me and my 2 boys {klein Gollum in der Notaufnahme}

Ich glaube, ich miete mir für die nächsten 16 Jahre schonmal ein Zimmer in der Mannheimer Uniklinik an. In der Kinder-Notaufnahme…
Gut, mit zwei wilden Jungs, ist es wahrscheinlich normal mindestens 2 mal im Jahr dort zu sein.
BigBro fällt aus seinem Bett – Notaufnahme.
BigBro hat einen Leistenbruch – Notaufnahme.
LittleBro hat den RS-Virus – Notaufnahme.
Und ganz aktuell: littleBro hat sich den Arm gebrochen – Notaufnahme.

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Auch wenn wir mitlerweile ein paar Kilometer von Mannheim weg wohnen, fahren wir doch (falls es nicht was ganz dringendes ist – wobei man da eh den Krankenwagen rufen würde) jedes Mal in die Uniklinik. Fühlt sich nach OP von mir, Schwangerschaftkompilkationen, zwei Geburten, vielen Aufenthalten in der Notaufnahme, beim HNO, nach der Leistenbruch-OP von bigBro, dem 4 tägigen Aufenthalt von littleBro wegen des Viruses und nicht zuletzt durch 2 Jahre Stillcafé im Klinikum einfach nach zu Hause an und die Kinder kennen sich bereits aus.

So war es auch letzte Woche wieder soweit. Nachdem littleBro ein ziemlich verrückter Kletteraffe ist, war es klar, dass über kurz oder lang irgendwas passieren muss. Er klettert einfach überall hoch und konnte schon lange vor dem ersten Schritt unsere Treppe ganz alleine hoch“laufen“.
So kam ihm ein Stuhl bzw der Fall von diesem ins Gehege. Mir war gleich klar, dass dieser Sturz anders ist als alle anderen. Sonst lies sich littleBro durch schmusen und unser Wehtulied immer schnell beruhigen. Diesmal aber nicht.
Ich tippte trotzdem erstmal auf einen verstauchten Arm. Am nächsten Tag sollte sich das aber als Fehleinschätzung herausstellen.
Ich muss gestehn, Helikopter-Müttern wäre so etwas nicht passiert. Ich hab meine Kinder immer schon machen lassen und selbst Erfahrungen sammeln lassen. Ich bin der Meinung, dass das das Selbstvertrauen stärkt. Einen gebrochenen Arm hatte ich hier nicht einkalkuliert. Solle ich mir nun Vorwürfe machen? Ich glaube nicht – auch wenn ich das genug getan habe. Solche Sachen passieren einfach und ich werde auch weiterhin die Jungs alles selbst ausprobieren lassen – vielleicht mit mehr wachsamen Augen als bisher.

LittleBro scheint sein halber Gips nicht groß zu stören. Als wir nach 3 h Aufenthalt in der Notaufnahme endlich zu Hause waren, ist er als erstes zu dem nächstbesten Stuhl gekrabbelt und wollte hochklettern. Ich hatte noch die Warnung der Ärzte im Ohr „…er soll sich schonen“. Irgendwie muss dieser Ratschlag an littleBros Ohren vorbeigerauscht sein. Lerneffekt ist hierbei gleich 0!
Sein „Krabbeln“ hat er seit dem an seinen Arm angepasst und ich muss jedes Mal an Gollum von Herr der Ringe denken, wenn er einseitig mit einem Arm und Bein krabbelt, einen Arm in der Luft und einen Fuß am Boden vorwärts krabbelt und dabei seine tiefen Brummgeräusche macht.

Da man ja immer das Positive in allem sehen soll (wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus), muss ich sagen, dass es keine bessere Lauflernhilfe als einen gebrochenen Arm gibt.
2 Wochen vor dem Unfalll hat er seine ersten zwei Schritte gemacht, war aber seit dem recht faul mit dem Laufen. Das ist nun anders. Nun läuft er auch mal ein paar Meter freihändig am Stück oder läuft an Möbeln lang. Gekrabbelt wird zwar auch noch, aber nur noch selten.

Wenn der Gips in 2 Wochen abkommt, wird er wohl nurnoch zu Fuß unterwegs sein – diese Lauflernmethode ist allerdings nicht zum Nachahmen geeignet…

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