me and my 3 boys {Willkommen auf dieser Welt}

Willkommen, kleiner Sonnenschein!

Durch meine letzten Beiträge habt Ihr ja bereits mitbekommen, dass ich nun Mummy von drei Jungs bin.
Aber ich wollte nochmal offiziell verkünden, dass tinyBro seinen Weg zu uns gefunden hat.

Wir haben lange auf Dich gewartet. Willkommen auf dieser Welt!
Linus Noah ~ 27.11.2014 ~ 2:29 Uhr ~ 3880 g ~ 52 cm ~ 37,5 cm KU

Noch nie haben wir einen Augenblick sehnlicher erwartet.
Noch nie haben wir einen Augenblick befreiter erlebt.
Noch nie haben wir einen Augenblick tiefer geliebt.
Noch nie haben wir einen Augenblick tiefer gedankt.
In diesem Augenblick bist Du geboren.

Die letzten Tage vor der Geburt waren ganz schön aufregend. Hatte ich am 22.11. meinen Geburtstermin erricht, hieß es ab dort alle 2 Tage zur Frauenärztin bzw ins Krankenhaus.
Mit Übertragen hatte ich bei der dritten Geburt mit Sicherheit nicht gerechnet. Aber die kleinen Wesen haben ja ihre eigenen Köpfe, auch wenn unser dritter Lausbub wieder ein Schütze geworden ist und nicht wie bigBro, mein Mann und ich, ein Hörnertier. Die sind nämlich besonders stur und haben einen dicken Schädel, was bei uns des öfteren zu Machtkämpfen führt.

So verbrachte ich meine Zeit am CTG und Ultraschallgerät. Da ich an Thrombozytopenie litt (also zu wenig Blutplättchen im Blut) und am Geburstermin zu wenig Fruchtwasser festgestellt wurde, waren meine Arme zerstochen wie nach einem Moskito-Abgriff. Ich fragte mich, ob nach soviel Blutabnahmen noch genug Blut für mich da sei.
Obendrauf hatte ich am Tag zuvor eine richtig fiese Erkältung bekommen. Ich hatte dermaßen Halsschmerzen, dass ich kaum sprechen konnte. Wer schon eine Geburt durchlebt hat, weiß, dass nicht sprechen können plus Wehen eine ganz schlechte Kombination ist. Meine Angst, dass die Geburt nun jeden Tag losgehen könnte, lies mich jeden Tag literweise Ingwertee trinken und Halstabletten lutschen bis zum Umfallen. Half aber alles nicht und es wurde jeden Tag schlimmer. So war ich recht verzweifelt, als weder mein HNO, noch mein Hausarzt einen Termin so kurzfristig frei hatte. Nach ein bisschen auf die Tränendrüse drücken schob mich mein Hausarzt noch dazwischen und verschrieb mir ein Antibiotikum.
Als gute Patientin wies ich nochmal extra drauf hin, dass ich eine Allergie gegen Penicillin habe und keinesfalls solch ein Antibiotikum bekommen durfte. Zu Hause stellte ich aber fest, dass er mir doch ein Medikament mit einem Penicillinderivat verschrieben hatte. Also beim nächsten Besuch bei meiner Gynakologin das richtige Medikament verschreiben lassen. Es war bereits Dienstag und das machte mich, da am Samstag eingeleitet werden sollte, falls es bis dahin nicht losgegangen wäre, nicht zuversichtlich.

Mittwoch morgen ging es mir aber zum Glück schon wesentlich besser. Da ich nicht mehr viel Zeit bis zur Einleitung hatte, die ich in jedem Fall entgehen wollte – schließlich hatte ich das bei bigBro schon hinter mir und das nochmal zu erleben stand auf meinem Wunschzettel für das Christkind nicht an erster Stelle, beschloss ich alle Register zu ziehen.
Also morgens das Auto stehen gelassen und die Kinder in den Fahrradanhänger verfrachtet und so mit geschätzten 60 kg Gepäck zum Kindergarten geradelt. Zu Hause wurde ausgiebig geputzt  und nachmittags wieder mit dem Fahrrad bigBro abgeholt.
Nachmittags ging es mit allen Kindern zur Gynäkologin, zur zwei-tägigen Kontrolle. Mit meinen Kindern Auto zu fahren, im Weihnachtstrubel einen Parkplatz zu finden und alle zusammen irgendwie in die Praxis zu bekommen, gleicht einem Halbmarathon.
Nicht verwunderlich war ich also, als genau am CTG die Wehen losgingen. Komisch war aber, dass sie alle 10 Minuten kamen und nicht, wie sonst, wieder verschwinden wollten.
Locker, wie ich bei der dritten Geburt so bin (auch bei der zweiten Geburt wurden die Geburtswehen noch bis ins Krankenhaus als Übungswehen und Fehlalarm deklariert), sind wir nach dem Termin mit den Kindern auf den Weihnachtsmarkt, sind Karussell gefahren und haben uns mit frischem Brot von einer Hütte eingedeckt. Immer schön alle 10 Minuten Abseits gestellt und die Wehen veratmet. Sind doch alles Übungdwehen…
Irgendwann wollte ich dann doch nach Hause um die Jungs ins Bett zu bringen und noch etwas zu essen und zu duschen.
Schicksalhafterweise war eben an diesem Tag die Hölle los auf den Straßen und es herrschte Stillstand durch die Stadt. Wehen im Auto sind für mich schwerer zu ertragen als eine Magen-Darm-Grippe an Heilig Abend. So war die Fahrt die Hölle auf Erden für mich. Dass die Kinder vor Müdigkeit und aus-dem-Auto-rauswollen sich halb zu Tode geschrien haben, machte die Gesamtsituation nicht besser. Mein Mann tut mir heute leid, wenn ich dran denke, dass er fahren musste, während hinten zwei Kinder geschrien haben wie am Spieß und die Frau neben ihm alle 10 Minuten geheschelt und „ich will aus diesem Auto raus“ geschrien hat.

