Hirse Chia Porrdige mit Datteln, karamellisierten Bananen und Erdbeeren {für einen gesunden Start in den Tag}

Trotz Zeitumstellung komme ich derzeit morgens ganz gut aus den Federn.
Ich bin zwar unheimlich müde aber irgendwie macht es mir trotzdem nichts aus in aller Frühe aus dem Bett zu steigen.
Das liegt vielleicht auch an der Vorfreude auf mein Frühstück.
Ich bin ein totaler Frühstücksmensch. Ich liebe Frühstücken und freue mich schon abends darauf.
Besonders am Wochenende ist es so gemütlich und lecker mit frisch gebackenen Brötchen, heißem Kaffee und viel Obst und Gemüse.
Aber auch unter der Woche ist Frühstück meine liebste Mahlzeit. Ich esse immer warm und dazu Rohkost und eine große Tasse Tee.

Derzeit bin ich im Hirseporridge Himmel. Ich esse ihn jeden Tag – immer ein wenig anders kombiniert. Mal als Mandel-Hirse-Porridge, mal ein cremigen Hirse Chia Porridge.
Als Topping muss bei mir immer Sojaghurt drauf. Den liebe ich einfach. Und wenn ich Zeit und Muße habe mache ich mir noch karamellisierte Bananen dazu und seit letzter Woche wandern auch ein paar Erdbeeren mit rein. Die Kombination ist unschlagbar. Oben drauf noch Mandeln und Pistazien und selbst meine drei Morgenmuffel können mir den Morgen nicht vermiesen.

Ich weiche die Hirse immer am Abend ein. Das macht keine Arbeit und der Körper kann die Nährstoffe besser aufnehmen. Man kann die Hirseflocken aber auch einfach so, frisch am Morgen, kochen.
Hirse ist so gut für den Körper. Sie ist randvoll mit Eisen und mag es am liebsten neben Vitamin C haltigen Obst, da so das Eisen besser aufgenommen wird. Die Erdbeere ist also ein guter Partner. Milchprodukte mag Eisen dagegen gar nicht und daher würde ich den Porridge immer vegan mit Milchalternativen wie Nuss-, Getreide- oder Sojamilch kochen.
Das schmeckt zudem noch unglaublich gut.

Anstelle von Hirseflocken nehme ich auch gerne ganze Hirse. Das wird dann ein wenig kerniger, aber immer noch so schön cremig.
Wenn man den Porridge allein isst kann man auch nur eine Portion machen und rechnet einfach die Zutaten runter. Oder man macht das ganze Rezept und erwärmt eine Portion morgens noch einmal kurz. Vielleicht muss man dann noch ein bisschen mehr Flüssigkeit zugeben, da der Porridge nochmal nachdickt.

Ich koche meine Portion morgens immer frisch.
Meine Jungs essen morgens lieber Haferflocken mit Milch und ungesüßten Reis Flips. Porridge möchten sie vielleicht einmal die Woche, ansonsten essen sie lieber kalt.

 

Hirse Chia Porridge mit Datteln, karamellisierten Bananen und Erdbeeren
für 3-4 Portionen

120 g Hirseflocken (Alternativ: Hirse)
350 mL Haferdrink oder Mandelmilch
3 EL (20 g) Chia Samen
2 TL gemahlener Cylon Zimt
1 TL gemahlene Vanille
Meersalz
3 EL (30 g) gemahlene Erdmandeln (Alternativ: gemahlene Mandeln)
2 Medjool Datteln (oder 3-4 Deglet Nour Datteln)
2 feste Bananen
4-6 große Erdbeeren
3 TL Kokosöl
Topping nach Wahl je Portion:
1-2 EL Sojaghurt oder Kokoscreme
gehackte Nüsse, Quinoa Pops, Kakao Nibs, Pistazien

Optional: Die Hirseflocken in einen Topf geben und mit reichlich Wasser bedecken. Über Nacht einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen.

Die Datteln entkernen und hacken.
Mit den Chia Samen, Zimt, Vanille, eine Prise Salz und den Erdmandeln zu den Hirseflocken in den Topf geben.
Mit 500 mL Wasser und der Getreide- oder Nussmilch bedecken, den Deckel auflegen und aufkochen lassen.
Bei niedrigster Stufe für 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit die Bananen schälen und in dicke Scheiben schneiden. Erdbeeren von den Blättern entfernen und ebenfalls in Scheiben schneiden.
Das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen und die Bananenscheiben bei starker Hitze kurz anbraten. Dann den Herd auf mittlere Stufe zurückschalten und für 2-3 Minuten weiter braten.
Bananenscheiben umdrehen, Erdbeerscheiben zugeben und für 5 Minuten fertig braten.
Porridge umrühren und auf 4 Schüsseln verteilen.
Nach Belieben einen Klecks Sojaghurt oder Kokoscreme draufgeben, Bananen- und Erdbeerscheiben zugeben und mit gehackten Nüssen, Quinoa Pops oder Kakao Nibs bestreuen.

süße Bohnencookies {neue Lieblingsnascherein meiner Jungs}

Am Wochenende bin ich ziemlich oft in der Küche vorzufinden. Nach dem Frühstück kommen mir da irgendwie immer viele Ideen zu neuen Rezepten und ich bin dann so voller Tatendrang, dass ich augenblicklich ans Werk muss.
Manchmal muss ich mich dann aber doch gedulden. Nämlich dann, wenn die neue Rezeptidee Zeit beansprucht. Arbeite ich mit Hülsenfrüchten, so verwende ich fast ausschließlich die getrocknete Form und weiche diese über Nacht ein. Ich habe zwar auch ein paar Dosen Kichererbsen und Bohnen im Vorratskeller, falls mich abends der Heißhunger auf Hummus überkommt, aber normalerweise koche ich lieber frisch.
Zum einen ist es um Welten günstiger und zum anderen schmeckt es besser und ist frei von jeglichen Zusätzen (wobei ich bei der Dosenware auch immer drauf achte, dass nur die Hülsenfrüchte, Salz und Wasser verwendet werden).

Die Mühe des Einweichens und Kochens lohnt sich bei den süßen Bohnencookies auf alle Fälle.
Sie werden nur natürlich, mit Kokosblütenzucker, gesüßt und da sie ganz ohne Mehl gebacken werden, sind sie Glutenfrei und zudem Laktosefrei und vegan.
Also eigentlich für jegliche Unverträglichkeit geeignet. Nussallergiker wählen ein Nussmus das sie vertragen.

