me and my 2 boys {365 Tage in den eigenen 4 Wänden}

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Ich musste wirklich zweimal in den Kalender gucken um mir sicher zu sein. Ja, es ist wirklich bereits 1 Jahr vergangen seit wir in unser Haus gezogen sind. Dabei kommt es mir wie letzte Woche vor und ich fühle mich nach wie vor nicht als Neuhöfer, sondern immer noch als Mannheimer.

Genau wie letztes Jahr, findet auch an diesem Wochenende das Champions League Finale statt. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wie sich Herr Kuchenduft gefreut hat das Finale im eigenen Haus anzugucken und dabei laut zu jubeln wenn seine Mannschaft den Titel holt. Nur hatte er nicht damit gerechnet, dass unsere Fernseher bzw unsere Satanlage nicht funktioniert. Der verzweifelte Versuch diese in den ersten Tagen im Häuschen zu reparieren scheiterte (wie sich später herausstellen sollte, war der neue Receiver kaputt). Also hat der Herr das Finale in einer Kneipe im Städtchen geguckt und ich habe an meinem ersten Samstag in der Kleinstadt die Kinder gehütet und mir irgendeinen Film auf DVD angeguckt (wahrscheinlich war es „Der Teufel trägt Parda“; den gucke ich immer wenn ich allein daheim bin). Freudestrahlend kam Herr Kuchenduft nach Hause und der Ärger um den nicht funktionierenden Fernseher war vergessen.
Dieses Jahr ist seine Mannschaft ja nun leider im Halbfinale ausgeschieden (nun dürfte es nicht alzu schwer zu erraten sein, um welche Mannschaft es sich handelt) und so wird auf das CL Finale verzichtet.

In der Zwischenzeit ist der Sat Receiver ausgetauscht worden und auch sonst sind so gut wie alle Mängel, die nunmal bei einem frisch gebauten Haus bestehen, beseitigt. Nach lange-vor-uns-herschieben ist der Keller aufgeräumt und geordnet, der Garten ist fertig, die Spielecke im selbigen aufgebaut und der Carport steht. Nachdem nun alles erledigt ist, könnte man in Versuchung kommen, sich zurück zu lehnen und das Leben im eigenen Haus mit kleinem aber sehr feinem Garten zu genießen. Aber ich wäre nicht ich, wenn ich das tun würde. So kam ich am Wochenende auf die Idee das Arbeits-/Bastelzimmer ein wenig umzuräumen und praktischer zu gestallten. Gesagt, getan. Heute habe ich den Herrn nach der Arbiet zum Schweden geschickt und dann wird es am Wochenende fertig gestellt. Und danach fallen mir bestimmt noch einige Sachen ein die man bauen, umgestallten, neu lackieren oder verschönern könnte. Und nicht zuletzt unser geliebtes Unkraut sorgt dafür, dass uns nicht langweilig wird.

Gestern habe ich daran zurück gedacht, was in dem Jahr, in dem wir hier wohnen alles passiert ist.
Von der Großstadt in eine Kleinstadt (eher Dorf) zu ziehen, ist schon nicht leicht. Jedenfalls für uns nicht. Lebten wir doch zeitlang immer in Großstädten. Ich hab mich mitlerweile – fast – dran gewöhnt, keine Straßenbahn mehr zu haben und alles mit dem Auto oder per Fahrrad samt Anhänger zu erledigen.
In dem Jahr haben wir und die Kinder neue Freunde gewonnen und ein paar alte fast verloren. Wir haben nette Nachbarn, komische Nachbarn, skurrile Nachbarn und neugierige Nachbarn. Wir sind zweimal bestohlen worden. Wir verbringen jede Woche einen Nachmittag im nah gelegenen Wildpark. Wir waren auf dem „riesigen“ Weihnachtsmarkt und bigBro hat sich nicht getraut das Kinderkarussell zu fahren. Wir waren auf der Kerwe und bigBro und littleBro waren von dem Karussell nicht runter zu bekommen. Wir haben alle Eisdielen getestet um heraus zu bekommen, dass es das beste Eis im Nachbarsdorf gibt. Wir haben eine nette kleine Buchhandlung und Spielwarengeschäft gefunden.
Wir haben tagein, tagaus Bagger, Kräne, Kipplaster und Bauarbeiter beobachtet. Wir habe die ersten Erdbeeren aus dem eigenen Garten genascht. Wir haben uns über Handwerker geärgert.
Wir haben gelacht, geweint, gestritten, versöhnt.
Es war ein spannendes, tolle Jahr. Ich bin froh, dass wir uns zu dem Schritt entschlossen haben hier in dem kleinen Städtchen ein Haus zu bauen. Waren es auch die stressigsten 2 Jahr meines gesammten Lebens (Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, neben Hausplanung und Kleinkind noch ein Baby zu bekommen???) und habe ich an einigen Tagen gedacht, wir schaffen es nicht ohne komplett zusammen zu brechen, so hat sich doch all die Mühe gelohnt.

Ich bin sehr gespannt was uns in den nächsten 365 Tagen in unserem Haus erwartet. Eins ist sicher – es bleibt aufregend, spannend und keinesfalls langweilig.

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