oh du herrliche Kürbiszeit {dreierlei Kürbiscumble mit Äpfeln und Haselnüssen}

kuerbis

Nachdem der erste Geburtstag der Adventszeit um ist, habe ich wieder Zeit neue Kürbisrezepte zu bloggen, bevor am Dienstag die nächste Party steigt.
LittleBro ist bereits sehr aufgeregt. Zum einen weil der Nikolaus kommt und zum anderen weil er endlich seinen Vanille-Geburtstagskuchen bekommt (und auch das ein oder andere Geschenk).
Der ganze Dezember ist ein einziges Aufgeregtsein. Jeden Tag wird ein Türchen im Adventskalender geöffnet, wir machen nachmittags immer einen kleinen Adventskaffee mit Chai Tee und Gebäck, dann kommt Nikolaus und littleBros Geburtstag und dann endlich Heilig Abend und Weihnachten.
Neben Hörspiel CDs laufen hier den ganzen Tag Weihnachtslieder. Vormittag meine CDs und später die der Jungs. Wobei bigBro Gefallen an meinen Weihnachts CDs gefunden hat und diese öfter mal anmacht. Das freut mich, denn manchmal mag ich auch etwas anderes als Kinderlieder hören.

Im Herbst und Winter essen wir besonders gerne Crumble. Zum Nachtisch oder Kaffee schmeckt er so wunderbar lecker. Mit viel Zimt sorgt er für Weihnachtsstimmung und wärmt den Bauch und die Seele. Voll gepackt mit Früchten und Haferflocken ist er eine gesunde Alternative zu Kuchen und Muffins. Derzeit lieben wir die Birnen- und Apfelversion.
Warum nicht mal auch Gemüse unter den Streuseln verstecken?
Denn herzhafter Crumble schmeckt unglaublich lecker. Es lässt sich einfach jedes Gemüse verwenden. Brokkoli und Blumenkohl schmecken auch wunderbar. Und Möhren und Zucchini und Paprika…Rosenkohl ist auch yummy.
Ich mag ihn am liebsten – wie sollte es im Herbst anders sein – mit Kürbis. Und zwar mit ganz vielen Sorten gemischt. Ich verwende gerne Butternut, Hokkaido und Muskatkürbis. Aber man kann natürlich auch nur eine Sorte nehmen oder so mischen, wie man Lust hat. Total lecker und zum reinlegen.
Für mich reicht der Crumble pur mit einem großen grünen Salat (sensationell lecker mit Datteln, karamelisierten Pecannüssen und Honig-Senf-Dressing), aber die Jungs möchten gerne Sauce dazu. Eigentlich nur die Sauce und die Streusel, wenn ich ehrlich bin. Aber ein paar Kürbisstücke sind auch mal in den Mund gewandert – so ganz unbeabsichtigt.

Eine schnelle Cashew-Tomatensauce passt wunderbar zum Crumble. Die lieben die Jungs auch auf Nudeln oder Spätzle. Man kann direkt die doppelte Portion machen und hat so gleich noch eine Nudelsauce für die nächsten Tage. Im Kühlschrank hält sie sich mindestens eine Woche.

dreierlei Kürbiscrumble mit Äpfel und Haselnüssen
für 6 Personen

800 g gemischte Kürbisse, vorbereitet gewogen (zB Butternut, Hokkaido, Muskatkürbis)
6 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
1 EL Olivenöl
120 mL Gemüsebrühe
80 mL Apfelsaft
150 g Schmelzkäse light
1 großer (ca. 300 g) Boskop Apfel
1 TL Currypulver

100 g Haferflocken
80 g Dinkelvollkornmehl
100 g Butter
1 EL Haselnuss- oder Mandelmus
50 g gehackte Haselnüsse
50 g Parmesan, gerieben
Salz
schwarzer Pfeffer

Kürbisse je nach Sorte schälen und entkernen, in Würfel schneiden und 800 g abwiegen.
Apfel entkernen und grob würfeln.
Zwiebel schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
Knoblauchzehen ebenfalls schälen und dünn in Scheiben schneiden.
Olivenöl in einer großen Pfanne oder Topf erhitzen.
Zwiebel und Knoblauch bei niedriger Hitze 10 Minuten sanft anschwitzen bis die Zwiebeln glasig und der Knoblauch leicht gebräunt ist.
Kürbiswürfel zugeben und die Hitze erhöhen. Ein paar Minuten unter Rühren leicht anbraten.
Brühe zugießen, mit einem Deckel verschließen und 10 Minuten ganz leicht köcheln lassen.
Pfanne vom Herd ziehen, Apfelsaft, Schmelzkäse und Apfel unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.
Kürbisgemüse in eine Auflaufform füllen.
Für die Streusel die Haferflocken mit dem Mehl, Haselnüssen und Parmesan mischen.
Butter in Flöckchen und Nussmus einkneten und alles gut salzen und pfeffern.
Streusel auf den Kürbisgemüse verteilen.
Bei 200°C für 35 Minuten knusprig backen.

Dazu passt ein grüner Salat und Kinder mögen den Crumble gerne mit Cashew-Tomatensauce.

Cashew-Tomatensauce

400 g aromatische Tomaten
80 g Cashewnüsse
2 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1 TL Currypulver
Salz
schwarzer Pfeffer

Cashewnüsse in einer Pfanne ohne Öl rösten.
Zusammen mit den Tomaten und 1 EL Olivenöl fein pürieren.
In einem kleinen Topf 1 EL Olivenöl erhitzen. Knoblauchzehen schälen und in dünne Scheiben schneiden.
Im Olivenöl leicht bräunen.
Tomaten-Cashew-Pürree zufügen und alles einmal aufkochen.
Für 5 Minuten sanft köcheln und mit Salz, Pfeffer und Curry würzen.