Nachdem wir zu Hause, die Kinder im Bett, ich geduscht und satt war, konnten wir gegn 23 Uhr, durch die nun leeren Straßen, endlich in die Klinik fahren. Es war so wenig Verkehr, dass mir mein Mann sogar den Gefallen getan hat und während der Wehen rechts rangefahren ist um mich aussteigen zu lassen. Die kalte Novemberluft lies das alles besser ertragen.
Kaum in der Klinik angekommen, gingen die Wehen auch richtig los und um 2:29 Uhr war unser großes Glück auf der Welt.

Heute ist Linus genau 3 Wochen alt und wir können uns ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Unser Trio ist komplett und wir mehr als glücklich.

Wir freuen uns auf das Leben mit unserem dritten Lausbub. Sei es noch so Stressig, Laut, Schlaflos und Kraftraubend. Denn es ist das größte Glück auf Erden sein Kind in den Armen zu halten und dafür sind wir unendlich dankbar!

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7 Kommentare zu “me and my 3 boys {Willkommen auf dieser Welt}

  1. :-) Du hast das alles so toll geschildert… ich hatte direkt das Gefühl ich wäre überall mit dabei gewesen und auch das „Geplärr“ im Auto konnte ich fast miterleben (meine Jungs waren auch immer kleine Quirlgeister und ich glaube behaupten zu können, die lautesten im Umkreis von mindestens einem km :-) .
    Das Foto ist so süß…. der kleine Linus ist süß.
    Heute hat mein Mann übrigens meinen Gewinn aus DE mitgebracht.
    Vielen lieben Dank- auch für die tolle Karte .
    Schau doch einfach ab und zu mal bei mir auf der Facebook Seite rein,… vielleicht schaffe ich es noch das Papier heuer schon zu verbasteln:-)

    LG
    Birgit

  2. Hallo Stefanie,
    ich lese regelmäßig deinen Blog und habe mich auch schon Inspiration von deine Werken geholt.
    Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Eures dritten Sohnes.
    Ich wünsche Euch alles Gute, viel Glück und ganz viele Gesundheit.
    Deine Schilderung hören sich sehr abenteuerlich und ich bewunde dich wie du, dass alles schaffst.
    Ich wünsche Euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in neue Jahr.
    Viele Grüße
    Kerstin

  3. Komme ich auch mal dazu, wenn auch etwas spät, alles zu lesen, zu genießen und euch noch einmal hier von ganzem Herzen alles Gute dieser Welt zu wünschen.
    Ich habe letztens erst dran gedacht, wie dieses eine kleine Australienbaby leider nicht die Chance bekommen hatte, euch zu besuchen und nun schon drei gesunde und glückliche Jungs bei euch eingezogen sind. Das freut mich sehr für euch!

    Ich wünsche euch ein glückliches Jahr 2015, und dir Steffi, ganz viele starke Nerven mit deinen vier kleinen und großen Jungs!
    Drück dich!

  4. Hallo ihr lieben,
    herzlichen Glückwunsch zu Eurem dritten Lausbub. Ich bin auch mutter zweier Jung und es ist einfach wunderbar mit ihnen. Deine Geschichte zur Geburt war so herrlich geschrieben dass ich nur lachen musste. Ich glaube dein Mann hat in der Zeit mehr gelitten als du Dir vielleicht vorstellen kannst. Und es ist einfach bewundernswert wie dein Mann und Du alles so meisterst. Hut ab…
    PS: Deine persönliche Geschichte ist so wunderschön zum schmunzeln, dass Du Schriftstellerin werden könntest….

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