Meine Jungs haben zum Glück keinerlei Allergien und ich bin sehr froh, mir darum keine Gedanken machen zu müssen.
Die drei lieben die Bohnencookies. Mein großer Sohn meinte, dass die Kekse so so lecker sind, dass er die immer essen könnte und ich solle sie ganz oft backen.
Na, wenn das mal kein Kompliment ist. Sie dürfen dabei gerne öfter zugreifen. Hülsenfrüchte liefern gutes Eiweiß und Ballaststoffe und Bananen, Datteln und Mandeln geben Energie und füllen den Körper mit Mineralstoffen und Vitaminen auf.

Ganz frisch gebacken schmecken die Cookies am selben Tag einfach am besten.
Aber man kann sie eine Woche luftdicht verschlossen aufbewahren. Sie sind ein beliebter Nachtisch bei uns oder eine Nachmittags-Leckerei mit Apfeltee.
Mit den Früchten und Nüssen kann man dabei gerne experimentieren und nehmen, was einem schmeckt. Wer mag schummelt noch ein paar Stückchen, mit Kokosblütenzucker gesüßte, Schokolade mit rein und in den Wintermonaten ganz viel Zimt.
Falls ihr Maulbeeren noch nicht kennt, solltet ihr sie einmal ausprobieren. Wir essen sie wirklich gerne und sie bieten eine leckere Abwechslung zu Rosinen. Als Alternative können Rosinen, Korinthen oder Cranberries verwendet werden.

süße Bohnencookies
ca. 20 Stück

60 g getrocknete weiße Bohnen
60 g getrocknete Kichererbsen
Alternativ: 250 g Kichererbsen oder weiße Bohnen aus der Dose
40g Kokosblütenzucker
1 TL gemahlene Vanille
1 TL Weinsteinbackpulver
1 reife Banane (ca. 150 g)
70 g Nussmus
Salz
100 g zarte Haferflocken
50 g Mandelmilch
40 g Maulbeeren (Alternativ: Rosinen)
40 g gehobelte Mandeln
70 g Datteln

Die weißen Bohnen und Kichererbsen über Nacht in Wasser einweichen.
Am nächsten Tag abtropfen lassen und mit frischem Wasser für 45 Minuten köcheln lassen.
Wasser abgießen und abkühlen lassen.
Alternativ Kichererbsen oder Bohnen aus der Dose in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Die Bohnen und Kichererbsen mit dem Kokosblütenzucker, Vanille, Backpulver, Banane, Nussmus und einer Prise Salz mit dem Stabmixer oder im Mixer glatt pürieren.
Haferflocken und Mandelmilch zugeben und ganz kurz pürieren.
Maulbeeren und Datteln hacken und zusammen mit den Mandeln unterkneten.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und je 1 EL des Teigs zu etwa 20 Bällchen formen und auf das Blech legen.
Bällchen gut platt drücken (Cookies verändern ihre Form beim Backen nicht).
Cookies bei 180°C für 18 Minuten backen.
Abkühlen lassen und luftdicht verschlossen aufbewahren.

Als kleine Aufmerksamkeit verschenke ich zwei oder drei Cookies gerne in einer hübschen Verpackung.
Die ist ziemlich schnell gemacht. Mit dem Stempelset „Perfect Mix“ von Stampin‘ Up und ein bisschen Band und Spitzendeckchen hat man schnell eine kleine Aufmerksamkeit für einen lieben Menschen.
Man sollte viel öfter Danke sagen oder jemanden einfach so eine kleine Freude machen. Das kostet weder viel Zeit noch Geld, macht aber glücklich.

Birnen Dattel Gugelhüpfle {so lecker kann gesund sein}

Die Regentropfen prasseln an unsere Fenster und es ist Vormittags so dunkel, dass ich Licht anmachen muss.
Diese Woche ist wirklich trüb und so schmuddelig kalt. Uh bäh.
Den Jungs macht das wie immer nichts aus. Im Gegenteil. Sie freuen sich eigentlich immer wenn es regnet, da sie dann ihre Gummistiefel und Matschhosen anziehen können.

Ich bleibe lieber daheim und backe etwas Leckeres um es nachmittags mit einer großen Tasse Tee naschen zu können. Sauwetter regt in mir immer schon das Bedürfnis zu Backen.
Auf meinem letzten Bastelworkshop habe ich ein zuckerfreies Buffet aufgebaut, dass die Teilnehmer bei einer kleinen Pause stürmen konnten.
Am besten kamen die Birnen-Dattel-Gugelhüpfle an. Auch bei meinen Jungs stehen sie an erster Stelle. Sie sind aber auch lecker. Total saftig und süß. Und das ganz ohne Zucker und nur mit Datteln gesüßt. Für die drei müssen sie natürlich eine Haube aus (Birken)Puderzucker haben und – ganz wichtig – meine zuckerfreien „Zuckerperlen“ oben drauf.
Ich bevorzuge die Hüpfe ja nackig. Also ohne Guss – dafür mit einer fruchtigen Himbeersauce, die in Rekordzeit gemacht ist.

Die Sauce ist so herrlich cremig und einfach nur köstlich. Eigentlich ist es ratsam gleich einen ganzen Liter davon zu machen.
Sie schmeckt so gut zu Eis, in Joghurt, zu Waffeln, Kuchen, Pancakes – zu allem!
Man kann auch Heidelbeeren oder Brombeeren verwenden. Alles einfach nur gut!

Falls ihr mit dem Gedanken spielt mal einen zuckerfreien Kuchen auszuprobieren, dann ist das hier das richtige Rezept!
Die Gugelhüpfe schmecken süß und keiner würde dabei an ein gesundes Kuchenrezept denken. Ehrlich. Probiert es einfach aus!
Für Gäste und Neulinge zum Thema gesunde Leckerein backe ich die Hüpfe immer nur mit Dinkelmehl 630. Das ist für die allgemeinen Geschmacksknospen am schmackhaftesten.
Die Jungs und ich mögen sie mit Buchweizenvollkornmehl aber noch lieber.
Auf alle Fälle sind sie auch 1- 2 Tage später noch sehr frisch und saftig und können sogar zum Frühstück genascht werden – dann aber lieber ohne Guss.
Für die Jungs schneide ich sie auch gerne in kleine Stücke und gebe ihnen ein paar davon mit in die Lunchbox in den Kindergarten.
Da kann ich mir auch sicher sein, dass sie wenigstens etwas von ihrer Brotbox essen und ich nicht wieder haufenweise Reste am Abend an meinen Mann verfüttern muss.