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Apfel-Gewürz-Muffins {herrlich locker und saftig}

Ach, wie trauere ich unserer Apfelernte hinterher. Dieses Jahr wurden wir reich beschenkt mit knackigen Äpfeln, die teilweise fast 1 kg auf die Waage brachten.
Im Herbst kommt bei uns fast überall Apfel dazu. Ob herzhaft oder süß. Apfel im Eintopf, zum Brathuhn, Apfelkuchen, Apfelcrumble, Apfelmus, Apfelmuffins, Apfel, Apfel, Apfel.
Die Jungs und ich essen pro Tag etwa 6 Äpfel. Dementsprechend besteht mein Einkauf derzeit aus einem Korb Äpfel. Ich komme schier nicht hinterher mit dem Kaufen, so schnell sind die weg.

Meine drei sind schon richtige Schleckermäuler. Zu Kuchen und Gebäck sagen sie selten nein. Natürlich auch nicht zu Schokolade und Gummibärchen – aber die gibt es nur recht eingeschränkt. Ich backe lieber frische Muffins, Plätzchen oder Cookies. Dabei verzichte ich weitgehend auf Industriezucker und achte auch sonst darauf, dass das Gebäck zwar noch süß, aber nebenbei noch gesund und ausgewogen ist. Am Wochenende gibt es auch normalen Kuchen und Torten. Aber unter der Woche biete ich nur natürlich gesüßte Kuchen und Gebäck an.
Den Kindern schmeckts und ich kann guten Gewissens auch einen zweiten Muffin reichen oder sie nochmal in die Keksdose greifen lassen.

Gestern kam ich ganz spontan (genau gesagt 10 Minuten vor der Kindergarten Abholzeit) noch auf die Ideen etwas leckeres für die Jungs zu backen. Da sie das Mittagessen schon nicht mochten, sollten sie wenigstens irgendwas Essbares zwischen die Zähne bekommen.
Alle Zutaten waren schnell gemischt und nachdem ich alle eingesammelt und nach Hause gebracht hatte, wurde der Teig angerührt, abgefüllt und backte während des Mittagessens im Ofen.
Ganz frisch und noch warm haben wir unsere Muffins als Nachtisch gemümmelt. So herrlich locker, saftig und lecker.
Hmmmmm.
Ein Gedicht und hätte ich nicht ein Machtwort gesprochen, hätten die Jungs mir wohl das ganze Blech verputzt.

Da fällt mir ein, ich glaube ich muss mal schaun, wo die restlichen Muffins geblieben sind. Wahrscheinlich schon in den Klauen der Räuber…

Apfel-Gewürz-Muffins
12 Stück

250 g Dinkelmehl 630
1 Packung Weinstein Backpulver
100 g zarte Haferflocken
2 TL Zimt
Prise Salz
1 TL Kardamom
50 g Kokosblütenzucker
60 g Rosinen
50 g Honig
200 g saure Sahne
6 EL Albaöl oder Traubenkernöl
2 Eier, Größe L
1-2 säuerliche Äpfel (etwa 300 g)

Von den Haferflocken 1 EL abnehmen und mit 20 g der Rosinen beiseite stellen.
Mehl mit Backpulver, Rest Haferflocken und Rosinen, Gewürzen und Kokosblütenzucker mischen.
Eier mit Honig, saurer Sahne und Öl in eine große Schüssel füllen und mit einem Schneebesen gut verquirlen.
Äpfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Etwa 2 EL zu den beiseite gestellten Haferflocken und Rosinen geben.
Mehlgemisch leicht unter die flüssigen Zutaten rühren. Äpfel zugeben und alles grob vermengen. Nicht zu viel rühren.
Ein Muffinblech fetten oder mit Papierförmchen auslegen.
Teig auf die Mulden verteilen. Mit den Haferflocken, Rosinen und Äpfeln bestreuen.
Bei 175°C für 25 Minuten backen.

Lieber November, wir mögen Dich nicht {aber mit unserem FeelGood Kakao können wir Dich gut ertragen}

Ich bin eigentlich ein Freund des Herbstes. Aber der November kann von mir aus im Jahresverlauf einfach übersprungen werden.
Dieser Schmuddelmonat ist doch gerade zu gemacht für depressive Stimmung. Kalt, grau, nass und viel zu wenig Sonnenstunden. Die Tage sind kurz – die Nächte lang (also rein theoretisch – durch die Erkältungszeit sind die Nächte nämlich verdammt kurz).
Einzig allein der Geburtstag unseres jüngsten Sohnes Ende November macht diesen Monat ein wenig schöner.

