Curry geht immer {Comfort Food für den Herbst}

Wenn die Grundlagen des Geschmacks bereits in der Schwangerschaft gelegt werden, haben meine Kinder nicht viel davon mitbekommen.
Laut meinem Mann gibt es kaum jemand, der mehr Gemüse isst als ich. Morgens, mittags, abends. Immerzu.
Meine drei Lieblingsritter haben mit Gemüse jedoch nicht viel am Hut.
Der mittlere Bruder ist der einzige, der Gemüse im ganzen Zustand (also nicht versteckt in Saucen, Suppen oder Smoothies) isst. Er liebt wie ich Brokkoli und Tomate und macht sich gerne Gurken auf das Brot. Für die beiden anderen undenkbar!

Eins von meinen Essensvorlieben konnte ich aber an die drei weitervererben.
Meine Liebe zu Curries.

Oh ich liebe Curries in allen Variationen. Am liebsten reines Gemüse wie unser Blumenkohl Curry. Oder mit Kichererbsen, oder Lachs und auch sehr gerne mit Huhn oder Rind.
Dazu gibt es meistens frische Vollkorn-Naan, da man so kein Besteck mehr braucht, sondern einfach mit den Broten essen kann. Das gefällt besonders den Jungs richtig gut.

Aber auch Reis oder Pilaw oder unsere allerliebsten Waffelkartoffeln schmecken so gut zu einer großen Schüssel dampfenden Curry.
Besonders im Herbst und Winter gibt es für mich nichts besseres um sich aufzuwärmen und sich richtig wohl zu fühlen, als scharfes Curry und Naan.
Gerade auch in der Kürbiszeit ein Genuss.

Bei uns steht zwei Mal die Woche Fleisch (Huhn, Pute oder Rind) auf dem Speiseplan. Meine Jungs würde am liebsten jeden Tag Fleisch essen und sind sehr enttäuscht wenn ich wieder ein vegetarisches Gericht gekocht habe. Aber sie verstehen auch, dass es nicht gut ist, zuviel Fleisch zu essen. Da hatte ich mit meiner Mission, den Jungs gesundes Essen näher zu bringen und vor allem aufzuklären woher die Lebensmittel kommen und warum manches gut ist und manchen nicht, Erfolg.
Heißt jetzt natürlich nicht, dass sie das Gemüse verschlingen. Nein, essen tun das zwei der drei trotzdem nicht, aber sie wissen warum es nur selten Fleisch gibt und warum Gemüse gesund ist. Immerhin.

Um so mehr waren sie begeistert von dem Putenbällchen Korma, welches ich diese Woche für sie gekocht habe.
Es ist immer wieder unterhaltsam, die drei beim Mittagessen zu beobachten. Sohn eins isst nur die Bällchen, Sohn zwei Bällchen, Gemüse und Kartoffeln und Sohn drei nur Kartoffeln – aber davon gleich 3 Stück – was eine riesen große Menge ist für so einen kleinen Menschen.

Er liebt unsere Waffelkartoffeln. Mit dem Löffel holt er sich die einzelnen Stückchen aus der Schale (welche ich dann am Ende verputzte) und mampft zufrieden vor sich hin.
Sohn zwei isst die Kartoffeln im Ganzen mit allem drum und dran und mein ältester Sohn bekommt beim Anblick von Kartoffeln Hautausschlag…
Drei Söhne – alle drei so unterschiedlich in ihrem Essverhalten.

Putenbällchen Korma
4-6 Personen

400-500 g Putenbrustfilet
100 g altbackenes Brot (was gerade so da ist)
1 Ei
3 TL rote Currypaste (mild oder scharf – ganz nach Geschmack)
Meersalz
schwarzer Pfeffer
Olivenöl
1 EL Traubenkernöl oder Kokosöl
1 große Zwiebel
500 mL Hühnerbrühe
200 mL Kokosmilch
4 TL Maismehl
250 g Datteltomaten
100 g Zuckerschoten
60 g Wasserkastanien (optional)
Kokoschips

Das Brot im Mixer zu feinen Semmelbröseln mahlen. Alternativ fertige Semmelbrösel verwenden.
Putenfilet entweder durch den Fleischwolf drehen oder im Multizerkleinerer fein hacken.
1 TL Currypaste, Semmelbrösel und Ei zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
Zu einer homogenen Masse verkneten und kleine Bällchen rollen (Größe einer Walnuss).
Eine Auflaufform dünn mit Olivenöl einreiben, Bällchen reingeben und mit wenig Öl beträufeln.
Bei 230°C für 10-12 Minuten backen.
In der Zwischenzeit Zwiebeln schälen und fein würfeln.
In einem großen Topf das Traubenkern- oder Kokosöl erhitzen, Rest Currypaste einrühren und ein paar Minuten sanft braten.
Zwiebeln zugeben und weitere 5 Minuten dünsten.
Wenn die Zwiebeln weich sind, Hühnerbrühe und Kokosmilch zugießen und aufkochen lassen.
Maismehl mit 1-2 EL Wasser glatt rühren und die Sauce damit binden.
Ein paar Minuten köcheln lassen und dann die Datteltomaten dazugeben.
Auf mittlerer Hitze köcheln bis die Fleischbällchen fertig sind.
Die Bällchen in das Curry geben, Wasserkastanien halbieren, unterrühren und alles 10 Minuten einköcheln lassen.
Die Zuckerschoten längs halbieren und 5 Minuten vor dem Servieren dazugeben.

Mit Kokoschips betreuen und mit Waffelkartoffeln oder Reis servieren. Ein Chutney passt natürlich auch immer gut.

Waffelkartoffeln

1-2 große Kartoffeln pro Person
Meersalz (nach belieben Kräuter- oder Knoblauchsalz)
Olivenöl

Die Kartoffeln waschen und längs halbieren.
Mit einem scharfen Messer waffelartig einschneiden. Bis fast zur Schale schneiden, aber darauf achten, diese nicht einzuschneiden.
Eine große Auflaufform mit Olivenöl einreiben.
Kartoffeln mit der Schale nach unten reinlegen und großzügig mit Salz (wer mag nimmt Knoblauch- oder Kräutersalz) bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.
Bei 230°C je nach Größe für 40-50 Minuten goldgelb braten.

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