Birnen Dattel Gugelhüpfle
für 6 kleine Gugelhüpfe (ca. 10 cm Durchmesser)

80 g Datteln
80 g Kokosöl
2 Eier, L
Schale 1/2 Bio-Zitrone
100 g Dinkelmehl 630
60 g Buchweizenvollkornmehl (Alternativ: mehr Dinkelmehl 630)
30 g gemahlene Erdmandeln (Alternativ: gemahlene Mandeln)
1 TL Weinstein Backpulver
Prise Salz
1/4 TL gemahlene Vanille
1/2 TL gemahlener Zimt
1-2 reife Birnen (insgesamt 300 g)
1-3 EL Mandelmilch
optional:
4 EL Birkenpuderzucker
2 EL Mandelmilch
zuckerfreie „Zuckerperlen“

Datteln in wenig warmen Wasser für 1-2 h oder über Nacht einweichen.
Kokosöl leicht erwärmen und mit abgetropften Datteln pürieren.
Eier nacheinander ebenfalls mitpürieren.
Die Mehlsorten mit dem Backpulver, Gewürzen und Erdmandeln in einer Schüssel mischen.
Zitronenschale und Dattel-Ei-Mischung zugeben.
Die Birnen entkernen und mit Schale grob reiben. Ebenfalls zum Mehl geben und alles gut vermischen.
Je nachdem wie saftig die Birnen sind, 1-3 Löffel Mandelmilch unterrühren, so dass ein geschmeidiger, zähfließender Teig entsteht.
6 kleine Gugelupfformen (ca. 10 cm Durchmesser) fetten und Teig gleichmäßig verteilen.
Bei 180°C für etwa 35 Minuten backen.
10 Minuten abkühlen lassen und stürzen. Nach dem vollständigen Abkühlen den Guss anrühren.
Hierfür den Birkenpuderzucker mit der Mandelmilch glatt rühren, die Gugelhupfe damit bestreichen und mit „Zuckerperlen“ bestreuen.
Mit der schnellen Himbeersauce auf den Tisch stellen und genießen.

schnelle Himbeersauce

300 g Himbeeren, tiefgekühlt
2 EL Reissirup oder Ahornsirup
1/4 TL gemahlene Vanille
1 EL Cashewmus

Himbeeren auftauen lassen und mit dem Sirup, Vanille und Cashewmus glatt pürieren.
Fertig!

zuckerfreie „Zuckerperlen“ {schöne Streudeko mal ganz gesund}

Kommt es nur mir so vor, oder hat sich der März als April verkleidet? Das Wetter geht rauf und runter – meine Stimmung auch.
Der Wechsel warm – kalt, Sonne – Regen macht mir immer zu schaffen und obwohl die Jungs nachts durchschlafen, bin ich einfach Dauermüde.
Eigentlich bin ich ein Freund des Winters, aber so langsam bin selbst ich bereit für den Frühling. Meine dicken Winterjacken dürfen ruhig zurück in den Schrank verschwinden und erst im November wieder rauskommen.

Ich freue mich auf Ostern. Es ist so ein schönes Fest. Und für uns Christen auch so wichtig. Die Ostermesse ist mein liebster Gottesdienst. Leider gehen wir seit Jahren nicht mehr hin, da es für die Jungs einfach zu spät ist. Aber die ganze Stimmung in der Kirche zaubert mir immer eine Gänsehaut auf den ganzen Körper. Wenn es dann Licht wird und alles wieder hell ist. So berührend.
Die Jungs sind bereits ganz aufrege, weil in ein paar Wochen der Osterhase kommt. Ich wünsche mir jetzt schon mal bitte keinen Regen am Ostersonntag, damit ich morgens die kleinen Geschenke und ein paar Eier im Garten verstecken kann. Die staunenden Kinderaugen, die nach dem Aufwachen aus dem Fenster blicken um zu sehen, ob der Osterhase da war, sind unbezahlbar.

Nach dem Eiersuchen freue ich mich auf unser Osterfrühstück mit all den leckeren Sachen, die es nur einmal im Jahr bei uns gibt – und dazu natürlich jede Menge Rührei und Frühstücksmuffins.
Ich backe zwar seit einiger Zeit Zuckerfrei, dekoriere die Muffins und Kuchen für die Jungs aber weiterhin mit Zuckerperlen. Für sie ist das Gebäck dann einfach viel leckerer, denn das Auge isst ja mit und ich freue mich, wenn sie sich freuen.
Trotzdem war ich schon länger auf der Suche nach Zuckerperlen ohne Zucker. Leider bin ich nirgendswo fündig geworden.
Am Wochenende hatte ich dann die Eingebung einfach mal Quinoa Pops, die ich gerne auf meinen Porridge streue, einzufärben.
Vom Ergebnis bin ich ziemlich begeistert. Bunte Perlen, ganz ohne Zucker, verzieren jetzt unser Gebäck.
Die Jungs sind glücklich über ihre „Zuckerperlen“, ich bin glücklich, dass weniger Zucker aufgenommen wird. Win-Win!

Die Quinoa-„Zuckerperlen“ lassen sich in jeder beliebigen Farbe einfärben und halten sich, in einer Dose verpackt, ewig.
Natürlich kann man auch gepufften Amaranth oder Teff benutzen. Was man eben gerade da hat. Vor dem Verpacken auf alle Fälle gut trocknen lassen. Ich habe die Perlen einfach über Nacht in einer Schüssel stehen lassen. Ihr könnt sie aber auch gleich zum Dekorieren verwenden. Als „Kleber“ verwende ich einen Zuckerguss aus Birkenpuderzucker oder unseren Schokoladenguss aus Kakao, Reissirup und Kakaobutter.

zuckerfreie „Zuckerperlen“

1 Messerspitze Lebensmittelfarbenpaste
1 TL Wasser
4 EL Quinoa Pops (oder Amaranth, Teff)

Die Lebensmittelfarbenpaste in einer Schüssel mit dem Wasser glatt rühren.
Quinoa Pops dazugeben und zügig gut vermischen.
Trockenen lassen (1-2 Stunden, am besten über Nacht) und luftdicht verschlossen aufbewahren.

saftige Laugenbrötchen mit Pastinake und Dinkelvollkornmehl {beim Sonntagsfrühstück einfach mal Gemüse verstecken}

Unter der Woche essen die Kinder immer Müsli oder Haferflocken und ich verschiedene Porridge Variationen oder meinen Frühstücks Couscous.
Am Wochenende hingegen gehören für uns frisch gebackene Brötchen oder Baguette mit aufgeschnittenem Obst und Gemüse einfach zum gemütlichen Frühstück dazu. Selbstverständlich mit ein paar Tassen Kaffee und Kakao. Ab und an wünschen die Jungs sich noch eine große Portion samtig weiches Rührei dazu.