Meinen Kindern scheint das nasskalte Wetter nichts auszumachen. Auch bei Regen und Wind möchten sie rausgehen um im Garten zu spielen oder Fahrrad zu fahren oder spazieren zu gehen.
Den Satz „Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung“ haben sie wohl erfunden. Während ich bei Schmuddelwetter gerne im Haus bleibe und auf die Frage, ob wir denn rauskönnen antworte, dass es doch regnet und wir uns lieber drinnen einkuscheln können, sagen die Jungs einfach, dass das doch egal sei und wir doch Gummistiefel anziehen können.
Jaja, ihr habt ja recht. Aber hier drin ist es so schön warm und gemütlich.
Meistens schaffe ich es dann doch irgendwie die Regensachen anzuziehen und mit den Jungs raus ins Herbstwetter zu ziehen. Während sich die drei austoben, sehne ich mich nach einer Tasse heißen Tee und meinem Sofa. Aber die frische Luft tut uns allen gut und ich weiß ja, dass man mindestens ein mal am Tag mit den Kindern raus soll. Wer sagt das eigentlich? Egal.
Aber an manchen Tagen bin ich einfach nur froh, wenn wir unsere tägliche Portion frische Luft auf dem Weg zum Kindergarten bereits bekommen haben und ich mit fast keinem schlechten Gewissen nachmittags einfach zu Hause bleiben kann – Kuschelsachen anziehen, Tee kochen, Lesen, Spielen, Musik hören.

An besonders trüben Tagen, wenn die Laune einfach nicht besser werden mag, kochen wir uns einen Topf FeelGood Kakao und backen dazu vielleicht noch ein Blech Apfel-Gewürz-Muffins.
Zusammen mit ein paar Büchern lässt sich so auch der tristeste Novembertag überstehen.
Dass bei uns gestern die Adventszeit eingeläutet wurde, hebt unsere Laune auch beträchtlich an.
Die Kinder sind so wahnsinnig glücklich über ihre Weihnachtsbücher und CDs, die endlich aus den Kisten ausgepackt werden durften. Bereits vor dem Frühstück wird die Lichterkette in ihrer Weihnachtsecke angemacht und mit ihrem Ostheimer Nikolaus und Knecht Ruprecht gespielt. Dass hier nur noch Weihnachtslieder gesungen werden ist eh klar.

Unser Kakao lässt nicht nur den November überstehen. Er schmeckt auch unheimlich gut in der Adventszeit und versüßt am Adventssonntag die Lebkuchen und Plätzchen. Wobei er gar nicht arg süß ist. Uns schmeckt er einfach lecker. Fertigkakao-Mischungen ist den Jungs nämlich viel zu süß (eigene Aussage). Er schmeckt schon ganz anders – aber herrlich cremig und tut so gut. Ohne schlechtes Gewissen darf man hier auch zur zweiten Tasse greifen und die Seele streicheln.
Ach, ich freue mich insgeheim schon auf den nächsten Regentag.

FeelGood Kakao
für etwa 650 mL

1 TL Yogi Schoko Chai Tee
1/2 TL Zimt
1 TL Vanillextrakt
1 EL (15 g) Kakao
1 EL (40 g) Mandelmus
2 TL Maismehl
500 mL Mandelmilch oder Vollmilch
optional: frisch gemahlene Chili
100 g Sahne
Vanillepulver
Zimt

Yogi Schoko Chai in einen Teebeutel füllen und in einen Topf legen. Mit 150 mL kochendem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.
Teebeutel entfernen und Zimt, Vanille, Kakao, Mandelmus und Maismehl mit einem Schneebesen einrühren. Einmal aufkochen und dann 5 Minuten köcheln lassen.
Milch zugeben und erneut aufkochen und für weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Wer möchte kann nun mit Chili würzen. Schmeckt wirklich richtig gut.
Sahne mit einer Messerspitze Vanillepulver steif schlagen.
Kakao auf Tassen verteilen, einen Klecks Sahne draufgeben und mit Zimt bestreuen.
Einkuscheln und genießen!

Halloween Goodies {last minute}

Na, gruselt ihr euch schon?
Heute ist also Halloween. Zumindestens wenn man Kinder hat – da kommt man da schwer dran vorbei.
Außerdem möchten wir ja auch nette Nachbarn sein und so habe ich einen Korb voll Süßigkeiten gefüllt.

Sobald es dunkel wird, werden die ersten Gespenster, Vampire und Hexen bei uns klingeln. Die Jungs freuen sich schon riesig darauf, die Süßigkeiten dann zu verteilen.
Verkleiden möchten sie sich natürlich auch. Ganz furchtbar gruselig als Ritter! Alle Versuche, ihnen zu erklären, dass sie doch etwas gruseliges anziehen sollen, schlugen fehl. Verkleiden = Ritter.
Nun gut – können die mutigen Ritter die gefährlichen Gespenster in die Flucht schlagen.
Außerdem machen wir noch Popcorn und schauen einen kleinen „Gruselfilm“.

Für Herrn Kuchenduft und mich gibt es später noch ein paar Leckerein mit Kürbis und eine richtige Grusel DVD. Wobei der Herr nicht so auf Schocker steht und es somit eher FSK6 werden wird…

Als ganz schnelle last minute Goodies für die Kinder der Nachbarschaft, habe ich ein paar Tütchen gebastelt.
Das geht auch ein paar Minuten vor der Dunkelheit noch flott von der Hand. Man braucht dafür nur ein paar Butterbrottüten oder Seidenpapier, ein paar Bänder und Stempel und Stanzen von Stampin Up. Die Süßigkeiten natürlich nicht vergessen…

Ich habe die Butterbrottüten mit ein paar Goodies gefüllt, oben mit der Fransenschere reingeschnitten und mit Juteband und Kordel in Smaragdgrün verschlossen.
Aus der Fähnchenstanze, dem Textstempel „Happy Halloween“ aus dem Stempelset „Kleine Wünsche“ und ein paar Fledermäuse aus „Cookie Cutter Halloween“ wurde ein schneller Anhänger.
Dazu noch eine colorierte Vogelscheuche, Mumie oder Skelett und fertig sind die blitzschnellen Geschenktütchen.

