me and my 3 boys {alle auf den Kleinen}

Ich frage mich, ob Wladimir Klitschko deshalb so erfolgreich ist, weil er sich früher immer gegen seinen großen Bruder wehren musste?
Mich würde es auf jeden Fall nicht wundern, wenn tinyBro irgendwann in seine Fußstapfen tritt. Im Vergleich was er jeden Tag einstecken muss, ist ein Boxkampf allenfalls ein Kaffeekränzchen.

Ich kann von Glück reden, dass ich nach zwei Tragekindern so gut im Training bin. Denn das Ablegen von tinyBro ist keine Option.
Mitlerweile vermute ich, dass seine Brüder an seinem Stubenwagen und an der Krabbeldecke irgendwelche Sensoren angebracht haben, die Alarm schlagen, sobald tinyBro dort abgelegt wird. Es spielt nämlich keine Rolle, ob die Jungs sich im selben Raum befinden oder irgendwo anders Unfug treiben. 1-2 Sekunden nachdem tinyBro vergnügt vor sich hinstrampelt kommt mindestens einer der Beiden angerast und hat nur im Sinn, seinem kleinen Bruder das unbeschwerte Leben zu versauen.

Das harmloseste ist hierbei „Kuss geben“, wobei das nicht so zärtlich abläuft wie die Wortwahl zu vermuten mag. Und sobald tinyBro sich nach der Kussattacke in Sicherheit glaubt, bekommt er Sekundenbruchteile später einen Schlag verpasst.
Manchmal wird auch versucht ihn aus dem Stubenwagen zu tragen, oder vom Boden weg hochzuheben. Im schlimmsten Fall wird mitten ins Gesicht gekniffen und gezwickt.
Alle versuche zu erklären, dass das dem Kleinen wehtut und nicht schön ist sind fehl geschlagen. Jegliches einreden und versuchen zur Vernunft zu bekommen, gescheitert. Selbst beim Stillen oder beim Spielen auf dem Boden ist er nicht sicher.
Seine Brüder sind so schnell, dass das menschliche Auge kaum in der Lage ist, die Situation zu erfassen, geschweige denn, zu handeln.
In einem Moment wird noch geschmust und schon gibt’s wieder einen auf die Zwölf.

Da tinyBro mit seinen 11 Wochen noch nicht mal ein Spielzeug greifen kann und sich höchstens mal in meinen Haaren festkrallt (was auch ganz schön Schmerzhaft ist), hat er nicht die geringste Chance sich zu wehren. Folglich habe ich nach den Attacken zwei, wahlweise drei weinende Kinder. Eins weil es einen auf die Nuss bekommen hat, ein bis zwei weil sie Ärger bekommen, den Bruder als Boxsack misbraucht zu haben.

Bleibt mir also nur, tinyBro im Tragetuch zu haben oder in seinem Zimmer mit Babyphone einzuschließen. Das Rückenmuskulaturtraining gibt es dabei gratis für mich und tinyBro dazu.
So schaffe ich es ihn die meiste Zeit vor seinen Brüdern zu beschützen und die Attacken auf 2-3 am Tag zu begrenzen. Nur im Auto, da habe ich keine Chance. LittleBro sitz neben tinyBro und kommt leider auch fest angeschnallt mit einem Arm in den Maxi Cosi rein. Diverse Kratzwunden zieren die rechte Gesichtshälfte vom kleinen Bruder und natürlich will’s keiner gewesen sein.

Die Hoffnung, dass das ganze bald aufhört habe ich noch nicht aufgegeben und irgendwann, ja irgendwann kann der Kleine auch mal zurückschlagen. Und später in der Schule hat er immer den Trumpf im Ärmel zwei große Brüder zu haben, die im Nortfall gut austeilen können (so meine Vorstellung).
Bis dahin bleibt mir nur gutes Zureden, Lieblingsspielzeug auf den Schrank verbannen und vielleicht wirklich einen Boxsack im Wohnzimmer aufhängen.

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