Ich liebe es einfach, wenn es morgens bereits nach frischem Gebäck duftet. Und noch warme Brötchen, direkt aus dem Ofen, gehören zu den leckersten Dingen auf dieser Welt.
Unser Repertoire an Sonntags-Brot und -Brötchen wird stets ausgeweitet.
Seit letzter Woche könnte ich aber eigentlich nur noch diese herrlich weichen Laugenbrötchen backen. Die schmecken sowas von gut! Sowas von gut!
Und das beste ist, man schummelt einfach so, ohne das es jemand schmeckt, ein bisschen Gemüse in das Frühstück!
Das Geheimnis sind Pastinaken. Klingt erstmal seltsam im Brotteig – ist aber der Wahnsinn. Sie machen den Teig so weich und saftig und dabei schmeckt man sie kein bisschen raus.
Wenn ich die Laugenbrötchens morgens backe, koche ich die Pastinaken bereits am Abend vorher. So spart man sich Zeit und sie kochen ja allein vor sich hin und machen keine Arbeit.
Alle benötigten Zutaten wiege ich zudem schon mal ab und stelle alles bereit. Dann ist man morgens gar nicht lange beschäftigt: Teig im Schlafanzug anrühren, halbe Stunde gehen lassen und sich währenddessen fertig machen, Brötchen formen, kochen, backen, reinbeißen und glücklich sein.
Das geht fast schneller als zum Bäcker zu laufen und schmeckt so viel besser.

Mein Mann und ich essen die Brötchen am liebsten mit grobem Meersalz. Für die Jungs mache ich aber lieber Sesam oder Mohn oben drauf. Man kann auch Kürbis- oder Sonnenblumenkerne oder Nüsse nehmen oder die Brötchen einfach so lassen wie sie sind.
Die Brötchen kommen vegan daher. Da ich, bis auf sonntags, morgens keine tierischen Produkte esse, versuche ich unsere Brötchen und Brot immer ohne Ei und Butter zu backen. Ab und an kommt das natürlich auch in den Backofen, aber für mich dann nur am Sonntag.
Ich friere die Hälfte der Brötchen nach dem Abkühlen direkt ein. Nach dem Auftauen schiebe ich sie noch einmal für ein paar Minuten in den Ofen und schwups, hat man frisch gebackene Laugenbrötchen. Wenn man also genug Platz im Gefrierschrank hat, lohnt es sich durchaus die Menge zu verdoppeln und nach dem Backen einzufrieren. Einmal Aufwand und genug Brötchen für die nächsten Wochenenden. Quasi homemade Aufbackbrötchen.

Laugenbrötchen mit Pastinake
8 Stück

200 g Pastinaken (vorbereitet gewogen, entspricht etwa 230 g)
300 g Dinkelmehl
300 g Dinkelvollkornmehl
42 g frische Hefe
1 TL Kokosblütenzucker
1 TL Salz
25 g Margarine (oder Butter)
2 EL Natron
grobes Meersalz, Sesam, Mohn zum Bestreuen

Die Pastinaken schälen und klein schneiden.
In einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Für 20 Minuten weich kochen, abgießen und abkühlen lassen.
Mit einer Gabel fein Musen.
Die Hefe und den Kokosblütenzucker in 250 mL warmen Wasser auflösen und 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehlsorten abwiegen und zusammen mit dem Salz mischen.
Hefemilch, Pastinaken und Margarine zum Mehl geben und für 5-8 Minuten zu einem glatten Hefeteig kneten.
Abgedeckt für 30 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 190°C vorheizen.
Teig in 8 Stücke teilen und zu Brötchen formen. Abdecken und gehen lassen, bis das Laugenbad fertig ist.
2 L Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Sobald es kocht, das Natron einstreuen und Temperatur runter schalten.
Die Brötchen in das Wasser gleiten lassen. Meist passen etwa drei Stück auf einmal in den Topf.
Brötchen für etwa 15 Sekunden ziehen lassen, umdrehen und weiter 15 Sekunden im Laugenbad lassen.
Rausnehmen, auf ein Backblech legen, sofort kreuzförmig einschneiden und mit Salz, Mohn oder Sesam bestreuen.
Wenn alle Brötchen fertig sind, das Backblech in den Ofen schieben und für 18-20 Minuten backen.

Zucchini Hirse Auflauf mit Haselnüssen {gesundes Wohlfühlessen}

Diese Woche verläuft bisher gemächlich.
Mich hat seit Sonntag eine miese Erkältung im Griff. Immerhin ist gestern Abend das Fieber runter gegangen und ich komme auch wieder ohne Schmerzmittel aus.
Den Jungs ist meine Krankheit natürlich herzlich egal und der Alltag muss weiter laufen. Irgendwie geht das schon. Nur blöd, dass ich ausgerechnet diesen Samstag einen Stampin‘ Up Bastelworkshop bei uns zu Hause habe und so noch alles für meine zehn Gäste vorbereiten muss. Ich sitze also abends mit reichlich Tee und triefender Nase am Schreibtisch und versuche mich so gut es geht zu konzentrieren.

Alle weiteren Aktivitäten, die wir uns für die letzten Tage vorgenommen hatten, mussten aber ein wenig weichen.
Heute stehen allerdings wieder viele Termine im Kalender. Zuerst die Schuluntersuchung mit bigBro, die mir als Mama ganz schön an die Substanz geht. Sie führt mir noch einmal deutlich vor Augen, dass in einem halben Jahr mein kleines „Baby“ einen weiteren großen Schritt in seine Unabhängigkeit machen wird. Ich werde als Mama weniger gebraucht. Das merke ich jeden Tag.
Loslassen gehört halt auch zum Leben einer Mama. Da habe ich noch einiges vor mir.
Nachmittags haben wir die erste Probestunde für den wöchentlichen Klavierunterricht und ich bin sehr gespannt wie es meinem Sohn gefällt. Konzentration ist nicht gerade seine Stärke. Der Wunsch ein Musikinstrument zu erlernen kommt aber von ihm. Allerdings weiß er nicht, was das bedeutet und dass man dafür üben muss. Es wird sich also zeigen, ob er richtiges Interesse entwickelt oder nicht.

Um meiner Krankheit den Kampf anzusagen und möglichst bald zu besiegen, versorge ich meinen Körper mit viel heißem Tee, frischem Obst und Gemüse und gesundem Essen.
Also eigentlich ziemlich genau so wie jeden Tag. Besonders wichtig ist mir aber der Wohlfühlfaktor. Ich wähle bewusst Gerichte, die gesund sind und der Seele gut tuen.
Abends gibt es heiße Suppen und mittags frische Kokosbrötchen mit Hummus und Ofengemüse oder diesen wahnsinnig leckeren Zucchini Hirse Auflauf mit gehackten Haselnüssen.

Hirse ist so gesund. Sie liefert viel Eiweiß und Eisen, hat gesunde Fette und viel Zink und B-Vitamine.
Am besten trink man ein kleines Glas Orangensaft dazu um die Eisenaufnahme zu fördern. Ich esse zum Auflauf auch gerne ein paar grüne Apfelschnitze oder einen Klecks Apfelmus. Die Kombination von herzhaft und süß mag ich einfach sehr gerne.
Für eine reichliche Ladung Gemüse sorgt die Zucchini und die Haselnüsse geben extra Power dank Eiweiß, Kalzium und ungesättigten Fettsäuren.