Die beiden großen Jungs und mein Mann bekommen jeder heute Abend auch ein Päckchen. Ich glaube, dass sie sich ziemlich freuen werden. Das ist nämlich das beste am Süßigkeiten verteilen – selbst naschen.

Was macht ihr heute Abend? Geht ihr auf eine Halloweenparty? Verteilt ihr auch Süßigkeiten? Oder ist es einfach ein ganz normaler Abend?
Viel Spaß beim Gruseln und lasst euch nicht von Vampiren beißen!

Mama, warum sind die Spätzle orange? Flöööt {Kürbisspätzle mit Mandel-Tomaten-Sauce zum reinlegen}

kuerbis

Es ist doch immer wieder eine Freude, die Gesichter der Kinder zu sehen, wenn diese an den Mittagstisch kommen und das Essen, was ich in mühevoller Arbeit auf den Teller gebracht habe, begutachten.
Alles jenseits ihrer zehn Lieblingsessen wird erstmal lauthals beschimpft.

Manchmal probiere ich mein Glück und versuche eins der Leibspeise abzuwandeln.
Spätzle lieben die drei. Am liebsten als Zucchini-Käsespätzle oder pur.
So war ich voller Hoffnung, dass sie auch Kürbisspätzle essen würden.
Stolz wie Oskar brachte ich die Teller mit dampfenden Kürbisspätzle und unwahrscheinlich gut schmeckender Mandel-Tomaten-Sauce auf den Tisch.
Um es meinen drei Jungs noch schmackhafter zu machen, habe ich die Spätzle noch mit ein paar Stückchen Mozzarella bestreut. Mit Käse oben drauf ist die Wahrscheinlichkeit des Gegessenwerdens deutlich erhöht.
Spätzle mögen sie. Tomatensauce auch. Mozzarella sowieso. Sollte klappen.
Nur warum müssen die Spätzle so orange sein? Gibt es weißen Kürbis??? Eine kleine Hoffnung blieb bestehen, dass sie das unter der Sauce gar nicht sehen.

Ich hätte es besser wissen müssen. Ihr geschultes ich-esse-nichts-was-irgendwie-nach-gemüse-aussieht-Auge hat es sofort erspäht.
Wie orange Spätzle? Du sagst doch es gibt Spätzle! Die sehen anders aus!!!
Ich versuchte sie also schmackhaft für die Jungs anzupreisen und zum probieren zu animieren.
Und irgendwie hat das geklappt. Warum? Vielleicht hatten die drei einfach Kohldampf? Oder es sah doch irgendwie lecker aus?
Keine Ahnung – aber sie probierten und fanden es LECKER!!! Ja ehrlich. BigBro (Gemüsemuffel-Weltrangliste Platz 1) hat sogar Nachschlag verlangt!
Besonders die Sauce fand er super lecker. So seine Worte.

Tatatata. ich habe ein neues Gemüsegericht, welches die Jungs essen. Tschakka!
Da ich im Herbst meist fertiges Kürbispüree im Kühlschrank habe, sind die Spätzle auch rucki zucki gemacht. Sonst braucht es nur etwas Zeit zum Kürbis backen, aber das macht der Ofen ja von allein.
Die Sauce schmeckt auch zu Dinkelvollkornnnudeln mit Parmesan obendrauf sehr gut. Da ich alle Zutaten dafür immer im Haus habe, ist es auch ein Prima last minute Essen.

Kürbisspätzle mit Mandel-Tomaten-Sauce
4 Personen

400 g Kürbispüree* (ich habe Butternut verwendet)
2 Eier
Salz
80-90 g Mineralwasser mit Sprudel
220 g Spätzlemehl
Olivenöl

180 g Cocktailtomaten
180 g aromatische Tomaten
100 g geröstete Mandeln (in einer Pfanne ohne Öl kurz anrösten)
1 Hand voll Basilikum
2 EL Olivenöl
4 Knoblauchzehen
1 TL Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

optional: Mozzarella in Stückchen oder geriebener Parmesan

*Kürbispüree:
Ofen auf 180°C vorheizen. Kürbis fest in Alufolie wickeln und für 1,5 h in den Ofen legen.
Kürbis auspacken, halbieren und leicht auskühlen lassen.
Fruchtfleisch mit einem Löffel auskratzen und 400 g abwiegen.
Den Rest im Kühlschrank für eine Woche aufbewahren oder einfrieren.

Zuerst die Spätzle herstellen. Wenn man gerne plant, können diese am Vortag gekocht werden.
Ansonsten morgens damit sie noch Zeit zum Trocknen haben; aber zur Not geht das auch kurz vor dem Essen.
Mehl mit 1 TL Salz mischen. Eier und Kürbispüree zugeben.
Nun mit einem Schneebesen kräftig rühren und dabei nach und nach das Wasser einlaufen lassen.
Der Teig sollte eine zähe Konsistenz haben.
Einen großen Topf mit Wasser und 1 EL Salz zum Kochen bringen.
Eine Schüssel mit kalten Wasser füllen.
Mit einer Spätzlepresse aus dem Teig portionsweise Spätzle herstellen.
Die Spätzle mit einer Schaumkeller aus dem Topf fischen und in die Schüssel mit dem kalten Wasser geben.
Wenn alle Spätzle gekocht sind, die Spätzle über einem Sieb abgießen und abtropfen lassen.
Auf einem großen Holzbrett verteilen und kurz oder lang trocknen lassen.

