woche

Mein kleiner Sohn ist schon ein gefräßiges Monster. Es scheint, als habe er schon sehnsüchtig auf den Brei gewartet. Die letzten Tage war das Geschrei immer groß, wenn der Brei aufgefuttert war. Heute haben wir mit Kürbis-Kartoffel angefangen und da konnte es ihm gar nicht schnell genug gehen. Wenn nicht der Löffel sofort wieder gefüllt und Richtung Mund geschoben wurde, gab es ein Gemecker, als ob er am verhungern wäre. So sind wir heute bereits bei 130 g Brei angekommen.
Am allerbesten gefällt ihm der Nachtisch, der aus Pfirsichpüree besteht. Da würde er am liebsten drin baden.
Ich bin ja mal gespannt, wie er nächste Woche reagiert, wenn dann noch Fleisch mit dazu kommt. Der bigBro ist ja immer noch kein Fleischfan und isst weder Wurst noch Brat- oder Bockwurst. Mal sehn, ob der littleBro auch zum Vegetarier mutiert…

KürbisKartoffelBrei

Kürbis-Kartoffelbrei
5 bis 8 Portionen – ab dem 4. Monat

350 – 400 g Kürbis
250 – 300 g Kartoffeln
Rapsöl

Kürbis waschen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und würfeln. Alles mit wenig Wasser in einem Topf zum kochen bringen und 15-20 min köcheln lassen, bis das Gemüse gar  ist.
Gemüse in eine Schüssel füllen und mit einem Stabmixer sehr fein pürieren. Dabei soviel Garflüssigkeit hinzugeben bis der Brei eine samtige Konsistenz hat.
In Portionen zu je etwa 180 g abfüllen (je nach Hunger der Kleinen). Ich hebe zwei Portionen im Kühlschrank auf und friere den Rest ein. Vor dem füttern, 1 TL Rapsöl unterrühren.

Pfirsich-Püree
3-4 Portionen – ab dem 4. Monat

2 Pfirsiche

Pfirsiche schälen und klein schneiden. Falls die Schale zu fest sitzt, Pfirsich kruzweise einschneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Mit sehr kaltem Wasser abschrecken und die Schale abziehen.
Pfirsiche mit einem Schuss Wasser in einen Topf geben und 5-10 min leicht köcheln lassen. Fein pürieren, in Portionen abfüllen und nach dem Kürbisbrei füttern.
Vitamin C  in Obstbrei fördert die Aufnahme von zB Eisen aus dem Gemüsebrei und sollte daher nach dem Gemüsebrei oder vermischt mit diesem gegeben werden.

KürbisKartoffelBrei_2

 

Babys erster Brei {Kürbis}

Sie ist da. Die Breizeit. Viel zu schnell, wie ich finde. Dabei hab ich erst nach 6,5 Monaten begonnen. Ich war schon ziemlich froh, dass ich während des Umzugs noch voll gestillt habe. So war es bei weitem Stressfreier. Da der meiste Ärger nun um ist, konnte der littleBro endlich in die Welt des Breis eintauchen. Der bigBro dachte wohl, dass sein Bruder nun für alles offen ist, und hat ihm gestern netter Weise sein Brot in den Mund gesteckt als ich mich mal für 2 Sekunden umgedreht habe. Dem Kleinen hat es anscheinend geschmeckt, denn das Gemecker war groß, als ich das Brotstück seinen kleinen Fingern entzogen habe. Er denkt sich wohl auch, was soll ich mit Brei wenn ich drei wunderschöne Zähnchen habe?

Und da frag ich mich doch, warum der liebe Gott die Babys nicht mit Zähnen auf die Welt gebracht hat. Also wenigstens die Backenzähne während doch mal was. Die stören auch nicht beim stillen. Das wäre doch schlau gewesen. Und wo wir gerade dabei sind, wäre es auch toll, wenn die Kleinen direkt sprechen könnten. Gut, das hätte zur Vorraussetzung, dass wir alle die gleiche Sprache sprechen. Was aber auch in meinem Interesse liegen würde, denn so könnte ich Chinesen die Englisch (veruchen zu) sprechen auch mal verstehen. Ich kann schon nachvollziehen, warum die immer nur nicken und lächeln und „Yes, yes“ sagen.