Das ist für mich ein richtiges Wohlfühlessen. Meine Jungs haben wieder sehr ausgewählt gegessen. BigBro nur die Hirse, littleBro die Zucchini und tinyBro nicht wirklich viel, aber er ist derzeit etwas schwierig was Essen angeht. Da er sich auch nur schwer die Zähne putzen lässt, gehen wir davon aus, dass sich die letzten Backenzähne ankündigen.
Kinder lieben den Auflauf mit einer einfachen Tomatensauce. Ich brate dazu etwas Knoblauch an, gebe dann eine Dose passierte Tomaten, Salz und Pfeffer dazu und lasse alles ein wenig köcheln. Am Ende noch einen Schuss Essig und klein gehackten Basilikum und fertig.
Falls eure Kleinen auch gerne herzhaft-süß essen, passt. wie gesagt, auch frischer Apfelmus sehr gut zum Auflauf.
Einfach 3 oder 4 Äpfel würfeln, in wenig Wasser weich köcheln und pürieren.
Der Auflauf ist auch prima für kleine Kinder und Babys und auch gerne als Baby Led Weaning (BLW) geeignet. Dabei aber bitte kein oder nur wenig Salz verwenden und natürlich die Nüsse weglassen.

Ich mag meinen Hirseauflauf am liebsten mit einen Tomatensalat aus kleinen Kirschtomaten. Das schmeckt herrlich frisch und die knackigen Tomaten geben einen schönen Kontrast zum samtweichen Auflauf.
Am nächsten Tag schmeckt er kalt übrigens auch sehr gut. Demnach also auch perfekt, um ihn mit zur Arbeit zu nehmen.

Zucchini Hirse Auflauf mit Haselnüssen
für 4 Personen

150 g Hirse
250 mL Mandelmilch
Salz
schwarzer Pfeffer
500-600 g Zucchini (2-3 Stück)
2 EL Kokosöl
2 EL gehackte glatte Petersilie
4 Eier, Größe L
120 g Kokosmilch (aus der Dose)
100 g Pecorino oder Gruyère
50 g Haselnüsse

Die Hirse in einen Topf geben und mit reichlich Wasser bedeckt für mindestens 2 Stunden einweichen.
Wasser abgießen.
150 mL Mandelmilch, 150 mL frisches Wasser und eine Prise Salz zugeben und zugedeckt aufkochen lassen.
Bei geringer Hitze für 15 Minuten bissfest köcheln.
In dieser Zeit die Zucchini in dünne Scheiben schneiden.
Kokosöl in einer großen Pfanne erhitzen und Zucchinischeiben bei kleiner Hitze für 20 Minuten braten, dabei gelegentlich umrühren.
Mit Petersilie, Salz und frisch gemahlenen Pfeffer würzen und mit der Hirse mischen.
Käse reiben und mit Eiern, restlicher Mandelmilch (100 mL) und Kokosmilch verquirlen.
Hirse-Zucchini-Mischung zugeben, verrühren und in eine Auflaufform füllen.
Haselnüsse grob hacken und auf dem Auflauf verteilen.
Bei 180°C für etwa 20 Minuten backen.
Warm, lauwarm oder kalt – der Auflauf schmeckt eigentlich immer lecker.
Wer mag serviert ihn mit einer simplen Tomatensauce, Apfelmus oder probiert einen frischen Tomatensalat dazu, was überaus köstlich ist.

*wenn kleine Kinder oder Babys mitessen, die Salzmenge reduzieren und keine Haselnüsse draufgeben

das Wochenendfrühstück wird lecker und gesund {Gute-Nacht-Kürbisbrötchen mit köstlichem Mandel-Kokos-Aufstrich}

Am Wochenende gibt es bei uns immer frische Brötchen, Baguette oder Brot.
Ich stehe, wie jeden Tag, etwa eine Stunde vor allen anderen auf um Sport zu treiben. In der Zeit kann dann am Samstag und Sonntag der Brötchenteig gehen.
Sobald ich die ersten kleinen Füße auf der Treppe trappeln höre, ist auch meist schon das erste Blech mit duftenden Backwaren im Ofen.
Die Jungs schauen gespannt in hinein, was es wieder Leckeres gibt und dann gibt es jedes Mal beim Frühstück Streit, wer dieses Mal den Brotkorb rumreichen und Bäcker spielen darf.

Freitags frage ich die Jungs immer, was es denn am nächsten Morgen geben soll.
Hier wird fast immer Baguette gewünscht und ich bin da nicht abgeneigt. Denn unser Baguette Rezept ist etwas für Morgenmuffel, da der Teig über Nacht im Kühlschrank geht. Morgens muss er nur noch ein wenig auf Raumtemperatur kommen und kann gleich weiter verarbeitet werden.
Auch unser Standard Brötchen Rezept geht bis zu 24 Stunden vor sich hin und beansprucht noch nicht einmal Platz im Kühlschrank, denn der Teig geht in einer großen Schüssel auf der Arbeitsfläche vor sich hin.
In den kalten Monaten wollte ich unbedingt Kürbisbrötchen backen. Die Brötchen sehen durch die leicht orange Farbe so wunderbar hübsch aus und liefern gleich noch mehr Vitamine durch Kürbisgemüse und Vollkornmehl.
Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die 24 Stunden Brötchen mit dem Baguetterezept verbinden und in Gute-Nacht-Kürbisbrötchen umfunktionieren? Gleich der erste Versuch hat mich und meinen Mann begeistert.
Die beiden großen Jungs leider nicht.
Ich werde nie wieder den Fehler begehen und alle Brötchen mit Kürbiskernen bestreuen. Das war nämlich der ausschlaggebende Punkt. Bäh, ne, sowas kann man doch nicht essen. Mein Vorschlag, die Körner einfach runter zu puhlen und dann ja ein nackiges Brötchen zu haben, führte auch nicht zum Erfolg. Nein, die Jungs wollten lieber altbackenes Brot vom Vortag. Manchmal glaube ich, wir sind in einer Comedyshow.

Das nächste Mal werden demnach die Hälfte der Brötchen ohne und die anderen mit Kürbiskernen gebacken.
Und Achtung, nun wird es wirklich abwegig – littleBro war ganz heiß auf die gerösteten Kürbiskerne, die auf dem Blech lagen. Er hat bestimmt eine Hand voll davon genascht und wollte immer mehr.
Pure Kürbiskerne = ja.
Pures Brötchen = ja.
Brötchen mit Kürbiskernen mit Option zum runterknibbeln = nein.
Diese Logik geht über meinen Verstand. Aber gut. Die drei haben halt ihren eigenen Kopf!