Für die Sauce den Knoblauch in dünne Scheiben schneiden.
1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf erwärmen und Knoblauch mit 1 TL Salz sanft darin anbraten.
Tomaten, Mandeln, Basilikum und 1 EL Olivenöl in den Multizerkleinerer geben und fein pürieren (geht auch mit dem Stabmixer).
Tomatenpüree zum Knoblauch geben, mit Pfeffer würzen und einmal aufkochen lassen.
Sanft köcheln lassen bis die Spätzle fertig sind.

In einer großen Pfanne die Spätzle in Olivenöl anbraten.
Spätzle auf Teller verteilen, Tomatensauce draufgeben und nach Belieben mit Mozzarella oder Parmesan bestreuen.

Fertige Spätzle können gut eingefroren werden und die Sauce hält sich eine Woche im Kühlschrank.

Das Wochenendfrühstück ist gerettet {Malzkrustenbrot und Kürbisbutter}

kuerbis

Ich kann heute eigentlich nur ein Wort schreiben: Müde.
Müde.
Müde.
Müde.
Müüüüde!
Ich bin so müde. Wer noch? Liegt es an dem Herbstwetter? Daran, dass die Kinder seit einer Woche mal hier, mal dort krank sind? Daran, dass es morgens während meines Sportprogramms noch so dunkel ist und es damit fast unmöglich ist, überhaupt aus dem Bett zu kommen? Oder daran, dass ich seit heute auch Magenprobleme habe?
Vielleicht liegt es aber auch ganz kurz und knapp an zu wenig Schlaf.
Und eigentlich ist es auch egal. Bis heute Abend ist es noch lang und die to-do Liste wird auch nicht kürzer.
So sehr ich den Herbst liebe, aber diese Trägheit in den nächsten Wochen macht mir echt zu schaffen.
Immerhin sehe ich freudig dem Abend entgegen, denn bigBro übernachtet heute bei einem Freund, so dass ich nur zwei Kinder zum Abendessen und Zubettgehen da habe – das ist fast wie Urlaub.

Ich habe sogar die leise Hoffnung (bloß nicht zu laut sagen) auf ein entspanntes Frühstück. Keiner, der littleBro die Butter vom Brot nimmt, keiner der morgens um 6 auf der Matte steht (ist ja schließlich Samstag und warum sollte man da, wie montags bis freitags, noch um 7 Uhr halb tot im Bett liegen?) – aber ich will mich mal nicht zu früh freuen. Vielleicht übernimmt dann littleBro einfach den Part von bigBro, wer weiß das schon?
Auf alle Fälle freue ich mich Morgen auf frisches Brot und meine geliebte Kürbisbutter (wahlweise auch gerne mit Möhre statt Kürbis). Da ich morgens auf tierisches Eiweiß verzichte, ist Frischkäse, Käse, Milch und Butter tabu. Am Anfang war das ganz schön schwer, aber jetzt liebe ich mein Frühstück mit Gemüsebutter (anstatt Butter natürlich mit Margarine) mit Tomaten- und Gurkenscheiben und Sojalatte.
Herr Kuchenduft ist auch ganz angetan von der Kürbisbutter. Nur die Kinder sind mal wieder skeptisch und bleiben lieber bei ihrem Frischkäse.
Aber das Malzkrustenbrot, das lieben wir alle. Richtig schön herzhaft und lecker. Lässt sich toll einfrieren und portionsweise auftauen.
Der letzte Laib war dermaßen schnell weggeputzt – das grenzte an Lichtgeschwindigkeit.

Malzkrustenbrot

350 mL Malzbier
20 g frische Hefe
1/2 EL Honig
1 EL Apfelessig
2 EL (Soja)joghurt
1 EL Olivenöl
200 g Roggenmehl 1150
200 g Dinkelmehl 550
150 g Dinkelvollkornmehl
50 g (+ 2 EL) zarte Haferflocken
1 EL Meersalz
2 EL Malzkaffee
optional: 2 TL Backmalz

Hefe mit Honig verrühren, bis alles flüssig ist.
Malzbier zugießen und alles 5 bis 10 Minuten ruhen lassen.
Apfelessig, Joghurt und Olivenöl einrühren.
Mehl mit Haferflocken und Salz mischen.
Flüssige Zutaten zum Mehl geben und alles mit der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten Hefeteig kneten.
Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Ball formen, in eine Schüssel legen und mit Frischhaltefolie abdecken.
Hefeteig 90 Minuten gehen lassen.
Eine Brotform oder Römertopf mit Mehl bestäuben.
Teig zu einem Brotlaib formen und in das Backgefäß legen. Mit 2 EL Haferflocken bestreuen und mit einem scharfen Messer mehrmals einritzen.
Zugedeckt für weitere 30 Minuten gehen lassen.
Entweder den Deckel des Römertopfs auflegen oder Brotform mit Alufolie abdecken und in den kalten Ofen stellen.
Ofen auf 230°C heizen und Brot für 30 Minuten backen.
Deckel bzw Alufolie abnehmen und weitere 10 Minuten backen.

Kürbisbutter

250 g Hokkaido Kürbis
1 kleine Zwiebel
1 EL Kokosöl
1-2 TL frisch geriebener Ingwer
100g Margarine oder Butter
80 g Tomatenmark
Salz
schwarzer Pfeffer
optional: frisch gemahlene Chili
40 g Kürbiskerne

Hokkaido und Zwiebeln in der Küchenmaschine fein hacken. Alternativ per Hand ganz klein würfeln.
Das Kokosöl in einen kleinen Topf erhitzen und Hokkaido und Zwiebeln zusammen mit dem Ingwer dazugeben.
Bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für 15 Minuten weich dünsten.
Margarine, Tomatenmark, Gewürze und Kürbiskerne zugeben und alles mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.
In ein großes Glas oder anderes Gefäß umfüllen und abkühlen lassen.
Hält sich im Kühlschrank eine Woche.

