me and my 2 boys {von Wunderkindern und Spätzündern}

Kennt ihr auch diese Eltern, deren Kinder wahre Wunderkinder und quasi die Mozarts und Goethes von morgen sind?
Diese Exemplare schlafen mit 3 Wochen durch, schreien nie (wieso auch?), können mit 2 fließend Chinesisch und lesen sonntags die Zeit. Selbstredend sind sie immer schön artig, essen ihren Gemüseauflauf und gehen brav um 19 Uhr ins Bett.
Und sowieso sind sie die ersten beim Laufen, Sprechen und Trockenwerden.

Meine Kinder sind da anders. Da habe ich wohl als Mutter schlicht und ergreifend versagt.
BigBro war zwar ganz vorne dabei was das Robben, Krabbeln und Laufen betrifft, aber Sprechen… Nein, das ist nicht sein Fall.
Während andere in seinem Alter bereits Sätze quasseln, begnügt sich bigBro mit ein paar Wörten und seiner selbst kreierten Sprache „Robisch“. Robisch verstehen Mummy und Daddy sehr gut. Wozu dann ins Deutsche wechseln? Sätze wie „Diddi dei bibi“* gehören hier zum Alltag.
Wenn der zweite Geburtstag überschritten ist, macht man sich natürlich so seine Gedanken, wann es denn nun endlich mit dem Sprechen losgeht. Auf die sagenumwobene „Sprachexplosion“ warten wir vergeblich.
In den letzten Wochen haben wir einen Ärztemarathon hinter uns, der diese Woche noch fortgesetzt wird. Schließlich soll eine organische Ursache ausgeschlossen werden. Hier zum Hörtest, da zum HNO. Kein Wunder, dass bigBro jeden Tag vom Doddo (Doktor) und Ohr erzählt. Noch liegen keine Ergbenisse vor, aber es ist anzunehmen, dass soweit alles okay ist und wir einfach warten müssen. Warten… das tun wir nun seit einem Jahr.

Zeitschriften geben ja gerne Tipps wie man Kinder fördert und zum Sprechen animiert. So heißt es dort, wer immer viel vorliest (möglichst ab Babyalter) und viel mit dem Kind singt, der kann sich Sicher sein, dass das Kind früh spricht.
Nun, bigBro ist eine Leseratte und wir lesen seit er ein paar Monate alt ist täglich mehrere Bücher. Auch geht er in die Musikschule und zu Hause wird viel gesungen und getanzt. Damit währe dieser wertvolle Tipp also für den Allerwertesten.

Völlig unvorstellbar für die Eltern der Wunderkinder. Das Kind spricht nicht? Da kann doch was nicht stimmen. Das arme Ding. Mit dem muss einfach mal geredet oder ein Buch gelesen werden. Unser Kind spricht schließlich seit es 8 Monate alt ist.

Dass der kleine Mann noch nicht tocken ist, erwähne ich bei diesen Wunderkindeltern vorsichtshalber erstmal gar nicht. Mit 2 Jahren und 4 Monaten noch in die Windel? Ein Skandal.

Na und? Mein Kind kann nicht sprechen (außer Robisch) und geht nicht auf Toilette. Aber es gibt etwas, was mein Kind kann.
Und das ist Lachen. BigBro ist so ein fröhliches Kind. Er ist glücklich (das glaube ich zumindestens).
Wenn ich sehe, wie er mit dem littleBro spielt, tobt und lacht bis beide keine Luft mehr bekommen, dann weiß ich – ich habe alles richtig gemacht. Die beiden sind glücklich und sie haben sich.
Lieber habe ich ein lachendes Kind was seinen kleinen Bruder über alles liebt und halt nicht spricht, als umgekehrt.
Kinder sind verschieden. Und das ist auch gut so. Und wie sagt man immer so schön. Es gibt (normalerweise) kein Kind was in die Schule kommt  und nur „dada“ sagt und in die Windel macht.

Zum Schluss bleibt die Hoffnung, dass der bigBro einfach zusammen mit dem littleBro anfängt zu reden und auf Toilette zu gehn. Und das wäre auch noch früh genug.

Und am Ende zählt nur eins: Er wird bedingungslos geliebt! Egal was er kann und was nicht.

IMG_5157

 

* Daddy geht zum Bus.

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5 Kommentare zu “me and my 2 boys {von Wunderkindern und Spätzündern}

  1. Hör mir auf mit diesen Wunderkindern… Alles Märchen! Jedes Kind kann bestimmte Dinge früh besser als andere und ist dafür in anderem noch nicht so weit – muss es aber halt auch nicht!
    Wenn ich da an Schnuppi denke, hat es lange gedauert bis sie durchgeschlafen hat, laufen war auch erst später angesagt und beim Turnen ist sie eher die Schisserin, die einiges erst später geschafft hat als andere.
    Na und? Dafür war SIE eben früh ne Quasselstrippe ;)
    …und trocken werden? Mein Kind muss bestimmt auf die Couch… :p

  2. Also ich kann mir vorstellen, dass es wahrscheinlich arg nervig ist, wenn im Umfeld alle erzählen: unser Kind kann das und jenes und blabla…aber ich bin mir 100%ig sicher, dass jedes Kind sein eigenes Tempo hat. Das weckt vielleicht manchmal Zweifel und vielleicht auch Ängste, aber so lange BigBro (und natürlich auch LittleBro) glückliche und ausgeglichene Kinder sind, ist doch alles in Ordung. Alles andere findet sich mit der Zeit :) Wichtig ist, dass er geliebt wird…und da muß er sich ja nun keine Sorgen machen :).
    Liebe Grüße

  3. Reich mir die Hand, Schwester!
    Sophie spricht auch so gut wie gar nichts (außer NEIN, das kann sie perfekt) und das mit dem Töpfchen konnten wir noch nicht mal versuchen, da sie grundsätzlich im Schlaf in die Windeln macht. Dafür schläft sie durch seitdem sie 5 Wochen bei uns war, was mir wesentlich lieber ist als eine topfgehende Quasselstrippe ;-)
    Und so lange sie so fröhlich sind ist, wie du sagst, doch alles perfekt :-D

  4. Und von seiner Tante wird er über alles geliebt <3 ich hätte auch die Übersetzung nicht gebraucht, so langsam versteh auch ich Robbisch. Er hat einfach keine Lust zu reden, das wird noch kommen. Er hört aber gut ( meistens, hihi) und versteht alles. Der Rest kommt noch… Und ja, fröhlich ist der kleine Mann <3

  5. Pingback: me and my 2 boys {Musik liegt in der Luft oder “nicht ohne mein Pläp”} | Stampin' Up! Demonstratorin

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