Gute Nacht Kürbisbrötchen
10 Brötchen

500 g Butternutkürbis
Olivenöl
100 mL Mandelmilch
7 g (1 Pkg) Trockenhefe
1 TL Honig
300 g Dinkelmehl 630
200 g Roggenmehl 1150
200 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Kardamom
1 TL Salz
1 Ei
5-6 EL Kürbiskerne

Kürbis waschen, entkernen und in grobe Würfel schneiden (ich schäle den Kürbis nicht).
Auf ein Backblech oder Auflaufform legen und bei 200°C für 30 bis 40 Minuten rösten.
Leicht abkühlen lassen und mit 2 EL Olivenöl pürieren.
Die Hefe mit 120 mL Wasser, Mandelmlich und Honig verrühren und 5 Minuten ruhen lassen.
Die Mehlsorten mit dem Kardamom und Salz mischen.
Hefemilch, das Ei und das Kürbispüree zum Mehl geben und zu einem glatten Teig verkneten.
Sollte der Teig zu trocken sein, weiteres Wasser unterrühren; ist er zu nass, noch einen Löffel Mehl. Das hängt immer vom Kürbis und den Mehlsorten ab.
Teig zu einen Ball formen, mit Olivenöl einreiben und in eine große Schüssel legen.
Schüssel abdecken und den Teig über Nacht in den Kühlschrank stellen.
Sollen die Brötchen am selben Tag gebacken werde, den Teig eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen.
Am nächsten Morgen Teig aus den Kühlschrank nehmen.
Teig in 10 Teile teilen, Brötchen formen und auf ein Backblech legen.
Abgedeckt für 30 bis 40 Minuten ruhen lassen.
Ofen auf 220°C vorheizen.
Brötchen einschneiden, mit Wasser bestreichen und in Kürbiskernen wälzen.
Weitere 5 Minuten gehen lassen.
Blech in den Ofen schieben, Temperatur auf 200°C reduzieren und Brötchen für etwa 25 Minuten backen.
Wer mag stellt noch eine Schüssel Wasser in den Ofen damit die Brötchen richtig schön fluffig werden.

Wie durch Zauberhand erstand zu den Brötchen ein Aufstrich, der besser kaum schmecken kann. Mandeln und Kokosnuss verbinden sich zu einer samtigen Creme. Ohne Zuckerzusatz, vegan (demnach auch für meine Insulin Trennkost geeignet) und nicht von dieser Welt. Vergesst alle Nussaufstriche, die ihr je gekauft habt. Diese Creme schlägt sie alle.
Da ich freitags sowieso immer den Brötchen- oder Baguetteteig ansetze, bereite ich gleichzeitig alles für den Mandel-Kokos-Aufstrich vor.
Zur Herstellung braucht man einen guten Hochleistungs Mixer.
Wer diesen nicht hat oder keine Zeit und Muse hat, kann die Creme auch in der schnelleren Variante machen und wir ebenfalls mit einem herrlich leckeren Brötchenbelag belohnt. Ich habe dafür immer alle Zutaten zu Hause und das Anrühren dauert keine 2 Minuten.
Das Rösten der Mandeln macht zwar ein wenig mehr Arbeit, aber die Creme dadurch einen wunderbaren Geschmack.

Ich bevorzuge die Creme gekühlt und stelle sie nach dem Anrühren für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Dann wird sie herrlich streichzart. Bei Raumtemperatur ist sie sehr weich. Aber das ist Geschmackssache.
Auf alle Fälle sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verbraucht werden. Das dürfte sich aber als nicht allzu schwer erweisen. Sie schmeckt auch hervorragend als Topping von Kuchen und Muffins oder als Dessert mit frischen Beeren und Nicecream.

Mandel-Kokos-Aufstrich
für ein 300 mL Einmachglas

100 g Mandeln
100 g Kokoscreme (abgesetze Creme einer Kokosmilchdose)
40 g Datteln
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Kokosöl
optional: Kokosraspeln

Mandeln auf einem Backblech bei 180°C für etwa 10 Minuten im Ofen rösten.
Abkühlen lassen.
Mandeln mit Kokosöl in einen leistungsstarken Mixer geben und zu Mus verarbeiten.
Datteln in eine kleine Schüssel legen und mit kochendem Wasser überbrühen. Für etwa 10 Minuten ziehen lassen und abgießen.
Alternativ die Datteln am Vortag in kaltem Wasser einweichen.
Kokoscreme, Vanille und Datteln zu den Mandeln geben und zu einer homogenen Masse mixen.
Abfüllen und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Wer mag, gibt noch Kokosraspeln in oder auf die Creme.

Blitzversion

100 g Mandelmus
100 g Kokoscreme (abgesetze Creme einer Kokosmilchdose)
2 EL Dattelsirup (Alternativ Ahorn- oder Kokosblütensirup)
1/2 TL gemahlene Vanille
1 EL Kokosöl
optional: Kokosraspeln

Alle Zutaten cremig rühren und für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Wer mag, gibt noch Kokosraspeln in oder auf die Creme.

Aufstrich im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb einer Woche verbrauchen.

Ofengericht für kalte Wintertage {Kürbis-Süßkartoffel-Gemüse mit Hühnchen, Orangen und Zimt}

kuerbis

Vereinzelt findet man im Gemüseladen noch Kürbisse. Aber bald wird die Zeit leider vorbei sein.
Da sie sich jedoch prima lagern lassen, haben wir uns bereits einen Vorrat im Keller angelegt. Man muss nur darauf achten, dass die Schale keine Verletzungen hat, sonst können die Kürbisse anfangen zu schimmeln.
Ab und an mal betrachten kann auch nicht schaden. So habe ich heute noch einen Butternutkürbis gerettet, der in den nächsten Tagen das Zeitliche gesegnet hätte.

Gerade bei kaltem Herbst- und Winterwetter liebe ich Ofengerichte. Zum einen übernimmt so die Küche das kochen und man kann die Zeit mit Vorlesen oder Tee trinken verbringen, zum anderen zieht dann immer ein herrlicher Duft durchs Haus und in der Küche wird es gemütlich warm.
Die Jungs und wir lieben dieses schmackhafte Ofengericht mit viel Gemüse und Huhn besonders gerne. Die drei sind besonders scharf auf ihre Knochen zum knabbern. Das Gemüse ist jetzt nicht sooo sonderlich interessant, wobei littleBro es auch sehr gerne isst. Ich dagegen esse fast nur das Gemüse und überlasse das Fleisch den Männern des Hauses.
Meist gibt es dazu noch frisches Baguette für die Herren und einen großen, grünen Salat für mich (tinyBro hat doch tatsächlich angefangen auch Salat zu essen, sensationell!).