Möhrenbutter

250 g Möhren (vorbereitet gewogen)
1 kleine Zwiebel
1 EL Kokosöl
1-2 TL frisch geriebener Ingwer
100g Margarine oder Butter
100 g Tomatenmark
Salz
schwarzer Pfeffer
optional: frisch gemahlene Chili
2 EL Mandelmus

Möhren und Zwiebel schälen und in der Küchenmaschine fein hacken. Alternativ per Hand ganz klein würfeln.
Das Kokosöl in einen kleinen Topf erhitzen und Möhren und Zwiebeln zusammen mit dem Ingwer dazugeben.
Bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für 10 Minuten weich dünsten.
Margarine, Tomatenmark, Gewürze und Mandelmus zugeben und alles mit dem Pürierstab zu einer glatten Masse pürieren.
In ein großes Glas oder anderes Gefäß umfüllen und abkühlen lassen.
Hält sich im Kühlschrank eine Woche.

neues Lieblingsessen für kuschelige Herbsttage {Gnocchi Pfanne mit Kürbis}

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Es ist wirklich eine Schande, dass mein Mann und ich die einzigen im Haus sind, die ganz verrückt nach jeder Art von Kürbis sind.
Unsere drei Jungs konnten wir leider noch nicht auf den Geschmack bringen.
Davon lasse ich mich allerdings nicht abhalten. Ist er irgendwo versteckt (so wie in den Kürbiswaffeln) wird er gerne verspeist. Aber bloß nichts Sichtbares.

Aber ich bin hartnäckig. Immer und immer wieder biete ich Gerichte mit Kürbis an. Denn man liest ja so oft, dass man nur oft genug ein Lebensmittel anbieten muss und irgendwann wird es gegessen. Auf dieses irgendwann warte ich seit über 5 Jahren vergebens.
Nun gut, bleibt mehr für uns Eltern übrig.

So habe ich mich am Samstag wieder in die Küche gestellt und Kürbis verarbeitet. Zusammen mit Gnocchi aus Ricotta wird daraus ein extrem leckeres Herbstgericht. Das schmeckt richtig lecker und noch besser mit etwas Crème Fraîche oder saure Sahne. Meinen Jungs habe ich selbst gemachten Ketchup dazu angeboten. Aber auch das half nichts. Nur der Bergkäse oben drauf – der kam richtig gut an. Dazu noch eine große Schüssel grünen Salat und man ist bestens gerüstet für das kalte Herbstwetter. Denn hier sorgt eine große Portion Gemüse und Obst für viele Vitamine und Ballaststoffe.
Als Nachtisch gab es auf Wunsch von bigBro frisches Bananen-Joghurt-Eis. Das rundete unser perfektes Herbstmenü mit Eiweiß und Kalium und Magnesium richtig ab.
Bei uns wird es die Gnocchi Pfanne auf jeden Fall noch öfter geben – solange wir noch Kürbisse im Keller haben. Vielleicht essen die Jungs ja dann irgendwann mal einen Haps. Irgendwann….

Gnocchi Pfanne mit Kürbis
6 Personen

250 g Ricotta
50 g kräftiger Bergkäse, gerieben
100 g Dinkelmehl 630
50 g Dinkelvollkornmehl
2 Eigelb
Salz

500 g Hokkaidokürbis
1 rote Zwiebel
1 große (ca. 300 g ) Zucchini
1 (ca. 180 g) Boskop Apfel
Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer

zum Servieren: 50 g Bergkäse, gerieben

Den Ricotta mit dem Käse, dem Mehl und den Eigelben, sowie einer guten Prise Salz zu einem glatten Teig verkneten.
Portionsweise auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Rollen formen und in kleine Gnocchi schneiden.
Einen großen Topf mit Wasser und Salz zum kochen bringen, Gnocchi reingleiten lassen und sanft köcheln bis die Gnocchi nach oben steigen.
Abgießen und abtropfen lassen.
Den Ofen auf 230°C vorheizen.
Zwiebel schälen, halbieren und in Scheiben schneiden.
Hokkaido in kleine Stücke schneiden, mit Zwiebeln und 1 EL Olivenöl mischen und salzen und pfeffern.
Auf einem Backblech verteilen und im Ofen für 10 Minuten rösten.
Zucchini längs vierteln und in Scheiben schneiden.
Boskop entkernen und klein würfeln.
1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Zucchini und Boskop kräftig braten.
Gnocchi dazugeben und mit ggf noch etwas Öl für 5 Minuten anbraten.
Mit Kürbis und Zwiebeln mischen, auf Teller verteilen und mit Bergkäse bestreuen.

Noch ein Grund mehr, den Herbst zu lieben {KürbisZeit} mit würzigen Kürbiswaffeln

kuerbis

Dieses Jahr hat unsere eigene Kürbisernte leider nicht geklappt. Meine Aussaat ist nicht angegangen. Letztes Jahr hatten wir 5 oder 6 richtig schön große Butternut Kürbisse in super Bio-Qualität aus dem eigenen Garten geerntet.
Nun, so müssen wir die orangen Leckerbissen eben kaufen. Nächstes Jahr starten wir aber wieder einen Versuch. Irgendwie waren die Wetterbedingungen nicht ideal. Auch die Zucchini und Tomaten waren recht spärlich. Einzig unser Boskop Apfelbaum trägt dieses Jahr unglaublich viele Äpfel. Und was für welche. Satte 800 g haben wir bei einem Prachtstück gewogen.
Unser Herbst ist somit gerettet und verwöhnt uns mit saftigen Vollkorn-Apfel-Honig-Kuchen, Bratäpfeln und Apfelkompott.