Diese Woche ging es beim littleBro also mit Kürbisbrei los. Das Rezept ist genau die Menge, die man für die erste Woche braucht. Nächste Woche geht es dann mit Kürbis-Kartoffel weiter.

Kürbisbrei

Kürbisbrei
7 Portionen, ab dem 4. Monat

350 g Kürbis (Hokkaido oder Butternut)
Rapsöl

Kürbis waschen und in Stücke schneiden. In einem Dämpfaufsatz geben und über kochendem Wasser etwa 20  min weich dünsten. Alternativ mit wenig Wasser in einem Topf köcheln lassen.
In eine Schüssel geben und mit dem Stabmixer sehr fein pürieren. Dabei soviel von der Garflüssigkeit hinzugeben bis ein sämiger Brei entsteht.
Eine Portion abnehmen und einen TL Rapsöl hinzugeben. Übrigen Brei in kleinen Portionen einfrieren oder für maximal 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Baby mit Latz ausstatten und los geht’s…

Kürbisbrei_2

Yummy Kürbiszeit

Mit dem Herbst zieht auch der Kürbis bei mir ein. Ich freue mich immer sehr, wenn ich ihn wieder in den Läden sehe und mein Sohn und Mann lieben ihn auch. Jetzt, da es wieder kälter wird nimmt das Verlangen nach einer warmen Suppe zu und so habe ich mich ans Werk gemacht und die erste Kürbissuppe diesen Herbstes gekocht.
Mein Sohnemann kann leider noch nicht so gut Suppe essen, mit dem Löffel klappt es zwar schon gut aber das ist mir dann doch eine zu große Sauerei…
So habe ich am nächsten Tag die Suppe einfach zur Pastasauce umfunktioniert. Das ging ganz easy und zusammen mit Vollkornpasta wurde auch alles verputzt.
Dafür ca. zwei Kellen Suppe einkochen und nebenher 100g Rinderhack anbraten und die Nudeln kochen. Das Hack zur Suppe geben und mit den Nudeln vermengen. Mein Mann war ein bisschen neidisch und hat sich mal wieder beschwert, dass Robin immer besseres Essen als er bekommt ;)

Wer die Kombi aus süß und herzhaft nicht so mag, kann die Mango auch gut weglassen. Mache ich je nach Lust und Laune. Die Currypaste bekommt ihr im Supermarkt in der Asia-abteilung oder beim Asiaten.

Spicy Butternut Soup
ein großer Topf voll

1 EL Rapsöl
1 rote Zwiebel
2,5cm Stück Ingwer
2 TL rote oder gelbe Currypaste
1 feste Mango
1 TL Kokosblüzenzucker
1 – 1,5kg Butternut Kürbis
1 Dose Kokosnussmilch
1 EL Fischsauce
1 EL Limettensaft, frisch

Kürbis schälen, habieren und entkernen und in kleine Stücke schneiden.
Die Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden. Ingwer ebenfalls schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Rapsöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel, Ingwer und Currypaste
bei geringer Hitze etwa 5 min weich dünsten.
In der Zeit die Mango schälen, vom Stein lösen und in Stücke schneiden.
Mango in den Topf geben und ein paar Minuten anbraten.
Nun den Kokosblütenzucker hinzugeben und das ganze 5 min karamelisieren.
Die Kürbisstücke unter das Mango-Zwiebel-Gemisch rühren und bei starker Hitze ein wenig anbraten.
Wasser in den Topf geben bis alles leicht bedeckt ist und das ganze etwa 30 min bei schwacher Hitze köcheln lassen.
Wenn der Kürbis weich ist, alles mit dem Stabmixer pürieren.
Kokosnussmilch, Fischsauce und Limettensaft hinzugeben und alles gut verrühren.
Ggf nachwürzen oder mehr Wasser zugeben bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.