Allein beim Betrachten der Bilder habe ich den Duft von Orangen und Zimt in der Nase.
Bis auf ein bisschen Schnibbeln am Anfang hat man auch kaum Arbeit mit diesem Gericht. Alles in eine Auflaufform geben, ab in den Ofen und für eine Stunde hat man nichts zu tun als den herrlichen Duft einzuatmen und vielleicht noch eine Flasche Weißwein aus dem Keller zu holen.
Ich für meinen Teil bleibe beim Wasser. An Silvester habe ich das erste Mal seit über sechs Jahren Alkohol getrunken. Wobei man bei einer Flasche Radler ja kaum von Alkohol sprechen kann.
Aber ich habe mich danach schon sehr lustig gefühlt. Daher bleibe ich lieber bei meiner Alkohol Abstinenz und genehmige mir dann am 31.12. wieder ein Schlückchen.

Man kann das Ofengericht auch prima vegetarisch / vegan zubereiten. Einfach das Hähnchen weglassen und dazu Hummus und Salat reichen.
Ein wunderbar gesundes Essen mit Gemüse und Eiweiß satt.
Wenn man erst nach dem Garen salzt, ist es auch ein prima Gericht für die ganze Familie samt Baby. Das Gemüse und Fleisch für das Baby dann Wahlweise pürieren oder als Fingerfood für Baby-Led-Weaning reichen.

Kürbis-Süßkartoffel-Gemüse mit Hühnchen, Orangen und Zimt
4-6 Personen

4-6 Hähnchenschenkel (je nach Fleischhunger), am liebsten Bio
1,3 kg Süßkartoffeln (orang- oder weißfleischig, gerne gemischt)
1 mittlerer (ca. 800 – 1000 g) Butternutkürbis
2 Zwiebeln
1 Bund frischer Salbei
2 Bio-Orange
3 Stangen Ceylon Zimt
1/2 TL gemahlenen Piment
Meersalz
300 mL Gemüsebrühe
2 Scheiben kräftiges Brot
2 EL Traubenkernöl oder Öl nach Wahl

Kürbis und Süßkartoffeln schälen und in etwas dickere Scheiben / Keile schneiden.
Ich schäle den Butternutkürbis nicht, da die Schale herrlich weich wird und dort ganz viele Nährstoffe vorhanden sind.
Eine Orange achten.
Zwiebeln schälen und ebenfalls in Spalten schneiden, so dass sie an den Enden noch zusammen hängen.
Das Gemüse und die Orange mit den Zimtstangen in eine große Auflaufform oder die Fettpfanne des Backofens geben.
Eine Orange auspressen, mit der Brühe zu dem Gemüse gießen.
Mit Piment und Salz würzen.
Die Hähnchenschenkel auf dem Gemüse verteilen.
Brotscheiben mahlen oder fein hacken und mit Öl mischen. Die Mischung auf die Schenkel verteilen.
Auflaufform bei 200°C in den Ofen geben und für etwa eine Stunde braten.
Mit einem kleinen Messer testen, ob das Fleisch gar ist (wenn man einsticht sollte klare Flüssigkeit auslaufen).

Aus dem Ofen nehmen und zusammen mit einem grünen Salat, Baguette, Hummus oder Joghurtdip genießen.

Hirse-Apfel-Brot {saftig, locker und so gesund}

Während meiner Blogpause habe ich viel Zeit in der Küche verbracht.
Wir haben geknetet, gebacken, genascht, ausprobiert und mit Genuß die neuen Rezepte verspeist.
Es gab Tage, da kam ich regelrecht nur für Minuten aus der Küche raus. Im Hintergrund lief die Weihnachtsmusik der Kinder und die Jungs waren mit Lego spielen und Vorgelesen werden (der Luxus, wenn der Mann zu Hause ist) beschäftigt.

Zwischen all den Brötchen, Baguettes, Neujahrsbrezeln und Hefezöpfen geriet ein schönes Laib Brot fast in Vergessenheit.
Meist backe ich unsere Brüderkruste oder das Malzkrustenbrot in diversen Variationen. Wir tauschen Mehlsorten aus, fügen Samen hinzu.
Ich wollte ein wenig für Abwechslung sorgen und da wir Äpfel in allen Varianten lieben, schummelte ich gleich mal welche unter dieses so wahnsinnig lockere und saftige Hirsebrot.
Die erste Scheibe, noch warm aus dem Ofen, war der Himmel auf Erden. Warum nur hatten wir wochenlang auf das gute alte Brot verzichtet?
Frische Brötchen und Baguette sind halt auch schwer zu schlagen. Aber dieses Brot ist auf unserer Brothitliste ganz oben.
Es bleibt lange saftig. Dennoch frieren wir, wie bei allen Broten, immer die Hälfte, bereits in Scheiben geschnitten, ein. So hole ich abends schnell ein paar Scheiben aus dem Gefrierschrank und habe morgens saftiges Brot für die Lunchbox der Jungs. Wenn es ganz schnell gehen muss, wandern die Scheiben direkt vom Eisschrank in den Toaster. So lecker.

Das Zusammenspiel der verschiedenen Mehle schmeckt außerordentlich gut. Ich habe hier unsere liebste Kombination aus Vollkornmehlen und Dinkelmehl aufgeschrieben.
Wer nicht so viele verschiedene Mehle da hat, kann auch ein reines Dinkelbrot backen und wer glutenfrei lebt, der tauscht das Dinkelmehl gegen Einkornmehl aus.
Alle drei Varianten schmecken wahnsinnig lecker. Am besten, ihr probiert es einfach mit verschiedenen Mehlen aus und findet euer liebstes Brot.

Zu dem Brot schmecken süße und herzhafte Beläge.
Wir lieben kräftigen Käse und Apfelchutney oder zuckerfreie Himbeer-Chia-Marmelade (gerne mit einem Schuss Sekt). Das Rezept verrate ich euch in der nächsten Woche. So gut und so gesund.

Hirse-Apfel-Brot

100 g Hirse
21 g frische Hefe
1 TL Honig (Ersatzweise Ahornsirup)
250 mL lauwarmes Wasser
100 g Buchweizenvollkornmehl*
100 g Roggenvollkornmehl*
270 g Dinkelmehl Typ 630“
10 g Meersalz
2 TL Cylon Zimt
1 großer, säuerlicher Apfel (Cox Orange oder Boskop)

*das Mehl kann nach Belieben mit Dinkelvollkornmehl oder weiterem Dinkelmehl 630 ausgetauscht werden
“ für glutenfreies Brot das Dinkelmehl gegen Einkornmehl austauschen

Hirse in einem kleinen Topf gut mit Wasser bedecken und für 10 Minuten bissfest köcheln.
Abgießen und leicht abkühlen lassen.
Die Hefe mit dem Honig flüssig rühren und dann das Wasser zugießen.
Das Hefewasser 5 Minuten ruhen lassen.
In der Zeit die Mehle mit dem Salz und Zimt mischen.
Apfel entkernen, schälen und in kleine Würfel schneiden.
Das Hefewasser zu dem Mehl gießen und mit der Küchenmaschine oder per Hand zu einem glatten Teig verkneten.
Am Schluss die Apfelwürfel unterkneten und den Teig zu einer Kugel formen.
In eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie abdecken und für 45 Minuten gehen lassen.
Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmal durchkneten.
Zu einem Brotlaib formen und in eine Brotbackform oder Römertopf oder Kastenform legen.
Brot mehrmals einschneiden und abgedeckt weitere 45 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 220°C vorheizen.
Wer keine Brotbackfunktion im Ofen hat, kann noch eine Schale mit Wasser unten in den Ofen stellen. So geht das Brot richtig schön auf.
Brotform ohne Abdeckung in den Ofen schieben und für 15 Minuten backen.
Temperatur auf 200°C reduzieren und für weitere 30 Minuten fertig backen.