Meine zwei liebsten Herbstleckerein – Apfel und Kürbis – schmecken auch in Kombination unglaublich gut. Sowohl süße, als auch herzhaft sind die beiden ein unschlagbares Team. Meine Traumkomination ist hierbei Boskop und Butternut.

Die besonders delikate Kürbiszeit möchte ich im Herbst meine ganze Aufmerksamkeit – zumindestens in der Küche – widmen.
Und so habe ich beschlossen, eine Blogreihe zu starten und im Oktober und November jede Woche mehrere Kürbisrezepte zusammen zu schreiben.
Ihr könnt euch freuen auf Kürbisspätzle, Kürbis-Zimtschnecken, Dinnette mit Kürbis, Gnocchi Kürbispfanne, Kürbis, Kürbis, Kürbis. Heute starte ich mit würzigen Kürbiswaffeln.
Meine Kinder und Herr Kuchenduft waren sehr begeistert von dem Ergebnis, was ich gestern Abend präsentiert habe. Mit frischem, noch warmen Apfelkompott war es ein Gedicht und die wenigen Reste gab es heute in der Lunchbox im Kindergarten.

Eigentlich gehen die Waffeln ruck zuck. Nur das Kürbispüree dauert seine Zeit. Wobei man dabei nichts machen muss, sondern lässt den Ofen alles erledigen.
Das ist mein allerliebstes Kürbispüree Rezept. Schneller gehts nichts. Also vom Aufwand her. Und da der Ofen dabei schon recht lange läuft und man das Püree super im Kühlschrank und sogar im Gefrierschrank aufbewahren kann, mache ich direkt ein paar Kürbisse auf einmal.
So hat man beim nächsten Kürbisrezept quasi keine Arbeit mehr. Sehr praktisch.

würzige Kürbiswaffeln
8-9 dicke Waffeln

1 Butternutkürbis
100 g Dinkelmehl 630
100 g Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
2 TL Zimt, gemahlen
1/2 TL Cardamom, gemahlen
Prise Nelken, gemahlen
Prise Ingwer, gemahlen
Prise Salz
250 mL Mandelmilch oder Vollmilch
60 g Kokosöl
2 Eier, L
1 TL Vanilleextrakt
2 EL Ahornsirup

zum Servieren: frisches Apfelkompott

Ofen auf 180°C vorheizen. Kürbis fest in Alufolie wickeln und für 1,5 h in den Ofen legen.
Kürbis auspacken, halbieren und leicht auskühlen lassen.
Fruchtfleisch mit einem Löffel auskratzen und 250 g abwiegen.
Den Rest im Kühlschrank für eine Woche aufbewahren oder einfrieren.
Das abgewogene Kürbisfleisch mit dem Kokosöl mischen, so dass es schmilzt.
Mandelmilch zugeben und alles mit dem Stabmixer pürieren.
Eier, Vanillextrakt und Ahornsirup ebenfalls dazugeben und kurz pürieren.
Mehl mit Backpulver und Gewürzen mischen und unter den Teig rühren.
Im heißen Waffeleisen Waffeln kross ausbacken.
Die Waffeln schmecken am besten warm mit Apfelkompott.

Karten zur Herbst- und Weihnachtszeit {die Projekte meines Stampin‘ Up Workshops}

Heute Morgen war es so richtig schön herbstlich kalt. Ich genieße diese Jahreszeit sehr.
Kulinarisch freuen wir uns über die schmackhafte Kürbiszeit und sind froh, dass es nachmittags noch warm genug ist, um ohne Jacke und Handschuhe draußen spielen zu können. Und wenn es abends früh dunkel wird, ist es einfach perfekt, um auf dem Sofa zu kuscheln und Bücher zu lesen.

Herbst und Winter ist einfach eine wunderbare Zeit und daher ist mein jährlicher Stampin Up Workshop im September auch mein liebster.
Es haben sich wieder viele bastelfreudige Stempler eingefunden um Karten und Verpackungen zum Thema Herbst und Weihnachten zu basteln.

Da bei uns in der Familie im Herbst so viele Geburtstage anstehen, stand das Thema für diese Karte schnell fest. Natürlich konnte aus einer großen Auswahl an Texten der passende für jeden Anlass ausgesucht werden. Aber Geburstagskarten braucht man eh am meisten.

Richtig schön weihnachtlich wurde es bei diesen nostalgischen Karten. Dies waren zwei Beispiele, was man mit den verschiedenen Stempeln alles basteln kann. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt und jede Karte sah am Ende anders aus.
Ich liebe diese zwei nostalgischen Stempelsets „Christmas Magic“ und „Father Christmas“. An Weihnachten halte ich es lieber klassisch als modern.

Als christlicher Mensch steht für mich an Weihnachten die Geburt Jesus an erster Stelle (denn darum geht es ja an Weihnachten – die Geburt des Herrn). Daher war ich sehr froh, im Herbst-/Winterkatalog von Stampin Up diesen wunderbaren Engelstempel „Freu Dich, Welt“ mit christlichen Sprüchen entdeckt zu haben. Der wird mit Sicherheit am meisten genutzt für die diesjährigen Weihnachtskarten.
Die Kombination von sanften Pastellfarben in Pflaumenblau und Himmelblau passt so schön zu dem Himmelsgefährten.

