me and my 3 boys {bye, bye, lullaby}

Dass ich mich in letzter Zeit rar mache, hat viel Gründe. Zum einen bereite ich gerade die Taufe von tinyBro vor, die diesen Sonntag stattfindet; zum anderen ist das Leben mit drei wilden Jungs (eigentlich vier, wenn man Herr Kuchenduft dazu zählt) wirklich anstrengend.
Der Hauptgrund für meine Blogabstinens ist allerdings littleBro. Der hat vor zwei Wochen von heute auf morgen beschlossen, seinen sonst 3-4 stündigen Mittagsschlaf einfach ausfallen zu lassen.

An diesem Tag hatte er rausgefunden wie man, trotz Schlafsack, aus dem Gitterbett klettert. Dann war es ein super Spiel, befühlte 1000 mal aus dem Bett zu klettern und im Schlafsack und mit Kuschelaffen im Arm in der Diele zu stehen. Das Zubettbringen sollte an diesem Abend bis 23 Uhr dauern. Schließlich kann das neue Spiel, bei dem Mama so schön die Nerven verliert, auch wunderbar abends wiederholt werden.
Am nächsten Tag ging es abends immerhin schneller und nach dreimal aus dem Bett klettern war Ruhe. Mittags ist es allerdings beim Schlafenzug geblieben.
Dies hatte zur Folge, dass littleBro am Wochenende nach den Worten „Nein, nicht schlafen!“ am Essenstisch eingenickt ist. Es gibt ja nichts süßeres als ein schlafendes Kind – besonders mit einer Gabel in der Hand.

Das ganze wäre jetzt nicht so schlimm, wenn er den Mittagsschlaf nicht wirklich noch brauchen würde. Schließlich hat das Leben ohne Mittagsschlaf auch seine Vorzüge. Man kann endlich Ausflüge machen und muss nicht jeden Tag von 13 bis 17 Uhr zu Hause sein. Im Winter besteht sogar die Chance auf Sonnenlicht, das littelBro nicht so oft gesehn hat weil es bis zum Aufwachen schon wieder dunkel war.

Aber nun ist es so, dass ich durch die extreme Müdigkeit ab mittags ein dauerweinendes Kind zu Hause habe. Die Tränen fließen hier schneller als beim Titanic gucken und in so großen Massen, dass ich mir schon Sorgen um seinen Flüssigkeitshaushalt mache.
Es wird geweint weil das Getränk alle ist, weil der Deckel der Mülltonne fehlt, weil es nicht die 100. Rosine am Tag gibt, gerne auch einfach so – wegen nichts. Meine Nerven sind schon ziemlich dünn. Da macht mir das wenige Geweine von tinyBro gar nichts mehr aus und ich beneide Erstmütter erneut.
Ich überlege bereits, mich für autogenes Taining anzumelden. Beruhigspillen fallen wegen des Stillens ja flach.
Der Höhepunkt ist dann gegen 18 Uhr. Da heulen meist alle drei. TinyBro weil er ins Bett möchte, littleBro weil er kaum noch stehen kann vor Müdigkeit und bigBro weil er ganz schnell „ein Brot mit Butter, Wurst und Käse drauf, zusammenklappen und durchschneiden“ haben möchte. Herr Kuchenduft trudelt leider erst gegen 19 Uhr ein, so dass ich bis zu seinem Eintreffen ein nervliche Wrack bin und ihn nicht selten, den Tränen nahe, begrüße.

Der Mittagsschlaf fehlt einfach. Zuallererst littleBro und dann auch bigBro. Denn die Mittagsschlafenszeit wurde immer genutzt um die kleinen Playmobil Spielsachen rauszuholen oder zu kneten. Das kann man mit littleBro einfach noch nicht machen, weil er noch sehr oral fühlt.
Mir feheln die Stunden auch. Für meine Mittagspause. Es war einfach ein schönes Ritual, dass die beiden Kleinen Mittagsschlaf machen, der Große sich mit Playmobil und Hörspiel beschäftigt und ich ein Blogbeitrag schreiben konnte, oder mich dem Basteln und Nähen widmete.
Alles vorbei jetzt. Also heißt es, sich neu zu organisieren. Abends gehts 20-30 min früher ins Bett und am Wochenende muss Herr Kuchenduft auch mal allein mit den Jungs Laufrad fahren gehn, während ich mich ins Arbeitszimmer verkrümel.
Wie Ihr seht, muss sich das alles aber noch einspielen; denn zum Blogbeitrag verfassen bin letzte Woche definitiv nicht gekommen.
Hatte ich erwähnt, dass tinyBro zudem eine Bronchitis hatte. Das kam also noch oben drauf.

Eigentlich kann man jetzt nur noch eins tun. Tief druchatmen, die Sonne genießen und die Zeit mit den drein genießen. Ich versuche mir jeden Tag ins Hirn zu hämmern, dass die Kleinkindzeit in Bruchteilen einer Sekunde vorbei ist und die Jungs sich im Zimmer einschließen und laut Musik hören (was unter Umständen noch nerviger sein kann als das laute geweine von littleBro; aber ich vertraue mal auf mein Glück und einen guten Musikgeschmack der Jungs).

Machs gut Mittagsschlaf, es war schön mit Dir. Willkommen Ausflüge auch über die Mittagszeit!

 

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