Wenn der Kürbis auf die Birne trifft {unglaublich leckere Kürbis-Birnen-Tarte}

kuerbis

Noch vier Türchen sind am Adventskalender zu sehen.
Morgen ist der letzte Kindergartentag und der Winter beginnt.
Es ist herrlich kalt draußen und alle haben eine Schnupfnase.
Die CD mit Weihnachtslieder dudelt rauf und runter.
Der Tannenbaum steht auf der Terrasse und wartet darauf aufgestellt zu werden.
Alle Geschenke sind verpackt und gut versteckt im Keller.
Ja, bald ist Weihnachten!

Ich habe die letzten Tage mit Geschenke einpacken und den ersten Vorbereitungen für die Feiertage verbracht und damit, den Essensplan für Weihnachten und Silvester zu schreiben.
Ich setze mich dann mit einer großen Tasse Tee und einen Stapel Kochbücher in unseren gemütlichen Sessel und blätter und schreibe und denke. Die Vorfreude auf die Gaumenfreuden ist bei allen groß und ich genieße es, leckere Sachen für uns auszusuchen. Ich suche nur noch jemanden, der das alles einkauft, kocht und backt. Interesse?
Dieses Jahr werden wir mal ausprobieren am ersten Weihnachtstag einen Brunch zu machen und erst gegen Abend das eigentliche Essen.
Die Kinder haben an einem Frühstück sowieso kein Interesse, da das Christkind bei uns die Geschenke in der Nacht zum 25.12. bringt und somit morgens ganz andere Dinge wichtiger sind.
So kann sich jeder von dem Büffet bedienen und beim Spielen hier und da etwas zwischen die Kiemen schieben. Ich muss mich mittags nicht ums Essen kümmern und wir können den ganzen Tag die neuen Spielsachen bestaunen, Weihnachtslieder und Geschichten hören und kucheln und lesen.
Brunch heißt für mich zwar früh aufstehen um alles vorzubereiten, aber ich liebe es am Weihnachtsmorgen im Schlafanzug – wenn noch alles still im Haus ist – in der Küche zu stehen und vor mich hinzubacken. Außerdem plane ich den Brunch so, dass ich das meiste bereits 1-2 Tage vorher vorbereiten kann.

Was auf keinen Fall fehlen darf, ist diese unglaublich leckere Kürbis-Birnen-Tarte.
Ich bin derzeit dezent im Tarte und Quiche Fieber und nach unzähligen Varianten mit Kürbis, habe ich bei dieser hier meine Liebe gefunden. Die Kombination aus Kürbis und Birnen ist so lecker, besonders für einen Brunch. Oben drauf gesellen sich noch karamellisierte Zwiebeln – hmmmmm, das gibt der Tarte den letzten Kick.
Die Tarte schmeckt warm und kalt, am besten mit einem grünen Salat. Wenn ich sie zu einem Brunch mache, bereite ich den Teig am Vortag vor, schneide alles klein und karamellisiere die Zwiebeln. Dann geht am nächsten Morgen alles ganz schnell.

Für die Füllung nehme ich am liebsten Butternutkürbis. Ich habe aber auch schon Hokkaido und Muskatkürbis verwendet und auch schon eine Mischung aus verschiedenen Kürbissen, da ich eh noch Reste da hatte. Die Abate-Birne würde ich allerdings nicht austauschen. Wenn sie noch sehr fest ist, schmeckt sie wunderbar süß-herb zu dem Kürbis. Ein Gedicht.
Für den Fall das Reste über bleiben, kann man die Tarte zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wenn man mag, kann man sie bei 180°C für 5-10 Minuten aufbacken. Dabei eventuell mit Folie bedecken damit sie nicht zu dunkel wird.

Kürbis-Birnen-Tarte
für eine 28er Quicheform

100 g Dinkelmehl 630
100 g Dinkelvollkornmehl
60 g kalte Butter + 1 EL
200 g kalter Frischkäse
Salz
schwarzer Pfeffer
3 Eier
200 mL Milch
180 g Pecorino, gerieben
400 g Kürbis (vorbereitet gewogen)
1 große, feste Abate-Birne (ca 300 g)
4 EL Apfelsaft
1 EL Apfelessig
4 Knoblauchzehen
3 große Zwiebeln
Olivenöl
2 EL Kokosblütenzucker

Für den Boden die beiden Mehle mit 60 g kalter Butter, 100 g kalten Frischkäse, einer guten Prise Salz und 1 EL kaltem Wasser zu einem glatten Teig verkneten.
In Folie gewickelt für 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

In der Zeit die karamellisierten Zwiebeln und die Füllung zubereiten.
Die Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
1 EL Öl in einer Pfanne oder Topf erwärmen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 20 Minuten ganz weich braten.
Den Kokosblütenzucker einstreuen und ein paar Minuten karamellisieren lassen. Beiseite stellen.

Für die Füllung den Knoblauch schälen und in ganz dünne Scheiben schneiden.
Kürbis nach Belieben schälen, entkernen und 400 g klein würfeln.
1 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Kürbis scharf anbraten, salzen und mit Apfelsaft und Apfelessig ablöschen. Sofort den Deckel drauf setzen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten weich köcheln. Gegen Ende den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit weitgehend verdampfen lassen.
Birne in Würfel schneiden und unterrühren. Füllung leicht abkühlen lassen.

Die Eier mit dem restlichen 100 g Frischkäse und der Milch verquirlen. Mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Teig Ausrollen und den Boden und den Rand einer 28er Quicheform damit auslegen.
Die Hälfte des geriebenen Percorinos auf den Boden streuen, Kürbis und Birnen drauf verteilen und Eiermilch angießen.
Die Zwiebeln auf der Tarte verteilen und zum Schluss den restlichen Käse darüber streuen.
Bei 180°C für 30 Minuten backen.
Heiß, warm oder kalt servieren.