Als Verpackung haben wir die weißen Geschenkschachteln mit dem Stempelset „Ausgestochen Weihnachtlich“ und dem tollen Papier „Zuckerstangenzauber“ verziert. Ich hab sie – passend zu dem Stempelspruch – mit Teebeuteln befüllt. Das passt perfekt zu der kalten Jahreszeit und ergibt ein wunderbares kleines Geschenkchen.

Nachdem die ganzen Vorbereitungen für den Workshop abgeschlossen sind, habe ich nun Zeit mich um die Geburtstagseinladungen für die Geburtstage von tinyBro und littleBro zu kümmern und mich dann an die Weihnachtskarten zu setzten. Ist gar nicht mehr lang hin…

Wenn der Sommer den Herbst trifft {Kürbis Gnocchi mit Heidelbeeren}

In wenigen Tagen ist die Heidelbeerzeit leider vorbei. Das ist besonders für tinyBro kein Spaß.
Er liebt die kleinen Beeren einfach viel zu sehr. Im Sommer hat er fast täglich eine kleine Schüssel davon aufgemümmelt.
Und auch ich liebe es meinen morgendlichen Porridge oder Couscous mit allerlei Nüssen und einer Hand voll Heidelbeeren zu löffeln.

Wir werden euch vermissen – ihr blauen Superfrüchte. Die Tiefkühlkollegen können nur schwer mithalten, schmecken aber im Bircher Müsli gar nicht mal schlecht.

Zum Abschied gibt es bei uns noch ein leckeres Spätsommeressen, wo der Herbst (in Form von Kürbis) auf den Sommer (hier kommen die Heidelbeeren ins Spiel) trifft.
Falls ihr euch noch nicht getraut habt, Gnocchi selbst herzustellen, dann ist das nun die perfekte Gelegenheit. Die Kartoffel Variante gibt es ja überall zu kaufen und ich greife da, für ein schnelles Mittagessen, gerne zu.
Aber Kürbis Gnocchi, die muss man schon selbst machen und es ist auch gar nicht schwer.
Wer Kinder hat, findet ihr mit Sicherheit auch kleine Küchenchefs, die beim Rollen gerne helfen. Denn das ist eigentlich die meiste Arbeit.
Beim ersten Versuch habe ich den Fehler gemacht, die Gnocchi viel zu groß zu schneiden. Da kamen richtige Teigfladen raus.
Am Besten richtig schön klein schneiden.

Das ist richtiges Soulfood. Die warme, cremiger Sauce, die leicht süßen Gnocchi und die sauren Beeren streicheln die Seele.
Für uns so ein typisches Freitagessen. Da lassen wir vier es uns nämlich gerne gut gehen mit Mehlspeisen und Seelenfutter.
Da wird mein Mann schon öfter mal neidisch – der muss sich ja mittags mit Kantinenessen begnügen.

Für uns reicht locker eine halbe Portion. Die Gnocchi lassen sich (ungekocht) gut einfrieren und können auch mit gebratenen Gemüse gegessen werden. Oder einfach mit Salbei und Butter gebraten. Ach, es gibt so viele Möglichkeiten.
Auch für Babys sind die Gnocchi als Fingerfood bestens geeignet.

Kürbis Gnocchi mit Heidelbeeren
für 6 Personen

Gnocchi:
1 – 1,2 kg Butternut Kürbis
Salz
100 g Dinkelvollkornmehl
100 – 150 g Dinkelmehl 630
40 g gemahlene Mandeln
1 Ei
1 EL Mandelmus
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt

Sauce:
200 g fettarmer Frischkäse
200 g Mandelmilch oder Milch
50 g Sahne
1/4 TL gemahlene Vanille oder 1 TL Vanilleextrakt
4 TL Akazienhonig
200 g Heidelbeeren

1 EL Chia Samen
1 EL gehackte Pistazien
2 EL gehobelte Mandeln

Kürbis waschen, halbieren und die Kerne rauslösen.
In dünne Scheiben schneiden und auf einem Backblech verteilen.
Im Ofen bei 180°C etwa 40 min weich backen.
Kürbis mit dem Stabmixer pürieren.
Mit Vollkornmehl, 100 g Dinkelmehl, Mandeln, Ei, Mandelmus, Vanille und einer Prise Salz zu einen glatten, festen Teig kneten.
Nach Bedarf noch weiteres Dinkelmehl unterkneten.
Portionsweise zu Rollen formen und in kleine Gnocchi schneiden.
Nach Belieben mit einer Gabel Muster in die Gnocchi drücken.
Auf eine bemehlte Arbeitsfläche oder ein Backblech bis zur weiteren Verwendung legen.
Einen großen Topf mit Wasser und ein wenig Salz zum kochen bringen.
Gnocchi reingleiten lassen und sanft köcheln, bis die Gnocchi nach oben steigen.
Gnocchi abgießen.

In einen kleinen Topf alle Zutaten für die Sauce, bis auf die Heidelbeeren, erhitzen.
Heidelbeeren dazugeben und einmal kurz aufkochen. Die Heidelbeeren sollen nicht zerfallen, sondern sollen noch leich knackig bleiben.
Gnocchi unter die Sauce rühren, auf Teller verteilen und mit Chia Samen, Mandeln und Pistazien bestreuen.