me and my 2 boys {der Ernst des Lebens hat begonnen – naja, fast. Jetzt heißt es jeden Morgen „ab in den Kindergarten“}

Wie konnte denn das passieren? Wie konnten 2,5 Jahre verfliegen ohne das ich was bemerkt habe?
Kindergarten? War noch ganz weit weg. Das dauert noch. Das hat noch Zeit. Und jetzt geht mein kleiner bigBro in den Kindergarten. Natürlich nicht allein – erstmal. Ich und littleBro sind die ersten Wochen / Monate mit dabei. Je nachdem, wie lange der kleine Wurm braucht um auch mal ein paar Stunden ohne Mummy zu bleiben.

Auf seinen ersten Tag hatte ich mich lange gefreut. Nach langem Suchen wurde ein passender Rucksack gefunden und mit einem Button aufgehübscht.Schließlich sollte Jeder sehen, dass hier ein Kindergarten-Kind seiner Wege geht.

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Dazu noch eine Butterbrotdose mit seinen geliebten Drachen (Wieso sagt die Erzieherin nur Dino dazu? Hat ein Dino Flügel???), die auch sein Frühstücks-Set schmücken – und ganz wichtig mit Vulkan (Zitat bigBro „Hei(ß)!“ – das kann man wohl sagen…). Ein kleines Geschenkchen durfte auch nicht fehlen. Seit wir bei uns die Außenanlagen machen lassen und täglichen Besuch von Bauarbeitern und Kipplastern haben, ist seine Leidenschaft für selbige samt Baggern noch größer geworden. So gab es einen Kipplaster von Brio (die passende Eisenbahn zusammen mit Straßen gibt es zu Weihnachten, aber „pssssssssssssssssssssst“). Damit habe ich natürlich ins Schwarze getroffen und der Kipplaster musste sogar mit ins Bett.

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So hatte ich am Abend vor dem großen Tag alles schön auf seinen Platz am Esstisch gestellt und noch eine Tasche mit Windeln, Feuchttüchern und so weiter gepackt. Die Hausschuhe wollte ich am nächsten Morgen noch einpacken – wollte ich…

Und so ging sie auch dahin – die Vorfreude. Nachdem bigBro um 21:30 endlich eingeschlafen war, war er um 23:30 bereits wieder wach. Lag es bereits am Kindergarten, dass er nicht allein sein wollte? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich mitten in der Nacht besseres zu tun habe als ein Buch vorzulesen (wurde sehr stark verlangt). Gefühlte 1000 mal ins Kinderzimmer gerenne und Händchen halten wechselten sich mit dem Versuch ab, ihn bei uns schlafen zu lassen. Das mag er nämlich eigentlich gar nicht. Das letzte Mal hat er vor über einem Jahr bei uns geschlafen. Er liebt halt sein Bett und unsere Versuche ihn bei uns in der Mitte schlafen zu lassen, sind immer gescheitert. Verstehen kann ich ihn – ich schlafe auch am liebsten in meinem Bett. Ja! Schlafen! Nicht mitten in der Nacht lesen!
Irgendwann gegen 1 Uhr ist er dann vor lauter Erschöpfung bei uns eingeschlafen. Wir kurze Zeit später auch – nur um ein paar Stunden später, und zwar zur unchristlichen Zeit von 5 Uhr, von littelBro geweckt zu werden. Meine Laune war auf einem Tiefstand. Ach was sage ich, dem Abgrund nahe.

Mit nur 15 Minuten Verspätung kamen wir im Kindergarten an – ohne Hausschuhe. Weder für mich noch für bigBro. Der einzige, der sich auf dem kalten Fußboden keine Eisklumpen als Füße geholt hat, war littleBro weil er seine Krabbelschuhe bereits anhatte. Der Glückliche.
Kaum hatte ich uns alle aus den unzähligen Lagen geschält – natürlich musste es an so einem Tag Minusgrade haben – hat littleBro auch schon das Weite gesucht und wurde von zwei etwa zweijährigen Mädchen freudig empfangen.
BigBro hang an meinem Beinwie eine Klette und lies mich keinen Zentimeter von ihm wegrücken während littleBro in der Puppenküche verschwunden war und von den beiden Mädchen geknuddelt und geküsst und über seine weichen Wangen und Haare gestreichelt wurde. Er hat sich sichtlich wohl gefühlt, so dass ich überlegt habe, nicht doch lieber littelBro in den KiGa zu stecken und bigBro wieder mit nach Hause zu nehmen. Einfacher würde es wohl sein.
Lustigerweise heißt der Kindergarten „St. Nikolaus“ was ja zu littleBros Geburtstag an Nikolaus passt wie die Faust aufs Auge.

Nach 90 Minuten wurde littleBro allerdings weinerlich – kein Wunder…wer um 5 Uhr aufsteht, der ist halt um 10:30 müde wie ein Siebenschläfer. So wurden die Kinder wieder eingepackt, littleBro auf den Rücken geschnallt und schnell nach Hause geflitzt zum Essen kochen.

Dank der ganzen Aufregung und des wenigen Schlafes in der Nacht haben die Beiden auch über 3 Stunden Mittagsschlaf gemacht – den ich mit Putzen verbracht habe. Denn ich muss schon sagen, durch die Eingewöhnung im Kindergarten kommt der Alltag ganz schön durcheinander und da fehlt einfach der Vormittag zum Putzen, Einkaufen und Kochen. Irgendwann einmal wird bigBro aber alleine in den Kindergarten gehen. Irgendwann…

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