me and my 3 boys {warum das Familienbett nichts für uns ist und wir es trotzdem von Zeit zu Zeit genießen}

Kommt es nur mir so vor, oder ist das Thema Familienbett derzeit in aller Munde?

Wenn man, wie ich, seine Kinder viel und lange im Tuch trägt, lange stillt (lange sind derzeit 18 Monate – to be continued), immer frisches und gesundes Essen kocht, die Kinder zu selbständigen und kompetenten Menschen erzieht (zu erziehen versucht!), dann wird schon fast davon ausgegangen, dass man auch zusammen das Bett teil.
Da kommt man sich wie eine nahezu herzlose Mama vor, wenn dem nicht so ist.

Wie kann man kleine Kinder, und auch noch Babys, nur allein im eigenen Bett, ja sogar im eigenen Zimmer schlafen lassen?
Doch für mich, meinen Mann und auch für alle drei Kinder, ist dies genau das Richtige.
Vor dem ersten Kind bin ich das ganze Thema entspannt angegangen.
Erntete ich doch viele fragende und ungläubige Blicke, dass ich kein Beistellbett gekauft, sondern ein Babyzimmer hergerichtet hatte, in dem bigBro von der Geburt an schlafen sollte.
Ich war der Meinung, dass wir es so probieren möchten und falls der kleine Wicht nicht unserer Meinung wäre und lieber bei uns schlafen wolle, wäre ein Beistellbett auch schnell gekauft und aufgebaut.

Aber wir haben weder eins bestellt, noch über eins nachgedacht. Denn das alleine schlafen ging gut und für uns drei war dies am Erholsamsten.
Als littleBro geboren wurde, wohnten wir noch ein halbes Jahr in unserer Wohnung mit keinem freien Zimmer. So bekam er eine Ecke in unserem Schlafzimmer und durfte dort in seinem roten Gitterbettchen schlafen.
Er hatte allerdings andere Pläne und so schlief er die ersten 6 Wochen bei uns in der Mitte. Danach war er glücklich in seinem Bett. Auch hier war es genau das richtige für uns und unsere Kinder. Er hatte die Zuversicht, dass wir da waren und konnte so friedlich in seine Traumwelt abtauchen.
LittleBro war schon immer ein guter Schläfer. Doch egal wie leise wir gegen 22 Uhr ins Bett schlichen, er wachte immer auf. Dabei hätte er wohl gerne länger gedöst.
Seit dem Tag, wo wir in unser Haus gezogen sind und er sein eigenes Zimmer bekommen hat, hat er von 19 bis 7 Uhr durchgeschlafen. Von heute auf morgen. Wahrscheinlich war er froh, endlich seine Ruhe und einen erholsamen Schlaf zu haben.
Am Anfang habe ich ihn ganz schön vermisst. Es war natürlich auch schön gewesen, ihn bei uns zu haben. Aber die erholsamen Nächte bekamen uns gut und sowohl ich als auch littleBro waren Tagsüber einfach ausgeglichener. Mit der Zeit habe ich mich demnach damit abgefunden, dass wir getrennt schlafen und so beide glücklich damit sind.

Als sich tinyBro ankündigte, legten wir die Zimmer der Jungs zusammen und machten Platz für den kleinen Bruder.
Die beiden großen waren glücklich ein Zimmer zusammen zu haben und sind es immer noch.
Manchmal verfluche ich diese Entscheidung. Abends, wenn beide lieber nochmal das Licht anmachen und zusammen spielen, anstatt zu schlafen. Oder sich Lieder vorsingen und über den Tag reden (ist ja eigentlich ganz süß, aber irgendwann möchte man ja auch, dass sie einschlummern. Im Hinterkopf spukt derweilen immer der nächste Morgen herum,  wenn ich die beiden um 6:30 wecke und sich erstmal eine halbe Stunde keiner auch nur einen Zentimeter regt).

TinyBro hat sein eigenes kleines Reich.
Auch er wollte die erste Zeit nicht alleine schlafen. Für uns beide war es demnach am schönsten wieder die ersten Wochen zusammen zu schlafen.
Ich habe die Zeit sehr genossen. Ihn ganz nah bei mir zu haben, seinen Geruch einzusaugen, seine Wärme zu spüren. Ein unbeschreiblich schönes Gefühl.
Nach einiger Zeit wurde es aber unruhig im Bett. Der ständige Milchgeruch in seiner Nase, der von meinen Brüsten zu ihm rüberwehte, machte ihn ganz kirre. er wollte die ganze Nacht nuckeln, nuckeln, nuckeln. Nicht selten habe ich einfach mit offenem Still-BH geschlafen, so dass sich tinyBro ganz nach Lust andocken konnte. Aufgewacht bin ich dabei meist nicht. Aber auf Dauer war dies keine Situation, mit der ich leben konnte. Meine Brustwarzen hatten da nämlich etwas dagegen und außerdem hatte er sich irgendwann ziemlich laute Schmatzgeräusche angewöhnt. Da konnte kein Mensch mehr schlafen.
So probierten wir es eines Abends einfach aus, ihn in sein Bett zu legen.

Siehe da. Wie sein Bruder, schläft er seit dem durch. „Endlich Ruhe“ denkt auch er sich. Keine nächtlichen Milchverlockungen mehr.
Morgens hatte er dann meist gegen 5 Uhr Hunger und kam dann zu uns ins Bett zum kuscheln und nochmal gemeinsam eindösen.

Und auf einmal war er da. Der Tag. Oder besser die Nacht. Die Nacht seit dem wir drei durchschlafende Kleinkinder haben.
Von Abend 19/20 Uhr bis morgens 7 Uhr (manchmal sogar länger – am Wochenende meistens kürzer).

Alle drei sind glücklich und zufrieden in ihren Betten. Das geht soweit, dass die Jungs, wenn sie mal krank sind und wir sie zu uns ins Bett holen, kurze Zeit später sagen, dass sie wieder in ihr Bett wollen. Sie bräuchten ihre Ruhe.

Nein, für uns fünf funktioniert das Familienbett nicht. Dafür wird tagsüber mehr als genug gekuschelt.
Und ich genieße es sehr, wenn sich doch mal eine Nacht findet, wo ein oder zwei Jungs zu uns rüberkommen.
Denn das kommt durchaus vor. Entweder es tappelt einer rüber, oder es ruft einer nach uns und möchte dann rüber getragen werden. Oder tinyBro bekommt Zähne oder ist krank und schläft zwar auch bei uns nicht gut, aber behütet.
Und dann genießen wir das Familienbett. Ich bekomme in diesen Nächten kaum Schlaf (wie soll man auch auf 10 cm ohne Decke schlafen?) aber dafür so viele Kuscheleinheiten. Dafür verzichte ich gerne ab und an auf die nächtliche Erholung und sehe gerne am nächsten Tag wie ein Zombie aus.
Es ist unglaublich schön, nachts mit den Jungs zu kuscheln, den Babygeruch von tinyBro einzusaugen (lange wird der wohl nicht mehr erhalten bleiben) und morgens gemeinsam in den Tag zu starten.
Aber in der nächsten Nacht bin ich auch wieder froh, dass Bett nur für mich und meinen Mann zu haben. Der schnarcht nämlich nicht und knirscht auch nicht mit den Zähnen und klaut mir auch nur selten die Decke.

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