me and my 3 boys {Urlaubsreif}

Mittlerweile sind über zwei Wochen seit unserem Urlaub vergangen und ich beginne langsam mich davon zu erholen.
Ihr habt richtig gelesen. Von den lächerlichen 5 Tagen Urlaub bin ich so geschafft wie nach 5 Wochen Bootcamp.

Wir hatten uns im Vorfeld viele Gedanken dazu gemacht, ob wir in den Urlaub fahren und wenn ja, wohin.
Letztes Jahr sind wir noch todesmütig mit den zwei Jungs, ich gerade Hochschwanger, nach Irland gefolgen. Das hat erstaunlicherweise recht gut geklappt.
Gut, wir fragen jetzt mal nicht den Herrn, der im Flugzeug vor uns gesessen und alle paar Minuten von littleBro eins auf die Mütze bekommen hat.
Der Urlaub war anstengend, keine Frage. Irlandurlaube wie früher mit Rucksack und Zelt sind eben – fürs erste – vorbei. Und morgens ausschlafen und im Café frühstücken sowieso.
Aber es war trotzdem schön. Das lag natürlich an der Gegend, unserem Adoptiv Schaf Stella und dem irischen Essen, was wir gerne mögen.
Die Nächte war leider relativ kurz weil bigBro Angst bekommen hat, dass Timmy von Shaun das Schaf ins Haus kommt. Da nützte es auch nichts, dass wir ihm tausend mal erklärt haben dass a) keiner ins Haus kommt und b) Timmy ein ganz liebes Schaf ist.
Zu Hause ging das Drama weiter, aber wir konnte ihn davon überzeugen, dass Timmy in Irland lebt und kein Geld für ein Flugticket hat.
Selbst heute fragt er noch nach ihm.
Ich glaube, wir können nie wieder nach Irland fahren.

Ich bin eigentlich kein Freund von Urlaub in good old Germany. Für mich heißt Urlaub auch immer andere Kulturen, Sprache und Essen.
Doch nun, mit drei kleinen Kindern, kommt mir die Besteigung eines Flugzeugs so lebensmüde vor wie mit geschlossenen Augen mit Vollgas auf der Autobahn zu fahren. Das wird vielleicht wieder eine Option wenn die Junsg älter und vernünftiger sind. Aber auch nur vielleicht.
Da wir drei seltene Exemplare an Kindern haben, die allesamt Autofahren so sehr hassen wie Brokkoli, fiehl diese Möglichkeit ins Ausland zu fahren auch weg.
Alles was weiter als maximal 3 Stunden entfernt liegt wäre purer Selbstmord. Was ich meine, kann nur jemand verstehen, der einmal in einem Auto saß wo hinter drei Kinder wie am Spieß geschrien haben. Da möchte man doch direkt zur nächsten Nervenheilanstallt abbiegen.

Es stand also fest: diese Jahr Urlaub in Deutschland. Da uns bigBro schon ewig damit in den Ohren lag in den Playmobil Fun Park zu gehen, stand das Ziel auch fest.
Gebucht waren 5 Tage Urlaub auf einem Familienbauernhof. Nicht billig, dafür all inklusiv und mit Kinderbetreuung.

Nachdem die Fahrt unnatürlich gut lief, war ich positiv gestimmt. Die Stimmung hielt aber nur bis zur ersten Nacht.
Jetzt zeigte sich, dass tinyBro doch sehr auf seinen Rhythmus zu Hause eingetacktet ist. Die Veränderung seines Tagesablaufs sowie der Umgebung war einfach zu viel für den kleinen Mann.
Unsere Nächte waren um 2 Uhr (jede Nacht ziemlich pünktlich der Herr) schlagartig vorbei. Zumindestens meine Nacht. Ab 2 Uhr wollte er nur noch gestillt werden. So hatte ich also die halbe Nacht ein nuckelndes Baby an der Brust.
Mein Verderben war, dass unsere Wohnung über der Küche lag und morgens um 7 Uhr die Essensgerüche zu uns hochzogen. Frühstück gab es erst um 8 Uhr, was ich schon fast eine Frechheit in einem Familienhotel finde. Wenn man die halbe Nacht ausgesaugt wurde, hat man morgens so viel Hunger wie eine ganze Armee. So waren wir immer die ersten am Buffet.

Meine Bemühung um gesundes Essen für die Jungs habe ich dann mal für die 5 Tage über Bord geworfen. Sie haben sich quasi ausschließlich von weißen Brötchen, Pommen, Eis und Kuchen ernährt. Aber ich war froh um jedes Essen, was nicht in Geschrei endete.
Es gab sage und schreibe ein Essen wo die Jungs länger als 2 Minuten am Tisch saßen. An diesem Tag gab es Ente und bigBro wollte immer und immer wieder Nachschlag. Dass bigBro etwas isst, dazu noch Fleisch und obendrein noch Nachschlag nimmt, ist wohl eins der sieben Weltwunder.
Nach einigen Gängen zum Buffet, musste ich allerdings meinen Mann Fleischnachschub holen lassen. Der Koch hatte mich nach dem fünften Gang schon mehr als skeptisch angeguckt.

Die Kinderbetreuung haben wir übrigens eine ganze Stunde in Anspruch genommen.
Mir war schon im Vorfeld schleierhaft wie das funktionieren sollte. Schließlich macht man im Kindergarten wochenlange Eingewöhnung um die Kleinen dann mal allein dort zu lassen.
Wie das im Urlaub, mit wildfremden Erziehern von jetzt auf gleich klappen sollte, war mir ein Rätsel.
So war ich nicht erstaunt, dass nach einer Stunde der Anruf kam, dass littleBro weinen und nach uns fragen würde.
Soviel zur tollen Kinderbetreuung.

Nach 5 Tagen ohne Schlaf, mit für Juni eisigen Temperaturen und Regen (wir mussten tatsächlich in den Nachbarort fahren, um für die Jungs wärmere Sachen zu kaufen – danke an den Wetterbericht!) und viel Streit unter den Jungs ging es dann wieder nach Hause.
Und ich war mehr als Urlaubsreif. Bin es immer noch. Die erste Nacht zu Hause hat tinyBro aber wieder durchgeschlafen.

So ist Urlaub mit (Klein)Kindern. Für die Jungs war es super toll. Ungesundes Essen, den ganzen Tag spielen und einen fantstischen Tag im Playmobil Fun Park. Für uns Eltern war es zwar mal schön nicht kochen und putzen zu müssen, aber die Nächte mit tinyBro waren wirklich grenzwertig.

Nächste Jahr sieht dann hoffentlich alles ein bisschen besser aus. TinyBro wird keine großen Probleme mit fremder Umgebung mehr haben und das Wetter wird dann hoffentlich auch besser sein. So mein Plan. Und Ihr wisst ja wie das mit Plänen so ist….

Ach ja…nicht verwunderlich. Am Tag der Abreise wurde es wieder warm.

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3 Kommentare zu “me and my 3 boys {Urlaubsreif}

  1. Es tut mir beinahe etwas leid, dass ich bei deinen Worten tatsächlich immer wieder grinsen muss.. Aber du schreibst halt zu komisch. Na, Urlaub auf dem Bauernhof.. so viel dazu :-D

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